Schatten der Schuld
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Description
Book Information
Author Description
Petra Johann, Jahrgang 1971, ist promovierte Mathematikerin. Sie arbeitete mehrere Jahre in der Forschung und in der Softwarebranche, bevor sie ihre wahre Berufung fand: Menschen umbringen - wenn auch nur auf dem Papier. Nach Lebensstationen in NRW und Bayern lebt und schreibt sie mittlerweile in Niedersachsen.
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Eines muss ich der Autorin wirklich hoch anrechnen: ich war den größten Teil des Buches heillos verwirrt. Klingt nicht nach einem Kompliment? Ist es aber. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als einen Krimi, wo ich den Schuldigen zu früh errate und seine Motive zu früh verstehe. Aber bei "Schatten der Schuld" war ich, wie gesagt, (angenehm) verwirrt und ratlos. Nicht, weil es verworren oder unverständlich geschrieben wäre! Nein, die Autorin schreibt sehr klar und ansprechend. Sondern weil der Kriminalfall schon komplex anfängt und sich dann immer wieder neue, unerwartete Entwicklungen herauskristallisieren. Und das war für mich unheimlich spannend, originell und unterhaltsam! Interessant ist, dass der Kreis der Verdächtigen sehr überschaubar ist, und die Autorin es dennoch schafft, den Leser immer wieder in die falsche Richtung zu locken. Und ab dem Punkt, wo man sich dann doch denken kann, wer es war, spielt das eigentlich auch keine Rolle mehr... Denn ab da ist nur noch die Frage, wie viele Leben diese Tragödie noch ruinieren wird, bevor endlich der Vorhang fällt. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen, denn schnell gewinnt man als Leser ein Gefühl für ihre Schwächen, Marotten, Ängste... Und das gilt nicht nur für die Tatverdächtigen - auch die Ermittler haben zum Teil damit zu kämpfen. Allen voran Charlotte Rumor, die vor drei Jahren schon an den Ermittlungen gegen den "Axtmörder" beteiligt war. Damals ist etwas passiert. Etwas Schreckliches, wofür sie sich die Schuld gibt. Das halbe Buch wird darum herum geredet wie über den sprichwörtlichen Elefanten im Zimmer, so dass es mir in den Fingern juckte, vor zu blättern, um endlich heraus zu kriegen, was denn nun eigentlich passiert ist, um Himmels willen! Jedenfalls hat das, was vor drei Jahren passiert ist, Charlie zu einem apathischen, antisozialen Wrack gemacht, und über ihren besten Freund Mick wird unter den Kollegen nur noch leise und verstohlen gesprochen. Auch ihr Chef ist seit damals nicht mehr derselbe, denn für den war Mick immer wie ein Sohn. Perfekt sind auch die "Guten" nicht, aber ich fand sie interessant, authentisch, glaubwürdig und meist auch sympathisch - mit Charlie konnte ich mitleiden und mitfiebern, und besonders Benny mochte ich sehr gerne: er ist noch recht jung, sieht dummerweise aus wie 15, wird damit aufgezogen, dass er zwei Semester Theologie studiert hat, bevor er zur Polizei gegangen ist... Kurz gesagt, ihn nimmt niemand richtig ernst, und ausgerechnet er soll der neue Partner von Charlie sein, die eigentlich keinen Partner will und erst recht keinen Wert auf Freundschaft legt? Den Schreibstil habe ich ja schon erwähnt, aber etwas ausführlicher: Es ist kein sehr atmosphärischer, melodischer oder poetischer Schreibstil mit ausgefallenen Metaphern. Die Autorin schreibt eher einfach, klar, manchmal sogar etwas nüchtern, aber das passt in meinen Augen gut zur Geschichte und vor allem zur Heldin. Charlie ist niemand, der einen Sinn hat für Schnörkel und unnötigen Firlefanz! Das Ende war für mich eine große Überraschung, weil ein Charakter etwas tut, was ich ihm/ihr (das will ich noch nicht verrate) nicht zugetraut hätte. Es ist auch ein eher ungewöhnliches Ende, finde ich, aber eines, das zum Nachdenken anregt. Fazit: Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten, denn "Schatten der Schuld" hat mir sehr gut gefallen! Ich fand den Kriminalfall interessant und komplex, die Charaktere sehr glaubhaft und lebensecht, und vor allem habe ich den größten Teil des Buches wirklich komplett im Dunkeln getappt, wer denn nun der Axtmörder ist und vor allem: warum?! Vorausehbar fand ich diese Geschichte definitiv nicht, und das Ende hat mich komplett kalt erwischt.
