Sich lichtende Nebel
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Description
Kopenhagen 1925: Ein Mann taucht im Lichtkegel einer Laterne auf, verschwindet wieder im Dunkel und erscheint erneut im Licht der nächsten Laterne. Wo ist er in der Zwischenzeit gewesen? Den Beobachter dieser Szene, Werner Heisenberg, führt sie zur Entwicklung einer Theorie, die im weiteren Verlauf ein völlig neues Weltbild schaffen wird: die Quantenmechanik. Der Mann im Dunkel selbst hingegen weiß nichts von der Rolle, die er bei der Entdeckung neuer physikalischer Gesetze gespielt hat – er versucht, den Verlust seiner Frau zu verarbeiten und seinem Leben eine neue Ausrichtung zu geben. Christian Haller, der diese beiden durch den Zufall verknüpften Lebenslinien weiter erzählt, macht daraus ein hellsichtiges literarisches Vexierspiel über Trauer und Einsamkeit, die Grenzen unserer Erkenntnis und die Frage, wie das Neue in unsere Welt kommt.
Book Information
Author Description
Christian Haller wurde 1943 in Brugg, Schweiz, geboren, studierte Biologie und gehörte der Leitung des Gottlieb Duttweiler Instituts bei Zürich an. Er wurde u. a. mit dem Aargauer Literaturpreis (2006), dem Schillerpreis (2007) und dem Kunstpreis des Kantons Aargau (2015) ausgezeichnet. Für die Novelle »Sich lichtende Nebel« erhielt er 2023 den Schweizer Buchpreis. Zuletzt erschien der Roman »Das Institut«. Christian Haller lebt als Schriftsteller in Laufenburg.
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Beim Aufstieg hatte sich der Nebel immer dichter um unseren enger werdenden Pfad geschlossen.... 𝑾𝒆𝒓𝒏𝒆𝒓 𝑯𝒆𝒊𝒔𝒆𝒏𝒃𝒆𝒓𝒈 'Der Teil und das Ganze' ----- Im Frühjahr 1925 beeilte sich Helstedt, von einem Besuch bei seinem Freund Sörensen nach Hause zu kommen. Es war spät und kühl geworden. Der Nebel trieb vom Meer herein, die Straßenlaternen warfen trübe Lichtkreise auf den Weg, und der betagte Herr mit Hut und Mantel ahnte nicht, dass er am Eingang des Fælledparks von einem jungen Deutschen beobachtet wurde. Dieser junge Mann war Privatdozent und Gast am Kopenhagener Physikinstitut. Nach Stunden intensiver Diskussionen über das Atommodell seines Mentors hatte er sich auf eine Bank hinter dem Institut gesetzt. 💜
So beginnt die Novelle. Es handelt sich um ein gelungenes Werk, das den Schweizer Buchpreis 2023 gewonnen hat.🇨🇭 In der Geschichte geht es um zwei Personen: Helstedt, ein einsamer, verwitweter Mann, der wöchentlich seinen Freund Sörensen besucht, um trotz häufiger Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten mit ihm zu diskutieren. Ihre Freundschaft bleibt dennoch bestehen. Helstedt kämpft mit seiner Einsamkeit und versucht, seinen Alltag zu meistern. Parallel dazu erleben wir die Welt der Physik durch die Augen eines jungen Wissenschaftlers, der an Werner Heisenberg erinnert.📚 Die Geschichten dieser beiden Personen werden in abwechselnden Kapiteln erzählt. Die Kapitel sind sehr kurz, sodass man schnell vorankommt, obwohl ich mir viel Zeit genommen habe, um das Buch zu lesen und die Worte zu geniessen. Die Novelle ist poetisch geschrieben, mit einer wundervollen Wortwahl und einem angenehmen Schreibstil. Die Zusammenstellung der Worte ist genial, und ich mag diese Geschichte und den Schreibstil sehr. Ich könnte das Buch gleich noch einmal lesen. ----- Mein Gesamteindruck: 5⭐ Protagonisten:innen: 5⭐ Spannung: 3⭐ Geschichte: 4.5⭐ Cover: 4⭐ Schreibstil: 5⭐

Dies ist der Gewinner des Schweizer Buchpreises 2023. Wie bei vielen Preisträgern war mein erster Eindruck davon eher lau (mit Kim de l'Horizon als Ausnahme), aber davon wollte ich mich dann doch nicht abhalten lassen, das Werk zu lesen. Es ist meiner Ansicht nach kein schlechtes Werk, konnte mich aber auch nicht vollends überzeugen. Haller zeichnet einige sehr schöne Bilder, der titelgebende Nebel zieht sich quer durch die Handlung. Physisch, aber auch metaphysisch. Auch habe ich einige historische Einsichten gewonnen und durch das Lesen etwas zu lernen finde ich stets erstrebenswert. Dennoch konnte mich das Buch nicht vollends überzeugen. Das Thema gäbe mehr her als eine Novelle bieten kann. Es ist eine schön erzählte Geschichte, die mit viel Atmosphäre aufwartet, aber ich blieb stets an der Oberfläche. Der Novelle vorzuwerfen, sie hätte zu wenig Tiefe, fühlt sich dennoch falsch an. Wie so oft ist dieser Titel meiner Meinung nach zu mittelmässig, zu "nur ok", um einen so grossen Preis zu gewinnen, aber daran kranken viele dieser Buchpreise. Obwohl ich versucht habe, meine Vorurteile zurückzuhalten, haben sich einige davon bewahrheitet. Aber nicht alle zum Glück!
