Rote Ernte

Rote Ernte

Hardback
4.010
KleinstadtKrimiKorruptionUntersuchung

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Description

Den Glauben an das Gute im Menschen hat der Continental Op längst verloren, und auch er selbst steht nicht immer auf der richtigen Seite des Gesetzes. San Francisco, wo seine Detektei ihren Sitz hat, ist ein moralischer Sumpf, Korruption ist an der Tagesordnung - und das gilt auch für Personville (besser bekannt als Poisonville), ein schäbiges Bergwerksstädtchen, wohin ihn sein aktueller Auftrag führt. Dort angekommen, muss er feststellen, dass sein Auftraggeber, Don Willsson, Sohn des Stadtpatriarchen, einem Mordanschlag zum Opfer gefallen ist. Und es bleibt nicht bei dieser einen Leiche. Am Ende des Romans sind 18 Menschen tot, die Erde von Poisonville blutgetränkt - und die Ordnung wiederhergestellt. Ein grandioser Albtraum von einem Krimi und zugleich ein bedeutender politischer Roman, der uns noch heute viel über Korruption, Machtmissbrauch und organisierter Kriminalität zu erzählen vermag.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
288
Price
24.70 €

Author Description

Dashiell Hammett, 1894 in Maryland geboren, hat nicht nur den Urtypus des taffen Ermittlers erfunden – er war selbst einer: Sieben Jahre lang hat er für die Detektivagentur Pinkerton gearbeitet. In zwei Weltkriegen diente Hammett seinem Land, die USA dankten es ihm in der McCarthy-Ära mit einem Verfahren wegen unamerikanischer Umtriebe. Weil Hammett, Mitglied der kommunistischen Partei, die Aussage verweigerte, wanderte er für ein halbes Jahr hinter Gitter, wo er Toiletten putzen musste. Seine Bücher wurden aus den Verlagsprogrammen gestrichen, und schließlich ruinierte ihn die Steuerbehörde mit einer Nachzahlungsforderung vollends. Völlig verarmt, krank und alkoholabhängig starb er 1961 in New York.

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Heute möchte ich euch den Hard-Boiled-Roman 'Rote Ernte' (orig. Red Harvest) von Dashiell Hammett vorstellen, der zwischen November 1927 und Februar 1928 im Black Mask Magazine erschien. Die deutsche Übersetzung stammt von Gunar Ortlepp. Der Roman erzählt von einem namenlosen Detektiv, der in eine von Korruption und Gewalt beherrschte Stadt gerufen wird. Dort beginnt er, rivalisierende Gangsterbanden und einflussreiche Figuren gegeneinander auszuspielen, um das fragile Machtgefüge ins Wanken zu bringen. Was zunächst kalkuliert wirkt, entwickelt sich rasch zu einer Spirale aus Chaos, Verrat und blutigen Abrechnungen, mit einem Ende, das zwar Ordnung schafft, aber einen hohen moralischen Preis fordert. Besonders hervorzuheben ist der umgangssprachliche, schnörkellose Stil, der die Brutalität und Trostlosigkeit dieser Welt eindringlich spürbar macht. Die Figuren sind bewusst rau und ambivalent gezeichnet: Der Detektiv bleibt distanziert und kühl, während sich um ihn herum ein dichtes Geflecht aus Macht, Gier und Gewalt entfaltet. Die Handlung ist dabei äußerst dynamisch, Intrigen überschlagen sich, Fronten verschieben sich ständig, und die Lage gerät zunehmend außer Kontrolle. Thematisch kreist der Roman um Moral, Macht und die zerstörerische Kraft von Korruption, getragen von einer düsteren, fast nihilistischen Atmosphäre. Für mich persönlich war die Fülle an Ereignissen stellenweise etwas zu viel, der Roman wirkt an einigen Punkten überladen und lässt wenig Raum zum Innehalten. Dennoch bleibt er durchgehend spannend und intensiv. Empfehlen würde ich das Buch vor allem Lesende, die Noir-Krimis, harte Dialoge und komplexe Machtspiele schätzen. Trotz kleiner Kritikpunkte ist 'Rote Ernte' für mich eine klare Empfehlung. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternen. ✨️

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