Reisen im Mittelalter
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Description
Farbig und anschaulich erzählt der Historiker Anthony Bale, wie es war, im Mittelalter durch die Welt zu reisen:
Ob Pilgerinnen oder Kaufleute, Ritter, Mönche oder Spione – schon damals packte die Menschen die Leidenschaft für das Reisen.
Getrieben von Fernweh und Abenteuerlust die einen, auf der Suche nach religiöser Erleuchtung oder Ruhm auf dem Kreuzzug die anderen.
Für alle war die Reise lang und gefährlich, gute Vorbereitung und ein Reiseführer mit Tipps für Rast und Übernachtung und Hinweisen auf Gefahren waren unerlässlich.
Vom mittelalterlichen
Ulm
, damals ein Eldorado der Touristen, über
Aachen
und
Köln
führen uns die Reisen verschiedener Menschen bis nach
Rom
mit seinen wunderbaren Sehenswürdigkeiten. Von dort geht es in das schon damals von Touristen bevölkerte
Venedig
und nach
Rhodos
, Hotspot der Kosmopoliten und Adligen. Wir erkunden
Konstantinopel und die heilige Stadt Jerusalem
und gelangen bis in die sagenhaften Länder der Amazonen, Riesen und Fabelwesen, nach
Indien, China und Tibet, nach Persien und Äthiopien, Java und Sumatra
.
Ein farbiges Panorama der mittelalterlichen Welt
, wie sie von Europa aus erlebt und gesehen wurde –
ein Buch wie ein Roman von Umberto Eco und ein ideales Weihnachtsgeschenk
.
Book Information
Author Description
Anthony Bale, geboren 1975, ist Historiker und Professor für Literatur des Mittelalters und der Renaissance am Birkbeck College der University of London. 2011 erhielt er den Philip Leverhulme Prize für herausragende junge Wissenschaftler. Er hat zahlreiche Bücher publiziert und war 2019 Fellow an der Harvard University. Er lebt in London.
Posts
Eine spannende Zeitreise! 💫
Wer geht nicht gerne auf Reisen? Mal schnell ans Meer oder in die Berge? Oder lieber einen Städtetrip? Heutzutage kein Problem. Doch wie sah es im Mittelalter aus, in dieser für uns eher düster anmutenden Zeit? Auch damals ist man schon gerne gereist. Wenn auch nicht aus Vergnügen. Meist waren es im weitesten Sinne Geschäftsreisen, um Handel zu treiben, diplomatische Beziehungen zu knüpfen oder neues Gebiet zu erobern. Auch Pilgerreisen und Kreuzzüge zählen zu den Gründen für eine Reise im Mittelalter. Der Autor nimmt uns in diesem Buch auf viele mittelalterlichen Reisen mit. Es geht von Nürnberg nach Aachen, nach Rom und Jerusalem und sogar nach Indien. Nur um einige Stationen zu nennen. Dabei beschreibt er die Lebenssituationen, die Gepflogenheiten und auch die Beschwernisse und Gefahren, denen Reisende damals ausgesetzt waren. Ganz authentisch und euphorisch schildert er die jeweilige Reise, denn fast alle Routen ist er selbst nachgereist. Das nenne ich mal Forscher- und Entdeckergeist. Das Buch ist für ein Sachbuch wirklich spannend geschrieben. Kein ödes Buch, bei dem man sich durch jede Seite quält. Im Gegenteil. Das Buch ist relativ dick, und doch hätte ich gerne noch mehr gelesen. Das lag vielleicht, neben dem sowieso schon interessanten Thema und den sprachlich gut formulierten Darstellungen, auch daran, dass der Autor zwischendurch immer kleine lustige und auffrischende Wissenshappen untergebracht hat. Zum Beispiel darüber, was zu den guten Manieren in einer Taverne gehörte: Sei nicht übellaunig, fummele nicht an deinem Hosenlatz herum und schnaufe Respektspersonen nicht mit deinem Mundgeruch an. Oder: Hüte dich stets davor, deine ‚hinteren Geschütze abzufeuern‘ (= nicht furzen!). Kurz und knapp: Ein Sachbuch, das richtig Spaß macht! - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Ein wahrer Lesegenuss! 📖
Anthony Bale hat mit „Reisen im Mittelalter“ ein wunderbares Buch über eine bislang kaum beachtete Perspektive verfasst: Die Reiseliteratur. Ältere Semester kennen sie vermutlich als die kleinen Marco Polo-Büchlein, jüngere folgen vermutlich überwiegend entsprechenden Influencern in den sozialen Medien. Dabei vergessen wir allzu leicht, was reisen vor 1000 bis 500 Jahren bedeutete: Strapazen, Aufbrüche ins Ungewisse, Gefahren, aber auch Erkenntnisgewinn, exotische Erfahrungen und Begegnungen der Kulturen. Das macht wiederum die Gemeinsamkeiten des Reisens, damals und heute, deutlich. Bale schreibt prägnant und fesselnd, ohne den geschichtswissenschaftlichen Anspruch und dessen Präzision zu vernachlässigen. Ein Markenzeichen angelsächsischer Historiker*innen. Besonders erhellend finde ich die vielen Quellen und Vorstellungen damaliger Reisender, die uns heute unglaublich obskur anmuten. Wer dieses Buch liest, wird viel über die zig vermuteten Jungbrunnen, den Alten vom Berge, das sagenhafte Reich des Priesterkönigs Johannes oder die strengen Regeln beim Essen in einer mongolischen Jurte kennenlernen. Viel Spaß damit!