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Kopenhagen 1925: Ein Mann taucht im Lichtkegel einer Laterne auf, verschwindet wieder im Dunkel und erscheint erneut im Licht der nächsten Laterne. Wo ist er in der Zwischenzeit gewesen? Den Beobachter dieser Szene, Werner Heisenberg, führt sie zur Entwicklung einer Theorie, die im weiteren Verlauf ein völlig neues Weltbild schaffen wird: die Quantenmechanik. Der Mann im Dunkel selbst hingegen weiß nichts von der Rolle, die er bei der Entdeckung neuer physikalischer Gesetze gespielt hat – er versucht, den Verlust seiner Frau zu verarbeiten und seinem Leben eine neue Ausrichtung zu geben. Christian Haller, der diese beiden durch den Zufall verknüpften Lebenslinien weiter erzählt, macht daraus ein hellsichtiges literarisches Vexierspiel über Trauer und Einsamkeit, die Grenzen unserer Erkenntnis und die Frage, wie das Neue in unsere Welt kommt.
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Christian Haller wurde 1943 in Brugg, Schweiz, geboren, studierte Biologie und gehörte der Leitung des Gottlieb Duttweiler Instituts bei Zürich an. Er wurde u. a. mit dem Aargauer Literaturpreis (2006), dem Schillerpreis (2007) und dem Kunstpreis des Kantons Aargau (2015) ausgezeichnet. Für die Novelle »Sich lichtende Nebel« erhielt er 2023 den Schweizer Buchpreis. Zuletzt erschien der Roman »Das Institut«. Christian Haller lebt als Schriftsteller in Laufenburg.
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Beim Aufstieg hatte sich der Nebel immer dichter um unseren enger werdenden Pfad geschlossen.... 𝑾𝒆𝒓𝒏𝒆𝒓 𝑯𝒆𝒊𝒔𝒆𝒏𝒃𝒆𝒓𝒈 'Der Teil und das Ganze' ----- Im Frühjahr 1925 beeilte sich Helstedt, von einem Besuch bei seinem Freund Sörensen nach Hause zu kommen. Es war spät und kühl geworden. Der Nebel trieb vom Meer herein, die Straßenlaternen warfen trübe Lichtkreise auf den Weg, und der betagte Herr mit Hut und Mantel ahnte nicht, dass er am Eingang des Fælledparks von einem jungen Deutschen beobachtet wurde. Dieser junge Mann war Privatdozent und Gast am Kopenhagener Physikinstitut. Nach Stunden intensiver Diskussionen über das Atommodell seines Mentors hatte er sich auf eine Bank hinter dem Institut gesetzt. 💜
So beginnt die Novelle. Es handelt sich um ein gelungenes Werk, das den Schweizer Buchpreis 2023 gewonnen hat.🇨🇭 In der Geschichte geht es um zwei Personen: Helstedt, ein einsamer, verwitweter Mann, der wöchentlich seinen Freund Sörensen besucht, um trotz häufiger Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten mit ihm zu diskutieren. Ihre Freundschaft bleibt dennoch bestehen. Helstedt kämpft mit seiner Einsamkeit und versucht, seinen Alltag zu meistern. Parallel dazu erleben wir die Welt der Physik durch die Augen eines jungen Wissenschaftlers, der an Werner Heisenberg erinnert.📚 Die Geschichten dieser beiden Personen werden in abwechselnden Kapiteln erzählt. Die Kapitel sind sehr kurz, sodass man schnell vorankommt, obwohl ich mir viel Zeit genommen habe, um das Buch zu lesen und die Worte zu geniessen. Die Novelle ist poetisch geschrieben, mit einer wundervollen Wortwahl und einem angenehmen Schreibstil. Die Zusammenstellung der Worte ist genial, und ich mag diese Geschichte und den Schreibstil sehr. Ich könnte das Buch gleich noch einmal lesen. ----- Mein Gesamteindruck: 5⭐ Protagonisten:innen: 5⭐ Spannung: 3⭐ Geschichte: 4.5⭐ Cover: 4⭐ Schreibstil: 5⭐

Dies ist der Gewinner des Schweizer Buchpreises 2023. Wie bei vielen Preisträgern war mein erster Eindruck davon eher lau (mit Kim de l'Horizon als Ausnahme), aber davon wollte ich mich dann doch nicht abhalten lassen, das Werk zu lesen. Es ist meiner Ansicht nach kein schlechtes Werk, konnte mich aber auch nicht vollends überzeugen. Haller zeichnet einige sehr schöne Bilder, der titelgebende Nebel zieht sich quer durch die Handlung. Physisch, aber auch metaphysisch. Auch habe ich einige historische Einsichten gewonnen und durch das Lesen etwas zu lernen finde ich stets erstrebenswert. Dennoch konnte mich das Buch nicht vollends überzeugen. Das Thema gäbe mehr her als eine Novelle bieten kann. Es ist eine schön erzählte Geschichte, die mit viel Atmosphäre aufwartet, aber ich blieb stets an der Oberfläche. Der Novelle vorzuwerfen, sie hätte zu wenig Tiefe, fühlt sich dennoch falsch an. Wie so oft ist dieser Titel meiner Meinung nach zu mittelmässig, zu "nur ok", um einen so grossen Preis zu gewinnen, aber daran kranken viele dieser Buchpreise. Obwohl ich versucht habe, meine Vorurteile zurückzuhalten, haben sich einige davon bewahrheitet. Aber nicht alle zum Glück!





