Raue Wasser

Raue Wasser

Hardback
4.461

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Description

Ein traurigschöner Debütroman über Familie und Traumata, Erlösung und Neuanfänge vor der Kulisse der einsamen Shetlandinseln

Jane ist ihr Leben lang vor ihrer Vergangenheit geflohen, aus Angst, die psychische Krankheit ihrer Mutter Sylvia geerbt zu haben. Die ist verschwunden, als Jane noch ein Teenager war.

Jetzt lebt Jane in einem Trailer in einer windumpeitschten Ecke auf den rauen und einsamen Shetlandinseln, arbeitet in einer Fischfabrik und verbringt stille Abende zuhause, gemeinsam mit Mike, dem ersten Menschen seit vielen Jahren, dem sie sich ein bisschen öffnet.

Als die Leiche ihrer Mutter gefunden wird, kommt die verdrängte Erinnerung an den Tag wieder hoch, an dem vor vielen Jahren ihr kleiner Bruder starb. Alte Wunden werden wieder aufgerissen, und ihr bleibt keine andere Wahl, als sich ihren Dämonen zu stellen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
336
Price
22.70 €

Author Description

Die Autorin Rebecca Pert studierte Kreatives Schreiben an der Cardiff University und hat bereits Lyrik in mehreren Zeitschriften veröffentlicht. Für ihren Debütroman »Raue Wasser« wurde sie mit dem First Novel Award des Cheltenham Literary Festivals ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann, Sohn und Hund in Gloucestershire.

Posts

17
All
4.5

Das Buch war ein klassischer „Bookstagrammademebuyit“ - und ich habe es nicht bereut. Tiefgründig, etwas schroff und doch liebenswert, genau wie der Ort, an dem er spielt. Habe ich sehr gern gelesen!

5

Die rauhen Shetlandinseln, das schwere Trauma aus der Kindheit und eine Mutter-Kind-Geschichte die schmerzhaft und unglaublich bewegend ist. Die Mutter, die während der Schwangerschaft alleine in einer fremden Umgebung ist und dabei oft schwermütig wird und nach der Geburt eine Wochenbettdepression bekommt. "Ich habe Namen ausprobiert. Habe sie ihr umgehängt, wie man einen Mantel auf einen Kleiderbügel hängt, aber sie rutschen jedesmal runter." Eine unglaublich tiefgehende Geschichte, die ich in kurzer Zeit verschlungen habe. Geschrieben in einer sehr schönen, oft poetischen Sprache. "Eines Nachts friert der Steinbruchsee zu, die Eisschicht so dünn wie die Haut auf einer heilenden Narbe."

4.5

Das war intensiv🥺 Tragische Entwicklungen die vielleicht oder ganz sicher hätten verhindert werden können, wenn Sylvia ( Hannah‘s Mutter) psychiatrische Hilfe bekommen hätte. Und es zeigt die Gefahren, wenn Traumata, wie in Hannah‘s Fall, nicht aufgearbeitet werden. Schwere Kost aber absolut lesenswert.

5

Wie eine Welle wurde ich in das Buch hineingesogen.

Der Klappentext und das Cover prophezeiten mir ein ruhiges, dahinplätscherndes Buch. Vermutlich literarisch hochwertig. Aber ich bekam eine Familiengeschichte, die mich sehr bewegt hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Jane lebt abschieden auf den Shetlandinseln. Abgeschieden aus Sicht einer Städterin wie mir. Abgeschieden aber mit Sehnsüchten verbunden, die sich auf mich übertragen haben. Nun google ich ständig Orte wir Unst und Hobie und Lerwick. So rau wie das Leben dort war, so ist auch die Geschichte von Janes Mutter. Tragisch, geheimnisvoll, aufwühlend. Einst verschwand die Mutter und plötzlich ist ein Teil von ihr wieder da und beschwört das Trauma von damals wieder herauf. Über Tagebucheinträge nähert sich Jane diesem Trauma aber auch ihrem eigenen aktuellen Schicksal an. Manchmal habe ich Jane nicht verstanden. Warum vertraut sie sich niemanden an, warum spricht sie nicht über ihre Seelenqualen? Das macht sie mir kurzzeitig unsympathisch. Bis man zum Ende ihr Leiden immer mehr versteht. Die Last der Vergangenheit die sie fast erdrückt. Ein wunderbares Buch, dass mich sehr berührt hat. Es ist der Debütroman von Rebecc Pert, ihr Schreibstil hat mich gefesselt und ich hoffe mehr von ihr lesen zu können.

