Nur eine weitere Geschichte
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Description
Gehört die Geschichte deines Lebens dir oder denen, die sie schreiben?
Die Journalistin und alleinerziehende Mutter Suzy Hamilton erfährt eines Morgens, dass die Wellness-Bloggerin Tracey Doran, die Gegenstand einer ihrer Enthüllungsgeschichten war, Suizid begangen hat. Suzy ist erschüttert und fühlt sich schuldig, doch anstatt sich ihren Gefühlen zu stellen, sucht sie Ablenkung: in ihrer Arbeit, ihrer Mutterrolle und ihren Affären.
Aber die Folgen ihres Artikels holen Suzy ein Jahr später ein. Sie erhält anonyme Drohbriefe, wird von Traceys Mutter kontaktiert und aufgesucht. Diese verlangt von ihr, eine weitere Geschichte zu erzählen – Traceys wahre Geschichte.
Eine zärtliche, fesselnde und intelligente Erkundung von Schuld, Scham, weiblicher Wut und vor allem von Mutterschaft mit all ihren Schwierigkeiten und Schätzen.
»Elektrisierend, zutiefst beunruhigend und so, so zufriedenstellend« Meg Mason
Book Information
Author Description
Jacqueline Maley ist Kolumnistin und leitende Autorin für den Sydney Morning Herald und The Age, wo sie über Politik, Menschen und soziale Angelegenheiten schreibt. Sie war Mitarbeiterin des Guardian in London und der australischen Financial Review und schreibt für zahlreiche andere Publikationen, darunter Gourmet Traveller und Marie Claire. Im Jahr 2016 wurde sie mit dem Kennedy Award für herausragende Kolumnisten ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Partner in Sydney. Nur eine weitere Geschichte ist ihr Debütroman.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Nur eine weitere Geschichte – aber eine, die man lesen sollte!
Das Leben der Journalistin und alleinerziehenden Mutter Suzy Hamilton gerät aus dem Gleichgewicht, als sich die Wellnes-Bloggerin Tracey Doran als Reaktion auf Suzys Enthüllungsbericht das Leben nimmt. Schuldgefühle plagen Suzy. Doch anstatt sich diesen zu stellen, ertränkt sie ihre Gefühle in ihrer Arbeit, ihrer Rolle als Mutter und ihn ihren Affären. Ein fragiles Konstrukt, das ein Jahr nach Tracey Suizid zusammenbricht: Nicht nur, dass Suzy plötzlich Drohbriefe erhält, Traceys Mutter scheint Suzy plötzlich zu verfolgen und weigert sich, sie in Ruhe zu lassen, bis Suzy eine weitere Geschichte erzählt: Die Wahrheit über Tracey. »Nur eine weitere Geschichte« ist genau das: nur eine weitere Geschichte aus dem Leben nur einer weiteren Frau. Über Lebensentscheidungen, finanzielle Sorgen, Überforderung, Beziehungen und weiblichen Mut. Es ist weiblicher Text. Unaufgeregt, ohne Beschönigung, ehrlich, alltäglich und besonders. Es ist #waswirlesenwollen. Diese Welt braucht so viel mehr Geschichten wie diese, die Mutterschaft und Frausein, weibliche Lust, das Leben, Älterwerden, Erwachsensein und persönliche Grenzen nicht verherrlichen, sondern ehrlich, reflektiert und ohne Umschweife erzählen. Und die uns daran erinnern, dass jede Geschichte mehrere Seiten hat und dass nur wir es sind, die unsere ganz eigene Geschichte schreiben und leben können.

