Scheißkerle

Scheißkerle

Hardback
4.043

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Description

Ein Buch über einen Sohn - und seine Väter: "Ich hatte einmal sieben Väter in sieben Jahren. Dies hier ist die Geschichte über jene Zeit. Wenn etwas davon erfunden klingt, kannst du sicher sein, dass es wahr ist."

Weihnachten 1983, in einem Haus in den schwedischen Wäldern. Während draußen der Schnee fällt und ein kleiner Junge auf den Weihnachtsmann wartet, kommt es drinnen zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, die dazu führt, dass der Mutter ein Geheimnis entschlüpft. Der siebenjährige Junge namens Andrev erfährt an diesem Tag, dass sein Vater nicht sein richtiger Vater ist. Der lebt in einem Land in weiter Ferne und hat lange schwarze Haare. Wie ein Indianer, sagt die Mutter, und deutet auf den Ellbogen, damit der Junge es auch wirklich versteht. Das Herz des Jungen hüpft vor Freude. Das ist das Beste, was er je gehört hat. Es fühlt sich für ihn an, als sei er ein Junge in einem Buch über einen Jungen, der gerade erfahren hat, dass sein Vater der König eines geheimnisvollen Reiches ist. Es fühlt sich für ihn an, als käme bald ein guter Geist, um ihn dorthin mitzunehmen. Aber so ist es nicht. Kein guter Geist wird kommen, nur neue Väter, die nicht die seinen sind.

Andrev Waldens umjubeltes Romandebüt ist eine wilde Geschichte über das Aufwachsen in Zeiten der '68-Bewegung, über Mütter, die "diese Scheißkerle" küssen und unter der Dunstabzugshaube rauchen, über die Liebe, wie sie beginnt und wie sie endet, über einen skalpierten Hamster und den Hauch eines Wunders, vor allem aber eine Geschichte über Männer.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
416
Price
25.70 €

Author Description

Andrev Walden, 1976 in Mariefred geboren, ist ein schwedischer Autor, Journalist und Illustrator. Er schreibt für Dagens Nyheter und wurde 2017 als erster Kolumnist für den Großen Preis des schwedischen Journalismus nominiert, »weil er das alltägliche Drama mit den großen Fragen verbindet und uns zum Lachen bringt und vor allem weil er uns dazu bringt, die Welt, die Familie und uns selbst in einem anderen und etwas klügeren Licht zu sehen«. Sein Romandebüt »Scheißkerle« wurde zu einem triumphalen Kritiker- und Verkaufserfolg, das sämtliche Rekorde brach. Es stand monatelang auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste und wurde mit dem renommierten AUGUST-Preis ausgezeichnet.

Posts

9
All
4

"Ich hatte einmal sieben Väter in sieben Jahren." So beginnt die Geschichte von dem siebenjährigen Andrev. Er wohnt mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern beim "Pflanzenmagier". Kurz vor Weihnachten erfährt Andrev durch Zufall, das dieser gar nicht sein richtiger Vater ist und ist glücklich darüber. "Es ist als ... würde ich es lieben, nicht sein Sohn zu sein." Denn der Pflanzenmagier ist einer von sieben Scheißkerlen, mit denen sich seine Mutter einlässt. So wie der Pflanzenmagier haben alle Charaktere des Romans Bezeichnungen, die für Andrev passen. Die Freundin seiner Mama heißt zum Beispiel "kleine Wolke" und zu ihr flüchten sie als sie es bei dem Papa der beiden kleinen Geschwister nicht mehr aushalten. Denn er findet nur sich selbst toll, alles andere ist unwichtig. "In seinem Haus ist er der Weihnachtsbaum." Nichts anderes darf neben ihm glänzen. So zieht die kleine Familie weiter, um irgendwann beim "Künstler" zu landen und beim "Mörder" usw. "Ich weiß nicht, wie es mit den Papas anfängt und aufhört, aber bald schon werde ich begreifen, dass die Famliengrenzen lose sind und Papas herein- und herausschlüpfen können." Die Sprache in diesem Buch mit mal wortwitziger Gewandheit und dann pointierte Schärfe, die auf den Punkt genau ist und dadurch heftig in einen dringt, hat mich begeistert. Andrev, so sensibel dargestellt in seiner Verletztheit und Unsicherheit, die Heranwachsenden oft zu eigen ist, hat mich sehr berührt. Aber auch die komplett vertrauensvolle Freunschaft zu seinem Klassenkameraden, den "Zyklopen" fand ich wunderbar dargestellt. Die liebevolle Beziehung zu seiner Mutter tröstlich. Für mich ein sehr gelungener Roman für den ich sehr gerne eine Leseempfehlung ausspreche.

