Siebeneinhalb Leben

Siebeneinhalb Leben

Ebook
1.01

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Description

Der Autor Paul Spielmann, der auf einer Bank im Park sitzt und schreibt, ist irritiert. Wer ist der Mensch, der plötzlich auftaucht und ihm zu nahe rückt? Bildet sich der doch tatsächlich ein, dass es in Spielmanns Roman „Steins Paranoia“ um ihn geht. Er heißt Max Stein, wie der Protagonist, und anscheinend gibt es auch Parallelen zwischen seiner Geschichte und der im Roman. Am nächsten Tag setzt sich Spielmann auf eine andere Bank, wird den Quälgeist aber nicht los. Als er beschließt, ab sofort zu Hause zu arbeiten, beginnt Stein, Spielmanns Entführung vorzubereiten. Spielerisch wechselt Peter Henisch die Ebenen zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Leben und Literatur, wie das nur ein ganz großer Erzähler kann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Ebook
Pages
128
Price
6.99 €

Author Description

Peter Henisch wurde 1943 in Wien geboren, er studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte und Psychologie. Er ist Mitbegründer der Zeitschrift Wespennest, seit 1971 arbeitet er als freier Schriftsteller und lebt in Wien. Werke u.a.: Die kleine Figur meines Vaters (1975), Pepi Prohaska Prophet (1986), Steins Paranoia (1988), Morrisons Versteck (1991), Vom Wunsch, Indianer zu werden (1994), Schwarzer Peter (2000). Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, mit seinen Romanen Die schwangere Madonna (2005) und Eine sehr kleine Frau (Deuticke, 2007) war er auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. 2009 ist Der verirrte Messias im Deuticke Verlag erschienen, 2013 sein Roman Mortimer & Miss Molly, 2016 Suchbild mit Katze, das auf der Shortlist zum Österreichischen Buchpreis stand, und Siebeneinhalb Leben (2018).

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Schöner Erzählstil, dennoch abgebrochen

Ich habe das Buch ungefähr bis zur Hälfte gelesen und dann abgebrochen. Sprachlich ist es durchaus solide und Henisch versteht es, Szenen und Figuren lebendig zu zeichnen. Leider überwiegt für mich ein anderer Eindruck: Statt mich in die Geschichte eintauchen zu lassen, fühlte ich mich zunehmend von einer politisch-moralischen Belehrung bedrängt. Ständig werden historische und aktuelle Themen mit einer klaren, einseitigen Haltung kommentiert – Waldheim als Paradebeispiel dafür, dass „alle Österreicher Nazis“ seien, Trump als Inbegriff des Bösen und die unausgesprochene Frage, wie man so jemanden nur wählen könne. Ich lese Romane, um unterhalten zu werden, nicht um mich politisch indoktrinieren zu lassen. Schade, denn die Grundidee des Buches hätte Potenzial gehabt, wenn die Erzählung nicht immer wieder vom moralischen Zeigefinger unterbrochen worden wäre

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