Vielen Dank an #NetGalleyDE für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich verspreche, dass sie meine Meinung zum Buch nicht beeinflusst hat. 3 Sterne Eine feministische Geschichte voller spannender und facettenreicher Charaktere sowie Beziehungen und noch spannenderen Gedankengängen der Protagonistin im australischen Setting. Ich habe die Schreibweise des inneren Monologs der Protagonistin sehr genossen und nicht nur einmal schmunzeln müssen. Außerdem fand ich die Sichtweise der Protagonistin über ihre Tochter und die dazugehörige Liebe zu ihr sehr nahbar und realistisch dargestellt. Und dennoch habe ich mich bis zum Ende gefragt, wo diese Geschichte eigentlich hinführen soll. Sie hatte einen roten Faden, ja, dieser war aber überschattet von vielen anderen bunten Fäden, die wild im Zickzack verliefen. Die Handlungsstränge wurden zwar alle abgeschlossen, soweit ich mich erinnern kann, ich kann mich aber auch täuschen, denn dafür war es einfach zu viel hin und her. Leider hat mir dies die Motivation genommen, das Buch zu öffnen und weiter lesen zu wollen und ich habe daher sehr lang gebraucht es zu beenden. Ich sehe kurzum aber viel Potenzial in Maley's Schreiben und würde mal wieder ein Buch von ihr lesen.
Suzy ist Journalistin und kümmert sich allein um ihre Tochter Maddy, was manchmal viel Organistation erfordert. In ihrem Job ist sie zufrieden und gut, bis sie eines morgens vom Suizid einer Frau erfährt, die kürzlich Gegenstand ihrer Enthüllungsgeschichte war. Sie gibt sich selbst die Schuld, ist einer Hasstirade im Netz ausgesetzt und zieht sich, nachdem auch noch die Affäre mit ihrem Chef auffliegt, aus der Branche zurück. Zu etwa dieser Zeit bekommt sie erste Päkchen mit persönlichen Gegenständen der Verstorbenen Tracey. Kurz darauf wird sie von deren Mutter aufgesucht, die von ihr verlangt, dass sie noch eine Geschichte über Tracey schreibt… ihre wahre Geschichte. - „Nur eine weitere Geschichte“ hat mich in vielen Punkten berührt. Zum einen ist es eine wirklich gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema Schuld, und zwar auf unterschiedlichen Ebenen: Offensichtlich wird die Thematik am Beispiel von Suzy, die sich für den Tod von Tracey verantwortlich fühlt, aber ist dem so? Sie hat nichts Verwerfliches getan, lediglich eine Lügnerin ihrer Lügen überführt und es ist auch fraglich, ob der Suizid überhaupt mit dem Artikel in Verbindung steht, da Tracey, wie wir im Verlauf des Buches erfahren, schon seit jeher eine labile Person ist, die zu selbstzerstörerischen Verhalten neigt. Auch die Schuldfrage hinsichtlich der Mutter wird betrachtet, da diese sehr früh gemerkt hat, dass Tracey’s Verhalten auffällig war, aber nichts dagegen unternommen hat, aus Überforderung mit ihrem eigenen Leben. Der Vater, ebenfalls ein notorischer Lügner, wird ins Spiel gebracht und in Hinblick auf die kindliche Entwicklung hinsichtlich Vorbildwirkung erörtert. Und nicht zuletzt wird auch Tracey’s Schuld aufgeworfen, die mit ihrer erfunden Krebserkrankung und der weit hergeholten Heilung sicher den ein oder anderen Menschen auf dem Gewissen hat. Somit ergibt sich ein unglaublich komplexes Bild und was bleibt ist die Erkenntnis, dass ein Ereignis sicher immer durch sehr viele Faktoren bestimmt ist, aber am Ende der erwachsene Mensch selbst die Entscheidung trifft. Weiterhin fand ich die Auseinandersetzung mit dem Thema Mutterschaft sehr gut. Suzy ist als Alleinerziehende jeder Menge Probleme ausgesetzt. Das beginnt bei der Kinderbetreuung, die permanent abgesichert sein muss, da Maddy noch sehr klein ist, geht über Zeitmanagement, Geldprobleme, die Flucht in bedeutungslose Affären, bis hin zu Situationen der Überforderung, Wut (auf sich selbst, das Kind, den Partner, der nicht mehr da ist), Ohnmacht. Ich finde Maley hat hiermit ein großartiges Statement abgegeben. Mutterschaft ist nicht immer schön… man darf als Mutter wütend sein, man darf verzweifelt sein, man darf keinen Ausweg wissen und trotzdem liebt man sein Kind. Jacqueline Maleys Buch ist nur eine weitere Geschichte, aber eine die ich sehr gern gelesen habe, die mich sehr berührt hat, die mich zum Nachdenken gebracht hat und die ich euch sehr ans Herz legen kann.
