Paris
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Description
Von der Gründung in der Antike bis zum 20. Jahrhundert zeichnet dieser Roman die Entwicklung von Paris anhand des Schicksals vierer Familien nach – farbenprächtig, detailgenau und reich an historisch bedeutenden Episoden. Die Niederschlagung der Pariser Kommune spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Errichtung des Eiffelturms, der Leser bekommt Einblicke in das Napoleonische Zeitalter wie in die Zeit der deutschen Besatzung 1940.
Edward Rutherfurd erzählt von sechs Familien, deren Schicksale sich über Jahrhunderte mit der großen Historie von Paris verweben Da sind die adligen Le Cygnes, deren monarchistisches Weltbild in der Französischen Revolution ins Schwanken gerät und die im 20. Jahrhundert die Résistance unterstützen. Da sind die Brüder Thomas und Luc Gascon, die in den Hinterhöfen von Montmartre zu Hause sind und bei der Errichtung des Eiffelturms Glanz und Elend erleben. So unterschiedlich sie in ihrem Temperament sind, halten der ehrbare Handwerker (Thomas) und der Luftikus mit zweifelhaften Einnahmequellen (Luc) doch zusammen, bis sie als alte Männer, zur Zeit der deutschen Besatzung, zu Feinden wider Willen werden. Und schließlich sind da die Blanchards , die im Napoleonischen Zeitalter im Handel ihr Glück machten und später die großen Warenhäuser und Konsumtempel der Stadt leiten. Aber auch Kunsthändler (Jacob), Kurtisanen (Louise) und eine Familie (Le Sourd), die immer auf Seiten der Revolutionäre mitwirkte, spielen eine tragende Rolle in diesem gewaltigen Epos.
Book Information
Author Description
Edward Rutherfurd, 1948 in Salisbury geboren, studierte in Cambridge und Stanford und lebt heute in New York. Seine Romane "Sarum" (1990), "London" (1998), "Der Wald der Könige" (Blessing, 2000), "Die Prinzen von Irland" (Blessing, 2005) und sein großer New-York-Roman "Im Rausch der Freiheit (Blessing, 2012) wurden internationale Bestseller.
Posts
Ein wundervoller Schmöker!
Lange habe ich mich gesträubt, diesen 900-Seiten-Klopper anzufangen. Aber das Dicke-Bücher-Camp dieses Jahr hat mich jetzt doch dazu gebracht. Und was soll ich sagen: es war ein episches Meisterwerk, in dem ich nicht nur viel über Paris gelernt habe, sondern auch über die französische Geschichte. Wir folgen verschiedenen Personen von der Belle Epoque bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Und immer wieder tauchen wir auch in die Vergangenheit ab und erfahren, was den Vorfahren unserer Protagonisten widerfahren ist und manche Zusammenhänge werden so erst richtig rund. Rutherfurd ist ein genialer Erzähler und meine Lust, mich wieder in dicke Schmöker zu versenken, hat definitiv zugenommen.
Doch - hat mir sehr gut gefallen! Und das, obwohl ich alles andere als frankophil bin und Paris - wo ich beruflich mindestens 1x pro Jahr bin - schon gleich grad überhaupt nicht! Aber die Geschichte ist nett erzählt, die Perspektiven sind auch interessant: Es gibt quasi eine "Hauptstory", die vom späten 19ten Jahrhundert bis zu 1968 läuft, dazwischen werden immer wieder Vorperioden quasi in Rückblenden erzählt. Am Anfang wusste ich nicht, ob mir das gefällt - jetzt habe ich beschlossen, doch, es gefällt mir sehr! Die Familien sind gut ausgewählt- allein vom jüdischen Plot hätte ich gerne noch mehr gelesen, dafür hätte ich den Sozialisten nicht unbedingt gebraucht - aber der gehört natürlich dazu. Und obwohl ich Paris nicht besonders mag, hat es mir gefallen, dass ich viele der beschriebenen Schauplätze (Place des Voges z.B. oder auch die Gegend um den Louvre) selbst kenne. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir - für Paris-Fans sicher NOCH interessanter!
