Rustys Traum vom Glück
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Book Information
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Rusty ist 18 Jahre alt, gerade mit der Highschool fertig und bereit, von seinen Eltern auf ein renommiertes College geschickt zu werden. Na ja so bereit wie man eben ist, wenn man sich für das College nicht intelligent genug fühlt und eigentlich lieber etwas praktisches tun würde. Und so bereit wie man eben ist, wenn man vielleicht, aber vielleicht auch nicht in seinen besten Kumpel Oliver verliebt ist, der viel intelligenter ist und damit viel eher auf ein Elite College gehen sollte, aber aus einer armen Familie kommt und daher nur auf ein Community College in der Heimat gehen kann. Die Idee des Buches ist sicher nicht neu, aber ich mag diese Art Geschichten. Gegensätze zwischen arm und reich, sich über die eigene Sexualität/Identität klar werden. Diese Aspekte wurden auch größtenteils gut umgesetzt. Sicher, Olivers und Rustys Familie sind so ziemlich am jeweils anderen Ende der Skala was familiäre Beziehung und Umgang mit Homosexualität angeht, aber dennoch war Olivers Familie einfach toll. Sie zeigen, dass man mit dem Lebensentwurf anderer Menschen vielleicht nicht hundertprozentig einverstanden sein, sich aber trotzdem lieben und unterstützen kann. Große Probleme hatte ich leider mit dem Schreibstil und der Wortwahl. Zum einen mochte ich den Schreibstil an sich nicht so gern, weil er sehr locker und flappsig ist. Für meinen persönlichen Geschmack einfach zu sehr. Ein Beispiel: "Nahm die herumschlackernde Wurst in die Hand (...) bis es keine Wurst mehr war, sondern ein komplett erregter Schwanz" (71 %) Zum anderen fand ich die Wortwahl manchmal sehr unglücklich. Zwei Beispiele: "Plötzlich verstand ich ganz genau, wie allein ich sein würde, wenn ich nicht diesen kleinen, braunen Menschen hätte..."(76 %) Rusty spricht hier über seinen Freund. Es ist liebevoll gemeint, ich finde aber dennoch das die Autorin eine bessere Beschreibung als "braun" hätte finden können. "Weil ich dumm bin"(84 %) Rusty sagt oder denkt dies permanent! Das ist sowohl nervig, als auch falsch, als auch problematisch. Nervig aufgrund der Wiederholung. Falsch, weil Rusty durchaus gute Noten hat und auch sonst intelligent ist, nur ist eher eben nicht gemacht für Berkeley. Problematisch, weil er sich damit massiv abwertet und es so gut wie gar nicht thematisiert oder eingeordnet wird, was so eine Abwertung mit einem macht. Oliver sagt zwar hin und wieder, dass es falsch ist. Aber Rusty ist bis zum Ende ernsthaft überzeugt, dass er tatsächlich dumm ist. Insgesamt konnte mich das Buch aufgrund der Sprache leider nicht abholen, auch wenn ich die Grundidee mochte.
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Rusty ist 18 Jahre alt, gerade mit der Highschool fertig und bereit, von seinen Eltern auf ein renommiertes College geschickt zu werden. Na ja so bereit wie man eben ist, wenn man sich für das College nicht intelligent genug fühlt und eigentlich lieber etwas praktisches tun würde. Und so bereit wie man eben ist, wenn man vielleicht, aber vielleicht auch nicht in seinen besten Kumpel Oliver verliebt ist, der viel intelligenter ist und damit viel eher auf ein Elite College gehen sollte, aber aus einer armen Familie kommt und daher nur auf ein Community College in der Heimat gehen kann. Die Idee des Buches ist sicher nicht neu, aber ich mag diese Art Geschichten. Gegensätze zwischen arm und reich, sich über die eigene Sexualität/Identität klar werden. Diese Aspekte wurden auch größtenteils gut umgesetzt. Sicher, Olivers und Rustys Familie sind so ziemlich am jeweils anderen Ende der Skala was familiäre Beziehung und Umgang mit Homosexualität angeht, aber dennoch war Olivers Familie einfach toll. Sie zeigen, dass man mit dem Lebensentwurf anderer Menschen vielleicht nicht hundertprozentig einverstanden sein, sich aber trotzdem lieben und unterstützen kann. Große Probleme hatte ich leider mit dem Schreibstil und der Wortwahl. Zum einen mochte ich den Schreibstil an sich nicht so gern, weil er sehr locker und flappsig ist. Für meinen persönlichen Geschmack einfach zu sehr. Ein Beispiel: "Nahm die herumschlackernde Wurst in die Hand (...) bis es keine Wurst mehr war, sondern ein komplett erregter Schwanz" (71 %) Zum anderen fand ich die Wortwahl manchmal sehr unglücklich. Zwei Beispiele: "Plötzlich verstand ich ganz genau, wie allein ich sein würde, wenn ich nicht diesen kleinen, braunen Menschen hätte..."(76 %) Rusty spricht hier über seinen Freund. Es ist liebevoll gemeint, ich finde aber dennoch das die Autorin eine bessere Beschreibung als "braun" hätte finden können. "Weil ich dumm bin"(84 %) Rusty sagt oder denkt dies permanent! Das ist sowohl nervig, als auch falsch, als auch problematisch. Nervig aufgrund der Wiederholung. Falsch, weil Rusty durchaus gute Noten hat und auch sonst intelligent ist, nur ist eher eben nicht gemacht für Berkeley. Problematisch, weil er sich damit massiv abwertet und es so gut wie gar nicht thematisiert oder eingeordnet wird, was so eine Abwertung mit einem macht. Oliver sagt zwar hin und wieder, dass es falsch ist. Aber Rusty ist bis zum Ende ernsthaft überzeugt, dass er tatsächlich dumm ist. Insgesamt konnte mich das Buch aufgrund der Sprache leider nicht abholen, auch wenn ich die Grundidee mochte.




