Not Broken

Not Broken

Paperback
3.729

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Description

Charlotte hat alles, was man sich nur wünschen kann: eine tolle Familie, ihren vermeintlich großartigen Freund Clemens, und eine wunderschöne Wohnung in der Hamburger Hafencity. Das Einzige, was ihr fehlt, ist eine endgültige Richtung im Leben. Als sie überraschend ihre ADHS-Diagnose bekommt und im Wartezimmer ihres Therapeuten auf den mitgenommenen Sänger Flynn trifft, hinterfragt sie ihr komplettes bisheriges Leben. Wer will sie sein und wo will sie hin? Wollte sie nicht eigentlich immer schon Autorin werden? Und warum genau fühlt es sich mit Flynn so viel besser an als mit Clemens? Charlotte fängt an, an sich selbst und ihre Träume zu glauben und lernt, mit ihrer Neurodivergenz umzugehen. Auf ihrem Weg zur Autorin findet sie endlich zu sich selbst und versteht, dass die Menschen, die für einen richtig sind, einen dafür schätzen, wie man ist. Eine New Adult-Romance, die endlich Repräsentation für Neurodivergenz und ADHS schafft, ohne dabei gängige Klischees zu bedienen. Own Voice-Autorin Jessica Noir vereint in ihrem Buch eine realistische Abbildung von ADHS mit einer aufregenden Geschichte um Hobbyautorin Charlotte und Sänger Flynn, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
Modern
Format
Paperback
Pages
400
Price
15.50 €

Author Description

Jessica Noir, 1990 in Hamburg geboren, erhielt ihre eigene ADHS-Diagnose mit 32. Sie wohnt, nach einer sehr frustrierenden Ausbildung zur Versicherungskauffrau und einem Studium zur Illustrationsdesignerin mit Schwerpunkt Buchillustration, mit ihrem Mann und ihren Hunden in Dithmarschen. Zwischen Deichen und Kohlfeldern macht sie das, was sie liebt, seit sie einen Stift halten kann. Sich Geschichten ausdenken und diese zu Papier bringen. Und Kaffee trinken. Eindeutig Kaffee trinken.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
3%
53%
N/A
13%
33%
63%
21%
26%
64%
63%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
84%
81%
64%
47%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate50%
Variable50%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Minimalistisch (100%)

Posts

10
All
3.5

Das Buch zeigt gekonnt auf, wie unterschiedlich sich ADHS bei Männern und Frauen äußert und verknüpft dies mit einer süßen Liebesgeschichte.

