Queer London

Queer London

Hardback
4.84
SchwulBisexuellHomosexuelle SceneGay Pride

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Description

Londons größter lebender Chronist über die »gay history« seiner Stadt

Das römische Londinium war übersät mit »Wolfshöhlen«, Bordellen und heißen Bädern, in denen es hoch herging. Homosexualität galt als bewundernswert. Bis Kaiser Konstantin die Macht übernahm und mit seinen Mönchen und Missionaren für Ordnung sorgte. Zeiten der Toleranz wechselten mit Zeiten der Ächtung und Verfolgung. Heute gehört »queer London« zur britischen Hauptstadt wie Tower und Big Ben. Londons homosexuelle Szene ist die größte in Europa und eine der größten weltweit. Peter Ackroyd zeigt uns, wie seine Stadt sich diesen Platz erkämpft hat. Er zelebriert die Vielfältigkeit und Energie der Community, zeigt aber auch die Gefährdungen, denen sie zu allen Zeiten ausgesetzt war. »Ein absolut einzigartiges Leseerlebnis.« The Independent

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
272
Price
22.45 €

Author Description

Peter Ackroyd wurde 1949 in London geboren, wo er bis heute lebt. Er studierte Literaturwissenschaften in Cambridge und Yale und arbeitete viele Jahre für den "Spectator" und die "Times". Mit seinen Romanen, Theaterstücken und Biografien gehört er zu den wichtigsten britischen Gegenwartsautoren. Er erhielt unter anderem den Somerset Maugham Award und den Whitbread Award. Bei Knaus erschienen zuletzt "London. Die Biografie" und "Die Themse. Biografie eines Flusses".

Posts

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All
5

Queer London ist ein kurzer Abriss der Londoner Geschichte, beginnend von der Prä-Römischen Ära, über das Mittelalter bis in die Neuzeit. Unterteilt in 18 kurze Kapitel ist das Buch unglaublich informativ und sehr kurzweilig, Ackroyd hat eine sehr angenehme Erzählweise und er beschränkt sich nicht nur auf die queere Geschichte seiner Stadt, sondern bringt noch viel vom allgemeinen Flair der Stadt rüber. Und obwohl der Autor selbst homosexuell ist und sicherlich eine klare Meinung zum Geschehen und zu den teilweise recht drastischen Maßnahmen gegen Queere haben muss, bleibt seine Schilderung stets wertfrei und sehr objektiv, was ich sehr bewundernswert finde. Hätte ich so nicht gekonnt. Queer London ist kein dickes Buch, es sind nicht viele Seiten, aber trotzdem ist es vollgepackt mit Informationen, die sich teilweise nur schwer verdauen lassen. Besonders die kleinen Biografischen Abrisse queerer Persönlichkeiten haben mir besonders gut gefallen und ich bin sicher, dass es auch diese Menschen sind, die mir später noch im Gedächtnis bleiben werden. Zusätzlich ist jedes Kapitel noch mit einer kleinen Grafik bebildert und auf hochwertigerem Papier finden sich an zwei Stellen noch Farbbilder inklusive kleiner Erläuterungen, was ich toll fand, Sachbücher leben durch visuelle Untermalungen. Insgesamt ein informatives, gut rechercheriertes (Quellen sind im Buch hinterlegt) und interessant geschriebenes Buch über London und seine queere Geschichte. Sehr lesenswert.

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Queer London ist ein kurzer Abriss der Londoner Geschichte, beginnend von der Prä-Römischen Ära, über das Mittelalter bis in die Neuzeit. Unterteilt in 18 kurze Kapitel ist das Buch unglaublich informativ und sehr kurzweilig, Ackroyd hat eine sehr angenehme Erzählweise und er beschränkt sich nicht nur auf die queere Geschichte seiner Stadt, sondern bringt noch viel vom allgemeinen Flair der Stadt rüber. Und obwohl der Autor selbst homosexuell ist und sicherlich eine klare Meinung zum Geschehen und zu den teilweise recht drastischen Maßnahmen gegen Queere haben muss, bleibt seine Schilderung stets wertfrei und sehr objektiv, was ich sehr bewundernswert finde. Hätte ich so nicht gekonnt. Queer London ist kein dickes Buch, es sind nicht viele Seiten, aber trotzdem ist es vollgepackt mit Informationen, die sich teilweise nur schwer verdauen lassen. Besonders die kleinen Biografischen Abrisse queerer Persönlichkeiten haben mir besonders gut gefallen und ich bin sicher, dass es auch diese Menschen sind, die mir später noch im Gedächtnis bleiben werden. Zusätzlich ist jedes Kapitel noch mit einer kleinen Grafik bebildert und auf hochwertigerem Papier finden sich an zwei Stellen noch Farbbilder inklusive kleiner Erläuterungen, was ich toll fand, Sachbücher leben durch visuelle Untermalungen. Insgesamt ein informatives, gut rechercheriertes (Quellen sind im Buch hinterlegt) und interessant geschriebenes Buch über London und seine queere Geschichte. Sehr lesenswert.

