Neue Zeiten auf der Kö – Die Journalistin
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Description
Eine verbotene Liebe öffnet einer jungen Frau in Düsseldorf den Weg zu einem selbstbestimmten Leben als Journalistin. Für alle Leser:innen von Eva Völler, Mechthild Borrmann und Lily Bernstein
»Und warum lernen Sie dann nicht bei einer Zeitung?« Sie seufzte. »Die Frage kann wohl nur von einem Mann kommen. Die Zeiten, in denen die Frauen für alles zuständig waren, arbeiten gingen und für sich selbst entscheiden durften, sind wieder vorbei.«
Düsseldorf 1950: Eva erfährt mit zwanzig Jahren das erste Mal von den Gräueltaten der Nazis. Ihre Eltern hatten sie als Kind für die NS-Propaganda instrumentalisiert, indem Eva Hitler beim Reichsparteitag Blumen überreichen musste. Sie konfrontiert ihre Eltern mit ihrem neuen Wissen. Aus dem Streit wächst ein Konflikt, der die Grundfeste von Evas Leben erschüttert. Ihr junger Politiklehrer ermutigt sie dazu, ihren eigenen Weg zu gehen und eine Karriere als Journalistin anzustreben. Zwischen den beiden keimt eine Liebe auf, die aus mehr als einem Grund verboten bleibt. Wird es Eva trotz familiärer und gesellschaftlicher Widerstände gelingen, für ihre Freiheit zu kämpfen und gleichzeitig ihrem Herz zu folgen?
Book Information
Author Description
Bettina Lausen, geboren 1985, lebt mit ihrer Familie in Haan und hat einen Bachelor in Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Literatur und Geschichte. Sie hat bereits mehrere Romane veröffentlicht, ihr Herz schlägt dabei für das Historische. Seit 2018 gibt sie Kurse fürs kreative Schreiben und verfasst Artikel für die Fachzeitschrift »Federwelt«. Mittlerweile ist sie auch als Schreibcoach und Lektorin tätig.
Posts
Eine wahnsinns packende Geschichte mit ganz viel Empathie - großartig geschrieben
Mit viel Empathie hat die Autorin alle Charaktere gezeichnet und hat ihnen nicht nur ein Gesicht gegeben, sondern hat die Nachkriegsjahre so gut dargestellt und hat sich nicht nur auf ein bestimmtes Bild beschränkt, sondern hat wie auf einem Wimmelbild alles in Bild gesetzt, was genau diese Jahre, die Nachkriegsjahre ausgemacht haben. Denn sie hat auch die Schattenseite hervorgehoben. Das Schweigen vieler Menschen, das Vertuschen der Gräueltaten der Nazis, die Fängen des Systems- die auch in den Jahren nach dem Krieg noch griffen. Sie hat die Propaganda, von der viele Menschen sich mit blenden lassen haben, genau durchleuchtet. Sie hat das Leben zu der damalige Zeit, wo die Menschen noch zwischen den vielen Trümmern lebten und gleichzeitig die Wirtschaft wieder so langsam in Schwung kam, für mich perfekt aufgezeichnet. Aber sie hat sich auch mit der Rolle der Frau beschäftigt und hat damit wieder einmal vor Augen geführt, dass das, was wir in unserer Heimat als selbstverständlich erachten, nicht immer so war und das es viele mutige Frauen gab, die innerhalb ihrer Familie ihre Stimme erhoben haben. Das muss man sich immer wieder auch mal vor Augen führen. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen, denn trotz des schwierigen und sehr tiefen Thema, hat es die Autorin geschafft, eine Balance zu finden, die den Leser mitreißt und berührt, die aber nicht lähmt. Einen solchen Sog mit einer packenden und spannenden Stück Zeitgeschichte zu verfassen, ist schwierig, ist der Autorin aber federlicht gelungen. Sämtliche Emotionen kamen hier zum tragen- und ja, besonders am Ende war die Taschentücherpackung leer Chapeau! Fazit: 5 Sterne für ein packende Geschichte, die nicht nur berührt, sonder die haften bleibt

Ein ganz besonderer Lesegenuss!