Was ist überhaupt normal? Diese Frage stellt sich die Protagonistin Charlotte kurz bevor, sie ihre ADHS Diagnose erhält. Denn sie fühlt sich nicht normal. Charlotte und Fynn begegnen sich bei ihrer Therapie. Fynn ist Mitglied einer relativ bekannten Band, aber Charlotte erkennt ihn nicht. Soweit so klischeehaft. Charlotte ist selbst Buchbloggerin, schreibst Fan Fiction und erhält mir ihrer ADHS-Diagnose endlich eine Erklärung für ihr Gefühl, nicht normal zu sein. Das Buch klärt generell viel darüber auf, wie sich ADHS bei verschiedenen Menschen äußert und zeigt exemplarisch an Charlottes Partner und dessen Vater auf, warum bei vielen Frauen ADHS erst in den Zwanzigern oder sogar noch später diagnostiziert wird. Weil sich die Forschung vorallem auf Männer konzentriert und die Symptome bei Frauen, die sich anders äußern, häufig nicht als solche identifiziert werden. Charlottes Freund (und zum Glück irgendwann Exfreund) Clemens war unfassbar herabblassend, affektiert und generell ein Arschloch. Genauso wie sein Vater und beide zusammen sind die schlimmste Kombination, die Charlotte ihre Diagnose absprechen, weil sie müsste sich ja einfach nur mehr anstrengen, mehr Disziplin haben und Sport machen. Clemens ist wirklich unglaublich toxisch und ich habe mich sehr gefreut, als Charlotte sich endlich aus dieser ungesunden Beziehung befreit hat. Während jeder von Clemens Familie meilenweit Abstand halten sollte, war die Familie von Charlotte selbst einfach unglaublich wohltuend und angenehm. Am Anfang war ich etwas skeptisch Flynn als Loveinterest gegenüber. Denn bei seiner ersten Begegnung mit Charlotte bezeichnet er sie als „Schwabbelchen“. Ja, er fühlt sich direkt schlecht und entschuldigt sich später auch, aber Fatshaming geht gar nicht. Da hätte er lieber etwas über ihre Strickjacke sagen sollen. Natürlich hängt dieses Verhalten mit seiner mangelnden Selbstbeherrschung durch sein ADHS zusammen, aber es hat ihn nicht gerade sympathisch gemacht. Verstärkt wurde meine Abneigung ihm gegenüber auch noch durch seine Aggressivität. Ich weiß natürlich, dass auch hier ein Zusammenhang mit seiner ADHS besteht, aber das ändert nichts daran, dass er dadurch teilweise unberechenbar ist und ich als Frau dennoch Angst hätte. Er macht jedoch eine große Charakterentwicklung durch, was ich ihm zugutehalten muss. Dennoch fand ich Charlotte und Flynn zusammen süß. Dadurch, dass sie beide ADHS haben, können sie viel besser auf die Verhaltensweisen ihres gegenüber eingehen und Verständnis zeigen. Der Schreibstil war sehr angenehm lesbar und vorallem das Abdriften ihre Gedankengänge war aus meiner Sicht unglaublich gut beschrieben. Als Leserin habe ich mich in ihnen genauso verloren wie die Protagonistin. Das Buch zeigt gekonnt auf, wie unterschiedlich sich ADHS bei Männern und Frauen äußert und verknüpft dies mit einer süßen Liebesgeschichte.

Das Buch zeigt gekonnt auf, wie unterschiedlich sich ADHS bei Männern und Frauen äußert und 
verknüpft dies mit einer süßen Liebesgeschichte.
2.5

Tolle Idee ADHS und Neurodivergenz durch eine Liebesgeschichte mehr Aufmerksamkeit zu geben. Umsetzung hat mir aber leider nicht gefallen.

