Nie war ich furchtloser

Nie war ich furchtloser

Softcover
3.67
Bewegung 2. JuniPolizistRafSubkultur

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Description

»Ich bin parteilich, subjektiv und emotional. Nur auf diese Weise hab ich mir eh und je die Welt erschlossen.« – So schreibt Inge Viett, der in den 70er Jahren das Prädikat »Top-Terroristin mit besonders grausiger Handschrift« verliehen wurde, auch über ihr Leben: über die enge, muffige Kindheit bei Pflegeeltern in der norddeutschen Provinz, ihre Zeit in der Berliner Subkultur und den Beginn des politischen Engagements. 1968 protestiert sie gegen die Unterdrückung der Frauen und setzt mit Molotow-Cocktails Geschäfte für Brautmode und Sexshops in Brand. Sie radikalisiert sich, bricht zweimal aus dem Gefängnis aus, ist beteiligt an der Lorenz-Entführung, an Gefangenen-befreiungen und militärischen Ausbildungen in palästinensischen Camps. Als sich die Bewegung 2. Juni auflöst, schließt sie sich der RAF an – was von anderen Mitgliedern des 2. Juni als Verrat an ihrem antiautoritären Ansatz kritisiert wird. Nach einem Schuss auf einen Polizisten in Paris 1981 integriert sie sich mithilfe der Stasi in die DDR, wo sie ein neues Leben beginnt. Kurz nach dem Fall der Mauer wird sie 1990 von den westdeutschen Behörden entdeckt und wegen versuchten Mordes zu dreizehn Jahren Haft verurteilt. Zeit ihres Lebens hat Viett den gegen Imperialismus und Kapitalismus gerichteten Guerillakampf verteidigt, ebenso die DDR mit ihrem Bekenntnis zu Antifaschismus und internationaler Solidarität. In ihren letzten Lebensjahren ist es stiller um sie geworden. Im Mai 2022 ist Inge Viett nach langer Krankheit verstorben. Ihre in der Haft verfasste Autobiographie von 1997 bleibt ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Autobiographies
Format
Softcover
Pages
320
Price
20.60 €

Author Description

Inge Viett (1944–2022), in Schleswig-Holstein aufgewachsen, zog 1969 nach Westberlin, wurde Mitglied der Bewegung 2. Juni; 1972 und 1975 verhaftet, beide Male aus dem Gefängnis ausgebrochen. Kurze Mitgliedschaft in der RAF, 1982 Übersiedlung in die DDR. 1990 in Magdeburg verhaftet und 1992 zu dreizehn Jahren Haft verurteilt, 1997 entlassen. Am 9. Mai 2022 ist Inge Viett in Falkensee gestorben.

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"Inge Vietts 'Nie war ich furchtloser' bietet einen fesselnden Einblick in die Welt politischer Aktivisten und ihren Kampf für soziale Gerechtigkeit, was inspirierend und aufwühlend zugleich ist."

"Nie war ich furchtloser" von Inge Viett ist eine beeindruckende und fesselnde Autobiografie, die den Leser in eine Welt politischer Aktivisten und den Kampf für Veränderung entführt. Als Leser, der an persönlichen Geschichten über soziale und politische Veränderungen interessiert ist, war dieses Buch für mich äußerst fesselnd. Man muss sich darauf einlassen. Stellenweise ist es etwas zäh. Inge Viett erzählt in diesem Werk von ihrem Leben als Aktivistin in den 1970er Jahren in der linken Szene Westdeutschlands. Sie gewährt dem Leser Einblicke in die Welt des politischen Widerstands, der subversiven Aktivitäten und der Konflikte mit dem Staat. Ihre Erzählung ist schonungslos ehrlich und oft erschütternd. Was dieses Buch besonders ansprechend macht, ist die Entschlossenheit und der Mut, den Inge Viett in ihrem Kampf für soziale Gerechtigkeit und politische Veränderungen gezeigt hat. Ihre Erzählung ist gleichermaßen inspirierend und aufwühlend. Sie gibt tiefe Einblicke in die Welt der politischen Aktivisten und die Opfer, die sie für ihre Überzeugungen gebracht haben. "Nie war ich furchtloser" ist weit mehr als nur eine Autobiografie. Es ist eine Reise in die Geschichte der politischen Bewegungen in Deutschland und in die Gedankenwelt einer engagierten Aktivistin. Das Buch regt zum Nachdenken über soziale Gerechtigkeit und den Kampf für Veränderung an. Insgesamt ist "Nie war ich furchtloser" von Inge Viett eine beeindruckende Lektüre, die den Leser mit auf eine bewegende Reise in die Welt des politischen Widerstands und des Engagements für soziale Veränderungen nimmt. Es ist eine inspirierende Erzählung über den Mut, für Überzeugungen einzustehen, und eine wichtige historische Aufzeichnung für diejenigen, die an sozialen und politischen Veränderungen interessiert sind. Ich habe dieses Buch sehr geschätzt und kann es jedem empfehlen, der an politischer Geschichte und sozialem Engagement interessiert ist.

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es hat etwas gebraucht um reinzukommen und auch am ende hat es sich etwas gezogen. trotzdem ein gutes buch!

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