Pygmalion

Pygmalion

Book
3.914

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Description

Die Geschichte von Professor Higgins und Eliza Doolittle wird hier in der Penguin Classics Ausgabe mit ausführlicher Biographie und Einleitung vorgelegt.

Abiturempfehlung zu den Themenbereichen British identity und Individual and society

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
Educational material
Format
Book
Pages
148
Price
11.30 €

Author Description

George Bernard Shaw wurde am 26. Juli 1856 in Dublin in Irland geboren und starb am 2. November 1950 in Ayot Saint Lawrence in England. Er war ein irischer Dramatiker, Politiker und Satiriker. Shaw wuchs in seiner schottisch-protestantische Familie in problematischen Verhältnissen auf: der Vater erfolgloser Getreidehändler und Alkoholiker, die Mutter Sängerin. Sie verließ den Vater kurz vor Shaws sechzehntem Geburtstag und zog mit den beiden Töchtern und ihrem Gesangslehrer nach London, während Shaw beim Vater blieb. Nach einer kurzen Zeit als kaufmännischer Angestellter zog Shaw ebenfalls nach London, wo er schriftstellerisch tätig wurde. Seine ersten Werke wurden jedoch größtenteils von den Verlagen abgelehnt. Er wurde jedoch ein gefeierter Musikkritiker bei der Zeitung „Star“. 1881 wurde er Vegetarier, 1882 las er Karl Marx, dessen Ideen ihn überzeugten. Shaw war in der „Fabian Society“ tätig, die gesellschaftliche Umbrüche durch Reformen erreichen wollte. Hier lernte er auch seine spätere Frau kennen, die er 1898 heiratete. 1895 begann Shaw seine Tätigkeit als Theaterkritiker, mit der sich auch zum Dramatiker entwickelte. Mit „Candida“ erschien 1898 sein erstes erfolgreiches Theaterstück, dem eine ganze Reihe weiterer Komödien folgten. 1913 veröffentlichte er mit „Pygmalion“ die Grundlage für das spätere Musical „My Fair Lady“. Nach dem Ersten Weltkrieg konzentrierte er sich auf ernste und politische Themen. 1925 erhielt er den Literaturnobelpreis, 1938 den Oscar für das Drehbuch zu „Pygmalion“. Noch mit 90 Jahren war er als Autor tätig. George Bernard Shaw starb 1950 im hohen Altern von 94 Jahren in England.

Posts

6
All
3

anders als das Musical

Da ich nur "My Fair Lady" gekannt habe, war ich sehr gespannt wie die Buchvorlage so ist. In den Grundzügen gleichen sie sich, doch die Nuancen machen einen großen Unterschied. Tatsächlich ist der Text sehr viel anspruchsvoller und vielschichtiger. Aber ich pack es einfach nicht wenn Frauen schlecht behandelt werden und trotzdem von ihnen erwartet wird sich in die Hauptfigur zu verlieben. Shaw macht es schon recht geschickt um das Machtgefälle zu verdeutlichen und Elizas Emanzipation daraus zu zeigen. Deswegen macht Shaws Schluss auch viel mehr Sinn als die Enden der weichgespülten Versionen. Trotzdem. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass Eliza sich in Higgins verliebt hat. Das macht mich einfach RASEND!

4.5

Wenn Worte Türen öffnen, die vielleicht lieber verschlossen geblieben wären.

Die Sprachforscher Henry Higgins und Colonel Pickering gehen eine Wette ein: Schafft Higgins es, der armen Blumenverkäuferin Eliza Doolittle ihren starken Cockney-Dialekt abzutrainieren und sie auf einer Gartenparty als feine Dame auszugeben? Und wo lässt dieses Experiment Eliza zurück, die von nichts als ihrem eigenen Blumenladen träumt? Ist Sprache so mächtig, ihr den sozialen Aufstieg zu ermöglichen? In den fünf Akten dieser Gesellschaftssatire, die bissig, ironisch, messerscharf und erstaunlich progressiv daherkommt, stellt sich Bernard Shaw diesen spannenden Fragen. Dabei kritisiert er nicht nur die Klassengesellschaft im London des frühen 20. Jahrhunderts und nimmt die Dramentheorie gekonnt auf die Schippe (schließlich braucht eine Komödie eine Hochzeit als krönenden Abschluss - ihr wollt sie, also sollt ihr sie bekommen!). Shaw stellt ganz nebenbei auch Geschlechter- und Rollenbilder auf eine Weise in Frage, wie sie für 1913 geradezu schon revolutionär scheint. Ich hätte schließlich mit vielem gerechnet, aber nicht mit den zarten Knospen von Female Rage. Und das zurecht, schließlich denkt Higgins zu keiner Sekunde darüber nach, dass seine Schülerin ein Mensch und kein Werkzeug ist. Higgins Mutter bleibt dabei meine absolute Lieblingsfigur, denn sie ist sich nicht zu schade, ihren unerträglich überheblichen Sohn mitsamt seiner patriarchalen Arroganz und der emotionalen Intelligenz eines Weißbrots in die Schranken zu weisen. Danke dafür Mrs. Higgins! ‚Pygmalion‘ ist so viel mehr als ein Stück über Sprachunterricht. Eine romantische Lesart, wie sie beispielsweise im Musical ‚My fair Lady‘ ausgelegt wird, von der sich der Autor auch klar(!) distanziert, erschließt sich mir nicht. Dieser Text hat mich absolut positiv überrascht und Shaws Gedanken zur Macht von Sprache, Identität und Klasse haben mir einmal mehr ins Gedächtnis gerufen, wie unsere Gesellschaft (leider immer noch) in Schubladen denkt.