. KLAPPENTEXT Charlotte hat alles, was man sich nur wünschen kann: eine tolle Familie, ihren vermeintlich großartigen Freund Clemens, und eine wunderschöne Wohnung in der Hamburger Hafencity. Das Einzige, was ihr fehlt, ist eine endgültige Richtung im Leben. Als sie überraschend ihre ADHS-Diagnose bekommt und im Wartezimmer ihres Therapeuten auf den mitgenommenen Sänger Flynn trifft, hinterfragt sie ihr komplettes bisheriges Leben. Wer will sie sein und wo will sie hin? Wollte sie nicht eigentlich immer schon Autorin werden? Und warum genau fühlt es sich mit Flynn so viel besser an als mit Clemens? Charlotte fängt an, an sich selbst und ihre Träume zu glauben und lernt, mit ihrer Neurodivergenz umzugehen. Auf ihrem Weg zur Autorin findet sie endlich zu sich selbst und versteht, dass die Menschen, die für einen richtig sind, einen dafür schätzen, wie man ist. MEINUNG Eine Liebesgeschichte, verflochten mit der Diagnose ADHS. Da in meinem Umfeld einige ADHS haben und ich gerne mehr davon verstehen möchte, war ich sehr gespannt auf das Buch. Charlotte ist zwanzig Jahre alt und schreibt für ihr Leben gerne Geschichten und bekommt gerade ihre Diagnose ADHS. Flynn ist Musiker einer Band und weiß schon seit seiner Kindheit, dass er ADHS hat, musste allerdings mit sehr viel Gegenwind in seiner eigenen Familie kämpfen. Ich weiß, dass Kreativität und Selbstständigkeit oft Thema von ADHSlern ist. Dennoch hätte es mir hier besser gefallen, wenn Flynn beispielsweise kein Bandmitglied einer erfolgreichen Band gewesen wäre. (Mit berühmten Personen in Büchern fremdle ich allerdings oft ...) Es waren auch wirklich viele Punkte von ADHS im Buch verflochten, sodass ich das ein oder andere noch etwas besser verstehen konnte. Dennoch hätte ich mir das ganze irgendwie noch mehr herausgearbeitet oder deutlicher gewünscht, da die Geschichte ja vor allem daraus entstanden ist, der Neurodivergenz mehr Sichtbarkeit zu geben. Mir persönlich hat leider zeitweise auch der Schreibstil nicht zugesagt. Besonders im Mittelteil habe ich mir schwer getan. Ich fand es immer wieder aufgesetzt und nicht ganz rund. Zum einen ging mir die Liebesgeschichte zwischen Flynn und Charlotte zu schnell, im Sinne dessen, wie schnell sie vertraut miteinander umgegangen sind und ihren Gefühlen Worte gegeben haben. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin manchmal eher direkte Beschreibungen gefunden hat, als tatsächlich das Gefühl der Liebe vermitteln zu können. Und sich manchmal auch nicht getraut hat, dem ganzen mehr Tiefe zu geben. Ich hatte oft das Gefühl, die Themen miteinander zu verflechten, war zu gewollt, sodass beides etwas auf der Strecke geblieben ist. Ich mochte allerdings, dass ADHS bei Männern und Frauen ein Thema war, auch wie es um die Akzeptanz in der Gesellschaft dazu steht. Auch mochte ich, dass es bei Flynn schon seit der Kindheit klar war, es ihm das Leben aber deshalb nicht unbedingt leichter gemacht hat. Und ich mochte auch, dass Charlotte im Gegenzug dazu erst so spät ihre Diagnose bekommt. Das Cover und Thema haben mich sehr angesprochen, habe aber eine "erwachsenere" Liebesgeschichte erwartet. Insgesamt eine gute Idee, dem Thema mehr Sichtbarkeit zu geben, für mich persönlich war es aber eher nichts.

Tolle Idee ADHS und Neurodivergenz durch eine Liebesgeschichte mehr Aufmerksamkeit zu geben. Umsetzung hat mir aber leider nicht gefallen.
4

Ich habe mich riesig gefreut, ein Buch zu lesen, in dem ADHS thematisiert wird, ohne dabei ein Sachbuch oder Ratgeber zu sein. Und auch wenn es mich insgesamt nicht 100% überzeugen konnte, ist es ein süßer Liebesroman für zwischendurch!

4.5

Humorvoll, romantisch und sehr supportive

Charlotte schreibt im Internet spicy Geschichten. Flynn ist Sänger einer angesagten Newcomerband. Ihre erste Begegnung verläuft eher suboptimal, aber da Flynn in der Lage ist, sich zu entschuldigen, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Was passiert, wenn zwei ADHSler sich verlieben? Und was ist, wenn Menschen sich ganz und gar nicht toxisch verhalten und höchstens mal Rückfälle in einstudierte Vogel-Strauss-Techniken haben, die wohl jeder Mensch mit ADHS kennt? Lest dieses Buch, dann erfahrt ihr es! Ein paar Kleinigkeiten fand ich nicht ganz rund, hier und da hat das Korrektorat etwas übersehen und die Zeitachse erschien nicht ganz stimmig, aber alles in allem habe ich dieses Buch regelrecht verschlungen! Danke an Jessica Noir für die beste „Nicht-Buchwerbung“, die sie auf Threads machen konnte! Als selbst Betroffene hat mich ein ADHS-Roman sehr angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. Das Thema ist sehr gut umgesetzt, ohne ins Klischeehafte oder Übererklären abzurutschen.

