Reise durch einen einsamen Kontinent
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Description
Ob Señora Botero de Mejía, eine Greisin, die durch die Straßen von Bogota zieht und Nahrungsmittel an die Ärmsten verteilt, ob der Schuhputer Xavier in Ecuador, der sich für die Geheimnisse der Sprache interessiert, ob eifersüchtige Rentner oder strenggläubige 16-jährige Mütter: Andreas Altmann destilliert aus ihren Lebensgeschichten ein unsentimentales Porträt des heutigen Südamerika und zeigt, dass Gier und Zerstörung nur eine Handbreit von Barmherzigkeit und Liebe entfernt sind.
„Reise durch einen einsamen Kontinent“ wurde mit dem REISEBUCH-PREIS 2008
ausgezeichnet.
Book Information
Author Description
Andreas Altmann war Dressman, Schauspieler am Residenztheater München und am Schauspielhaus Wien, Jura- und Psychologiestudent, Gärtner, Taxifahrer, Privatchauffeur, Spüler, Kellner, Anlageberater, Straßenarbeiter. Er lebt heute als Auslandsreporter und Reiseschriftsteller in Paris. Unter anderem ist er ohne Geld von Berlin nach Paris gelaufen ("34 Tage/33Nächte"), durch Indien ("Notbremse nicht zu früh ziehen") und durch Südostasien ("Der Preis der Leichtigkeit") gereist. Zudem hat er Storys aus der weiten wilden Welt unter dem Titel "Getrieben" vorgelegt. Er war unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile ("Reise durch einen einsamen Kontinent"). Andreas Altmann wurde mit dem 'Egon-Erwin-Kisch-Preis', dem 'Weltentdecker-Preis' und dem 'Seume-Literatur-Preis' ausgezeichnet.www.andreas-altmann.com
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ich bin eigentlich eher durch Zufall an das Buch geraten. Das Thema hat mich angesprochen, vor allem, da ich selbst vor ein paar Monaten eine Südamerika-Reise unternommen habe. Ich war gespannt, was der Author zu berichten hat. Der Schreibstil in einzelnen Tagesabschnitten, manchmal kurzgefasste Sätze wie Notizen haben mir gefallen, auch die lockere und unbeschwerte Art, wie Altmann auf Land und Leute eingeht, Geschichten sammelt und weiterträgt...allerdings manchmal ein bisschen zu "verurteilend" oder "abwertend". Natürlich ist ein Straßendichter kein Pablo Neruda, aber auch sein kleines Werk hat eine Daseinsberechtigung und muss sich nicht dafür schämen, dass es existiert. An manchen Stellen musste ich ein bisschen mit dem Kopf schütteln, weil ab und zu - bei allem Verständnis und berechtigter Kritik des Authoren an politischen System und der Überpräsenz der Kirche - doch ein paar Funken europäischer Überheblichkeit und "Privilegiertheit" aufsprühen gemischt mit einigen zu krassen Formulierungen/Bewertungen. Nicht durchgängig, aber ein wenig Hickup hat es bei mir schon verursacht. Ebenso der Satz "Ohne weitere Umstände ziehen wir uns ein paar Lines.Ich mag Drogen", der zwar noch durch die Zusatzerklärung versucht, den Konsum positiv als "verantwortungsvoll, besondere Sinneserweiterung und nicht als Fluchthelfer" darzustellen...aber das rettet nicht vor Verharmlosung der Drogenproblematik. Trotz der Punkte, die mir zwischendrin etwas sauer aufgestoßen sind, ist es doch ein solides Buch, was nah am "echten" Südamerika ist, ungeschönt. 3 Sterne.
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Protagonist(s)
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Ob Señora Botero de Mejía, eine Greisin, die durch die Straßen von Bogota zieht und Nahrungsmittel an die Ärmsten verteilt, ob der Schuhputer Xavier in Ecuador, der sich für die Geheimnisse der Sprache interessiert, ob eifersüchtige Rentner oder strenggläubige 16-jährige Mütter: Andreas Altmann destilliert aus ihren Lebensgeschichten ein unsentimentales Porträt des heutigen Südamerika und zeigt, dass Gier und Zerstörung nur eine Handbreit von Barmherzigkeit und Liebe entfernt sind.
„Reise durch einen einsamen Kontinent“ wurde mit dem REISEBUCH-PREIS 2008
ausgezeichnet.
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Author Description
Andreas Altmann war Dressman, Schauspieler am Residenztheater München und am Schauspielhaus Wien, Jura- und Psychologiestudent, Gärtner, Taxifahrer, Privatchauffeur, Spüler, Kellner, Anlageberater, Straßenarbeiter. Er lebt heute als Auslandsreporter und Reiseschriftsteller in Paris. Unter anderem ist er ohne Geld von Berlin nach Paris gelaufen ("34 Tage/33Nächte"), durch Indien ("Notbremse nicht zu früh ziehen") und durch Südostasien ("Der Preis der Leichtigkeit") gereist. Zudem hat er Storys aus der weiten wilden Welt unter dem Titel "Getrieben" vorgelegt. Er war unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile ("Reise durch einen einsamen Kontinent"). Andreas Altmann wurde mit dem 'Egon-Erwin-Kisch-Preis', dem 'Weltentdecker-Preis' und dem 'Seume-Literatur-Preis' ausgezeichnet.www.andreas-altmann.com
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Ich bin eigentlich eher durch Zufall an das Buch geraten. Das Thema hat mich angesprochen, vor allem, da ich selbst vor ein paar Monaten eine Südamerika-Reise unternommen habe. Ich war gespannt, was der Author zu berichten hat. Der Schreibstil in einzelnen Tagesabschnitten, manchmal kurzgefasste Sätze wie Notizen haben mir gefallen, auch die lockere und unbeschwerte Art, wie Altmann auf Land und Leute eingeht, Geschichten sammelt und weiterträgt...allerdings manchmal ein bisschen zu "verurteilend" oder "abwertend". Natürlich ist ein Straßendichter kein Pablo Neruda, aber auch sein kleines Werk hat eine Daseinsberechtigung und muss sich nicht dafür schämen, dass es existiert. An manchen Stellen musste ich ein bisschen mit dem Kopf schütteln, weil ab und zu - bei allem Verständnis und berechtigter Kritik des Authoren an politischen System und der Überpräsenz der Kirche - doch ein paar Funken europäischer Überheblichkeit und "Privilegiertheit" aufsprühen gemischt mit einigen zu krassen Formulierungen/Bewertungen. Nicht durchgängig, aber ein wenig Hickup hat es bei mir schon verursacht. Ebenso der Satz "Ohne weitere Umstände ziehen wir uns ein paar Lines.Ich mag Drogen", der zwar noch durch die Zusatzerklärung versucht, den Konsum positiv als "verantwortungsvoll, besondere Sinneserweiterung und nicht als Fluchthelfer" darzustellen...aber das rettet nicht vor Verharmlosung der Drogenproblematik. Trotz der Punkte, die mir zwischendrin etwas sauer aufgestoßen sind, ist es doch ein solides Buch, was nah am "echten" Südamerika ist, ungeschönt. 3 Sterne.





