Orakel
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"Orakel" ist bereits 1999 erschienen und das merkt man dem Buch auch an. Die - für mich sehr spannende Grundidee: Marcus ist ein in Britannien stationierter römischer Legionär und gerade unterwegs, gegen Boudicca vorzugehen. Stattdessen stolpert er in der Gegenwart (also der vor der Jahrtausendwende) auf eine Landstraße vor das Auto von Tom Ryan, einem nordirischen, in England lebendem Übersetzer. Tom versteckt Marcus gemeinsam mit seiner Schwester Mary, die in der Jugendzeit mal Verbindungen zu IRA-Leuten hatte. Ihre Eltern sind damals bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen und vielleicht hatte ja der Geheimdienst damit zu tun ... so weit, so gut. Was daraus wird, ist leider ebenso abstrus wie langweilig. Vielleicht sind "Agententhriller" aber auch einfach nicht mein Genre. Man muss höllisch aufpassen, um hier die Nebenfiguren auseinander zu halten und zu wissen, wer da jetzt gerade wen ausspioniert, warum der jetzt wieder paranoid wird, was der MI5 und der MI6 damit zu tun haben und wer wo wie was wann doppeltspioniert... was die Ryans und der Römer eigentlich damit zu tun haben? Marcus ist wegen eines geheimen Regierungsprojekts namens "Orakel" in der Neuzeit gelandet. Da gibt es ein Genie, das jetzt versucht herauszufinden, woher die Energie stammte und wieso Marcus eine einmalige Sache war und sie jetzt fast nichts mehr sehen. Dann gibt es noch einen Journalisten, der durch irgendeine hanebücherne Eingebung das Haus der Ryans verwanzt, weil er nämlich glaubt, dass Marcus ein echter Römer ist. Und dabei stattdessen hört, wie Mary ihrem Bruder gesteht, dass ihr alter IRA-Freund mit ihr gesprochen hat. Die Presse stürzt sich also auf die Ryans und ihren Römer, der sagt einmal "Orakel" (was ja auch das naheliegendste Wort für einen antiken Römer ist und daher super dämlich als Name dieses Zeitreiseprojekts), so dass auch MI5 und MI6 misstrauisch werden, und der IRA-Typ, der in Belgien unterwegs ist, weil er plant die Königin zu töten, wird natürlich auch hellhörig und alle Welt jagt jetzt die Ryans und Marcus. Irgendwann habe ich aufgehört, die Hintergründe entwirren zu wollen, einfach hingenommen, wenn irgendwer ermordet oder zum Schweigen gebracht wurde, und über das absolut reaktionäre Frauenbild muss man sich sowieso keine Gedanken mehr machen. UFF. Noch mal werde ich mir das nicht geben und in Zukunft auch wieder sehr vorsichtig auswählen, welche Bücher aus dem Jahrzehnt ich überhaupt anpacke. Die Grundidee gab so viel her, aber die von Watson gewählte Richtung war absolut nicht meins. Keine Leseempfehlung.
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"Orakel" ist bereits 1999 erschienen und das merkt man dem Buch auch an. Die - für mich sehr spannende Grundidee: Marcus ist ein in Britannien stationierter römischer Legionär und gerade unterwegs, gegen Boudicca vorzugehen. Stattdessen stolpert er in der Gegenwart (also der vor der Jahrtausendwende) auf eine Landstraße vor das Auto von Tom Ryan, einem nordirischen, in England lebendem Übersetzer. Tom versteckt Marcus gemeinsam mit seiner Schwester Mary, die in der Jugendzeit mal Verbindungen zu IRA-Leuten hatte. Ihre Eltern sind damals bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen und vielleicht hatte ja der Geheimdienst damit zu tun ... so weit, so gut. Was daraus wird, ist leider ebenso abstrus wie langweilig. Vielleicht sind "Agententhriller" aber auch einfach nicht mein Genre. Man muss höllisch aufpassen, um hier die Nebenfiguren auseinander zu halten und zu wissen, wer da jetzt gerade wen ausspioniert, warum der jetzt wieder paranoid wird, was der MI5 und der MI6 damit zu tun haben und wer wo wie was wann doppeltspioniert... was die Ryans und der Römer eigentlich damit zu tun haben? Marcus ist wegen eines geheimen Regierungsprojekts namens "Orakel" in der Neuzeit gelandet. Da gibt es ein Genie, das jetzt versucht herauszufinden, woher die Energie stammte und wieso Marcus eine einmalige Sache war und sie jetzt fast nichts mehr sehen. Dann gibt es noch einen Journalisten, der durch irgendeine hanebücherne Eingebung das Haus der Ryans verwanzt, weil er nämlich glaubt, dass Marcus ein echter Römer ist. Und dabei stattdessen hört, wie Mary ihrem Bruder gesteht, dass ihr alter IRA-Freund mit ihr gesprochen hat. Die Presse stürzt sich also auf die Ryans und ihren Römer, der sagt einmal "Orakel" (was ja auch das naheliegendste Wort für einen antiken Römer ist und daher super dämlich als Name dieses Zeitreiseprojekts), so dass auch MI5 und MI6 misstrauisch werden, und der IRA-Typ, der in Belgien unterwegs ist, weil er plant die Königin zu töten, wird natürlich auch hellhörig und alle Welt jagt jetzt die Ryans und Marcus. Irgendwann habe ich aufgehört, die Hintergründe entwirren zu wollen, einfach hingenommen, wenn irgendwer ermordet oder zum Schweigen gebracht wurde, und über das absolut reaktionäre Frauenbild muss man sich sowieso keine Gedanken mehr machen. UFF. Noch mal werde ich mir das nicht geben und in Zukunft auch wieder sehr vorsichtig auswählen, welche Bücher aus dem Jahrzehnt ich überhaupt anpacke. Die Grundidee gab so viel her, aber die von Watson gewählte Richtung war absolut nicht meins. Keine Leseempfehlung.




