Politisches Framing

Politisches Framing

Book
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Description

Politisches Denken ist bewusst, rational und objektiv – diese althergebrachte Vorstellung geistert bis heute über die Flure von parteizentralen und Medienredaktionen und durch die Köpfe vieler Bürger. Doch die Kognitionsforschung hat die ›klassische Vernunft‹ längst zu Grabe getragen. Nicht Fakten bedingen unsere Meinungen, sondern Frames. Sie ziehen im Gehirn die Strippen und entscheiden, ob Informationen als wichtig erkannt oder kognitiv unter den Teppich gekehrt werden. Frames sind immer ideologisch selektiv, und sie werden über Sprache aktiviert und gefestigt – unsere öffentlichen Debatten wirken wie ein synaptischer Superkleber, der Ideen miteinander vernetzen kann, und zwar dauerhaft. In der Kognitionsforschung ist man sich daher schon lange einig: Sprache ist Politik. Höchste Zeit also, unsere Naivität gegenüber der Macht politischer Diskurse abzulegen. Dieses Buch legt dazu den Grundstein. In einfacher Sprache deckt es zunächst auf, wie Sprache sich auf unser Denken, unsere Wahrnehmung der Welt und unser Handeln auswirkt. Es zeigt, wo die Wirkkraft mentaler Mechanismen wie Frames und Metaphern herrührt, und macht deutlich, wieso es für gesunde demokratische Diskurse unabdingbar ist, die Bewertungen von Gesellschaft und Politik durch vorherrschende Frames mit eigenen Wertvorstellungen abzugleichen – und für eine authentische Vermittlung der eigenen Weltsicht zu sorgen. Diesen Grundlagen folgt eine Analyse der augenfälligsten Frames unserer deutschsprachigen Debatten über Steuern, Sozialstaat, Gesellschaft, Sozialleistungen, Arbeit, Abtreibung, Islam, Terrorismus, Zuwanderung, Flüchtlingspolitik und Umwelt.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Book
Pages
224
Price
21.50 €

Posts

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Unser Gehirn mag es einfach. Um zu verstehen, greift es auf Frames (Deutungsrahmen) zurück, die auf bereits erlebten Bewegungsabläufen, Gefühlen, Gerüchen und visuellen Erinnerungen basieren. Elisabeth Wehling führt in diesem Buch in die Theorie des Framings ein und zeigt auf, dass Fakten in der Politik weit weniger entscheidend sind, als allgemein angenommen. Viel bedeutender sind Frames. Sie beeinflussen unmittelbar unsere Gefühle und unser Handeln... Mehr dazu auf dem Bücherberg-Blog: https://www.einszunull.ch/2021/06/03/politisches-framing-wie-eine-nation-sich-ihr-denken-einredet-und-daraus-politik-macht-wehling-2018/

3

„Frames die über Sprache aktiviert werden, bestimmen welche Entscheidungen/Einschränkungen wir treffen“ „Frames entscheiden welche Fakten relevant sind und welche nicht“ Am interessantesten waren für mich die Frames zum Verhältnis Bürger- Staat ( Steuern, Beschäftigungsverhältnis, Bezüge), dass diese die Idee des Mitmachens, die gemeinsame Verantwortung, die dem Demokratischen Staatsgedanken zugrunde liegt, gedanklich unter den Teppich kehren. Hab mich gefragt, ob solche Frames mit dazu beitragen, bzw einer von vielen Erklärungsmöglichkeiten sind, von dieser egozentrischen, unsolidarischen deutschen Gesellschaft umgeben zu sein?! Insgesamt lohnenswert, allerdings sehr einfach runtergebrochen. Der Einstieg etwas zu übererklärt und wenn einmal das Prinzip erkannt ist, sind die folgenden Beispiele nicht mehr ganz so erhellend.

5

Das Buch ist zwar noch keine Anleitung zum "Thinking outside the box"- doch es zeigt auf großartige Weise, wie sehr wir noch "inside the box" denken.

3

Erweitert auf jeden Fall den Horizont, aber ich hätte es noch toll gefunden, wenn es auch konkrete Dinge gibt, die man in seiner eigenen Rethorik ändern kann, um eben nicht bestimmte Frames zu generieren.

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