5

📖 Eine ganz große Leseempfehlung. Ein intensiver, emotionaler und ergreifender Roman, der aufzeigt, wie die umaufgearbeitete Vergangenheit das eigene Leben beeinflussen kann.

RAUE WASSER Achtung Lesehighlight! Ein Buch, welches definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Einfach grandios! I N H A L T: Jane ist ihr Leben lang vor ihrer Vergangenheit geflohen, aus Angst, die psychische Krankheit ihrer Mutter Sylvia geerbt zu haben. Die ist verschwunden, als Jane noch ein Teenager war. Jetzt lebt Jane in einem Trailer in einer windumpeitschten Ecke auf den rauen und einsamen Shetlandinseln, arbeitet in einer Fischfabrik und verbringt stille Abende zuhause, gemeinsam mit Mike, dem ersten Menschen seit vielen Jahren, dem sie sich ein bisschen öffnet. Als die Leiche ihrer Mutter gefunden wird, kommt die verdrängte Erinnerung an den Tag wieder hoch, an dem vor vielen Jahren ihr kleiner Bruder starb. Alte Wunden werden wieder aufgerissen, und ihr bleibt keine andere Wahl, als sich ihren Dämonen zu stellen. M E I N U N G: Das Buchcover transportiert perfekt die Stimmung und Szenerie des Buches. Es ist düster, treffend und dennoch berührend. Bereits im Prolog hatte mich die Handlung vollends gefangen und ich konnte das Buch nur schwerlich beiseite legen. Jane, eine zurückgezogene Einzelgängerin, beginnt langsam ihrem Leben und Entscheidungen zu vertrauen. Ihre einfache Arbeit in der Fischfabrik, verschafft ihr Routinen und lässt ein (über)Leben zu. Doch tief in sich trägt sie einen großen dunklen Schatten, der immer wieder hervorblickt und ihr Leben massiv beeinträchtigt. Der mögliche Fund ihrer Mutter lässt Janes Leben komplett aus den Fugen geraten. Alles fällt zusammen, wie ein Kartenhaus. Feinfühlig, intensiv und wirklich emotional arbeitet Rebecca Pert Janes Vergangenheit auf. Als Leser begleitet man Jane, durchlebt ihre Gefühlslagen und erfährt hautnah von ihren Ängsten und Sorgen. Nach und nach setzt sich Janes Vergangenheit und somit ihr seltsames Verhalten zu einem großen Bild zusammen und lässt verstehen. Eine ganz große Leseempfehlung. Ein intensiver, emotionaler und ergreifender Roman, der aufzeigt, wie die umaufgearbeitete Vergangenheit das eigene Leben beeinflussen kann.

📖 Eine ganz große Leseempfehlung. Ein intensiver, emotionaler und ergreifender Roman, der aufzeigt, wie die umaufgearbeitete Vergangenheit das eigene Leben beeinflussen kann.
4

Wie lange kann man vor seiner Vergangenheit davonlaufen?

Ein tolles Buch, das inhaltlich weit mehr beinhaltet, als der Klappentext erahnen lässt. Mir hat es gut gefallen, dass die Geschichte in der Gegenwart spielt und die Vergangenheit über die Tagebucheinträge der Mutter erzählt wird. Obwohl die Erlebnisse der Vergangenheit und vor allem das Ende mich sehr schockiert haben, hat die Geschichte mich emotional nicht so berührt, wie ich es mir erhofft hatte.