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1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Gehört die Geschichte deines Lebens dir oder denen, die sie schreiben?
Die Journalistin und alleinerziehende Mutter Suzy Hamilton erfährt eines Morgens, dass die Wellness-Bloggerin Tracey Doran, die Gegenstand einer ihrer Enthüllungsgeschichten war, Suizid begangen hat. Suzy ist erschüttert und fühlt sich schuldig, doch anstatt sich ihren Gefühlen zu stellen, sucht sie Ablenkung: in ihrer Arbeit, ihrer Mutterrolle und ihren Affären.
Aber die Folgen ihres Artikels holen Suzy ein Jahr später ein. Sie erhält anonyme Drohbriefe, wird von Traceys Mutter kontaktiert und aufgesucht. Diese verlangt von ihr, eine weitere Geschichte zu erzählen – Traceys wahre Geschichte.
Eine zärtliche, fesselnde und intelligente Erkundung von Schuld, Scham, weiblicher Wut und vor allem von Mutterschaft mit all ihren Schwierigkeiten und Schätzen.
»Elektrisierend, zutiefst beunruhigend und so, so zufriedenstellend« Meg Mason
Book Information
Author Description
Jacqueline Maley ist Kolumnistin und leitende Autorin für den Sydney Morning Herald und The Age, wo sie über Politik, Menschen und soziale Angelegenheiten schreibt. Sie war Mitarbeiterin des Guardian in London und der australischen Financial Review und schreibt für zahlreiche andere Publikationen, darunter Gourmet Traveller und Marie Claire. Im Jahr 2016 wurde sie mit dem Kennedy Award für herausragende Kolumnisten ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Partner in Sydney. Nur eine weitere Geschichte ist ihr Debütroman.
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Nur eine weitere Geschichte – aber eine, die man lesen sollte!
Das Leben der Journalistin und alleinerziehenden Mutter Suzy Hamilton gerät aus dem Gleichgewicht, als sich die Wellnes-Bloggerin Tracey Doran als Reaktion auf Suzys Enthüllungsbericht das Leben nimmt. Schuldgefühle plagen Suzy. Doch anstatt sich diesen zu stellen, ertränkt sie ihre Gefühle in ihrer Arbeit, ihrer Rolle als Mutter und ihn ihren Affären. Ein fragiles Konstrukt, das ein Jahr nach Tracey Suizid zusammenbricht: Nicht nur, dass Suzy plötzlich Drohbriefe erhält, Traceys Mutter scheint Suzy plötzlich zu verfolgen und weigert sich, sie in Ruhe zu lassen, bis Suzy eine weitere Geschichte erzählt: Die Wahrheit über Tracey. »Nur eine weitere Geschichte« ist genau das: nur eine weitere Geschichte aus dem Leben nur einer weiteren Frau. Über Lebensentscheidungen, finanzielle Sorgen, Überforderung, Beziehungen und weiblichen Mut. Es ist weiblicher Text. Unaufgeregt, ohne Beschönigung, ehrlich, alltäglich und besonders. Es ist #waswirlesenwollen. Diese Welt braucht so viel mehr Geschichten wie diese, die Mutterschaft und Frausein, weibliche Lust, das Leben, Älterwerden, Erwachsensein und persönliche Grenzen nicht verherrlichen, sondern ehrlich, reflektiert und ohne Umschweife erzählen. Und die uns daran erinnern, dass jede Geschichte mehrere Seiten hat und dass nur wir es sind, die unsere ganz eigene Geschichte schreiben und leben können.

Vielen Dank an #NetGalleyDE für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich verspreche, dass sie meine Meinung zum Buch nicht beeinflusst hat. 3 Sterne Eine feministische Geschichte voller spannender und facettenreicher Charaktere sowie Beziehungen und noch spannenderen Gedankengängen der Protagonistin im australischen Setting. Ich habe die Schreibweise des inneren Monologs der Protagonistin sehr genossen und nicht nur einmal schmunzeln müssen. Außerdem fand ich die Sichtweise der Protagonistin über ihre Tochter und die dazugehörige Liebe zu ihr sehr nahbar und realistisch dargestellt. Und dennoch habe ich mich bis zum Ende gefragt, wo diese Geschichte eigentlich hinführen soll. Sie hatte einen roten Faden, ja, dieser war aber überschattet von vielen anderen bunten Fäden, die wild im Zickzack verliefen. Die Handlungsstränge wurden zwar alle abgeschlossen, soweit ich mich erinnern kann, ich kann mich aber auch täuschen, denn dafür war es einfach zu viel hin und her. Leider hat mir dies die Motivation genommen, das Buch zu öffnen und weiter lesen zu wollen und ich habe daher sehr lang gebraucht es zu beenden. Ich sehe kurzum aber viel Potenzial in Maley's Schreiben und würde mal wieder ein Buch von ihr lesen.