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Von der Gründung in der Antike bis zum 20. Jahrhundert zeichnet dieser Roman die Entwicklung von Paris anhand des Schicksals vierer Familien nach – farbenprächtig, detailgenau und reich an historisch bedeutenden Episoden. Die Niederschlagung der Pariser Kommune spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Errichtung des Eiffelturms, der Leser bekommt Einblicke in das Napoleonische Zeitalter wie in die Zeit der deutschen Besatzung 1940.
Edward Rutherfurd erzählt von sechs Familien, deren Schicksale sich über Jahrhunderte mit der großen Historie von Paris verweben Da sind die adligen Le Cygnes, deren monarchistisches Weltbild in der Französischen Revolution ins Schwanken gerät und die im 20. Jahrhundert die Résistance unterstützen. Da sind die Brüder Thomas und Luc Gascon, die in den Hinterhöfen von Montmartre zu Hause sind und bei der Errichtung des Eiffelturms Glanz und Elend erleben. So unterschiedlich sie in ihrem Temperament sind, halten der ehrbare Handwerker (Thomas) und der Luftikus mit zweifelhaften Einnahmequellen (Luc) doch zusammen, bis sie als alte Männer, zur Zeit der deutschen Besatzung, zu Feinden wider Willen werden. Und schließlich sind da die Blanchards , die im Napoleonischen Zeitalter im Handel ihr Glück machten und später die großen Warenhäuser und Konsumtempel der Stadt leiten. Aber auch Kunsthändler (Jacob), Kurtisanen (Louise) und eine Familie (Le Sourd), die immer auf Seiten der Revolutionäre mitwirkte, spielen eine tragende Rolle in diesem gewaltigen Epos.
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Edward Rutherfurd, 1948 in Salisbury geboren, studierte in Cambridge und Stanford und lebt heute in New York. Seine Romane "Sarum" (1990), "London" (1998), "Der Wald der Könige" (Blessing, 2000), "Die Prinzen von Irland" (Blessing, 2005) und sein großer New-York-Roman "Im Rausch der Freiheit (Blessing, 2012) wurden internationale Bestseller.
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Ein wundervoller Schmöker!
Lange habe ich mich gesträubt, diesen 900-Seiten-Klopper anzufangen. Aber das Dicke-Bücher-Camp dieses Jahr hat mich jetzt doch dazu gebracht. Und was soll ich sagen: es war ein episches Meisterwerk, in dem ich nicht nur viel über Paris gelernt habe, sondern auch über die französische Geschichte. Wir folgen verschiedenen Personen von der Belle Epoque bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Und immer wieder tauchen wir auch in die Vergangenheit ab und erfahren, was den Vorfahren unserer Protagonisten widerfahren ist und manche Zusammenhänge werden so erst richtig rund. Rutherfurd ist ein genialer Erzähler und meine Lust, mich wieder in dicke Schmöker zu versenken, hat definitiv zugenommen.
Doch - hat mir sehr gut gefallen! Und das, obwohl ich alles andere als frankophil bin und Paris - wo ich beruflich mindestens 1x pro Jahr bin - schon gleich grad überhaupt nicht! Aber die Geschichte ist nett erzählt, die Perspektiven sind auch interessant: Es gibt quasi eine "Hauptstory", die vom späten 19ten Jahrhundert bis zu 1968 läuft, dazwischen werden immer wieder Vorperioden quasi in Rückblenden erzählt. Am Anfang wusste ich nicht, ob mir das gefällt - jetzt habe ich beschlossen, doch, es gefällt mir sehr! Die Familien sind gut ausgewählt- allein vom jüdischen Plot hätte ich gerne noch mehr gelesen, dafür hätte ich den Sozialisten nicht unbedingt gebraucht - aber der gehört natürlich dazu. Und obwohl ich Paris nicht besonders mag, hat es mir gefallen, dass ich viele der beschriebenen Schauplätze (Place des Voges z.B. oder auch die Gegend um den Louvre) selbst kenne. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir - für Paris-Fans sicher NOCH interessanter!






