Platzwechsel

Platzwechsel

Softcover
4.226
DemenzHochzeitElternGeneration Y

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Description

Eigentlich hatte André gedacht, endlich den Absprung aus seiner Heimat in der Provinz Sachsen-Anhalts geschafft zu haben. Weg von Klassentreffen, Hochzeiten und Thermomixen. Wären da nicht sein Großvater, der an Demenz erkrankt ist, ins Heim zieht und jeden Tag ein bisschen mehr den Anschluss an die Welt verliert, und sein bester Kumpel Maik, der auf die furchtbar grandiose Idee kommt, André einen Job in der Heimat zu besorgen ... André Herrmann erzählt mit viel Humor von den weniger lustigen Seiten des Lebens: von Krankheiten, Ängsten und vom Altern – aber auch von lebensgroßen T-Rex-Skulpturen, von Trennungsfeiern und davon, was passiert, wenn man den eigenen Eltern zu Weihnachten einen Joint schenkt.

Book Information

Main Genre
Humor
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
271
Price
12.40 €

Author Description

André Herrmann ist Schriftsteller und Comedy-Autor. Er ist Gründungsmitglied der Lesebühnen "Schkeuditzer Kreuz" in Leipzig sowie "Fuchs & Söhne" in Berlin und war Teil des legendären "Team Totale Zerstörung", das 2011 und 2012 die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam gewann. Er konzipiert Comedy-Programme und schreibt u.a. für das "Neo Magazin Royal" (ZDF), "Olaf macht Mut" (ARD), "[sla(m]dr)" und "Comedy mit Karsten" (MDR). 2015 erschien sein Debütroman "Klassenkampf" bei Voland & Quist.

Posts

4
All
4

„Platzwechsel“ ist ein humorvoller und zugleich berührender Roman, der ernste Themen in eine unterhaltsame Familiengeschichte einbettet.

Ich habe „Platzwechsel“ direkt nach „Klassenkampf“ gelesen und war gespannt, wie es mit André und seiner Familie weitergeht. Auch diesmal gelingt es Herrmann, die Rückkehr in die ostdeutsche Provinz mit viel Humor, aber auch einer großen Portion Ernsthaftigkeit zu erzählen. Schon nach den ersten Seiten war ich wieder mitten drin im lauten, manchmal chaotischen Familienleben, das so typisch für Herrmanns Stil ist. Was mich besonders beeindruckt hat: Trotz der vielen lustigen und schrägen Szenen – zum Beispiel, wenn die Familie beim Essen wieder mal völlig aneinander vorbeiredet oder André seiner Mutter einen Joint schenkt, werden die ernsten Themen nie ausgespart. Der Umgang mit dem demenzkranken Großvater, die Auseinandersetzung mit Tod, Krankheit, Behinderung und sogar Abtreibung sind sehr präsent und werden mit viel Feingefühl in die Geschichte eingebaut. Das Buch bleibt dabei nie oberflächlich, sondern trifft immer wieder einen nachdenklichen Ton, der mich als Leser berührt hat. Besonders gelungen finde ich, wie Herrmann den Spagat zwischen Komik und Tragik schafft. Manchmal musste ich wirklich laut lachen, im nächsten Moment war ich dann wieder nachdenklich oder sogar traurig – zum Beispiel, wenn es um die Hilflosigkeit der Familie angesichts der Krankheit des Großvaters geht. Die Dialoge sind lebendig und oft herrlich überdreht, aber trotzdem erkennt man in vielen Szenen das echte Leben wieder. Der Protagonist André ist auch in diesem Buch nicht immer mein Sympathieträger, aber gerade das macht ihn glaubwürdig. Ich konnte seine Gefühle und seine Überforderung gut nachvollziehen, dass Hin- und Hergerissensein zwischen alter Heimat und neuem Leben, zwischen Verantwortung und dem Wunsch nach Freiheit. Insgesamt ist „Platzwechsel“ für mich eine gelungene Fortsetzung, die mehr Tiefe hat als der Vorgänger. Wer Familiengeschichten mit Witz und Herz mag und keine Scheu vor ernsten Themen hat, wird hier auf jeden Fall fündig.

4.5

Aus dem Leben, ehrlich und emotional

3

Hat mich gut unterhalten, auch wenn ich den ersten besser fand. Aber es werden halt auch ernstere Themen angesprochen (z.B. Alzheimer und Tod)

5

Superwitzig, aber auch stellenweise rührend.

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