Sidekick
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Description
Das Ende des deutschen Fernsehens – als unterhaltsames Roadmovie
Sebastian Hotz’ zweiter Roman ist ein gekonntes Spiel mit »kultigen« TV-Figuren und den Kulturkämpfen unserer Gegenwart – eine Mediensatire als Roadmovie, in der Ähnlichkeiten mit realen Personen selbstverständlich rein zufällig sind.
Nach Jahrzehnten der TV-Geschichte ist es so weit: Der legendäre Showmaster Falk Anders kündigt seinen Ruhestand an. In unzähligen Sendungen hat er » dem Land den Puls gefühlt « , die Grenzen von Komik und gutem Geschmack ausgetestet und darüber entschieden, wer mitlachen darf und über wen gelacht wird – Letzteres war oft genug: Boris.
Als Sidekick, stets unterlegener Sparringspartner und Trottel vom Dienst blickt Boris auf eine spezielle Karriere im Rampenlicht zurück – aber war es eine, die ihn auf den frei werdenden Chefposten führt? Programmchefin Marianne hat ganz andere Pläne: Auf Falk Anders wird die Influencerin Sara Massoudi folgen, neue Reichweiten, neue Zielgruppen. Oder wird es alles ganz anders kommen?
Plötzlich findet sich Boris im Bentley seines ehemaligen Chefs wieder, irgendwo in den Weiten des deutschen Autobahnnetzes; im Kofferraum eine kostbare Fracht und am Telefon die Programmchefin. Es entspinnt sich ein dramatisches und absurdes Kammerspiel – unter den Augen der Öffentlichkeit.
Book Information
Author Description
Sebastian Hotz, geboren 1996, aufgewachsen in Franken, absolvierte ein duales Studium in Wirtschaftswissenschaften in Erlangen/Nürnberg, bevor ihn die Windungen des Internets erst nach Bielefeld und schließlich nach Berlin führten. Seine gesellschaftskritischen und treffsicheren Postings werden täglich von Millionen Menschen gelesen. Sein Debütroman war ein Bestseller.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Böse, böse, böse...
Man kann ja über Sebastian Hotz denken, was man will, aber sein neuer Roman hat mich absolut gefesselt und umgehauen. Er ist eine bitterböse, satirische überspitzte Persiflage über die deutsche Fernsehlandschaft mit einer abgrundtiefen Story voller skurriler Typen und Wendungen- alles für die Quote, für Klicks und Likes. Falk Anders ist eine Showmaster-Legende, eine Mischung aus Gottschalk, Raub und Schmidt, ein Ekelpaket de luxe. Sein leicht trotteliger Side-Kick Lukas "Boris" Schobert dagegen könnte Elton ebenso wie Manuel Andrack sein. Beide nerven den Leser kolossal: Falk Anders, weil er einfach nur eine fiese, überhebliche Type ist, Boris, weil man mal Mitleid, mal leise Verachtung für ihn fühlt. Das Ende des sich zum Roadmovie entwickelnden Romans hat mich kalt erwischt und doch ziemlich betroffen gemacht. Sebastian Hotz schreibt mit gnadenloser Ironie des Todes, haut den Medien und ihren Vertretern seine Pointen nur so um die Ohren, zielt und trifft mit seinen Monologen und Dialogen haargenau ins Schwarze. Mir hat sein Stil extrem gut gefallen.
„Eigentlich absurd, wie oft sie in ihrem Job gestresst ist. Sie wartet keine Atomreaktoren, sie ist nicht für das Wohlergehen von ein paar Dutzend Kindern verantwortlich, sie muss noch nicht mal dafür sorgen, dass der Müll pünktlich abgeholt wird. Ihr einziger Job ist es, Unterhaltung für Menschen zu produzieren, die gerne ein Video im Hintergrund laufen lassen, während sie am Handy scrollen. Peinlich, wer sich davon stressen lässt. Peinlich, wer diesen Job ernst nimmt. Und auch irgendwie peinlich, wer ernsthaft Fan von irgendwem hier ist.“ Eine gelungene Parodie auf die Medien der aktuellen Zeit, bei der die „typischen“ Probleme unserer Gesellschaft angesprochen werden. Leider entwickeln sich die Figuren-Typen im Laufe der Geschichte nicht unbedingt weiter, was den schnellen und gut zu lesenden Schreibstil gelegentlich etwas in die Länge zieht.
