Samstagnacht und Sonntagmorgen

Samstagnacht und Sonntagmorgen

Softcover
3.52
FabrikarbeiterArbeiterliteraturSchlüsselromanZweiter Weltkrieg

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Description

Alan Sillitoes erster Roman von 1958 machte ihn über Nacht berühmt: erstmals ein Roman über die Arbeiterwelt nach dem Zweiten Weltkrieg; die Geschichte von Leben und Lieben des Fabrikarbeiters Arthur Seaton, erzählt in legerer Umgangssprache – ein Schlüsselroman, der zum Vorbild einer ganzen Gattung, der Arbeiterliteratur, wurde.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
288
Price
12.40 €

Author Description

Alan Sillitoe, 1928 als Arbeitersohn in Nottingham geboren, wurde mit vierzehn Fabrikarbeiter, dann Funker der Royal Air Force in Malaya; nach Ausbruch einer Tuberkulose verbrachte er über ein Jahr im Sanatorium, wo er zu schreiben begann. Sein erster (zuvor von fünf Verlagen abgelehnter) Roman ›Samstagnacht und Sonntagmorgen‹ machte ihn berühmt, die Erzählung ›Die Einsamkeit des Langstreckenläufers‹ weltberühmt. Alan Sillitoe starb 2010 in London.

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Heute möchte euch den Roman „Samstagnacht und Sonntagmorgen“ (orig. Saturday Night and Sunday Morning) von Alan Sillitoe, erschienen im Jahre 1958 vorstellen. Die deutsche Übersetzung stammt von Gerda von Uslar. Der Roman handelt vom jungen Fabrikarbeiter Arthur Seaton, der im Nottingham der 1950er-Jahre ein rebellisches und hedonistisches Leben führt. Er lehnt sich gegen die gesellschaftlichen Normen und die Monotonie seines Arbeitsalltags auf, sucht Ablenkung in Alkohol, Affären und Kneipentouren. Doch Konfrontationen und persönliche Krisen zwingen ihn schließlich, über seine Zukunft und mögliche Anpassung nachzudenken. Das Buch hat mich nach einem etwas holprigen Start richtig gepackt. Anfangs fiel es mir schwer, in den Schreibstil hineinzufinden – er ist direkt, roh und teilweise sprunghaft –, doch genau dieser Ton macht die Erzählung so authentisch. Der Autor arbeitet mit klarer, oft lakonischer Sprache, wodurch die Figuren und ihre Welt ungeschönt und realistisch wirken. Besonders interessant fand ich die Darstellung der britischen Arbeiterschicht der 1950er Jahre. Die Atmosphäre in den Kneipen, die Sehnsucht nach Freiheit und Vergnügen, aber auch die harten Arbeitsbedingungen werden eindrucksvoll geschildert. Beim Beruf des Protagonisten musste ich unweigerlich an meinen Vater denken, der ebenfalls Dreher ist – diese Parallele machte die Lektüre für mich noch persönlicher. Insgesamt hat mir das Buch sehr gefallen. Es ist keine leichte, glatte Erzählung, sondern eine Geschichte mit Ecken und Kanten, die genau darin ihre Stärke hat. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. ✨️

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