5

Raue Wasser ist das eindrucksvolle Debüt von Rebecca Pert, welches furchtlos ein atmospärisches Drama um die postpartale Depression einer Frau spinnt. Die Geschichte wird in zwei Strängen erzählt. Wir lernen Jane kennen, die von den Dämonen ihrer Vergangenheit eingeholt wird, als der Fall ihrer vermissten Mutter wieder aufrollt wird. Daraufhin sucht Jane die alten Tagebücher ihrer Mutter auf und enthüllt im Laufe des Buches eine tragische Vergangenheit. Dabei schafft es die Autorin spektakulär die Gedankengänge der Figuren niederzuschreiben, welche mich durch ihre Authentizität noch Tage später heimsuchen. Ein fesselnder Roman, mit einer beeindruckenden Sprache. Absolut zu empfehlen. 🌊

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3

Harter Tobak

Toller Schreibstil, nachvollziehbarer Plot und Charaktere - es hat sich wirklich gut gelesen, und mich auch mitgerissen. Aber: gegen diese Fülle an dramatischen Themen muss man erstmal gewappnet sein. Psychosen, dysfunktionale Familienstrukturen, Medikamentenmissbrauch, ungewollte Schwangerschaften und deren Nachwirkungen, Mord und Suizid... die Protagonistin bekommt hier die volle Bandbreite ab, und das Positive blieb doch sehr auf der Strecke (was es für mich dann schwierig macht). Eingeschränkt empfehlenswert.

5

Tochter Mutter Geschichte, die Licht berührt hat. Direkt geschrieben, toll erzählt und das Cover passt so gut.

Tochter Mutter Geschichte, die Licht berührt hat. Direkt geschrieben, toll erzählt und das Cover passt so gut.
5

Ich habe es von der ersten Seite an geliebt: Die schroffe Natur der Shetland-Insel, das Geheimnis um die Kindheit von Jane, die versucht diese möglichst weit von sich fern zuhalten und ein stilles, ruhiges Leben zu führen und der Moment, in dem alles wieder hervorbricht. Die Verbindung von Traumata und einer spektakulären Landschaft wird häufig versucht, auch die Rückblicke anhand von Tagebüchern ist nicht neu. Hier ist die wunderbare Mischung gelungen - das spürbare harte Leben der Menschen, ihre Treue zur Insel und Natur eingebunden in einen fast kriminalistischen Plot. Für mich ein weiteres Lesehighlight, das viel zu lange auf meinem SuB schlummerte.

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4.5

Ein bewegender, eindringlicher Roman über Vergangenheit, Mutterschaft und mentale Gesundheit.

Nach langer Zeit kehrt Jane, die früher Hannah hieß, zurück auf die Shetlandinseln. Zum ersten Mal seit ihrer Kindheit ist sie so etwas wie glücklich: Sie hat einen Job, der zwar keine Freude macht, aber Geld bringt und einen Partner, der gut zu ihr ist. Und doch steckt sie ihr Leben in einer Warteschleife fest: Sie lebt in einem Wohnwagen neben ihrem inzwischen heruntergekommenen Elternhaus. Sie bringt es weder über sich, es zu betreten noch es zu verkaufen. Zu schwer wiegt das Trauma ihrer Kindheit: Vor 20 Jahren starb ihr kleiner Bruder an diesem Ort und ihre Mutter gilt seitdem als vermisst. Bis Polizei erneut beginnt, nach dem Leichnam zu suchen. Janes fragiles Gleichgewicht gerät ins Wanken. Obwohl fast gelähmt vor Angst, kann sie nicht mehr aufhören, die Tagebücher ihrer Mutter durchzulesen, geschrieben bis zum Tag ihres Verschwindens. Nach und nach stellt sich Jane ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten. Mutter und Tochter, zwei Leben für immer verbunden. »Raue Wasser« erzählt eine bewegende Geschichte über Familie, über Traumata, Verdrängung und Verarbeitung, über psychische Krankheiten. Wie können wir verhindern, dass sich die Vergangenheit wiederholt? Wie können wir verhindern, dass sie uns einholt, überschwemmt, mit sich spült? Was, wenn wir unsere Kinder nicht lieben? Was, wenn wir psychisch krank sind und niemand uns ernst nimmt, uns hilft? Was, wenn jede Hilfe bereits zu spät kommt? Schwerwiegende, schwermütige und doch so wichtige Fragen, die »Raue Wasser« stellt, versucht, zu beantworten, versucht, zu zeigen. Eingebettet in diese wunderschöne, wilde Kulisse Schottlands. »Raue Wasser« ist eine faszinierende, eindringliche psychologische Reise durch die menschliche Seele, so stürmisch, unberechenbar und unzähmbar wie die See.

