Reden müssen

Reden müssen

Softcover
4.58

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Description

„Mädel, ratsch nicht, tu lieber!“ Einer Familie von stillen, schwer zu knackenden Nüssen entstamme sie, sagt Regina Denk. Und je mehr Jahre ins Land ziehen, desto mehr bleiben ihr die Worte im Hals stecken. Wie ging das nochmal: Gesehen werden. Mit allen Zweifeln, Unsicherheiten, Verletzungen, Träumen. Umeinander wissen, statt „Wie geht’s“ im Messenger. Regina Denk begibt sich auf die Suche nach Wegen aus der Sprachlosigkeit. Zwischen Pitches im Büro, Reels, Posts, Tweets in den sozialen Medien und Alltagsgetöse erinnert sie sich an das Schweigen in der Familie, das Quasseln mit den besten Freundinnen, an die Geborgenheit stundenlanger Telefonate mit dem ersten Schwarm, das Wunder der ersten Worte der eigenen Kinder. Und erkennt: die härtesten Nüsse, die es zu knacken gilt, das sind immer noch wir selbst. Worte, die tiefer gehen und Texte, die lange nachwirken: Wenn Geschichten mehr sind als Zeitvertreib. Bei Wasser Publishing finden Sie Essays und Erzählungen zu gesellschaftlichen und kulturellen Debatten, die inspirieren, aufwecken und zum Nachdenken anregen. Hochwertige Bücher, die Sie nicht mehr aus der Hand legen wollen, in denen es immer Neues zu entdecken gibt und die auch in aller Kürze Weltbewegendes vermitteln können. • Herausfordernde Themen aus Gesellschaft, Politik und Kultur: offen, mutig und ermuti-gend erzählt, in ästhetisch gestalteten Essaybänden renommierter Autor:innen • Die Schönheit des Essays in all ihren Facetten entdecken und entfalten • Bücher, die zu kritischen Betrachtungen anregen: Dafür steht Wasser Publishing • Erzählende Sachbücher, die zu Veränderungen ermutigen • Texte, die bewegen: Streitschriften zu Themen, die uns alle angehen Sich in ein Thema vertiefen, es von allen Seiten betrachten, dann die Gedanken dazu für sich selbst und andere verständlich einfangen: Das ist das Anliegen des Essays. Im besten Fall werden so komplexe Ideen leicht fassbar und der Grundstein für einen weiteren Diskurs ist gelegt. Bei Wasser Publishing wird dieser besonderen erzählenden Kunstform die Bühne geboten, die sie zum Wirken braucht. Für Bücher zum Nachdenken, die in ihrer Vielgestaltigkeit die ganze Schönheit und Kraft der Worte abbilden.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
128
Price
22.50 €

Author Description

Regina Denk, geboren 1981, ist Autorin und Verlagsfrau. Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaften setzt sich ihr beruflicher Weg konsequent in der Buch- und Magazinwelt fort. Sie schreibt Kurz- und Langstrecke, für verschiedene Medien und Genres, ihre Themen sind zeitgeistig, einzigartig und stellen die großen Fragen des Lebens gekonnt in den Mittelpunkt mitreißender Geschichten. Mit ihrer Familie lebt sie an der Grenze zu Österreich in Niederbayern und denkt sich täglich neue Geschichten für den Rest der Welt aus. Zuletzt begeisterte sie mit dem feministischen Heimatroman „Die Schwarzgeherin“.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
N/A
0%
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59%
82%
N/A

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
60%
65%
N/A
N/A

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)

Posts

2
All

„Reden müssen“ - dieser Essay von Regina Denk ist eine eindringliche, kluge und sehr persönliche Auseinandersetzung mit einem Thema, das zugleich alltäglich und existenziell ist: dem Sprechen – und dem Schweigen. Schon der programmatische Auftakt „Sprache lebt, weil wir leben“ macht deutlich, worum es geht: Sprache ist hier kein bloßes Kommunikationsmittel, sondern Lebensform. Hitzig, erotisch, emotional, trocken, ernst, albern – Denk spannt einen weiten Bogen und zeigt, wie sehr unsere Lebendigkeit an das Wort gebunden ist. Der Ton des Essays ist dabei zugleich poetisch und reflektiert, mit einer rhythmischen, beinahe beschwörenden Sprachführung. Besonders stark ist der autobiografische Zugriff. Wenn Denk von ihrer Herkunft aus einer Familie „stiller, schwer zu knackender Nüsse“ spricht, wird Sprachlosigkeit nicht abstrakt verhandelt, sondern biografisch verortet. Das wiederkehrende Bild der Nuss dient als prägnante Metapher für Verschlossenheit, für emotionale Selbstblockade – und für die Mühe, sich selbst und andere wirklich zu öffnen. Der Essay gewinnt gerade dort an Tiefe, wo er Unsicherheit zulässt: Wie ging das nochmal – gesehen werden? Mit allen Zweifeln und Verletzungen? Diese Fragen bleiben bewusst offen und verleihen dem Text eine ehrliche Verletzlichkeit. Im Kontrast dazu stehen die heutigen Kommunikationsformen: Pitches, Reels, Posts, Tweets. Denk zeichnet das Bild einer Dauerberieselung, in der zwar ständig geredet wird, aber immer seltener wirklich gesprochen. Die lakonische Gegenüberstellung von „Umeinander wissen“ und dem schnellen „Wie geht’s?“ im Messenger trifft einen wunden Punkt unserer Gegenwart. Der Essay wird hier leise gesellschaftskritisch, ohne moralisch zu werden. Er klagt nicht an, sondern erinnert. Rührend sind die Passagen über das Quasseln mit den besten Freundinnen, die endlosen Telefonate mit dem ersten Schwarm, die ersten Worte der eigenen Kinder. Diese Erinnerungen verleihen dem Text Wärme und zeigen, was Sprache im Idealfall sein kann: Geborgenheit, Resonanzraum, Verbindung. Am Ende steht keine pathetische Lösung, sondern eine Erkenntnis, die zugleich einfach und unbequem ist: Die härtesten Nüsse sind wir selbst. Der Weg aus der Sprachlosigkeit führt nicht zuerst durch neue Kanäle oder bessere Formate, sondern durch Selbstbegegnung und Mut zur Offenheit. Insgesamt ist dieser Essay ein stiller, aber nachhaltiger Text. Er fordert nicht lautstark Veränderung, sondern lädt zur Selbstprüfung ein. Wer ihn liest, wird sich vermutlich dabei ertappen, über eigene Formen des Schweigens nachzudenken – und vielleicht den Impuls verspüren, wieder einmal wirklich zu sprechen.

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5

Tolles Buch

Sehr kurzweilig und lebhaft geschrieben. Gerade die Storys aus der Vergangenheit habe ich enorm gefühlt. Aber auch selbst Impulse für meine zukünftige Kommunikation mit anderen Menschen. Hab es direkt in einem Rutsch gelesen.

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