Romy Schneider (Graphic Novel)
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Description
Book Information
Posts
Eine Ausnahmekünstlerin
Ich gebe es zu, ich schaue immer wieder gern die Sissi Filme. Sie vermitteln mir was heimeliges und gehören für mich aus nostalgischen Gründen zu Weihnachten und Kindheit. Wie oft habe ich früher stundenlang die raumgreifenden Ballroben abgemalt und versucht, ähnliches selber zu kreieren. Ganz vorbehaltlos kann ich sie aber nicht mehr sehen. Mir ist mittlerweile sehr bewusst wie anders sowohl die echte Kaiserin als auch die Schauspielerin Romy Schneider im realen Leben waren. Man weiß nicht, welche von beiden die tragischere Figur war. Romy Schneider strebt schon früh danach in die Fußstapfen ihrer Mutter Magda zu treten. Als Kind bettelt sie sie förmlich an, und als sich ihr Wunsch erfüllt, merken alle Beteiligten das große Talent. Doch erst einmal wird sie in Reifrockproduktionen verheizt. Seine Krönung findet das Ganze dann in der „Sissi“ Trilogie. Doch Romy Schneider drängt heraus aus dieser festgefahrenen Situation. Sie will weg aus Deutschland weg von der dominanten Mutter, die ihr Leben bestimmt und sich selbst mit ihrer Kunst finden. In Frankreich entdeckt sie dann auch ihre Möglichkeiten außerhalb der deutschen Heimatfilmkultur. Sie spielt Theater und lernt Alain Delon. Zwischen beiden entspinnt sich eine Beziehung, die man heute wahrscheinlich toxisch nennen würde. In der sehr detailreichen Graphic Novel begleiten wir die Schauspielerin hauptsächlich bei der Ablösung aus der Sissi Rolle. Es kommt sehr gut rüber, wie wild und ungezwungen sie eigentlich war, wie ehrgeizig und doch empfindsam. In Frankreich hat sie es auf jeden Fall geschafft, eine anerkannte Schauspielerin zu werden, die ihre Verletzlichkeit nicht versteckt und ihre Sinnlichkeit auch auf die Leinwand übertragen hat. Farblich ist sie monochrom gestaltet. Farben wie grün rot orange dominieren je nach Kapitel. Dabei sind die gezeichneten Figuren meist gena, als die realen Personen zu erkennen. Auch wenn ich es schade finde, dass wir uns hauptsächlich in den 60er Jahren befinden, so muss ich doch sagen, dass dieser kurze Ausschnitt das Lese Erlebnis sehr intensiv gemacht hat. Ich habe hier viel Neues über die von mir sehr verehrte Schauspielerin erfahren. Wenn ich alte Filme von ihr schaue, kann ich mich an ihrem Gesicht immer noch nicht satt sehen. Schon traurig, wie tragisch ihr Leben dann doch endete Eine große Empfehlung, für alle, die eine authentische Ausnahmekünstlerin kennen lernen möchten und die deren Leben jenseits von Kaiserkrone und Wiener Walzer interessiert
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Eine Ausnahmekünstlerin
Ich gebe es zu, ich schaue immer wieder gern die Sissi Filme. Sie vermitteln mir was heimeliges und gehören für mich aus nostalgischen Gründen zu Weihnachten und Kindheit. Wie oft habe ich früher stundenlang die raumgreifenden Ballroben abgemalt und versucht, ähnliches selber zu kreieren. Ganz vorbehaltlos kann ich sie aber nicht mehr sehen. Mir ist mittlerweile sehr bewusst wie anders sowohl die echte Kaiserin als auch die Schauspielerin Romy Schneider im realen Leben waren. Man weiß nicht, welche von beiden die tragischere Figur war. Romy Schneider strebt schon früh danach in die Fußstapfen ihrer Mutter Magda zu treten. Als Kind bettelt sie sie förmlich an, und als sich ihr Wunsch erfüllt, merken alle Beteiligten das große Talent. Doch erst einmal wird sie in Reifrockproduktionen verheizt. Seine Krönung findet das Ganze dann in der „Sissi“ Trilogie. Doch Romy Schneider drängt heraus aus dieser festgefahrenen Situation. Sie will weg aus Deutschland weg von der dominanten Mutter, die ihr Leben bestimmt und sich selbst mit ihrer Kunst finden. In Frankreich entdeckt sie dann auch ihre Möglichkeiten außerhalb der deutschen Heimatfilmkultur. Sie spielt Theater und lernt Alain Delon. Zwischen beiden entspinnt sich eine Beziehung, die man heute wahrscheinlich toxisch nennen würde. In der sehr detailreichen Graphic Novel begleiten wir die Schauspielerin hauptsächlich bei der Ablösung aus der Sissi Rolle. Es kommt sehr gut rüber, wie wild und ungezwungen sie eigentlich war, wie ehrgeizig und doch empfindsam. In Frankreich hat sie es auf jeden Fall geschafft, eine anerkannte Schauspielerin zu werden, die ihre Verletzlichkeit nicht versteckt und ihre Sinnlichkeit auch auf die Leinwand übertragen hat. Farblich ist sie monochrom gestaltet. Farben wie grün rot orange dominieren je nach Kapitel. Dabei sind die gezeichneten Figuren meist gena, als die realen Personen zu erkennen. Auch wenn ich es schade finde, dass wir uns hauptsächlich in den 60er Jahren befinden, so muss ich doch sagen, dass dieser kurze Ausschnitt das Lese Erlebnis sehr intensiv gemacht hat. Ich habe hier viel Neues über die von mir sehr verehrte Schauspielerin erfahren. Wenn ich alte Filme von ihr schaue, kann ich mich an ihrem Gesicht immer noch nicht satt sehen. Schon traurig, wie tragisch ihr Leben dann doch endete Eine große Empfehlung, für alle, die eine authentische Ausnahmekünstlerin kennen lernen möchten und die deren Leben jenseits von Kaiserkrone und Wiener Walzer interessiert




