RIVER. Die Toten und die Lebenden
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Description
Book Information
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Herzlichen Dank an das Team vom KJM Buchverlag für dieses Rezensionsexemplar „River: Die Toten und die Lebenden“, erschienen im August 2020. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil einer Trilogie von Norbert Klugmann und Klaas Jarchow und wird als Krimi klassifiziert, weswegen ich mich natürlich sehr dafür interessiert habe. Rückblickend betrachtet war diese Genre-Bezeichnung für mich in diesem Fall wohl etwas irreführend, denn obwohl es in dem Buch verschiedene Rätsel zu lösen und auch einige Tote gibt, empfand ich die Geschichte sowie deren Schreibstil und Aufbau alles andere als einen klassischen Kriminalroman – zumindest im Vergleich zu denen, die ich bisher las. Krimis werden von Literaturwissenschaftler*innen ja gerne etwas von oben herab belächelt, weil sie so einfach gestrickt und leicht zu lesen seien. Schließt man sich dieser Meinung an, so bildet dieses Buch eine Ausnahme. Anfangs brauchte ich etwas, um in den besonderen Schreibstil hineinzufinden. Insgesamt sind es sehr kurze Abschnitte, Kapitel und oft auch Sätze, die jedoch gespickt sind mit Fakten aus verschiedensten Bereichen, weswegen ich persönlich den Schreibstil als anspruchsvoller als in gewöhnlichen Krimis empfand. Die Erzählperspektive sorgt für eine gewisse Distanz zwischen den Leser*innen und Protagonist*innen und die vielen, anfangs unzusammenhängenden Personen verwirren zunächst, nicht zuletzt auch, da diese teils in unkonventionellen (polygamen) Beziehungen zueinander stehen. Ist man dann aber erst mal in der Geschichte und dem Stil drin, ist man fasziniert von der Atmosphäre, die sich rund um den titelgebenden River entspinnt, der wohl die Elbe darstellen soll. River ist das Element, welches alle Protagonist*innen miteinander verknüpft und stets als Metapher und Symbol für verschiedenste Themen wiederkehrt. Inhaltlich werden viele politische und philosophische Themen wie beispielsweise Kapitalismus und Kritik an eben jenem sowie die RAF behandelt. Zwar bleibt am Ende einiges offen (es ist ja auch der erste Teil einer Trilogie), doch endet es nicht mit einem Cliffhanger, was ich als sehr angenehm empfand. Nun, nach Lesen des Buches, freue ich mich außerdem noch mehr über die dem Buchpaket beigefügten Postkarten – diese spielen in der Geschichte nämlich eine zentrale Rolle. Obwohl meine Erwartungen also nicht so recht erfüllt wurden, ist diese Geschichte dennoch eine Leseempfehlung für Krimi-Liebhaber, die den Norden mögen und auch gerne mal etwas anspruchsvolleres ausprobieren wollen!
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Herzlichen Dank an das Team vom KJM Buchverlag für dieses Rezensionsexemplar „River: Die Toten und die Lebenden“, erschienen im August 2020. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil einer Trilogie von Norbert Klugmann und Klaas Jarchow und wird als Krimi klassifiziert, weswegen ich mich natürlich sehr dafür interessiert habe. Rückblickend betrachtet war diese Genre-Bezeichnung für mich in diesem Fall wohl etwas irreführend, denn obwohl es in dem Buch verschiedene Rätsel zu lösen und auch einige Tote gibt, empfand ich die Geschichte sowie deren Schreibstil und Aufbau alles andere als einen klassischen Kriminalroman – zumindest im Vergleich zu denen, die ich bisher las. Krimis werden von Literaturwissenschaftler*innen ja gerne etwas von oben herab belächelt, weil sie so einfach gestrickt und leicht zu lesen seien. Schließt man sich dieser Meinung an, so bildet dieses Buch eine Ausnahme. Anfangs brauchte ich etwas, um in den besonderen Schreibstil hineinzufinden. Insgesamt sind es sehr kurze Abschnitte, Kapitel und oft auch Sätze, die jedoch gespickt sind mit Fakten aus verschiedensten Bereichen, weswegen ich persönlich den Schreibstil als anspruchsvoller als in gewöhnlichen Krimis empfand. Die Erzählperspektive sorgt für eine gewisse Distanz zwischen den Leser*innen und Protagonist*innen und die vielen, anfangs unzusammenhängenden Personen verwirren zunächst, nicht zuletzt auch, da diese teils in unkonventionellen (polygamen) Beziehungen zueinander stehen. Ist man dann aber erst mal in der Geschichte und dem Stil drin, ist man fasziniert von der Atmosphäre, die sich rund um den titelgebenden River entspinnt, der wohl die Elbe darstellen soll. River ist das Element, welches alle Protagonist*innen miteinander verknüpft und stets als Metapher und Symbol für verschiedenste Themen wiederkehrt. Inhaltlich werden viele politische und philosophische Themen wie beispielsweise Kapitalismus und Kritik an eben jenem sowie die RAF behandelt. Zwar bleibt am Ende einiges offen (es ist ja auch der erste Teil einer Trilogie), doch endet es nicht mit einem Cliffhanger, was ich als sehr angenehm empfand. Nun, nach Lesen des Buches, freue ich mich außerdem noch mehr über die dem Buchpaket beigefügten Postkarten – diese spielen in der Geschichte nämlich eine zentrale Rolle. Obwohl meine Erwartungen also nicht so recht erfüllt wurden, ist diese Geschichte dennoch eine Leseempfehlung für Krimi-Liebhaber, die den Norden mögen und auch gerne mal etwas anspruchsvolleres ausprobieren wollen!