Description
Farbig und anschaulich erzählt der Historiker Anthony Bale, wie es war, im Mittelalter durch die Welt zu reisen:
Ob Pilgerinnen oder Kaufleute, Ritter, Mönche oder Spione – schon damals packte die Menschen die Leidenschaft für das Reisen.
Getrieben von Fernweh und Abenteuerlust die einen, auf der Suche nach religiöser Erleuchtung oder Ruhm auf dem Kreuzzug die anderen.
Für alle war die Reise lang und gefährlich, gute Vorbereitung und ein Reiseführer mit Tipps für Rast und Übernachtung und Hinweisen auf Gefahren waren unerlässlich.
Vom mittelalterlichen
Ulm
, damals ein Eldorado der Touristen, über
Aachen
und
Köln
führen uns die Reisen verschiedener Menschen bis nach
Rom
mit seinen wunderbaren Sehenswürdigkeiten. Von dort geht es in das schon damals von Touristen bevölkerte
Venedig
und nach
Rhodos
, Hotspot der Kosmopoliten und Adligen. Wir erkunden
Konstantinopel und die heilige Stadt Jerusalem
und gelangen bis in die sagenhaften Länder der Amazonen, Riesen und Fabelwesen, nach
Indien, China und Tibet, nach Persien und Äthiopien, Java und Sumatra
.
Ein farbiges Panorama der mittelalterlichen Welt
, wie sie von Europa aus erlebt und gesehen wurde –
ein Buch wie ein Roman von Umberto Eco und ein ideales Weihnachtsgeschenk
.
Book Information
Author Description
Anthony Bale, geboren 1975, ist Historiker und Professor für Literatur des Mittelalters und der Renaissance am Birkbeck College der University of London. 2011 erhielt er den Philip Leverhulme Prize für herausragende junge Wissenschaftler. Er hat zahlreiche Bücher publiziert und war 2019 Fellow an der Harvard University. Er lebt in London.
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Eine spannende Zeitreise! 💫
Wer geht nicht gerne auf Reisen? Mal schnell ans Meer oder in die Berge? Oder lieber einen Städtetrip? Heutzutage kein Problem. Doch wie sah es im Mittelalter aus, in dieser für uns eher düster anmutenden Zeit? Auch damals ist man schon gerne gereist. Wenn auch nicht aus Vergnügen. Meist waren es im weitesten Sinne Geschäftsreisen, um Handel zu treiben, diplomatische Beziehungen zu knüpfen oder neues Gebiet zu erobern. Auch Pilgerreisen und Kreuzzüge zählen zu den Gründen für eine Reise im Mittelalter. Der Autor nimmt uns in diesem Buch auf viele mittelalterlichen Reisen mit. Es geht von Nürnberg nach Aachen, nach Rom und Jerusalem und sogar nach Indien. Nur um einige Stationen zu nennen. Dabei beschreibt er die Lebenssituationen, die Gepflogenheiten und auch die Beschwernisse und Gefahren, denen Reisende damals ausgesetzt waren. Ganz authentisch und euphorisch schildert er die jeweilige Reise, denn fast alle Routen ist er selbst nachgereist. Das nenne ich mal Forscher- und Entdeckergeist. Das Buch ist für ein Sachbuch wirklich spannend geschrieben. Kein ödes Buch, bei dem man sich durch jede Seite quält. Im Gegenteil. Das Buch ist relativ dick, und doch hätte ich gerne noch mehr gelesen. Das lag vielleicht, neben dem sowieso schon interessanten Thema und den sprachlich gut formulierten Darstellungen, auch daran, dass der Autor zwischendurch immer kleine lustige und auffrischende Wissenshappen untergebracht hat. Zum Beispiel darüber, was zu den guten Manieren in einer Taverne gehörte: Sei nicht übellaunig, fummele nicht an deinem Hosenlatz herum und schnaufe Respektspersonen nicht mit deinem Mundgeruch an. Oder: Hüte dich stets davor, deine ‚hinteren Geschütze abzufeuern‘ (= nicht furzen!). Kurz und knapp: Ein Sachbuch, das richtig Spaß macht! - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Ein wahrer Lesegenuss! 📖
Anthony Bale hat mit „Reisen im Mittelalter“ ein wunderbares Buch über eine bislang kaum beachtete Perspektive verfasst: Die Reiseliteratur. Ältere Semester kennen sie vermutlich als die kleinen Marco Polo-Büchlein, jüngere folgen vermutlich überwiegend entsprechenden Influencern in den sozialen Medien. Dabei vergessen wir allzu leicht, was reisen vor 1000 bis 500 Jahren bedeutete: Strapazen, Aufbrüche ins Ungewisse, Gefahren, aber auch Erkenntnisgewinn, exotische Erfahrungen und Begegnungen der Kulturen. Das macht wiederum die Gemeinsamkeiten des Reisens, damals und heute, deutlich. Bale schreibt prägnant und fesselnd, ohne den geschichtswissenschaftlichen Anspruch und dessen Präzision zu vernachlässigen. Ein Markenzeichen angelsächsischer Historiker*innen. Besonders erhellend finde ich die vielen Quellen und Vorstellungen damaliger Reisender, die uns heute unglaublich obskur anmuten. Wer dieses Buch liest, wird viel über die zig vermuteten Jungbrunnen, den Alten vom Berge, das sagenhafte Reich des Priesterkönigs Johannes oder die strengen Regeln beim Essen in einer mongolischen Jurte kennenlernen. Viel Spaß damit!