Kurzbeschreibung: Drei Jahre ist es her, seit Kriminalkommissarin Charly Rumor ihren besten Freund und ehemaligen Kollegen Mick das letzte Mal gesehen hat. Damals jagten sie den sogenannten Axtmörder, der drei Frauen ermordet hatte. Die Ermittlungen endeten traumatisch, Mick musste den Polizeidienst quittieren. Als im Stadtwald eine Frauenleiche gefunden wird, ist Charly sicher: Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen. Sie ahnt, dass sie ihn nur mit Micks Hilfe enttarnen kann, doch sie hatte gute Gründe, seinerzeit den Kontakt abzubrechen. Wäre da nicht die Chance, vergangenes Unrecht wieder gutzumachen. *Quelle* Zur Autorin: Dr. Petra Johann, Jahrgang 1971, ist Mathematikerin, promovierte in Aachen, arbeitete im Forschungsbereich und in der Software-Branche und schreibt seit mehreren Jahren. Für ihre Krimirecherche führte sie u.a. ausführliche Gespräche mit Kriminalpolizisten und Rechtsmedizinern. Schatten der Schuld ist ihr erster Roman bei Blanvalet. Meinung: Im Stadtwald von Aachen wird die Leiche von Ruth Kettler gefunden, die mit einer Axt erschlagen und deren Haare abgeschnitten wurden. Dem Ermittlerteam von Frank Quirin wird schnell klar, dass es einige Parallelen zu einem Serienmörder von vor 3 Jahren gibt, der nie gefasst werden konnte. Charlotte Rumor und Neuling Benny Kämpfer nehmen die Ermittlungen auf und es scheint schneller als gedacht der vermeintliche Täter festzustehen. Doch dieser weist ein wasserdichtes Alibi auf. Charlotte muss sich außerdem mit ihrem ehemaligen Kollegen Mick Harting auseinandersetzen. Dessen Frau Katja war das letzte Opfer des Mörders 3 Jahre zuvor. Charlotte und Mick waren bis dahin beste Freunde, doch nach der Tat quittierte Mick den Dienst und Charlotte hatte gute Gründe, den Kontakt zu ihm abzubrechen. Schatten der Schuld erzählt einen Kriminalfall, bei dem der Prolog bereits viel verspricht, doch war mir an einigen Stellen die Detailverliebtheit, die sich bei einer Anzahl von 544 Seiten etwas in die Länge zog, ein wenig zuviel des Guten. Die beiden Ermittler, Charlotte (genannt Charly) Rumor und Benny Kämpfer, haben mir sehr gut gefallen. Charly ist eine im Beruf ehrgeizige Person, schottet sich privat aber sehr ab und wirkt eigenbrötlerisch. Ihr Verhalten wird dem Leser später aber nähergebracht, denn sie musste in der Vergangenheit eine große Enttäuschung hinnehmen, sodass sie seitdem anderen Personen kein großartiges Vertrauen mehr entgegenbringen kann. Benny Kämpfer hat es als Neuling in der Mordkommission nicht leicht. Durch sein noch sehr jugendliches Aussehen wird er von einigen Kollegen nicht so ganz für voll genommen, kniet sich aber mächtig in den Mordfall hinein und glänzt mit kluger Kombinationsgabe. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet, weisen ihre eigenen Ecken und Kanten auf und bleiben anzahlmäßig übersichtlich. Jeder von ihnen scheint sein eigenes kleines Geheimnis mit sich herumzutragen, sodass der Täter nicht schnell ermittelt ist. Vor allem das Schicksal der beiden Schwestern Alexa und Nellie kann den Leser durchaus berühren. Petra Johann legt in ihrem Kriminalroman viel Wert auf die Ermittlungsarbeit der Mordkommission, was für mich auch zu diesem Genre dazugehört, aber leider war mir einiges davon dann doch zu