San Francisco liegt am Rhein

San Francisco liegt am Rhein

Softcover
4.19
SüdseeDeutsche BahnRheinbrücke EmmerichRegional

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Description

»Karraschs neuer ›Reiseführer‹ sorgt für Furore in Pandemie-Zeiten.« Andrea Kahlmeier, Express

Noch nie schien die Welt so weit weg wie heute. Da es noch eine Weile dauern wird, bis wir wieder in ferne Länder reisen können, stillt Galileo-Reporter Christoph Karrasch sein Fernweh mit einer ganz besonderen Weltreise: In Deutschland liegen die Strände von Kalifornien und Brasilien direkt nebeneinander, von Russland kann man zu Fuß nach Amerika wandern – und an der Nordsee sieht man die Antarktis und Kamerun am selben Tag. Ganz ohne Reisepass fährt Karrasch Wasserski in der Südsee, singt in japanischen Karaokebars und erfüllt sich hinter den Alpen den Traum vom Fliegen. In der S-Bahn nach Dubai und auf dem Kalimandscharo findet er deutsche Geschichten und erzählt, mal skurril, mal liebenswürdig, von seinen Begegnungen vor Ort. Die deutsche Provinz und die große weite Welt in einem Buch!

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Travel & Vacation
Format
Softcover
Pages
240
Price
12.40 €

Author Description

Christoph Karrasch, Jahrgang 1984, ist Moderator und Fernsehreporter. 2015 erschien sein erstes Buch #10Tage, der dazugehörige Film wurde mit dem Columbus-Filmpreis ausgezeichnet. Heute steht Karrasch regelmäßig für das ProSieben-Magazin Galileo vor der Kamera und arbeitet als TV-Reiseexperte. Er lebt in Kiel.

Posts

4
All
4.5

🌎🌁 Die große Welt in einem Land.

"Man kann eine ganze Weltreise durch Deutschland machen! Es gibt Orte, die so heißen wie die große, weite Welt – und es gibt andere, die so aussehen." 2020: Christoph Karrasch hatte Reisepläne – und dann kam die Corona-Pandemie. Damit dem Reisereporter nicht die Decke auf den Kopf fällt, sucht er die weite Welt in Deutschland... und findet dabei allerhand Wunderliches, viele herzliche Menschen, kleine und größere Abenteuer. Das alles erzählt er auf ganz sympathische Art und Weise. Spätestens wenn er auf dem Kalimandscharo steht und und völlig drüber in frenetischen Jubel verfällt, muss man ihn einfach lieben. Auch wenn der Osten Deutschlands leider insgesamt stark vernachlässigt wurde – mir hat das Buch auf jeden Fall ein paar Reiseinspirationen gegeben. :)