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Queer London - Von der Antike bis heute ist eine sehr interessante Zusammenfassung von Peter Ackroyd. Unterteilt ist das Buch in 18 Kapitel, welche mit einem Bild eingeleitet werden. Noch dazu gibt es zwei Mal mehrere Seiten, auf denen Bilder abgebildet sind. Diese sind dann auf einem hochwertigeren Papier gedruckt, sodass die Bilder besser raus kommen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Bilder passend im Text untergebracht gewesen wären, sodass man den direkten Bezug hat, verstehe aber auch, wieso man sich für das Sammeln und hochwertiger drucken entschieden hat. Ich empfand Queer London als sehr informativ. Nicht nur was die queere Geschichte von London angeht, sondern auch allgemein, was das Lebensgefühl in London angeht in den einzelnen Epochen. Und auch die Queere Geschichte im Allgemeinen. London steht zwar im Mittelpunkt, aber unweigerlich lernt man auch etwas über die anderen Länder / Gebiete im Bezug auf das Thema. Zum Lesen des Buches habe ich etwas länger gebraucht, da ich die vielen Informationen zunächst verdauen musste und auch den Inhalt. Manches hat mich sehr geschockt, da es mir einfach nicht bewusst war. Der Autor bezieht sich auf Quellen, welche am Ende aufgelistet sind, eine persönliche Wertung bringt er nicht ein. Es ist einfach nur eine Zusammenfassung der Geschichte. Ich persönlich hätte mir manchmal weniger Details, was die genauen Orte angeht gewünscht und dafür mehr eingehen auf die einzelnen Schicksale wenn möglich bzw. auch vergleiche, sodass man das Ausmaß von Strafen besser begreift. Das Strafmaß, was homosexuelle Handlungen angeht, wandelt sich mit der Zeit und mich hätte in diesem Zusammenhang auch interessiert, wie es sich mit anderen Gesetzen verhält. Davon abgesehen fand ich das Buch sehr bereichernd. Ich mag Geschichte und ich finde London toll. Wer kein Interesse an Geschichte hat und auch keinerlei Bezug zu London oder LGBT, wird das Buch wohl eher als langweilig empfinden. Ich hingegen fand es spannend und habe mich zu keiner Zeit gelangweilt. Fazit: Trotz kleiner Kritikpunkte Daumen hoch. Sehr informativ und interessant. Wer sich für die Geschichte von London interessiert und dazu auch noch für die Queere ist hier genau richtig. Man kann durch das Buch wirklich viel lernen und trotz der sachlichen Erzählung wird es nicht langweilig. Für mich sehr bereichernd, da mir einiges so nicht bewusst war. 4,5 Sterne