detailliert, was man auch ein wenig straffer hätte zusammenfassen können. Da muten dann einige Szenen doch etwas zu langatmig an, was auf Kosten der Spannung geht. Das Ende bzw. die Auflösung des aktuellen Falles bzw. der Mordfälle 3 Jahre zuvor konnten mich dennoch überraschen und auch überzeugen. Fazit: Schatten der Schuld ist ein Kriminalroman, der viel Wert und Zeit auf die Ermittlungsarbeit der Mordkommission legt, sich aber auch gelungen mit dem Privatleben seiner Charaktere beschäftigt. An manchen Stellen etwas zu ausschweifend, aber im Großen und Ganzen ein gut unterhaltendes Buch. Merged review: Kurzbeschreibung: Drei Jahre ist es her, seit Kriminalkommissarin Charly Rumor ihren besten Freund und ehemaligen Kollegen Mick das letzte Mal gesehen hat. Damals jagten sie den sogenannten Axtmörder, der drei Frauen ermordet hatte. Die Ermittlungen endeten traumatisch, Mick musste den Polizeidienst quittieren. Als im Stadtwald eine Frauenleiche gefunden wird, ist Charly sicher: Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen. Sie ahnt, dass sie ihn nur mit Micks Hilfe enttarnen kann, doch sie hatte gute Gründe, seinerzeit den Kontakt abzubrechen. Wäre da nicht die Chance, vergangenes Unrecht wieder gutzumachen. *Quelle* Zur Autorin: Dr. Petra Johann, Jahrgang 1971, ist Mathematikerin, promovierte in Aachen, arbeitete im Forschungsbereich und in der Software-Branche und schreibt seit mehreren Jahren. Für ihre Krimirecherche führte sie u.a. ausführliche Gespräche mit Kriminalpolizisten und Rechtsmedizinern. Schatten der Schuld ist ihr erster Roman bei Blanvalet. Meinung: Im Stadtwald von Aachen wird die Leiche von Ruth Kettler gefunden, die mit einer Axt erschlagen und deren Haare abgeschnitten wurden. Dem Ermittlerteam von Frank Quirin wird schnell klar, dass es einige Parallelen zu einem Serienmörder von vor 3 Jahren gibt, der nie gefasst werden konnte. Charlotte Rumor und Neuling Benny Kämpfer nehmen die Ermittlungen auf und es scheint schneller als gedacht der vermeintliche Täter festzustehen. Doch dieser weist ein wasserdichtes Alibi auf. Charlotte muss sich außerdem mit ihrem ehemaligen Kollegen Mick Harting auseinandersetzen. Dessen Frau Katja war das letzte Opfer des Mörders 3 Jahre zuvor. Charlotte und Mick waren bis dahin beste Freunde, doch nach der Tat quittierte Mick den Dienst und Charlotte hatte gute Gründe, den Kontakt zu ihm abzubrechen. Schatten der Schuld erzählt einen Kriminalfall, bei dem der Prolog bereits viel verspricht, doch war mir an einigen Stellen die Detailverliebtheit, die sich bei einer Anzahl von 544 Seiten etwas in die Länge zog, ein wenig zuviel des Guten. Die beiden Ermittler, Charlotte (genannt Charly) Rumor und Benny Kämpfer, haben mir sehr gut gefallen. Charly ist eine im Beruf ehrgeizige Person, schottet sich privat aber sehr ab und wirkt eigenbrötlerisch. Ihr Verhalten wird dem Leser später aber nähergebracht, denn sie musste in der Vergangenheit eine große Enttäuschung hinnehmen, sodass sie seitdem anderen Personen kein großartiges Vertrauen mehr entgegenbringen kann. Benny Kämpfer hat es als Neuling in der Mordkommission nicht leicht. Durch sein noch sehr jugendliches Aussehen wird er von einigen Kollegen nicht so ganz für voll genommen, kniet sich aber mächtig in den Mordfall hinein und glänzt mit kluger Kombinationsgabe. