Sex und Perspektive
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Description
Book Information
Author Description
Sarah Berger bespielt bereits seit vielen Jahren verschiedene sozialmediale Formate mit autofiktionalen Texten und fotografischen Arbeiten. Aus diesen ging bereits 2017 das Buch Match Deleted – Tinder Shorts (Frohmann Verlag) hervor und veranlasste den Philosophen Thomas Arnold dazu, in der Wochenzeitung Der Freitag zu schreiben: „Wer möchte, kann Match Deleted als formal und reflexiv äußerst günstig inszenierte Darstellung der Effekte einer fast völlig aufgelösten Intersubjektivität und einer brutalen Unfähigkeit oder Unwilligkeit zur Bindung auf allen Seiten lesen.“ Zuletzt veröffentlichte Berger 2020 den Kurzprosaband bitte öffnet den Vorhang (Sukultur) und eine Sammlung an Social-Media-Collagen unter dem Titel Lesen und Schreien (Frohmann Verlag). Sex und Perspektive ist der Abschluss einer Trilogie, welche 2018 mit den Bänden Sein Zimmer für mich allein (Frohmann Verlag) und Folgen (Sukultur) ihren Anfang nahm. Sarah Berger wurde 1985 in Timișoara geboren und lebt in Berlin.
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Prädikat: wertvoll
„Es müsste auch einen Begriff für diesen vor-partnerschaftlichen Zustand geben, in dem zwar noch keine konkrete Beziehung geführt wird, beide sich aber darin einig sind, sich eine Beziehung vorstellen zu können und so weiter.“ (S. 25) Um was geht es? ❓ Das Buch umfasst 11 kurze Geschichten in Prosa. Es werden darin in Ich-Perspektive Einblicke in das ungewöhnliche Leben der textenden Person gegeben. Diese bleibt namenlos. In den Kapiteln geht es um Sexualitäten, (Nicht-)Mutterschaft, Tinder-Dates, Drogenkonsum, Beziehungen,… „Am Ende jedoch hast du vor dem Badezimmerspiegel geweint und gefragt, warum du dir niemals genug bist, und plötzlich bricht es aus mir heraus.“ (S. 105) Wie hat es mir gefallen? Eine Protagonistin hat pinkfarbene Haare, muss ich da mehr schreiben? 💗😉 Mach ich aber klar trotzdem. Sarah Berger hat in diesem Buch schon gegendert, bevor es so ein großes politisches Thema wurde. Es gibt einige Sätze und Passagen in englisch. Die Sprache ist klar und direkt und hat auf mich durch das Ersetzen des Wortes „niemand“ durch „niemensch“ einen ganz einzigartigen Charme. Dieses Buch lädt ein, sich über Schubladendenken hinaus mit der eigenen Identität auseinander zu setzen und übt Kritik am Patriarchat. Ich bleibe Sarah Berger als Leserin also weiter treu. Große Leseempfehlung! Dieses Buch verdient definitiv mehr Beachtung. 5 🔥/5
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Sarah Berger bespielt bereits seit vielen Jahren verschiedene sozialmediale Formate mit autofiktionalen Texten und fotografischen Arbeiten. Aus diesen ging bereits 2017 das Buch Match Deleted – Tinder Shorts (Frohmann Verlag) hervor und veranlasste den Philosophen Thomas Arnold dazu, in der Wochenzeitung Der Freitag zu schreiben: „Wer möchte, kann Match Deleted als formal und reflexiv äußerst günstig inszenierte Darstellung der Effekte einer fast völlig aufgelösten Intersubjektivität und einer brutalen Unfähigkeit oder Unwilligkeit zur Bindung auf allen Seiten lesen.“ Zuletzt veröffentlichte Berger 2020 den Kurzprosaband bitte öffnet den Vorhang (Sukultur) und eine Sammlung an Social-Media-Collagen unter dem Titel Lesen und Schreien (Frohmann Verlag). Sex und Perspektive ist der Abschluss einer Trilogie, welche 2018 mit den Bänden Sein Zimmer für mich allein (Frohmann Verlag) und Folgen (Sukultur) ihren Anfang nahm. Sarah Berger wurde 1985 in Timișoara geboren und lebt in Berlin.
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Prädikat: wertvoll
„Es müsste auch einen Begriff für diesen vor-partnerschaftlichen Zustand geben, in dem zwar noch keine konkrete Beziehung geführt wird, beide sich aber darin einig sind, sich eine Beziehung vorstellen zu können und so weiter.“ (S. 25) Um was geht es? ❓ Das Buch umfasst 11 kurze Geschichten in Prosa. Es werden darin in Ich-Perspektive Einblicke in das ungewöhnliche Leben der textenden Person gegeben. Diese bleibt namenlos. In den Kapiteln geht es um Sexualitäten, (Nicht-)Mutterschaft, Tinder-Dates, Drogenkonsum, Beziehungen,… „Am Ende jedoch hast du vor dem Badezimmerspiegel geweint und gefragt, warum du dir niemals genug bist, und plötzlich bricht es aus mir heraus.“ (S. 105) Wie hat es mir gefallen? Eine Protagonistin hat pinkfarbene Haare, muss ich da mehr schreiben? 💗😉 Mach ich aber klar trotzdem. Sarah Berger hat in diesem Buch schon gegendert, bevor es so ein großes politisches Thema wurde. Es gibt einige Sätze und Passagen in englisch. Die Sprache ist klar und direkt und hat auf mich durch das Ersetzen des Wortes „niemand“ durch „niemensch“ einen ganz einzigartigen Charme. Dieses Buch lädt ein, sich über Schubladendenken hinaus mit der eigenen Identität auseinander zu setzen und übt Kritik am Patriarchat. Ich bleibe Sarah Berger als Leserin also weiter treu. Große Leseempfehlung! Dieses Buch verdient definitiv mehr Beachtung. 5 🔥/5




