Nur weil ich Hypochonder bin, heißt das ja nicht, dass ich nichts habe
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Description
„Ich leide sehr viel an Krankheiten, die ich nicht habe. Und bin damit nicht allein. Friedrich der Große, Charlie Chaplin, Woody Allen – vor allem meine Geschlechtsgenossen sind betroffen. Und es sind meist die Frauen, die unsere hypochondrischen Züge erdulden müssen. Dieses Buch widmet sich den weitverbreiteten Ängsten vorm Kranksein in ihren vielfältigen Erscheinungsformen und lotet ein Phänomen aus, das in seiner Auswirkung auf die Partnerschaft – insbesondere seine Fähigkeit, sie schnell und zielsicher an ihre Grenzen zu führen – bislang weitgehend unterschätzt wurde.“
Ein sanftironischer Leitfaden für Frauen mit einem hochsensiblen Partner.
Book Information
Author Description
Andreas Wenderoth, geboren 1965, bekennender Hypochonder, volontierte bei der „Berliner Zeitung“ und wurde danach freier Reporter. Für seine erste Reportage bekam er den Theodor-Wolff-Preis. Er schreibt Reportagen und Porträts u.a. für "GEO", "SZ-Magazin", "mare" und "Die Zeit". Im Frühjahr 2016 erschien sein vielbeachtetes Buch "Ein halber Held" – die besondere Geschichte einer Demenz.
Posts
In diesem Buch erzählt der Autor von seinem Leben mit Hypochondrie. Für alle die es nicht wissen, Hypochondrie ist nicht nur ein Begriff für Leute, die auf Erkältungen sehr wehleidig reagieren, sondern auch eine ernstzunehmende psychische Störung. Sie gehört zu den Angststörungen und kann durch die übermäßige Angst an einer schweren Krankheit zu leiden die Lebensqualität enorm mindern. Bei jedem Husten an Lungenkrebs und damit an einen baldigen Tod zu denken macht niemand freiwillig oder aus Langeweile. Jedenfalls schreibt der Autor auf eine durchaus humoristische Weiße von den Folgen, die die Hypochondrie auf seinen Alltag ausübt. Zum Beispiel beschreibt er sein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten oder die Auswirkungen auf seine sozialen Beziehungen mit Partnerin oder Freunden. Was meiner Meinung in dem Buch allerdings zu kurz kommt, ist die Schilderung des Leidensdrucks, der diese psychische Störung mit sich bringt. Der Autor neigt dazu, die Hypochondrie als Teil von sich selbst, als Teil seiner Persönlichkeit darzustellen, als wäre das schon immer so gewesen und hätte in irgendeiner Art und Weiße auch seine Richtigkeit. Da sich dieses Buch allerdings auch an andere potenzielle Betroffene wendet, ist diese Darstellung meiner Meinung nach ein wenig verharmlosend. Wie bereits erwähnt, Menschen die bei jedem Ziehen und Kribbeln in ihren Körper an ihren baldigen Tod durch eine langwierige und schwere Krankheit denken, leiden sehr darunter. Aber das Gute ist, so wie andere Angststörungen lässt sich Hypochondrie sehr gut therapieren. Auch dieser Aspekt fehlt mir im Buch. Wie bei einer Depression muss niemand sein restliches Leben mit diesen Gedanken verbringen. Man kann, und sollte, sich helfen lassen. Zusammenfassend schildert der Autor sein Leben mit der Krankheit sehr authentisch und humorvoll, allerdings wird er seiner Verantwortung gegenüber den Lesern nicht gerecht, indem er den Leidensdruck zu wenig anspricht und die psychische Störung damit bagatellisiert.
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„Ich leide sehr viel an Krankheiten, die ich nicht habe. Und bin damit nicht allein. Friedrich der Große, Charlie Chaplin, Woody Allen – vor allem meine Geschlechtsgenossen sind betroffen. Und es sind meist die Frauen, die unsere hypochondrischen Züge erdulden müssen. Dieses Buch widmet sich den weitverbreiteten Ängsten vorm Kranksein in ihren vielfältigen Erscheinungsformen und lotet ein Phänomen aus, das in seiner Auswirkung auf die Partnerschaft – insbesondere seine Fähigkeit, sie schnell und zielsicher an ihre Grenzen zu führen – bislang weitgehend unterschätzt wurde.“
Ein sanftironischer Leitfaden für Frauen mit einem hochsensiblen Partner.
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Andreas Wenderoth, geboren 1965, bekennender Hypochonder, volontierte bei der „Berliner Zeitung“ und wurde danach freier Reporter. Für seine erste Reportage bekam er den Theodor-Wolff-Preis. Er schreibt Reportagen und Porträts u.a. für "GEO", "SZ-Magazin", "mare" und "Die Zeit". Im Frühjahr 2016 erschien sein vielbeachtetes Buch "Ein halber Held" – die besondere Geschichte einer Demenz.
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In diesem Buch erzählt der Autor von seinem Leben mit Hypochondrie. Für alle die es nicht wissen, Hypochondrie ist nicht nur ein Begriff für Leute, die auf Erkältungen sehr wehleidig reagieren, sondern auch eine ernstzunehmende psychische Störung. Sie gehört zu den Angststörungen und kann durch die übermäßige Angst an einer schweren Krankheit zu leiden die Lebensqualität enorm mindern. Bei jedem Husten an Lungenkrebs und damit an einen baldigen Tod zu denken macht niemand freiwillig oder aus Langeweile. Jedenfalls schreibt der Autor auf eine durchaus humoristische Weiße von den Folgen, die die Hypochondrie auf seinen Alltag ausübt. Zum Beispiel beschreibt er sein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten oder die Auswirkungen auf seine sozialen Beziehungen mit Partnerin oder Freunden. Was meiner Meinung in dem Buch allerdings zu kurz kommt, ist die Schilderung des Leidensdrucks, der diese psychische Störung mit sich bringt. Der Autor neigt dazu, die Hypochondrie als Teil von sich selbst, als Teil seiner Persönlichkeit darzustellen, als wäre das schon immer so gewesen und hätte in irgendeiner Art und Weiße auch seine Richtigkeit. Da sich dieses Buch allerdings auch an andere potenzielle Betroffene wendet, ist diese Darstellung meiner Meinung nach ein wenig verharmlosend. Wie bereits erwähnt, Menschen die bei jedem Ziehen und Kribbeln in ihren Körper an ihren baldigen Tod durch eine langwierige und schwere Krankheit denken, leiden sehr darunter. Aber das Gute ist, so wie andere Angststörungen lässt sich Hypochondrie sehr gut therapieren. Auch dieser Aspekt fehlt mir im Buch. Wie bei einer Depression muss niemand sein restliches Leben mit diesen Gedanken verbringen. Man kann, und sollte, sich helfen lassen. Zusammenfassend schildert der Autor sein Leben mit der Krankheit sehr authentisch und humorvoll, allerdings wird er seiner Verantwortung gegenüber den Lesern nicht gerecht, indem er den Leidensdruck zu wenig anspricht und die psychische Störung damit bagatellisiert.