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet, weisen ihre eigenen Ecken und Kanten auf und bleiben anzahlmäßig übersichtlich. Jeder von ihnen scheint sein eigenes kleines Geheimnis mit sich herumzutragen, sodass der Täter nicht schnell ermittelt ist. Vor allem das Schicksal der beiden Schwestern Alexa und Nellie kann den Leser durchaus berühren. Petra Johann legt in ihrem Kriminalroman viel Wert auf die Ermittlungsarbeit der Mordkommission, was für mich auch zu diesem Genre dazugehört, aber leider war mir einiges davon dann doch zu detailliert, was man auch ein wenig straffer hätte zusammenfassen können. Da muten dann einige Szenen doch etwas zu langatmig an, was auf Kosten der Spannung geht. Das Ende bzw. die Auflösung des aktuellen Falles bzw. der Mordfälle 3 Jahre zuvor konnten mich dennoch überraschen und auch überzeugen. Fazit: Schatten der Schuld ist ein Kriminalroman, der viel Wert und Zeit auf die Ermittlungsarbeit der Mordkommission legt, sich aber auch gelungen mit dem Privatleben seiner Charaktere beschäftigt. An manchen Stellen etwas zu ausschweifend, aber im Großen und Ganzen ein gut unterhaltendes Buch.
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Petra Johann, Jahrgang 1971, ist promovierte Mathematikerin. Sie arbeitete mehrere Jahre in der Forschung und in der Softwarebranche, bevor sie ihre wahre Berufung fand: Menschen umbringen - wenn auch nur auf dem Papier. Nach Lebensstationen in NRW und Bayern lebt und schreibt sie mittlerweile in Niedersachsen.
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Eines muss ich der Autorin wirklich hoch anrechnen: ich war den größten Teil des Buches heillos verwirrt. Klingt nicht nach einem Kompliment? Ist es aber. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als einen Krimi, wo ich den Schuldigen zu früh errate und seine Motive zu früh verstehe. Aber bei "Schatten der Schuld" war ich, wie gesagt, (angenehm) verwirrt und ratlos. Nicht, weil es verworren oder unverständlich geschrieben wäre! Nein, die Autorin schreibt sehr klar und ansprechend. Sondern weil der Kriminalfall schon komplex anfängt und sich dann immer wieder neue, unerwartete Entwicklungen herauskristallisieren. Und das war für mich unheimlich spannend, originell und unterhaltsam! Interessant ist, dass der Kreis der Verdächtigen sehr überschaubar ist, und die Autorin es dennoch schafft, den Leser immer wieder in die falsche Richtung zu locken. Und ab dem Punkt, wo man sich dann doch denken kann, wer es war, spielt das eigentlich auch keine Rolle mehr... Denn ab da ist nur noch die Frage, wie viele Leben diese Tragödie noch ruinieren wird, bevor endlich der Vorhang fällt. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen, denn schnell gewinnt man als Leser ein Gefühl für ihre Schwächen, Marotten, Ängste... Und das gilt nicht nur für die Tatverdächtigen - auch die Ermittler haben zum Teil damit zu kämpfen. Allen voran Charlotte Rumor, die vor drei Jahren schon an den Ermittlungen gegen den "Axtmörder" beteiligt war. Damals ist etwas passiert. Etwas Schreckliches, wofür sie sich die Schuld gibt. Das halbe Buch wird darum herum geredet wie über den sprichwörtlichen Elefanten im Zimmer, so dass es mir in den Fingern juckte, vor