Revolver Christi

Revolver Christi

Hardback
3.86
PathologieNovelleCrimestoryWallfahrt

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Description

Im Sommer 2018 zieht die alle zehn Jahre stattfindende Wallfahrt zum Revolver Christi so viele Besucher an wie nie zuvor. Ausgestellt ist neben der Reliquie in der Kathedrale auch eine der drei erhaltenen Ikonen des Christus an der Waffe. 110 Jahre nach dem Tod eines Elektrikerlehrlings, den man mit einem Kopfschuss aus dem Revolver Christi getötet auf den Stufen des Chorraums auffand, fällt in der Kathedrale erneut ein Schuss... Mit ihrer Novelle nimmt Anna Albinus in einem klassischen, eleganten Erzählton unmerklich Anlauf, als wäre nichts, und unversehens findet man sich in einer anderen Welt. Jesus? Ein Revolver? Geht das zusammen? Es gibt Tote und einen Kommissar, und doch hat die Novelle wenige von einer Crime Story. Sie streift wie selbstverständlich allerlei ernsten Stoff: das Spektakel als Angebot der Kirchen; die Inszenierung des Musealen; das Existentielle im Glauben mancher, die glauben wollen, die Zerreißprobe zwischen Gewalt und Glauben. Oder vielleicht ist das alles nicht so gemeint...?

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
80
Price
15.50 €

Author Description

Anna Albinus, 1986 in Mainz geboren, studierte Katholische Theologie, Judaistik und Kunstgeschichte in Freiburg i. Br. und Jerusalem. Sie lebt mit ihrer Familie in Wien. Revolver Christi ist ihre erste Buchveröffentlichung. Die Autorin wurde für ihre Novelle REVOLVER CHRISTI mit dem Debütpreis beim Österreichischen Buchpreis 2021 ausgezeichnet.

Posts

3
All
4

In einem Sitz gelesen, hatte einen echten Sog, lese ich gerne wieder!

3

Anna Albinus gewann den Newcomer-Preis des Österreichischen Buchpreises und genau wie der Gewinner (DAVE) ist es eine eher unwirkliche und abstruse Geschichte. 3/4 der Novelle finde ich persönlich grossartig. Es ist ein mutiger Text - aber auch frech und unzensiert. Jesus als Waffenträger? Dieses Bild ist uns eher fremd. Schon eher kennen wir bewaffnete Fanatiker. Aber handelt es sich bei den Figuren hier wirklich um religiöse Fanatiker? Oder verwirrte Seelen? Diesen Text als Krimi zu bezeichnen mag zutreffen, aber man sollte nicht mit den typischen Erwartungen eines Kriminalromans an dieses Buch herangehen. Albinus, typisch Österreich, macht was sie will. Und das klappt grösstenteils hervorragend. Nur das Ende sagt mir leider nicht zu. Es ist zu banal, zu offen. Als hätte die Autorin keine Zeit mehr gehabt, die Geschichte richtig abzuschliessen. Vielleicht habe ich ja auch etwas Grundlegendes verpasst - das kann bei einem Text dieser Gattung schnell passieren. Dennoch bleibt zum Schluss bei mir ein eher maues Gefühl zurück. Schade um den schönen und gelungenen Rest.

4

In einem Sitz gelesen, hatte einen echten Sog, lese ich gerne wieder!

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