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Ich hab mit mehreren Dingen hier ein Problem. Unter anderem erstmal rein technisch mit der Formatierung. Auf meinem Gerät konnte ich den Text nicht kleiner stellen, als maximal zwei Sätze pro Seite, was das Lesen massiv erschwerte. Aber dann hab ich auch mit der Einleitung ein Problem, wofür Queerfeminismus stehen soll - denn man möchte auch gegen Ableismus sein. Das ist schön, und vielleicht schafft das Magazin das auch. Aber als Verständnis von Queerfeminismus an sich ist das schon wieder ableistisch. Denn wenn man etwas im Begriff selbst nicht sichtbar macht, sondern sich nur auf EINE Form der Benachteiligung bezieht, macht das die Anderen wieder unsichtbar. (Und seien wir ehrlich, viele LGBTQ+-Aktivist*innen sind plötzlich von der Bildfläche verschwunden, wenn es darum geht, die Belange von Behinderten sichtbar zu machen. Queerfeminist*innen sind sehr oft für Behinderte nicht mal Allies, sondern springen oft auf den Zug auf, Ableismus zu relativieren, wenn man ihn bei denen selbst outcalled. Daher bin ich als queere Behinderte selbst klar keine Queer-, sondern intersektionale Feministin.) Also, das Selbstverständnis teile ich hier nicht und bin da eher skeptisch, finde es auch schädlich für die Agenda von (auch queeren) Behinderten, wenn sie begrifflich erased werden, aber sich doch bitte eigentlich doch dazugehörig fühlen sollen. Gleichzeitig verstehe ich, dass Intersektional*Welten ein absolut furchtbarer Titel gewesen wäre. Und ich verstehe auch, dass die Verleger*innen, als offenbar abled(?) Queere, ihre eigene Marginalisierung natürlich in den Vordergrund stellen wollen. Weil sie selbst damit Erfahrung haben und es ihr Leben dominiert(?), sie da also noch einmal besondere Motivation haben, Diskriminierung zu bekämpfen. Nur dieses „Wir nehmen dann alle anderen auch noch mit, aber nur unter ‚ferner liefen‘“ stört mich halt massiv und entspricht leider nur selten der sonstigen queerfeministischen Szene in der Buchblase.
Sep 23, 2022
Ich hab mit mehreren Dingen hier ein Problem. Unter anderem erstmal rein technisch mit der Formatierung. Auf meinem Gerät konnte ich den Text nicht kleiner stellen, als maximal zwei Sätze pro Seite, was das Lesen massiv erschwerte. Aber dann hab ich auch mit der Einleitung ein Problem, wofür Queerfeminismus stehen soll - denn man möchte auch gegen Ableismus sein. Das ist schön, und vielleicht schafft das Magazin das auch. Aber als Verständnis von Queerfeminismus an sich ist das schon wieder ableistisch. Denn wenn man etwas im Begriff selbst nicht sichtbar macht, sondern sich nur auf EINE Form der Benachteiligung bezieht, macht das die Anderen wieder unsichtbar. (Und seien wir ehrlich, viele LGBTQ+-Aktivist*innen sind plötzlich von der Bildfläche verschwunden, wenn es darum geht, die Belange von Behinderten sichtbar zu machen. Queerfeminist*innen sind sehr oft für Behinderte nicht mal Allies, sondern springen oft auf den Zug auf, Ableismus zu relativieren, wenn man ihn bei denen selbst outcalled. Daher bin ich als queere Behinderte selbst klar keine Queer-, sondern intersektionale Feministin.) Also, das Selbstverständnis teile ich hier nicht und bin da eher skeptisch, finde es auch schädlich für die Agenda von (auch queeren) Behinderten, wenn sie begrifflich erased werden, aber sich doch bitte eigentlich doch dazugehörig fühlen sollen. Gleichzeitig verstehe ich, dass Intersektional*Welten ein absolut furchtbarer Titel gewesen wäre. Und ich verstehe auch, dass die Verleger*innen, als offenbar abled(?) Queere, ihre eigene Marginalisierung natürlich in den Vordergrund stellen wollen. Weil sie selbst damit Erfahrung haben und es ihr Leben dominiert(?), sie da also noch einmal besondere Motivation haben, Diskriminierung zu bekämpfen. Nur dieses „Wir nehmen dann alle anderen auch noch mit, aber nur unter ‚ferner liefen‘“ stört mich halt massiv und entspricht leider nur selten der sonstigen queerfeministischen Szene in der Buchblase.
Sep 23, 2022