Ein bewegender, eindringlicher Roman über Vergangenheit, Mutterschaft und mentale Gesundheit.
4.5

Ein Buch, was Spuren hinterlässt. Empfehlenswert!

4

Zerstörerische Mutter- Tochter Beziehung

Zwei schwierige Lebenswelten die mich das Buch nicht zuklappen ließen. War ich am Anfang noch nicht ganz überzeugt, kam die Wucht dann ab Seite 43 :) Die wechselnden Erzählstränge haben die Geschichte in Fahrt gebracht.

Zerstörerische Mutter- Tochter Beziehung
4.5

Harter Stoff, geniales Buch

Wow, was für eine Geschichte ... Inhalt: Jane führt ein zurückgezoges Leben auf der nördlichsten Shetlandinsel. Sie lebt in einem Wohnwagen, arbeitet seit Jahren in derselben Fischfabrik. Jahrelang hat sie die Gesellschaft anderer Menschen gemieden und hält auch ihren Partner Mike auf Abstand, obwohl dieser aufrichtige Gefühle für sie hegt. Janes Leben gerät aus den Fugen, als die Polizei vor ihrer Tür steht: Man hat die Armprothese ihrer vor Jahren verschwundenen und für tot erklärten Mutter in einem See gefunden. Während die Suchaktion startet, gräbt Jane die Tagebücher ihrer Mutter aus und ruft Erinnerungen wach. Wir tauchen gemeinsam mit ihr in eine Horror-Familiengeschiche ab, die traumatischer nicht sein könnte. Auch gesellschaftspolitisch halte ich diesen Roman für wichtig, weil er aufzeigt, was die Konsequenzen für ein (oder mehrere Menschenleben) sind, wenn psychiatrische Erkrankungen wie Psychosen nicht richtig behandelt werden. Die Spache der Autorin ist bildgewaltig und subtil, aber nicht überanalysierend. Bisschen Punktabzug bekommt der Roman nur für seinen Spannungsbogen: An ein paar Stellen ist das Foreshadowing zu platt, sodass ich beim Lesen die Augenbrauen hochzog und bereits erraten konnte, was passieren würde. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt an einem sehr gelungenen Debüt!

4.5

Atmosphärisch - auch aufgrund des Settings - und tiefgründig.

Jane haust in einem alten Wohnwagen auf Unst, einer kleinen schottischen Insel. Sie jobbt in einer Fischfabrik und ist seit kurzer Zeit in einer festen Beziehung mit Mike und ungewollt (von ihm) schwanger. Über ihre Vergangenheit spricht sie wenig, bis gar nicht - ihre Mutter verschwand vor vielen Jahren; ihre Leiche wird am Grund eines alten Steinbruchsees vermutet. Als Jane beginnt die alten Tagebücher ihrer Mutter zu lesen, kommen die (Ab-)Gründe der Vergangenheit nach und nach ans Licht. Jane fürchtet sich, dass ihr selbiges Schicksal zuteil wird, wie ihrer einst postnatal depressiven Mutter und hadert fortwährend mit ihrer innerer Zerrissenheit und der Angst, deren Fehler zu wiederholen. Atmosphärisch - auch aufgrund des Settings - und tiefgründig. Aufgrund der Thematik nicht unbedingt leichte Kost. Hat mir persönlich jedoch gut gefallen.