Suzy ist Journalistin und kümmert sich allein um ihre Tochter Maddy, was manchmal viel Organistation erfordert. In ihrem Job ist sie zufrieden und gut, bis sie eines morgens vom Suizid einer Frau erfährt, die kürzlich Gegenstand ihrer Enthüllungsgeschichte war. Sie gibt sich selbst die Schuld, ist einer Hasstirade im Netz ausgesetzt und zieht sich, nachdem auch noch die Affäre mit ihrem Chef auffliegt, aus der Branche zurück. Zu etwa dieser Zeit bekommt sie erste Päkchen mit persönlichen Gegenständen der Verstorbenen Tracey. Kurz darauf wird sie von deren Mutter aufgesucht, die von ihr verlangt, dass sie noch eine Geschichte über Tracey schreibt… ihre wahre Geschichte. - „Nur eine weitere Geschichte“ hat mich in vielen Punkten berührt. Zum einen ist es eine wirklich gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema Schuld, und zwar auf unterschiedlichen Ebenen: Offensichtlich wird die Thematik am Beispiel von Suzy, die sich für den Tod von Tracey verantwortlich fühlt, aber ist dem so? Sie hat nichts Verwerfliches getan, lediglich eine Lügnerin ihrer Lügen überführt und es ist auch fraglich, ob der Suizid überhaupt mit dem Artikel in Verbindung steht, da Tracey, wie wir im Verlauf des Buches erfahren, schon seit jeher eine labile Person ist, die zu selbstzerstörerischen Verhalten neigt. Auch die Schuldfrage hinsichtlich der Mutter wird betrachtet, da diese sehr früh gemerkt hat, dass Tracey’s Verhalten auffällig war, aber nichts dagegen unternommen hat, aus Überforderung mit ihrem eigenen Leben. Der Vater, ebenfalls ein notorischer Lügner, wird ins Spiel gebracht und in Hinblick auf die kindliche Entwicklung hinsichtlich Vorbildwirkung erörtert. Und nicht zuletzt wird auch Tracey’s Schuld aufgeworfen, die mit ihrer erfunden Krebserkrankung und der weit hergeholten Heilung sicher den ein oder anderen Menschen auf dem Gewissen hat. Somit ergibt sich ein unglaublich komplexes Bild und was bleibt ist die Erkenntnis, dass ein Ereignis sicher immer durch sehr viele Faktoren bestimmt ist, aber am Ende der erwachsene Mensch selbst die Entscheidung trifft. Weiterhin fand ich die Auseinandersetzung mit dem Thema Mutterschaft sehr gut. Suzy ist als Alleinerziehende jeder Menge Probleme ausgesetzt. Das beginnt bei der Kinderbetreuung, die permanent abgesichert sein muss, da Maddy noch sehr klein ist, geht über Zeitmanagement, Geldprobleme, die Flucht in bedeutungslose Affären, bis hin zu Situationen der Überforderung, Wut (auf sich selbst, das Kind, den Partner, der nicht mehr da ist), Ohnmacht. Ich finde Maley hat hiermit ein großartiges Statement abgegeben. Mutterschaft ist nicht immer schön… man darf als Mutter wütend sein, man darf verzweifelt sein, man darf keinen Ausweg wissen und trotzdem liebt man sein Kind. Jacqueline Maleys Buch ist nur eine weitere Geschichte, aber eine die ich sehr gern gelesen habe, die mich sehr berührt hat, die mich zum Nachdenken gebracht hat und die ich euch sehr ans Herz legen kann.