zu blättern, um endlich heraus zu kriegen, was denn nun eigentlich passiert ist, um Himmels willen! Jedenfalls hat das, was vor drei Jahren passiert ist, Charlie zu einem apathischen, antisozialen Wrack gemacht, und über ihren besten Freund Mick wird unter den Kollegen nur noch leise und verstohlen gesprochen. Auch ihr Chef ist seit damals nicht mehr derselbe, denn für den war Mick immer wie ein Sohn. Perfekt sind auch die "Guten" nicht, aber ich fand sie interessant, authentisch, glaubwürdig und meist auch sympathisch - mit Charlie konnte ich mitleiden und mitfiebern, und besonders Benny mochte ich sehr gerne: er ist noch recht jung, sieht dummerweise aus wie 15, wird damit aufgezogen, dass er zwei Semester Theologie studiert hat, bevor er zur Polizei gegangen ist... Kurz gesagt, ihn nimmt niemand richtig ernst, und ausgerechnet er soll der neue Partner von Charlie sein, die eigentlich keinen Partner will und erst recht keinen Wert auf Freundschaft legt? Den Schreibstil habe ich ja schon erwähnt, aber etwas ausführlicher: Es ist kein sehr atmosphärischer, melodischer oder poetischer Schreibstil mit ausgefallenen Metaphern. Die Autorin schreibt eher einfach, klar, manchmal sogar etwas nüchtern, aber das passt in meinen Augen gut zur Geschichte und vor allem zur Heldin. Charlie ist niemand, der einen Sinn hat für Schnörkel und unnötigen Firlefanz! Das Ende war für mich eine große Überraschung, weil ein Charakter etwas tut, was ich ihm/ihr (das will ich noch nicht verrate) nicht zugetraut hätte. Es ist auch ein eher ungewöhnliches Ende, finde ich, aber eines, das zum Nachdenken anregt. Fazit: Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten, denn "Schatten der Schuld" hat mir sehr gut gefallen! Ich fand den Kriminalfall interessant und komplex, die Charaktere sehr glaubhaft und lebensecht, und vor allem habe ich den größten Teil des Buches wirklich komplett im Dunkeln getappt, wer denn nun der Axtmörder ist und vor allem: warum?! Vorausehbar fand ich diese Geschichte definitiv nicht, und das Ende hat mich komplett kalt erwischt.
Kurzbeschreibung: Drei Jahre ist es her, seit Kriminalkommissarin Charly Rumor ihren besten Freund und ehemaligen Kollegen Mick das letzte Mal gesehen hat. Damals jagten sie den sogenannten Axtmörder, der drei Frauen ermordet hatte. Die Ermittlungen endeten traumatisch, Mick musste den Polizeidienst quittieren. Als im Stadtwald eine Frauenleiche gefunden wird, ist Charly sicher: Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen. Sie ahnt, dass sie ihn nur mit Micks Hilfe enttarnen kann, doch sie hatte gute Gründe, seinerzeit den Kontakt abzubrechen. Wäre da nicht die Chance, vergangenes Unrecht wieder gutzumachen. *Quelle* Zur Autorin: Dr. Petra Johann, Jahrgang 1971, ist Mathematikerin, promovierte in Aachen, arbeitete im Forschungsbereich und in der Software-Branche und schreibt seit mehreren Jahren. Für ihre Krimirecherche führte sie u.a. ausführliche Gespräche mit Kriminalpolizisten und Rechtsmedizinern. Schatten der Schuld ist ihr erster Roman bei Blanvalet. Meinung: Im Stadtwald von Aachen wird die Leiche von Ruth Kettler gefunden, die mit einer Axt erschlagen und deren Haare abgeschnitten wurden. Dem Ermittlerteam von Frank Quirin wird schnell klar, dass es einige