Schweigeminute
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Description
Die erste Liebesgeschichte von Siegfried Lenz
Ein Sommer in einer Kleinstadt an der Ostsee irgendwann in den sechziger Jahren: Die Englischlehrerin Stella Petersen und ihr Schüler Christian sind ein Liebespaar – bis Stella bei einem Bootsunfall tödlich verunglückt. Während einer Gedenkfeier in der Aula blickt Christian zurück auf diese heimliche Liebesbeziehung, die nur einen Sommer dauerte, ihn aber für sein ganzes Leben verändert.
»Wir haben ... Siegfried Lenz für ein poetisches Buch zu danken. Vielleicht ist es sein schönstes.« Marcel Reich-Ranicki
Book Information
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein zartes, fließendes Buch über eine verbotene Beziehung und den emotionalen Tiefgang eines Heranwachsenden
Ich gebe es zu: man muss in der richtigen Stimmung sein. Sollte man nicht die innere Ruhe und Muse haben, wird man sich auf dieses Werk nicht einlassen können. Die Erzählinstanz wechselt - manchmal nur für einen Satz. Zumeist erzählt Christian, noch Schüler, von seiner sich entwickelnden Beziehung zu seiner Englischlehrerin Stella. Die Szenen wechseln. Gleich zu Beginn befindet man sich mit dem Protagonisten auf der Trauerfeier der Schule und somit weiß man bereits, dass ein trauriges Schicksal Stella ereilen wird. Immer wieder springt der Erzähler zwischen der Trauerfeier, den vorherigen Ereignissen und seiner aktuellen Lage hin und her. Manchmal ist es eine klare Erzählstruktur - personal. Dann wieder ein Gedankenstrom. Dann durchbricht Christian dies alles und spricht Stella direkt an. Und eine Weile fühlt man sich als Leser/in einem Eindringling gleich. Die problematische Annäherung und schließlich die Beziehung der beiden Hauptfiguren wird mit einfachen Worten, zärtlichem Respekt und fantastischen Stilmitteln gewoben und vermittelt.
Was für eine ergreifende, sprachlich ausgesprochen gut formulierte Novelle. Eine Schweigeminute voller Erinnerungen, Trauer, Hingabe, Akzeptanz, Verständnis und Bewahren. "... vielleicht muss ja im Schweigen ruhen und bewahrt werden was uns glücklich macht. Nein, Stella, ich wollte nicht sprechen in der Gedenkstunde." "...alles, was Erinnerung aufgehoben hat wird wiederkehren. Was Vergangenheit ist, ist dennoch geschehen und wird fortdauern, und begleitet von Schmerz und einer zugehörigen Angst werde ich versuchen, das zu finden, was unwiederbringlich ist..."
Ich las das schmale Buch bereits 2010. Die Novelle erschien 2008, ihr sind bis zum Tode des Schriftstellers im Jahre 2014 weitere Texte gefolgt. Ein Schüler blickt angesichts der Trauerfeier für seine Englischlehrerin, mit der ihn eine Liebesbeziehung verband, auf die gemeinsame Zeit zurück. Ein schöner Text voller Zärtlichkeit.
Mal etwas ganz anderes, das zum einen zum Nachdenken annregt und es schafft durch eine ganz eigene Atmosphäre einen in den Bann zu ziehen. Hier viel mir die Bewertung sehr schwer, denn es hat mich zwar schon unterhalten und war auf seine Weise etwas ganz besonderes. Dennoch war es nicht mein Buch. Ich kann verstehen, warum es anderen gefallen wird, aber für mich selbst war es zu "seltsam" wenn man das so sagen kann.
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2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Die erste Liebesgeschichte von Siegfried Lenz
Ein Sommer in einer Kleinstadt an der Ostsee irgendwann in den sechziger Jahren: Die Englischlehrerin Stella Petersen und ihr Schüler Christian sind ein Liebespaar – bis Stella bei einem Bootsunfall tödlich verunglückt. Während einer Gedenkfeier in der Aula blickt Christian zurück auf diese heimliche Liebesbeziehung, die nur einen Sommer dauerte, ihn aber für sein ganzes Leben verändert.
»Wir haben ... Siegfried Lenz für ein poetisches Buch zu danken. Vielleicht ist es sein schönstes.« Marcel Reich-Ranicki
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Ein zartes, fließendes Buch über eine verbotene Beziehung und den emotionalen Tiefgang eines Heranwachsenden
Ich gebe es zu: man muss in der richtigen Stimmung sein. Sollte man nicht die innere Ruhe und Muse haben, wird man sich auf dieses Werk nicht einlassen können. Die Erzählinstanz wechselt - manchmal nur für einen Satz. Zumeist erzählt Christian, noch Schüler, von seiner sich entwickelnden Beziehung zu seiner Englischlehrerin Stella. Die Szenen wechseln. Gleich zu Beginn befindet man sich mit dem Protagonisten auf der Trauerfeier der Schule und somit weiß man bereits, dass ein trauriges Schicksal Stella ereilen wird. Immer wieder springt der Erzähler zwischen der Trauerfeier, den vorherigen Ereignissen und seiner aktuellen Lage hin und her. Manchmal ist es eine klare Erzählstruktur - personal. Dann wieder ein Gedankenstrom. Dann durchbricht Christian dies alles und spricht Stella direkt an. Und eine Weile fühlt man sich als Leser/in einem Eindringling gleich. Die problematische Annäherung und schließlich die Beziehung der beiden Hauptfiguren wird mit einfachen Worten, zärtlichem Respekt und fantastischen Stilmitteln gewoben und vermittelt.
Was für eine ergreifende, sprachlich ausgesprochen gut formulierte Novelle. Eine Schweigeminute voller Erinnerungen, Trauer, Hingabe, Akzeptanz, Verständnis und Bewahren. "... vielleicht muss ja im Schweigen ruhen und bewahrt werden was uns glücklich macht. Nein, Stella, ich wollte nicht sprechen in der Gedenkstunde." "...alles, was Erinnerung aufgehoben hat wird wiederkehren. Was Vergangenheit ist, ist dennoch geschehen und wird fortdauern, und begleitet von Schmerz und einer zugehörigen Angst werde ich versuchen, das zu finden, was unwiederbringlich ist..."
Ich las das schmale Buch bereits 2010. Die Novelle erschien 2008, ihr sind bis zum Tode des Schriftstellers im Jahre 2014 weitere Texte gefolgt. Ein Schüler blickt angesichts der Trauerfeier für seine Englischlehrerin, mit der ihn eine Liebesbeziehung verband, auf die gemeinsame Zeit zurück. Ein schöner Text voller Zärtlichkeit.
Mal etwas ganz anderes, das zum einen zum Nachdenken annregt und es schafft durch eine ganz eigene Atmosphäre einen in den Bann zu ziehen. Hier viel mir die Bewertung sehr schwer, denn es hat mich zwar schon unterhalten und war auf seine Weise etwas ganz besonderes. Dennoch war es nicht mein Buch. Ich kann verstehen, warum es anderen gefallen wird, aber für mich selbst war es zu "seltsam" wenn man das so sagen kann.