Humorvoll, romantisch und sehr supportive
5

Das Buch hat mir sehr viel aus meinem eigenen Leben erzählt, es hat mich in vielen Weisen berührt und an mich erinnert. Charlotte ist so eine starke Persönlichkeit und durchlebt so ziemlich alle Phasen die man vor, während und nach der Diagnostik so hat. Auch Flynn ist ein sehr liebenswerter Mensch und hat seine Ecken und Kanten, aber dadurch kann man ihn gut kennen und auch lieben lernen. Das erste Buch der Art was Romance und ADHD verbindet, eine der Gründe warum ich es unbedingt lesen wollte, es hat mich absolut nicht enttäuscht, eher beeindruckt. Das Buch ist alles was man sich als neurospicy Person wünscht. ❤️ Jeder der Protas hat seine Stärken und lernt mit der Diagnose anders umzugehen, doch im Kern sind sie doch irgendwie gleich. Es ist schön zu wissen, nicht alleine zu sein und das es überall neurospicy Menschen gibt. 🫶🏻🙏🏻

4.5

Tolle, sich nicht allzu ernstnehmende Wohlfühl Charaktere

Ich fand das Buch wirklich so schön. Ich selber stecke gerade mitten in der ADHS Diagnostik und ich kann mich mit Charlotte einfach identifizieren. Mich haben die Sprünge zwischen ihr und Flynn nicht gestört. Das wird ja in vielen NA Büchern gemacht. Ich fand es wirkte am Anfang so ein als müsse man sich einmal durch eine Checkliste, die so für ADHS stehen, arbeiten. Aber das war nur so am Anfang. Es war auch nicht extrem störend. Vielleicht einfach nur ungewohnt. Es war aber trotzdem eine unheimlich tolle Geschichte. Ich habe mitgefühlt, gerade auch als sie diese Worte von Clemens bekam. Unfassbar. Alles in einem ein ganz tolles Buch und ein toller Auftakt für Jessica Noir, in ein großartiges Autorenleben. Danke für die tolle Zeit mit Kitty und Flynn. P.s. Wir brauchen die Muffingeschichte.

5

Kurz, knackig und eine schöne Geschichte mit dem Thema Mental Health und ADHS

Eine schöne Geschichte die in kurzen, knackigen Kapiteln was sich sehr gut mit Mental Health und ADHS befasst. Tolle Charaktere die man schnell ins Herz schließen kann und einfach nur wholesome. Ich kann es wärmstens weiter empfehlen.

4

Cute ahds-Romance

An sich cute, glaube nur dass manches für Menschen ohne Bezug zu adhs vllt schwierig ist einzuordnen, da hätten vllt mehr Hintergrundinfos/Glossar oder sowas zu Adhs hilfreich sein können.