Parallelen zu einem Serienmörder von vor 3 Jahren gibt, der nie gefasst werden konnte. Charlotte Rumor und Neuling Benny Kämpfer nehmen die Ermittlungen auf und es scheint schneller als gedacht der vermeintliche Täter festzustehen. Doch dieser weist ein wasserdichtes Alibi auf. Charlotte muss sich außerdem mit ihrem ehemaligen Kollegen Mick Harting auseinandersetzen. Dessen Frau Katja war das letzte Opfer des Mörders 3 Jahre zuvor. Charlotte und Mick waren bis dahin beste Freunde, doch nach der Tat quittierte Mick den Dienst und Charlotte hatte gute Gründe, den Kontakt zu ihm abzubrechen. Schatten der Schuld erzählt einen Kriminalfall, bei dem der Prolog bereits viel verspricht, doch war mir an einigen Stellen die Detailverliebtheit, die sich bei einer Anzahl von 544 Seiten etwas in die Länge zog, ein wenig zuviel des Guten. Die beiden Ermittler, Charlotte (genannt Charly) Rumor und Benny Kämpfer, haben mir sehr gut gefallen. Charly ist eine im Beruf ehrgeizige Person, schottet sich privat aber sehr ab und wirkt eigenbrötlerisch. Ihr Verhalten wird dem Leser später aber nähergebracht, denn sie musste in der Vergangenheit eine große Enttäuschung hinnehmen, sodass sie seitdem anderen Personen kein großartiges Vertrauen mehr entgegenbringen kann. Benny Kämpfer hat es als Neuling in der Mordkommission nicht leicht. Durch sein noch sehr jugendliches Aussehen wird er von einigen Kollegen nicht so ganz für voll genommen, kniet sich aber mächtig in den Mordfall hinein und glänzt mit kluger Kombinationsgabe. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet, weisen ihre eigenen Ecken und Kanten auf und bleiben anzahlmäßig übersichtlich. Jeder von ihnen scheint sein eigenes kleines Geheimnis mit sich herumzutragen, sodass der Täter nicht schnell ermittelt ist. Vor allem das Schicksal der beiden Schwestern Alexa und Nellie kann den Leser durchaus berühren. Petra Johann legt in ihrem Kriminalroman viel Wert auf die Ermittlungsarbeit der Mordkommission, was für mich auch zu diesem Genre dazugehört, aber leider war mir einiges davon dann doch zu detailliert, was man auch ein wenig straffer hätte zusammenfassen können. Da muten dann einige Szenen doch etwas zu langatmig an, was auf Kosten der Spannung geht. Das Ende bzw. die Auflösung des aktuellen Falles bzw. der Mordfälle 3 Jahre zuvor konnten mich dennoch überraschen und auch überzeugen. Fazit: Schatten der Schuld ist ein Kriminalroman, der viel Wert und Zeit auf die Ermittlungsarbeit der Mordkommission legt, sich aber auch gelungen mit dem Privatleben seiner Charaktere beschäftigt. An manchen Stellen etwas zu ausschweifend, aber im Großen und Ganzen ein gut unterhaltendes Buch. Merged review: Kurzbeschreibung: Drei Jahre ist es her, seit Kriminalkommissarin Charly Rumor ihren besten Freund und ehemaligen Kollegen Mick das letzte Mal gesehen hat. Damals jagten sie den sogenannten Axtmörder, der drei Frauen ermordet hatte. Die Ermittlungen endeten traumatisch, Mick musste den Polizeidienst quittieren. Als im Stadtwald eine Frauenleiche gefunden wird, ist Charly sicher: Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen. Sie ahnt, dass sie ihn nur mit Micks Hilfe enttarnen kann, doch sie hatte gute Gründe, seinerzeit den Kontakt abzubrechen. Wäre da nicht die Chance, vergangenes