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2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Das Ende des deutschen Fernsehens – als unterhaltsames Roadmovie
Sebastian Hotz’ zweiter Roman ist ein gekonntes Spiel mit »kultigen« TV-Figuren und den Kulturkämpfen unserer Gegenwart – eine Mediensatire als Roadmovie, in der Ähnlichkeiten mit realen Personen selbstverständlich rein zufällig sind.
Nach Jahrzehnten der TV-Geschichte ist es so weit: Der legendäre Showmaster Falk Anders kündigt seinen Ruhestand an. In unzähligen Sendungen hat er » dem Land den Puls gefühlt « , die Grenzen von Komik und gutem Geschmack ausgetestet und darüber entschieden, wer mitlachen darf und über wen gelacht wird – Letzteres war oft genug: Boris.
Als Sidekick, stets unterlegener Sparringspartner und Trottel vom Dienst blickt Boris auf eine spezielle Karriere im Rampenlicht zurück – aber war es eine, die ihn auf den frei werdenden Chefposten führt? Programmchefin Marianne hat ganz andere Pläne: Auf Falk Anders wird die Influencerin Sara Massoudi folgen, neue Reichweiten, neue Zielgruppen. Oder wird es alles ganz anders kommen?
Plötzlich findet sich Boris im Bentley seines ehemaligen Chefs wieder, irgendwo in den Weiten des deutschen Autobahnnetzes; im Kofferraum eine kostbare Fracht und am Telefon die Programmchefin. Es entspinnt sich ein dramatisches und absurdes Kammerspiel – unter den Augen der Öffentlichkeit.
Book Information
Author Description
Sebastian Hotz, geboren 1996, aufgewachsen in Franken, absolvierte ein duales Studium in Wirtschaftswissenschaften in Erlangen/Nürnberg, bevor ihn die Windungen des Internets erst nach Bielefeld und schließlich nach Berlin führten. Seine gesellschaftskritischen und treffsicheren Postings werden täglich von Millionen Menschen gelesen. Sein Debütroman war ein Bestseller.
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Böse, böse, böse...
Man kann ja über Sebastian Hotz denken, was man will, aber sein neuer Roman hat mich absolut gefesselt und umgehauen. Er ist eine bitterböse, satirische überspitzte Persiflage über die deutsche Fernsehlandschaft mit einer abgrundtiefen Story voller skurriler Typen und Wendungen- alles für die Quote, für Klicks und Likes. Falk Anders ist eine Showmaster-Legende, eine Mischung aus Gottschalk, Raub und Schmidt, ein Ekelpaket de luxe. Sein leicht trotteliger Side-Kick Lukas "Boris" Schobert dagegen könnte Elton ebenso wie Manuel Andrack sein. Beide nerven den Leser kolossal: Falk Anders, weil er einfach nur eine fiese, überhebliche Type ist, Boris, weil man mal Mitleid, mal leise Verachtung für ihn fühlt. Das Ende des sich zum Roadmovie entwickelnden Romans hat mich kalt erwischt und doch ziemlich betroffen gemacht. Sebastian Hotz schreibt mit gnadenloser Ironie des Todes, haut den Medien und ihren Vertretern seine Pointen nur so um die Ohren, zielt und trifft mit seinen Monologen und Dialogen haargenau ins Schwarze. Mir hat sein Stil extrem gut gefallen.
„Eigentlich absurd, wie oft sie in ihrem Job gestresst ist. Sie wartet keine Atomreaktoren, sie ist nicht für das Wohlergehen von ein paar Dutzend Kindern verantwortlich, sie muss noch nicht mal dafür sorgen, dass der Müll pünktlich abgeholt wird. Ihr einziger Job ist es, Unterhaltung für Menschen zu produzieren, die gerne ein Video im Hintergrund laufen lassen, während sie am Handy scrollen. Peinlich, wer sich davon stressen lässt. Peinlich, wer diesen Job ernst nimmt. Und auch irgendwie peinlich, wer ernsthaft Fan von irgendwem hier ist.“ Eine gelungene Parodie auf die Medien der aktuellen Zeit, bei der die „typischen“ Probleme unserer Gesellschaft angesprochen werden. Leider entwickeln sich die Figuren-Typen im Laufe der Geschichte nicht unbedingt weiter, was den schnellen und gut zu lesenden Schreibstil gelegentlich etwas in die Länge zieht.






