Reisen
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Description
Book Information
Author Description
Felicitas Hoppe, geboren 1960 in Hameln, Trägerin des Georg-Büchner-Preises, lebt als Schriftstellerin in Berlin und Leuk. Seit 1996 veröffentlicht sie Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Essays und ist reisend und schreibend, übersetzend und vortragend nonstop rund um die Welt unterwegs. 2012 erschien der Roman "Hoppe", 2018 "Prawda. Eine amerikanische Reise", 2021 folgten "Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm". Zuletzt wurde sie mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet.
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Wenn Reisen mehr ist als nur Kofferpacken
Manchmal liegt ein Buch vor einem und man denkt: Na gut, dann reisen wir eben los. Nur merkt man bei Felicitas Hoppe ziemlich schnell, dass hier niemand einfach den Koffer packt, Sonnencreme einsteckt und einen netten Reisebericht abliefert. Reisen ist eher ein gedanklicher Aufbruch. Einer mit Umwegen, kleinen Stolperern, klugen Sätzen und diesem leichten Gefühl, dass man nach drei Seiten schon wieder mehr über sich selbst nachdenkt als über irgendeinen Ort auf der Landkarte. Felicitas Hoppe schreibt über das Unterwegssein, über Freiheit, Sehnsucht, Rastlosigkeit und diese seltsame menschliche Angewohnheit, ständig irgendwohin zu wollen. Und ja, manchmal musste ich kurz innerlich die Hand heben und fragen: Moment, wo genau sind wir gerade? Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Reisen ist eben nicht immer geradeaus. Manchmal ist es Umweg, Müdigkeit, Staunen, Zweifel und ein belegtes Brötchen auf einem Bahnsteig, das erstaunlich viel über das Leben erzählt. Sprachlich ist das Buch richtig stark. Klug, verspielt, manchmal fast schwebend. Kein Buch, das man mal eben nebenbei wegatmet, sondern eins, bei dem man zwischendurch innehält und denkt: Verdammt, schöner Satz. Gleichzeitig fordert es auch ein bisschen Geduld. Wer klare Reiserouten, exotische Schauplätze und Postkartengefühl erwartet, wird hier vielleicht nicht komplett abgeholt. Für mich ist Reisen ein literarischer Essay mit Herz, Kopf und ordentlich Bewegung im Gepäck. Kein Wohlfühlurlaub, eher eine kluge Zugfahrt mit Fensterplatz, bei der draußen die Welt vorbeizieht und drinnen plötzlich ziemlich viel passiert.

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Felicitas Hoppe, geboren 1960 in Hameln, Trägerin des Georg-Büchner-Preises, lebt als Schriftstellerin in Berlin und Leuk. Seit 1996 veröffentlicht sie Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Essays und ist reisend und schreibend, übersetzend und vortragend nonstop rund um die Welt unterwegs. 2012 erschien der Roman "Hoppe", 2018 "Prawda. Eine amerikanische Reise", 2021 folgten "Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm". Zuletzt wurde sie mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet.
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Wenn Reisen mehr ist als nur Kofferpacken
Manchmal liegt ein Buch vor einem und man denkt: Na gut, dann reisen wir eben los. Nur merkt man bei Felicitas Hoppe ziemlich schnell, dass hier niemand einfach den Koffer packt, Sonnencreme einsteckt und einen netten Reisebericht abliefert. Reisen ist eher ein gedanklicher Aufbruch. Einer mit Umwegen, kleinen Stolperern, klugen Sätzen und diesem leichten Gefühl, dass man nach drei Seiten schon wieder mehr über sich selbst nachdenkt als über irgendeinen Ort auf der Landkarte. Felicitas Hoppe schreibt über das Unterwegssein, über Freiheit, Sehnsucht, Rastlosigkeit und diese seltsame menschliche Angewohnheit, ständig irgendwohin zu wollen. Und ja, manchmal musste ich kurz innerlich die Hand heben und fragen: Moment, wo genau sind wir gerade? Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Reisen ist eben nicht immer geradeaus. Manchmal ist es Umweg, Müdigkeit, Staunen, Zweifel und ein belegtes Brötchen auf einem Bahnsteig, das erstaunlich viel über das Leben erzählt. Sprachlich ist das Buch richtig stark. Klug, verspielt, manchmal fast schwebend. Kein Buch, das man mal eben nebenbei wegatmet, sondern eins, bei dem man zwischendurch innehält und denkt: Verdammt, schöner Satz. Gleichzeitig fordert es auch ein bisschen Geduld. Wer klare Reiserouten, exotische Schauplätze und Postkartengefühl erwartet, wird hier vielleicht nicht komplett abgeholt. Für mich ist Reisen ein literarischer Essay mit Herz, Kopf und ordentlich Bewegung im Gepäck. Kein Wohlfühlurlaub, eher eine kluge Zugfahrt mit Fensterplatz, bei der draußen die Welt vorbeizieht und drinnen plötzlich ziemlich viel passiert.