4

Bis auf das Ende war es ein sehr interessantes Buch über einen Jungen und das Erwachsenwerden. Witzige Passagen, aber auch ernste Stellen ließen mich durch die Seiten fliegen.....

Bis auf das Ende war es ein sehr interessantes Buch über einen Jungen und das Erwachsenwerden. Witzige Passagen, aber auch ernste Stellen ließen mich durch die Seiten fliegen.....
2.5

Hat mir leider nicht gefallen 😬

Ich hatte große Hoffnungen, als ich dieses Buch zu lesen begann, da es mir von allen Seiten empfohlen wurde. Das zentrale Thema ist an sich sehr spannend. Ein kleiner Junge mit ausgeprägten Vaterkomplexen, der innerlich verloren ist und verzweifelt auf der Suche nach seiner Identität und nach einer Vaterfigur ist. Die ständig wechselnden „Väter“, die zudem oft merkwürdig und gewalttätig sind, hinterlassen leider aber verständlicherweise starke Spuren bei dem kleinen Jungen. Dennoch finde ich das Buch unfassbar problematisch. Obwohl die Geschichte aus der Sicht eines Kindes erzählt wird, ist dieses Buch viel zu sehr sexualisiert, und das nimmt leider den größten Teil der Geschichte ein. Zudem ist das Frauenbild sehr schlimm dargestellt. Frauen werden in dem Buch zu Objekten gemacht, die sich den Männern nur unterordnen und nicht selbst für sich einstehen können.

3

Las sich schnell weg, war mir aber zu sehr aus der männlichen Perspektive erzählt

Las sich schnell weg, war mir aber zu sehr aus der männlichen Perspektive erzählt
4

Speziell und gleichzeitig so nahbar

Ein Junge - 7 Väter und am Ende ist irgendwie alles zu spät. Tatsächlich brauchte ich eine Weile um in das Buch reinzukommen. Die Thematik ist toll, so fragil, wahr und voller Sehnsucht. Doch die Wortwahl ist unverblümt, vulgär und hart. Aber tatsächlich passt genau das so perfekt zu dieser Geschichte! Erwarte also keinen sanften Roman. Ich wüsste gerne was aus Andrev geworden ist, denn irgendwie ging er mir ganz schön unter die Haut. Ist er jetzt auch ein Scheißkerl?

4.5

Meine Hauptfrage scheint sonst niemanden zu interessieren: werden so Scheiß Kerle gemacht?

Also zuerst einmal: das hab ich gern gelesen, weil ich mehrmals laut gelacht hab. Der Humor fühlt sich typisch schwedisch an (erinnert mich im absurden anfangs an Jonas Jonsson) aber ist in den sprachlichen Bildern sehr beeindruckend. Spannend ist auch die Schelmenperspektive: Andrev bewertet die Gewalt von Männern, die er um sich sieht mit einer kindlichen Gleichgültigkeit, die solche Momente an Hoffnungslosigkeit noch unterstreichen. Am spannendsten (und schmerzhaftesten) ist für mich zu beobachten, wie ein Junge unter dem ständigen Einfluss von gewalttätigen Arschlöchern, selbst lernt Frauen zu objektivieren. Dass das ganze dann so weit geht, dass er einem Mädchen heimlich eine Locke im Bus abschneidet, scheint irgendwie niemanden so recht zu stören bei den online Bewertungen. Ich werd in jedem Fall wieder was lesen, wenn was kommt vom Autor. Bis dahin muss ich jetzt aber Interviews lesen gehen und herausfinden, ob er ein Arsch geworden ist. Baba!

Meine Hauptfrage scheint sonst niemanden zu interessieren: werden so Scheiß Kerle gemacht?
4.5

Huiii, Überraschungshit! Starke Erzählung aus der Sicht eines kleinen Jungen, anfangs 7 Jahre alt, über die Probleme des Heranreifens. Maßgeblich daran sind die sieben Partner der Mutter, also die titelgebenden "Scheißkerle", beteiligt, aber auch die Freunde und Geschwister. Liest sich auch super, den Autor behalt ich mir im Hinterkopf.

5

Einfach nur großartig - hart, ehrlich und schamlos.

5

Schon jetzt mein Highlight des Jahres

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