Parasiti

Parasiti

Hardback
4.210

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Description

Ein Brief bringt Aufruhr ins gemütliche Leben von Rina, ihrer Tante Valli und ihrer Großmutter Lydia: Von einem Tag auf den anderen verstummt die Großmutter. Rina beginnt, Fragen zu stellen - und bringt gegen alle Widerstände ein Gespräch zwischen den Generationen in Gang. Denn sie ahnt, dass sie von ihrer Familie nicht nur die eckige Figur und die Vorliebe für Vorabendserien geerbt hat, sondern auch ihre Ängste und Unsicherheiten. Was ist das für ein Seil, das sich um sie schlingt, und so nah an Tante, Mutter und Großmutter bindet? Das ihr Halt gibt, aber oft genug auch die Luft abschnürt? Zwischen Baracken im Novosibirsk der 1960er Jahre, Auffanglager für Aussiedler in den 1970ern und dem Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart folgt Alisha Gamisch in ihrem Debütroman den Lebenswegen dreier russlanddeutscher Frauen. Sie erzählt von Ausgrenzung und Anpassung, von Ausbeutung und Emanzipation, von Sexualität und Abtreibung.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
240
Price
24.70 €

Author Description

Alisha Gamisch studierte in Münschen und London Anglistik und Germanistik und lebt heute in Berlin. Ihr erster Gedichtband „Lustdorf" (Verlagshaus Berlin, 2020) wurde vom Haus für Poesie zu den besten Lyrikdebüts des Jahres gewählt. 2022 erhielt sie den Nora-Pfeffer-Preis für Lyrik des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland, 2023 war sie Stipendiatin der Romanwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. Sie ist Gründungsmitglied des feministischen Vereins „Wepsert e.V." sowie Mitkuratorin und Moderatorin der Lesungs- und Diskussionsreihe „PostOst-Café" im Maxim Gorki Theater Berlin. Seit 2025 ist sie Teil der literarischen Show "No Scribes". „Parasiti" ist ihr Debütroman.

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Von einem Tag auf den anderen spricht Rinas Oma nicht mehr. Sie wirkt plötzlich hart und reagiert nur noch auf wenige Impulse. Die Veränderung ihres Gemüts scheint durch das Eintreffen eines Briefes ausgelöst worden zu sein. Valli, Rinas Tante, vernichtet diesen jedoch umgehend und ignoriert den unübersehbaren Schmerz der Großmutter. Zumindest versucht sie es. Rina kann das Verhalten ihrer Tante nicht begreifen. Sie beginnt nach Einzelheiten aus der Vergangenheit und der Familiengeschichte zu fragen. Nach und nach entsteht für sie ein immer klareres Bild vom Leben in Novosibirsk in den 1960er-Jahren und Rina erkennt, dass in ihrer Familie die Leben und Schicksale der Frauen unwiderruflich miteinander verwoben sind… Ich habe „PARASITI“ von Alisha Gamisch so gerne gelesen und das, obwohl einige Passagen schwer auszuhalten sind. Der Druck, dem die einzelnen Frauen in Rinas Familie ausgesetzt sind, ist enorm. Sie erleben Ausgrenzung, Armut und Vertreibung, um nur ein paar Punkte zu nennen. Dennoch gelingt es Alisha Gamisch, die Frauen nicht in der Opferrolle erscheinen zu lassen. Sie gibt ihnen ihre eigene Stimme (zurück) und ermächtigt sie damit, ihre eigene Geschichte zu erzählen. „PARASITI“ ist eine Ode an die Resilienz der Frauen. Eine absolute Herzensempfehlung.

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Hommage an die Frauen meines Lebens 🩷

„Die Frauen ihrer Familie sind durch Seile verbunden, die sich fest um die Taillen winden und nur bis zu einem gewissen Grad nachgeben.“ 🌙 Drei Generationen von Frauen irgendwo zwischen Nähe und Widerstand. Es ist ein unscheinbarer Brief, der eine von ihnen an einem ganz gewöhnlichen Tag verstummen lässt. Rückblenden erzählen von einem harten Leben in den Weiten Sibiriens, die Hände der Vergangenheit reichen bis ins Jetzt und hin zur Enkelin, die beginnt, sich selbst und den wichtigsten Frauen in ihrem Leben Fragen zu stellen. 🌙 Dieses Buch hat mich wie kein anderes auf 1.000 verschiedene Arten gebrochen und wieder zusammengesetzt. Ich habe diese Rezension so oft begonnen, Worte gelöscht und wieder neu getippt, weil ich so unbedingt wollte, dass sie meiner tiefen Liebe zum Debüt von @alishagamisch gerecht wird. Valli, Rina und Lydia waren mir als Protagonist:innen unendlich nahe. Ich wurde in Sibirien geboren, doch bin jung genug, dass meine Erinnerungen an meine Heimat nach Johannisbeereis schmecken, das meine Tante mir im Sommer in den Straßen von Novosibirsk kaufte, oder nach den frischen Himbeeren, die ich im Garten meiner Oma direkt vom Strauch aß. Erst als ich älter wurde und mich mit der Geschichte Russlanddeutscher auseinandersetzte, verstand ich, wie untrennbar verbunden sie auch mit Heimatlosigkeit und Schmerz, Ausgrenzung und Anpassung ist. All diese schweren Themen, all das transgenerationale Trauma verpackte Alisha in einen unendlich berührenden Roman. Er ließ mich mit Demut für die starken Frauen vor mir zurück, doch auch mit dem Gedanken, dass für sie so vieles unerreichbar war, das für uns heute selbstverständlich scheint. Die Sprache des Buchs war ein Fest: filigran und durchzogen von russischen Worten (am Ende des Buchs findet sich ein Glossar), die nach Heimat klangen; ich wollte mich in sie hineinlegen, trotz aller Schwere, trotz aller Härte. 🌙 Dieses Buch bedeutet mir die Welt. Danke, danke, danke dafür, @alishagamisch. 5 von 5 ✨ und mein ganzes Herz 🩷 — ET: 09. März 2026 bei @volandquist #bookstagram #buchbloggerin #parasiti #debütroman

Hommage an die Frauen meines Lebens 🩷
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