Unrecht wieder gutzumachen. *Quelle* Zur Autorin: Dr. Petra Johann, Jahrgang 1971, ist Mathematikerin, promovierte in Aachen, arbeitete im Forschungsbereich und in der Software-Branche und schreibt seit mehreren Jahren. Für ihre Krimirecherche führte sie u.a. ausführliche Gespräche mit Kriminalpolizisten und Rechtsmedizinern. Schatten der Schuld ist ihr erster Roman bei Blanvalet. Meinung: Im Stadtwald von Aachen wird die Leiche von Ruth Kettler gefunden, die mit einer Axt erschlagen und deren Haare abgeschnitten wurden. Dem Ermittlerteam von Frank Quirin wird schnell klar, dass es einige Parallelen zu einem Serienmörder von vor 3 Jahren gibt, der nie gefasst werden konnte. Charlotte Rumor und Neuling Benny Kämpfer nehmen die Ermittlungen auf und es scheint schneller als gedacht der vermeintliche Täter festzustehen. Doch dieser weist ein wasserdichtes Alibi auf. Charlotte muss sich außerdem mit ihrem ehemaligen Kollegen Mick Harting auseinandersetzen. Dessen Frau Katja war das letzte Opfer des Mörders 3 Jahre zuvor. Charlotte und Mick waren bis dahin beste Freunde, doch nach der Tat quittierte Mick den Dienst und Charlotte hatte gute Gründe, den Kontakt zu ihm abzubrechen. Schatten der Schuld erzählt einen Kriminalfall, bei dem der Prolog bereits viel verspricht, doch war mir an einigen Stellen die Detailverliebtheit, die sich bei einer Anzahl von 544 Seiten etwas in die Länge zog, ein wenig zuviel des Guten. Die beiden Ermittler, Charlotte (genannt Charly) Rumor und Benny Kämpfer, haben mir sehr gut gefallen. Charly ist eine im Beruf ehrgeizige Person, schottet sich privat aber sehr ab und wirkt eigenbrötlerisch. Ihr Verhalten wird dem Leser später aber nähergebracht, denn sie musste in der Vergangenheit eine große Enttäuschung hinnehmen, sodass sie seitdem anderen Personen kein großartiges Vertrauen mehr entgegenbringen kann. Benny Kämpfer hat es als Neuling in der Mordkommission nicht leicht. Durch sein noch sehr jugendliches Aussehen wird er von einigen Kollegen nicht so ganz für voll genommen, kniet sich aber mächtig in den Mordfall hinein und glänzt mit kluger Kombinationsgabe. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet, weisen ihre eigenen Ecken und Kanten auf und bleiben anzahlmäßig übersichtlich. Jeder von ihnen scheint sein eigenes kleines Geheimnis mit sich herumzutragen, sodass der Täter nicht schnell ermittelt ist. Vor allem das Schicksal der beiden Schwestern Alexa und Nellie kann den Leser durchaus berühren. Petra Johann legt in ihrem Kriminalroman viel Wert auf die Ermittlungsarbeit der Mordkommission, was für mich auch zu diesem Genre dazugehört, aber leider war mir einiges davon dann doch zu detailliert, was man auch ein wenig straffer hätte zusammenfassen können. Da muten dann einige Szenen doch etwas zu langatmig an, was auf Kosten der Spannung geht. Das Ende bzw. die Auflösung des aktuellen Falles bzw. der Mordfälle 3 Jahre zuvor konnten mich dennoch überraschen und auch überzeugen. Fazit: Schatten der Schuld ist ein Kriminalroman, der viel Wert und Zeit auf die Ermittlungsarbeit der Mordkommission legt, sich aber auch gelungen mit dem Privatleben seiner Charaktere beschäftigt. An manchen Stellen etwas zu ausschweifend, aber im Großen und Ganzen ein gut unterhaltendes Buch.





