Ostende

Ostende

Hardback
3.753
Joseph RothEgon Erwin KischBücherverbrennungOstende

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Description

Ostende, 1936: ein Strand, ein paar Schriftsteller und ein Sommer, wie es keinen mehr geben sollte

Ein belgischer Badeort mit Geschichte und Glanz: Hier kommen sie alle noch einmal zusammen, die im Deutschland der Nationalsozialisten keine Heimat mehr haben. Stefan Zweig, Joseph Roth, Irmgard Keun, Kisch und Toller, Koestler und Kesten, die verbotenen Dichter. Volker Weidermann erzählt von ihrer Hoffnung, ihrer Liebe, ihrer Verzweiflung – und davon, wie ihr Leben weiterging. Stefan Zweig reist mit seiner Geliebten Lotte und der Schreibmaschine an, Joseph Roth kommt trotz Schnapsverbot, um Ferien mit seinem besten Freund zu machen und zu schreiben. Er verliebt sich ein letztes Mal: in Irmgard Keun, die bloß wegwollte aus dem Land der Bücherverbrenner. So sonderbar die Freundschaft zwischen dem Millionär Zweig und dem begnadeten Trinker Roth ist, so überraschend ist die Liebe zwischen Roth und der jungen, leidenschaftlichen Keun.Es kommen noch mehr Schriftsteller nach Ostende. Sonne, Meer, Getränke – es könnte ein Urlaub unter Freunden sein. Wenn sich die politische Lage nicht täglich zuspitzte, wenn sie nicht alle verfolgt würden, ihre Bücher nicht verboten wären, wenn sie nicht ihre Heimat verloren hätten. Es sind Dichter auf der Flucht, Schriftsteller im Exil.Präzise, kenntnisreich und mitreißend erzählt Volker Weidermann von diesem Sommer kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, in dem Zweig, Roth und Keun noch einmal das Leben feiern, wie es nur die Verzweifelten können.

»Weidermann ist ein exzellenter Stilist.« Die Welt

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Writers
Format
Hardback
Pages
160
Price
18.50 €

Author Description

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, war Gastgeber des »Literarischen Quartetts« im ZDF. Er ist Kulturkorrespondent der Zeit und Autor zahlreicher Bücher, darunter »Träumer. Als die Dichter die Macht übernahmen« und »Mann vom Meer«. Außerdem ist er Herausgeber der Reihe »Bücher meines Lebens«.

Posts

5
All
3.5

Nicht ganz leichte Kost … aber macht Lust auf die Bücher der Autoren.

Ich glaube dieses Buch war mein erster „Sachbuch-Roman“ (so würde ich es jetzt einfach mal beschreiben). Ich gebe zu, dass ich mich ein wenig zwingen musste, am Ball zu bleiben. Auch weil ich es für einen Lesekreis lesen wollte. Ich habe auch sicherlich nicht alles „verstanden“, vielleicht auch, weil die Gedankenwelt der vorgestellten Autoren sehr weit von meiner eigenen Lebenswirklichkeit entfernt ist. Vielleicht bin ich auch einfach nicht „intellektuell“ genug, für die Welt der Kunstschaffenden. 😉 Ich finde die Zeit des Romans aber unglaublich spannend (gleichwohl auch erschreckend) und habe es über weite Strecke gerne gehört und nun sehr viel Lust, Romane von Zweig, Keun und Roth zu lesen.

2

Ostende 1936, Sommer der Freundschaft hat mich leider nicht abgeholt. Es war mir zu literaturwissenschaftlich, historisch und hatte fast schon Sachbuch Charakter. Bis auf einzelne weibliche Figuren, blieben die Personen für mich blass und auch die hoffnungsvolle Stimmung kam bei mir leider nicht groß auf. Jedoch ist es für alle zu empfehlen, die sich für Schriftsteller im Exil zur Zeit des Nationalsozialismus interessieren!

