Romy Schneider
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Description
Romy Schneider brachte als «Sissi» eine ganze Nation zum Träumen. Die Deutschen verübelten es ihr, als sie sich von diesem Image befreite und nach Frankreich ging. Luchino Visconti und Orson Welles haben mit ihr gedreht, ihre Filmpartner waren Alain Delon, Yves Montand, Michel Piccoli. «Das schönste Geschenk, das uns die Deutschen seit Marlene Dietrich gemacht haben», schwärmten die Franzosen. Sinnlichkeit und erotische Ausstrahlung machten Romy Schneider zum Star des internationalen Kinos.
Book Information
Author Description
Michael Töteberg, geboren 1951, leitete lange Jahre die Agentur für Medienrechte im Rowohlt Verlag und war dort verantwortlich für Literaturverfilmungen wie «Babylon Berlin» und «Tschick». Er verfasst Filmkritiken und ist Herausgeber unter anderem der Schriften von Rainer Werner Fassbinder und Tom Tykwer sowie des «Metzler Film Lexikons». Zudem ist er Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien der Roman «Falladas letzte Liebe» (2021).
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Eine berührende Annäherung mit Längen Romy Schneider – eine der berühmtesten deutschsprachigen Schauspielerinnen und eine wahrlich tragische Figur des 20. Jahrhunderts. Michael Töteberg nähert sich dieser Ikone in seiner Biografie mit viel Feingefühl. Das Buch schafft es, Romy Schneider nicht nur als Hollywood-Star und deutsche Schauspielgröße darzustellen, sondern auch als einen Menschen, der tiefgründige Schicksalsschläge erlitt. Gerade diese Aspekte werden berührend erzählt und vermitteln die Emotionen und die Zerbrechlichkeit hinter der öffentlichen Fassade. Leider hat die Biografie deutliche Schwächen, die dem Lesefluss schaden. Ein Hauptkritikpunkt ist die fast schon pedantische und nicht besonders ansprechende Nacherzählung von wirklich sehr vielen Filmen. Man bekommt das Gefühl, der Autor möchte jeden einzelnen Film in Romy Schneiders Karriere abhandeln, was die Erzählung unnötig aufbläht. Diese Passagen sind oft recht trocken und wenig analytisch, sodass sie mehr wie eine Liste von Inhaltsangaben wirken. Wer eine emotionale Annäherung an Romy Schneider sucht, wird hier fündig. Wer jedoch eine fesselnde und stringente Biografie erwartet, muss sich durch etliche weniger gelungene Kapitel kämpfen. Die Stärken des Buches liegen klar in den menschlichen Einblicken, die Längen im filmischen Teil machen das Buch zu einem eher durchwachsenen Erlebnis.
Mehr eine Filmografie als eine Nacherzählung eines Lebens
Habe ich viel über Romy Schneider gelernt? Ich würde das verneinen. Das Buch konzentriert sich stark auf ihr filmisches Schaffen, reiht einen Film an den nächsten. Der Mensch Romy Schneider kommt mir hier zu kurz. Die Zeichnung bleibt oberflächlich. Nichtsdestotrotz sehr informativ, was ihre Karriere vor der Kamera angeht.
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Romy Schneider brachte als «Sissi» eine ganze Nation zum Träumen. Die Deutschen verübelten es ihr, als sie sich von diesem Image befreite und nach Frankreich ging. Luchino Visconti und Orson Welles haben mit ihr gedreht, ihre Filmpartner waren Alain Delon, Yves Montand, Michel Piccoli. «Das schönste Geschenk, das uns die Deutschen seit Marlene Dietrich gemacht haben», schwärmten die Franzosen. Sinnlichkeit und erotische Ausstrahlung machten Romy Schneider zum Star des internationalen Kinos.
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Michael Töteberg, geboren 1951, leitete lange Jahre die Agentur für Medienrechte im Rowohlt Verlag und war dort verantwortlich für Literaturverfilmungen wie «Babylon Berlin» und «Tschick». Er verfasst Filmkritiken und ist Herausgeber unter anderem der Schriften von Rainer Werner Fassbinder und Tom Tykwer sowie des «Metzler Film Lexikons». Zudem ist er Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien der Roman «Falladas letzte Liebe» (2021).
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Eine berührende Annäherung mit Längen Romy Schneider – eine der berühmtesten deutschsprachigen Schauspielerinnen und eine wahrlich tragische Figur des 20. Jahrhunderts. Michael Töteberg nähert sich dieser Ikone in seiner Biografie mit viel Feingefühl. Das Buch schafft es, Romy Schneider nicht nur als Hollywood-Star und deutsche Schauspielgröße darzustellen, sondern auch als einen Menschen, der tiefgründige Schicksalsschläge erlitt. Gerade diese Aspekte werden berührend erzählt und vermitteln die Emotionen und die Zerbrechlichkeit hinter der öffentlichen Fassade. Leider hat die Biografie deutliche Schwächen, die dem Lesefluss schaden. Ein Hauptkritikpunkt ist die fast schon pedantische und nicht besonders ansprechende Nacherzählung von wirklich sehr vielen Filmen. Man bekommt das Gefühl, der Autor möchte jeden einzelnen Film in Romy Schneiders Karriere abhandeln, was die Erzählung unnötig aufbläht. Diese Passagen sind oft recht trocken und wenig analytisch, sodass sie mehr wie eine Liste von Inhaltsangaben wirken. Wer eine emotionale Annäherung an Romy Schneider sucht, wird hier fündig. Wer jedoch eine fesselnde und stringente Biografie erwartet, muss sich durch etliche weniger gelungene Kapitel kämpfen. Die Stärken des Buches liegen klar in den menschlichen Einblicken, die Längen im filmischen Teil machen das Buch zu einem eher durchwachsenen Erlebnis.
Mehr eine Filmografie als eine Nacherzählung eines Lebens
Habe ich viel über Romy Schneider gelernt? Ich würde das verneinen. Das Buch konzentriert sich stark auf ihr filmisches Schaffen, reiht einen Film an den nächsten. Der Mensch Romy Schneider kommt mir hier zu kurz. Die Zeichnung bleibt oberflächlich. Nichtsdestotrotz sehr informativ, was ihre Karriere vor der Kamera angeht.