4

Inhalt: Die Geschichte Londons ist schon seit der Antike geprägt von Queerness, was die Stadt in diesem Bereich zu einer der wichtigsten in Europa macht. Peter Ackroyd nimmt den Leser im vorliegenden Sachbuch auf eine Zeitreise que(e)r durch die Jahrhunderte mit und zeigt, wie in Homosexualität und Queerness in den jeweiligen Epochen ausgelebt wurde – von der römischen Antike, in der Knabenliebe vollkommen normal war über die schrittweise Christianisierung und die damit verbundene Ächtung im Mittelalter bis hin zu den brutalen und Bestrafungen im 18. und 19. Jahrhundert, bis er schließen einen kurzen Abriss des 20. Jahrhundert und die heutige Zeit liefert. Eigene Meinung: „Queer London“ ist ein knapp 300-seitiges Sachbuch und stammt von Peter Ackroyd. Das Buch erschien in Deutschland im November 2018 im Penguin Verlag und erhielt gemischte Kritiken. Es ist in 18 Kapitel unterteilt und enthält einige Farbseiten mit gesammelten Bildmaterial und Fotografien. Der Autor steigt mit einer Erklärung der queeren Begrifflichkeiten ins Buch ein und weist ganz am Anfang darauf hin, dass sie die heutigen, in den letzten Jahrzehnten geprägten Begriffe (und das waren eine Menge) nicht auf die Geschichte der vergangenen Epochen anwenden lassen – was gut und richtig ist. Erst danach steigt er in der Antike ein, als London gerade im Entstehen und in römischer Hand war und führt durch die Geschichte der Stadt. Dabei nutzt er vor allem Briefe, Tagebucheinträge, schriftliche Überlieferung, teils halbwahre Gerüchte und Legenden, die er in die jeweiligen Beschreibungen der Zeit einbettet, später auch Zeitungsartikel und Gerichtsakten. Er berichtet von vielen queeren Männern und Frauen, letztere machen einen verhältnismäßig geringen Anteil an „Queer London“ aus, was nicht verwundert, wurden ihre Belange doch zumeist unter den Tisch gekehrt und kamen auch sonst kaum zur Sprache. So ist es schön, dass sich der Autor zumindest in zwei Kapiteln mit der weiblichen Homosexualität auseinandersetzt und dazu Fallbeispiele und Geschichten zusammengetragen hat. Ansonsten geht es vorwiegend um männliche Homosexualität in all ihren Facetten, der Auslebung der Homosexualität – mal im stillen Kämmerlein, mal im öffentlichen Raum. Transsexualität kommt erst in den letzten Abschnitten vor, da dieses Thema erst in den letzten Jahrzehnten wirklich an Bedeutung gewonnen hat. Der Autor liefert lediglich viele Beispiele für „Crossdressing“, in der sich Frauen als Männer und Männer als Frauen verkleideten, um eine gleichgeschlechtliche Beziehung zu führen oder mehr Chancen im Leben zu haben. So spannend und informativ die vielen Geschichten, Anekdoten und Geschichtseinträge sind, so wenig reflektiert sind sie seitens des Autors – man sollte sich auf jeden Fall selbst weiterbilden, wenn man an den geschichtlichen Hintergründen und weitere queer-historische Sachbücher lesen, wenn man an dem Thema interessiert ist. Ebenso wenig kann man von den teils stark polarisierenden Beispielen wirklich auf die jeweilige Epoche schließen – vieles lässt sich heute wahrscheinlich nur noch schwer rekonstruieren, da man kaum passendes Quellenmaterial finden dürfte (von den Ereignissen des 19./20. Jahrhunderts einmal abgesehen). Wer ein umfangreicheres, differenzierteres Bild haben möchte, müsste sich nach weiteren Sachbüchern dieser Art umsehen – vielleicht sogar solche, die sich ausführlich mit den verschiedenen Epochen auseinandersetzen. Nichtsdestotrotz ist „Queer London“ spannend und informativ, gibt zumindest rudimentär Einblicke in einige düstere Zeiten der Menschheitsgeschichte und liefert eine gute Grundlage queerer Geschichte. Peter Ackroyd hat einen tollen, fesselnden Stil, der dafür sorgt, dass es nie zu trocken wird, ganz gleich wie viele Ereignisse er aneinanderreiht und wie viele queere Persönlichkeiten er kurz vorstellt. Er bleibt stets sachlich, nutzt das (teils deftige und degradierende) Vokabular der jeweiligen Zeit (meist finden sich diese Begriffe in den Zitaten und Einträgen der jeweiligen Epoche) und beschränkt sich auf die Wiedergabe der Ereignisse, ohne meinungsbildend zu sein – was bei einem Sachbuch meiner Meinung nach ungeheuer wichtig ist. Der Autor überlässt es dem Leser, die Informationen, die er zusammengetragen hat, selbst zu analysieren und für sich zu bewerten. Fazit: „Queer London“ ist ein gelungenes, informatives Sachbuch, das einen guten Überblick über die verschiedenen Epochen und das Leben queerer Menschen in London gibt. Peter Ackroyd gibt auf knapp 300 Seiten einen guten Einstieg ins Thema, bleibt jedoch weitestgehend oberflächlich und an manchen Stellen auch unreflektiert. Wer sich für queere Geschichte interessiert und wenig Lust hat, sich durch Unmengen an Sachbüchern zu lesen, sollte dem Buch eine Chance geben – es ist informativ und spannend umgesetzt. Historiker und Leser, die auf eine detailliertere Ausarbeitung der Epochen hoffen, sollten sich andere Sachbücher zu Gemüte führen. Am Besten einen Blick ins Buch werfen …

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