2

Tatsächlich fällt es mir etwas schwer, eine Rezension zu diesem Buch zu verfassen. Ich finde nämlich, dass "Not Broken" sehr wichtige Themen behandelt, die viel zu wenig Aufmerksamkeit im Romance-Genre bekommen: ADHS. Selbstzweifel. Und generell mentale Gesundheit. Jessica Noir beleuchtet diese Dinge unglaublich gut und besonders die Szenen rundum Charlottes ADHS-Diagnose fand ich (als nicht betroffene Person) sehr gut und nachvollziehbar umgesetzt. Hier enden aber leider auch schon meine positiven Gedanken zu dem Buch. Ganz am Anfang treffen wir Flynn, den männlichen Protagonisten und Love Interest. Bei der ersten Begegnung mit Hauptfigur Charlotte beleidigt er sie als "Schwabbelchen". Das ist nicht nur eine unfassbar lahme Beleidigung, sondern auch eine besonders niederträchtige. Zu wissen, dass der Mann, für den man im Laufe der Geschichte rooten soll, offensichtlich fettphobe Gedanken Frauen gegenüber hegt, war der größte Ick ever. Zwar entschuldigt er sich, und sein Verhalten danach ist weitestgehend unproblematisch, dennoch konnte ich über diese eine Sache nicht hinwegkommen. Generell waren die Handlungen der Figuren oft nicht nachvollziehbar. Charlotte trennt sich von ihrem langjährigen Freund und durchlebt nicht mal eine kurze Phase von Trennungsschmerz oder Liebeskummer. Der Freund war zwar ein Arsch, aber trotzdem ging mir das alles viel zu schnell und ohne richtigen Übergang. Flynn, der als Bad Boy eingeführt wird, ist alles, nur nicht das. Um ehrlich zu sein, war er ziemlich uninteressant und langweilig. Da fand ich Nebenfiguren wie z.B. Charlottes Eltern um einiges spannender. Der Plot ließ auch ordentlich zu wünschen übrig. Es passierte nicht viel und Stellen, in denen ein Funken Spannung aufkeimte, waren stark konstruiert und unrealistisch (z.B. alles um Flynns Starstatus war wie in einer schlechten Teenie-Serie). Therapeuten und Ärzte haben sich auch mehr als merkwürdig verhalten. Dialoge zwischen den Figuren (und besonders Textnachrichten) erschienen mir leb- und charakterlos. Was mich zudem genervt hat, waren die unnatürlich vielen Perspektivwechsel innerhalb der Kapitel. Als würde die Autorin wollen, dass man unbedingt alle Szenen aus beiden Sichten erlebt. Kann ich irgendwo verstehen, aber es war unfassbar anstrengend, nach einer halben Seite immer zur anderen Person springen zu müssen. Ein großer Kritikpunkt ist außerdem die verblüffende Anzahl an Fehlern im Text. Als hätte es kein Korrektorat gegeben und die Druckfahne schien auch nicht überprüft worden zu sein. Haufenweise fehlende Satzzeichen und Buchstaben, einige das/dass-Fehler. Abschließend kann ich sagen, dass das Buch viele gute Ansätze hatte und Themen beleuchtet, die gerade auf dem deutschsprachigen Buchmarkt viel zu kurz kommen. Die Umsetzung hat leider allerhand Wünsche offengelassen. Ich werde die Autorin trotzdem im Auge behalten und mir anschauen, was in der Zukunft noch von ihr kommt.

2

Buchclub-Buch Januar📚

Leider konnte mich dieses Buch am Ende überhaupt nicht überzeugen. Die Grundidee, ADHS sichtbar zu machen und bestehende Stigmata zu thematisieren, ist wichtig – davon entfernt sich die Geschichte jedoch viel zu schnell. Stattdessen entwickelt sich eine halbgare Romance, die für mich weder echte Spannung noch emotionale Tiefe hatte und eher wie eine Freundschaft wirkte. Der unnötige Third-Act-Breakup ist überzogen, innerhalb weniger Zeilen wieder aufgelöst und lässt das Buch abrupt enden. Viele Themen und Nebenhandlungen werden angerissen, ohne sinnvoll weitergeführt zu werden, während unnötiges Drama viel Raum einnimmt. Problematisch empfand ich zudem, dass ADHS stellenweise stereotype Zuschreibungen eher verstärkt als hinterfragt und Medikamente fast als Allheilmittel dargestellt werden. Besonders irritierend war auch die Nebenhandlung rund um Charlottes Autorinnentätigkeit: Dass Minderjährige problemlos Zugang zu ihren sehr expliziten Geschichten haben und dies innerhalb der Handlung kaum reflektiert wird, wirkte befremdlich. Auch das Kennenlernen der Protagonisten sowie einige ihrer Reaktionen erschienen mir unangenehm und wurden fragwürdig mit ADHS begründet. Insgesamt hätte das Buch deutlich gekürzt und inhaltlich fokussierter sein müssen – für mich überwogen am Ende leider die kritischen Punkte deutlich.

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