Atmosphärisch - auch aufgrund des Settings - und tiefgründig.
3.5

Klappentext weckt falsche Erwartungen

Jedenfalls ist es mir so ergangen. Ich habe erwartet, mit Jane ihre Geschichte in der Gegenwart auf den Shetlandinseln zu erleben. Das macht aber nur etwa ein Viertel des Buches aus ( geschätzt nicht gerechnet). Tatsächlich geht es aber vorrangig um die Geschichte ihrer Mutter. Über deren Tagebucheinträge reisen wir ein paar Jahrzehnte zurück, erleben wie sie sich verliebt, schwanger wird und heiratet. Nach der Geburt entwickelt die Mutter schwere postnatale Depressionen bis hin zu psychotischen Zuständen und wird tablettenabhängig. Allein mit erst einem später zwei Kindern nimmt das Schicksal seinen Lauf, dass ich schon früh in der Geschichte erahnen konnte. Für mich war die Geschichte gut erzählt, aber nicht herausragend und auch sehr vorhersehbar. Aber vor allem habe ich aufgrund des Klappentextes etwas ganz anderes erwartet und ich glaube auch nicht, dass ich mir das Buch gekauft hätte, hätte ich gewussst, worum es geht und wie es erzählt wird. Den Großteil der Geschichte bilden eben diese Tagebucheinträge und das mag ich als Stilmittel nicht besonders gern. Und von der wunderbaren Kulisse auf den Shetlandinseln gab es für meinen Geschmack viel zu wenig. Okaye Geschichte, ⭐️⭐️⭐️

4

📚 Inhalt Als Jane ein Teenager war, verschwand ihre psychisch kranke Mutter spurlos. Ihr Leben lang flüchtete Jane vor ihrer Vergangenheit, aus Angst, die gleiche Krankheit wie ihre Mutter zu haben. Nun lebt sie in einem Trailer auf den einsamen Shetlandinseln und arbeitet in einer Fischfabrik. Die stillen Abende verbringt sie mit Mike, dem ersten Menschen seit vielen Jahren, dem sie sich ein wenig öffnen kann, Doch als plötzlich die Leiche ihrer vermissten Mutter gefunden wir, kommen die lange verdrängten Erinnerungen an die Oberfläche. Die verdrängten Erinnerungen an den Tod ihres kleinen Bruders. Jane bleibt nichts anderes übrig, als sich ihrer Vergangenheit zu stellen. 📖 Meinung Ich habe eine andere Geschichte erwartet, als ich «Raue Wasser» gekauft habe. Ich dachte, ich würde eine ruhige, unaufgeregte Geschichte lesen, doch hinter dem schlichten Cover und Titel verbirgt sich eine tragische Familiengeschichte voller Trauma und Verdrängung. Zugegeben, man kann Jane nicht immer verstehen. Besonders nicht zu Beginn des Romans, denn man fragt sich immer wieder, wieso sie sich nicht öffnet und nicht über das spricht, was sie beschäftig. Ihre mühsam aufgebaute Normalität ist sehr zerbrechlich und wird durch ein einschneidendes Erlebnis zerstört: den Leichenfund ihrer Mutter. Dieses Ereignis bringt alles ins Rollen und Janes Vergangenheit holt sie unwiderruflich ein. Durch die Seiten hindurch, lernt man Jane sehr nahe kennen und versteht schliesslich auch, wieso sie so handelt, wie sie es eben tut. Man kann ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen und ist hautnah dabei, wie sie das Trauma ihrer Familiengeschichte Stück für Stück aufarbeiten muss. Dabei sind die einzelnen Schritte der Aufarbeitung sehr schön und nachvollziehbar dargelegt. Die Autorin schafft es, grosse Themen wie Trauma und Verlust, Bewältigung und Hoffnung in diesem Werk unterzubringen. Das alles ist eingebettet in der rauen Natur der Shetlandinseln, die zu einer wahnsinnigen Stimmung beitragen. Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

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