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Oswald Kroh und der Nationalsozialismus

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Die Studie geht den Verdrängungsmechanismen und Rechtfertigungsmustern nach, die es dem fachlich versierten, aber politisch hochbelasteten Pädagogen und Psychologen Kroh (1887 - 1955) ermöglichten, nach dem Ende der NS-Diktatur als Universitätsprofessor weiterzuwirken. Der Pädagoge und Psychologe Oswald Kroh (1887-1955) war einer der einflussreichsten Universitätslehrer während des 2. Weltkrieges. Er konnte ab1948 an der Freien Universität Berlin seine Hochschullehrertätigkeit erfolgreich fortsetzen. Die Studie geht den subjektiven Wirklichkeitskonstruktionen, Verdrängungsmechanismen und Rechtfertigungsmustern nach, die es dem zwar fachlich versierten, aber politisch hochbelasteten Kroh ermöglichten, nach dem Ende der NS-Diktatur als Universitätsprofessor weiterzuwirken. Krohs Versuche in der Nachkriegszeit, sein Verhalten im Nationalsozialismus glaubwürdig erscheinen lassen, werden als Verdrängung und Umarbeitung seiner eigenen Identität verstanden und in dekonstruktiver Absicht dargestellt: durch Überprüfung von Selbstbezeugungen, Bewusstmachen von Widersprüchen, Aufzeigen von Unwahrheiten. Briefe von Zeitzeugen und Schülern Krohs aus den neunziger Jahren sowie eine ausführliche Dokumentation ergänzen die Darstellung.
ISBN9783892719243
PublisherDeutscher Studien Verlag
Publication Date01/31/01
Pages266

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