3

Dieser Art der Chronik-Bücher über einen engen Zeitraum der Geschichte sind durchaus unterhaltsam und lehrreich. Volker Weidermanns Buch über die literarischen Exilanten, deren Wege sich im belgischen Seebad 1936 kreuzten, ist da keine Ausnahme für mich. Im Gegensatz zu Illies' 1913 oder Wittstocks 1933 bleibt aber Weidermann bei seiner Betrachtung nicht so sehr am Zeitraum kleben, sondern erzählt die Biografie von Stefan Zweig, Joseph Roth und Irmgard Keun als zentrales Trio doch sehr weiträumig und hohem Tempo. Insofern hat mich der Buchtitel etwas getäuscht, denn ich hatte mehr eine Verdichtung der Begegnungen in Ostende erwartet und kein generelles Sachbuch über einen Teil der deutschsprachigen Exilliteratur. Dadurch das Weidermann sich stärker von dem chronologischen Geschichtspanorama löst, taumelt der Stil zwischen Roman und Sachbuch, wodurch ich mich viel öfter fragte als bei den beiden genannten Vergleichschroniken, was nun verbürgte Wahrheit und was Weidermannsche Phantasie entspricht. Das solche Art von Büchern keine Quellennachweise haben, kann ich verzeihen, denn sie haben ja auch keinen Anspruch auf eine wissenschaftliche Qualität. Aber insgesamt habe ich am Ende des Buchs eher das Gefühl, einen literarischen Aperitif genossen zu haben, der Hunger nach mehr Informationen über den beschriebenen Personenkreis weckt. Da muss ich mich doch wohl endlich mal [b:Meine Freunde, die Poeten|30656140|Meine Freunde, die Poeten|Hermann Kesten|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1466439325l/30656140._SY75_.jpg|51201118] von Hermann Kesten lesen, der seinerzeit auch in Ostende weilte.

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Dieser Art der Chronik-Bücher über einen engen Zeitraum der Geschichte sind durchaus unterhaltsam und lehrreich. Volker Weidermanns Buch über die literarischen Exilanten, deren Wege sich im belgischen Seebad 1936 kreuzten, ist da keine Ausnahme für mich. Im Gegensatz zu Illies' 1913 oder Wittstocks 1933 bleibt aber Weidermann bei seiner Betrachtung nicht so sehr am Zeitraum kleben, sondern erzählt die Biografie von Stefan Zweig, Joseph Roth und Irmgard Keun als zentrales Trio doch sehr weiträumig und hohem Tempo. Insofern hat mich der Buchtitel etwas getäuscht, denn ich hatte mehr eine Verdichtung der Begegnungen in Ostende erwartet und kein generelles Sachbuch über einen Teil der deutschsprachigen Exilliteratur. Dadurch das Weidermann sich stärker von dem chronologischen Geschichtspanorama löst, taumelt der Stil zwischen Roman und Sachbuch, wodurch ich mich viel öfter fragte als bei den beiden genannten Vergleichschroniken, was nun verbürgte Wahrheit und was Weidermannsche Phantasie entspricht. Das solche Art von Büchern keine Quellennachweise haben, kann ich verzeihen, denn sie haben ja auch keinen Anspruch auf eine wissenschaftliche Qualität. Aber insgesamt habe ich am Ende des Buchs eher das Gefühl, einen literarischen Aperitif genossen zu haben, der Hunger nach mehr Informationen über den beschriebenen Personenkreis weckt. Da muss ich mich doch wohl endlich mal [b:Meine Freunde, die Poeten|30656140|Meine Freunde, die Poeten|Hermann Kesten|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1466439325l/30656140._SY75_.jpg|51201118] von Hermann Kesten lesen, der seinerzeit auch in Ostende weilte.

4.5

Die Atmosphäre des Badeortes Ostende ist quasi mit Händen zu greifen. Eine sehr dichtes, unterhaltsames und durchdacht geschriebenes Panorama der Exilliteratur.

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