Wenn Worte Türen öffnen, die vielleicht lieber verschlossen geblieben wären.
4.5

Eines meiner liebsten Theaterstücke. Ebenso grandios ist die Musicaladaption mit Audrey Hepburn

Der Sprachwissenschaftler Henry Higgins wettet, dass er einer einfachen Blumenverkäuferin die Sprache der „Upper Class“ beibringen und diese so als Herzogin ausgeben kann. Eilza Doolittle sieht dies als Chance auf ein besseres Leben und bietet sich als Versuchsobjekt an. Doch Henry Higgins ist ein eingefleischter Jungeselle und kann Frauen nicht ausstehen. Trotzdem verliebt sich Eliza und erteilt Henry Higgins eine Lektion fürs Leben. „Pygmalion“ von George Bernhard Shaw ist eines meiner liebsten Theaterstücke und Shaw musste sich sein erdachtes Ende hart erkämpfen, da sich viele schlichtweg „mehr“ erhofft haben. Dieser Wunsch wurde 1964 mit der Musicaladaption „My fair Lady“ erfüllt. Ich empfehle sowohl das Theaterstück als auch das Musical.

4

In dem Stück "Pygmalion" geht darum, dass zwei Männer eine Wette abschließen, ob sie ein Straßenkind namens Eliza Doolittle so verändern können, dass die Gesellschaft sie als königlich ansieht. Nachdem sie gewonnen haben, wird das Mädchen mit all ihrem neuen Charme auf die Straße geworfen, hat aber keine Ahnung, wie sie als neue Eliza für sich selbst sorgen soll, bis sie einen Mann findet, der sie heiratet und sie ihn und ihre Familie unterstützt. Wenn man einen Klassiker liest, hat man eine Menge Erwartungen, weil man so viel davon gehört hat, Filme oder Musikstücke, die darauf gemacht wurden. Ich begann auch Pygmalion mit hohen Erwartungen zu lesen, und es stellte sich heraus, dass es weit besser war als meine Erwartungen. Es war kurz & schnell, lustig & sarkastisch, leicht & edel, intellektuell & romantisch, Drama & Komödie, verträumt & real. Es war so ziemlich alles, was man sich in einem Buch, einer Komödie oder einem Film wünscht. Dieses Stück ist das erste, das ich seit längerer Zeit gelesen habe. Es ist ein sehr kurzes Stück, aber es erfüllt seine Aufgabe, die Geschichte mit einem markanten Anfang, Mitte und Ende zu erzählen. Ich mochte auch das Ende sehr, das alle stereotypen Enden viktorianischer Theaterstücke und Romane verdrehte. Tatsächlich nimmt Shaw sein Thema so ernst, aber präsentiert es auf eine so spielerische Art und Weise. Die Ironie an Pygmalions Brillanz besteht in gewisser Weise darin, dass sie so lächerlich und gutmütig erscheint, aber durch ihren Humor werden die Realität von Mann-Frau-Beziehungen, Klassenunterschieden und Sprachbarrieren ans Licht gebracht. Neben dem ersten Akt findet das Drama ordentlich Wege, wichtige Ereignisse zu überspringen und eine kurze mündliche Synopsis davon in (oft weniger wichtigen) Szenen zu zerquetschen. Das Ende wirkte etwas abrupt, und während der etwas überraschende Charakter des Happy End zum Vorteil des Stücks beiträgt, ist es auch ein wenig beunruhigend. Dass unser Blumenmädchen am Ende die wahre Liebe findet, aber dass es so plötzlich und ohne viel Erklärung passiert ist, und dass die beiden Herren, die sie anfangs nur zu Forschungszwecken und als Mittel zum Zweck (das Glücksspiel) benutzten, dann zu ihren Wohltätern werden, ist nur ein bisschen weit hergeholt. Aber das ist alles, was gegen die Geschichte insgesamt gesagt werden kann – denn ihr Zweck als Phonetikstudium ist gut gemacht, und die Geschichte selbst ist amüsant und interessant. Alles in allem ein wirklich gutes Stück und jetzt freue ich mich auf den Theaterbesuch.

3

surprisingly progressive and funny!

4

I loved it - and played it in school, but I can only give 4 stars, as the supporting characters are not as developed as I wish they would be. It makes me feel not completely satisfied.

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