🌎🌁 Die große Welt in einem Land.
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Christoph Karrasch nimmt in San Francisco liegt am Rhein eine Ausgangssituation, die vermutlich viele von uns noch sehr präsent im Gefühl haben: März 2020, eigentlich unterwegs in der Welt, plötzlich zurückgeworfen in ein Leben, das sich auf die eigenen vier Wände reduziert. Als Reisereporter für Galileo trifft ihn das natürlich besonders hart – sein „Arbeitsplatz“ ist ja normalerweise überall, nur nicht zuhause. Genau aus diesem Spannungsfeld heraus entsteht die Idee zu diesem Buch. Dann fällt ihm auf, dass es hierzulande erstaunlich viele Orte gibt, die entweder so heißen wie bekannte internationale Ziele oder zumindest Assoziationen dazu wecken. Und daraus entwickelt sich ein ebenso simples wie kreatives Konzept: eine Weltreise durch Deutschland. Ohne Reisepass, dafür mit viel Neugier und einem Blick für das Skurrile und Verbindende. Also reist er quer durchs sogenannte „Corona-Deutschland“, besucht Orte, die plötzlich Kalifornien, Brasilien oder sogar die Antarktis repräsentieren sollen, fährt „S-Bahn nach Dubai“, steht auf dem „Kilimandscharo“ und entdeckt dabei vor allem eines: Geschichten. Geschichten von Menschen, von Regionen und von einem Land, das man zu kennen glaubt – und dann doch nochmal neu entdeckt. Was das Buch dabei besonders trägt, ist weniger die reine Idee (die schon stark ist), sondern die Art, wie Karrasch sie umsetzt. Er begegnet den Menschen mit Offenheit, trifft auf viel Herzlichkeit – egal ob im Norden oder Süden – und findet immer wieder dieses leicht Wunderliche im Alltäglichen. Es geht nicht um spektakuläre Sehenswürdigkeiten, sondern um Perspektivwechsel. Und genau das macht diese Reise so charmant. Gleichzeitig schwingt die pandemische Realität mit, was seine Reise letztlich auch vorzeitig beendet, weshalb vor allem der Osten Deutschlands deutlich zu kurz kommt – obwohl es dort laut ihm selbst noch einiges zu entdecken gegeben hätte. Was mir persönlich direkt zu Beginn aufgefallen ist: Der Einstieg hat mich emotional stärker erwischt, als ich erwartet hätte. Diese ersten Momente, in denen er von den Lockdowns erfährt, haben sofort wieder Bilder und Gefühle hochgeholt. Es ist eine Zeit, die sich gleichzeitig weit entfernt und doch erstaunlich nah anfühlt. Ich habe tatsächlich eine Weile gebraucht, bis ich bereit war, darüber zu lesen – aber seine sehr positive, sympathische und vor allem authentische Art macht es leicht, sich darauf einzulassen. Sein Schreibstil ist generell etwas, das ich wirklich gern mag: locker, zugänglich, stellenweise humorvoll, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Ich bin ziemlich durch die Seiten geflogen und hatte einfach eine gute Zeit beim Lesen. Das Buch vermittelt Wissen, aber eher in kleinen, gut verdaulichen Portionen – nie belehrend, sondern eher beiläufig und angenehm. Auch im Vergleich zu seinem ersten Buch #10Tage, in dem er in extrem kurzer Zeit um die Welt gereist ist, wirkt dieses hier deutlich nachhaltiger. Er ist ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs – inklusive aller kleinen und größeren Herausforderungen, die das mit sich bringt. Das passt nicht nur thematisch gut in die Zeit, sondern gibt dem Ganzen auch eine zusätzliche Ebene, die ich sehr schätze. Was ich besonders erfrischend fand, ist das grundlegende Reisekonzept: Während viele Reisebücher versuchen, sich über immer spektakulärere Ziele zu definieren, geht es hier bewusst in die andere Richtung. Das Spielerische steht im Vordergrund, das Entdecken im Kleinen. Diese Perspektive fühlt sich angenehm anders an und macht das Buch zu einer guten Abwechslung innerhalb des Genres. Trotzdem gibt es für mich auch einen kleinen Abstrich: Wenn ich es mit Büchern wie Das große Los vergleiche, die stark von der inneren Entwicklung und Tiefe der Autorin leben, bleibt Karrasch hier etwas mehr an der Oberfläche. Die Begegnungen sind schön beschrieben, die Erlebnisse unterhaltsam – aber die wirklich tiefgehende Innenansicht fehlt ein Stück weit. Das macht das Buch nicht schlecht, aber es nimmt ihm ein wenig von der nachhaltigen Wirkung. Unterm Strich hatte ich mit San Francisco liegt am Rhein aber einfach eine richtig gute Lesezeit. Es ist leicht, es ist charmant, es ist stellenweise nachdenklich und vor allem: es macht Lust darauf, den eigenen Blick auf vermeintlich Bekanntes zu hinterfragen. Für mich sind das solide 4 von 5 Sternen.

4

Es war sehr interessant aber leider ist der Osten viel zu kurz gekommen

5

Tolles Buch, welches einen in der aktuellen Zeit zeigt, es muss nicht immer die weite Welt sein. Man kann auch im eigenen Land viel entdecken.

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