Was für ein intensives Leseerlebnis! Bettina Lausen hat mich mit ihrer fiktiven Geschichte um „Die Journalistin – Neue Zeiten auf der Kö“ durch ihre fesselnde Schreibweise und die unglaublich facettenreich dargestellten Charaktere, von denen einige mich sehr polarisiert haben, außerordentlich begeistert. Der Roman spielt in Düsseldorf in den „Fünfziger Jahren“ und der Autorin ist es hervorragend gelungen die Atmosphäre der immer noch im Aufbau befindlichen Stadt nach Kriegsende und der Wirtschaftswunderzeit zum Leser zu transportieren, genauso wie die zwiegespaltene Denkweise der Menschen nach dem Ende der Naziherrschaft unter Einbindung historischer Begebenheiten. Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht Eva Brockmann, die einst als kleines Mädchen Hitler auf einer Propagandaveranstaltung einen Blumenstrauß überreicht hatte. Sie stammt aus einer gutsituierten und angesehenen Familie, deren Mitglieder mich durch ihre Vielschichtigkeit, ihre Geheimnisse, ihre persönlichen und politischen Ansichten, Zukunftsvisionen und ihre tragischen Schicksalsschläge, voll in den Bann gezogen haben. Als wohlerzogene und bisher folgsame Tochter erfährt die Zwanzigjährige während ihrer Ausbildung zur Erzieherin im Politikunterricht zum ersten Mal bewusst von den Machenschaften und Gräueltaten der Nationalsozialisten. Eva ist geschockt und sprachlos und versucht mit ihren Eltern über dieses Thema zu reden, doch diese lassen sich auf so gut wie keine Diskussion ein und blocken sie ab. Nach weiteren Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen beginnt Eva ihre Wertevorstellungen zu überdenken und versucht ihren eigenen Weg zu gehen, begegnet der Liebe ihres Lebens, muss schmerzhafte Erfahrungen machen, verschreibt sich der Wahrheitsfindung und erfährt im Laufe der Zeit hart erkämpfte Wertschätzung und unverhoffte Erfolge. Ihr Charakter hat mich unglaublich fasziniert und ich mochte ihre rebellische, neugierige, couragierte und freiheitsliebende Art, aber auch ihre Verletzlichkeit und ihren unbändigen Willen ihr Ziel zu erreichen. Ihre Gedankengänge und Handlungen haben mir einige Denkanstöße bezüglich der Nachkriegsgeneration und deren Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit gegeben, bei denen es damals wie auch leider heute noch, uneinsichtige und ignorante Menschen gibt, die Geschehenes verleugnen. Große Antipathie und Aggressionen haben bei mir Evas Verlobter Gert und ihr Vater Heinrich durch ihre eingeimpfte Ideologie und ihre Seil- und Machenschaften aufgebaut, deren Charaktere Bettina Lausen ausgezeichnet dargestellt hat, dass sie solche Empfindungen bei mir ausgelöst haben. Als tollen Kontrast zu ihnen empfand ich Oma Ida, die Seele der Familie, die ich durch ihr liebenswertes Wesen, ihre Hilfsbereitschaft und ihren Düsseldorfer Dialekt sofort in mein Herz geschlossen habe. Evas Mutter entsprach sehr gut der untergeordneten Rolle der Frau in der damaligen Zeit, die sich nicht groß gegen ihren partiarischen und empathielosen Mann gewehrt hat. Großes Mitgefühl hatte ich für Evas Bruder Kurt, der traumatisiert und ausgemergelt 5 Jahre nach Kriegsende unverhofft wieder vor der Tür der Familie steht und für den es fast unmöglich scheint sich wieder zu integrieren. Doch noch viele andere Protagonisten bereicherten diesen Roman, zu dem Evas beste Freundin Helga, Politiklehrer Johann Winkler und Evas Arbeitskollegen zählten. Nach all den aufwühlenden und fesselnden Ereignissen und offenen Zukunftsaussichten einiger Charaktere habe ich mich unheimlich darüber gefreut als ich erfahren habe, dass noch eine Fortsetzung von „Die Journalistin“ geplant ist. Mein Fazit: Bettina Lausen hat mir mit „Die Journalistin“ allerbeste Unterhaltung geboten und ich füge ihren Roman zu meinen Lesehighlights 2024 hinzu. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und hochverdiente 5 Sterne!

Düsseldorf in den 1950er Jahren: Eva möchte Journalistin werden. Ihr Vater ist ein verkappter Nazi, das Foto, auf dem die 4jährige Eva Hitler einen Blumenstrauß überreicht, hat einen Ehrenplatz im Haus der Familie. Bis sie volljährig wird, muss sie tun, was ihr Vater sagt, er will, dass sie Kinderpflegerin wird. In der Berufsschule verliebt sie sich in ihren Politiklehrer. Ein fesselnder historischer Roman über eine mutige junge Frau in der Nachkriegszeit in Düsseldorf, empfehlenswert!
~ fesselt und mitreißend geschrieben ~ gut recherchierte geschichtliche Hintergründe ~
Zum Cover: Die Covergestaltung im nostalgischen Stil gefällt mir richtig gut und die junge Frau passt zum Bild, was ich mir gedanklich von der Protagonistin Eva gemacht habe. Ihr arisches Aussehen und ihr zielstrebiger Blick und die Leidenschaft zum Schreiben fand ich im Cover wieder. Meine Meinung: Mit "Die Journalistin - Neue Zeiten auf der Kö" von Bettina Lausen fand ich mich in den 1950ger Jahren wieder und erlebte hautnah die gut recherchierte NS-Zeit mit und war gefesselt von den Ereignissen der damaligen Zeit. Eva muss schmerzlich erfahren, dass ihre Familie so manche Geheimnisse verbergen. So erfährt sie von Edith, ihrer verstorbenen Schwester, über Gräueltaten der Nazis und dass sie als vierjähriges Kind das Blumenmädchen von Hitler war und ihr Vater immer noch an die Hitlerzeit festhält. Zudem ist sie Gerd, dem Sohn der befreundeten Familie Koll und Inhaber des Tanzlokals Kolvenbach, versprochen. Doch während ihrer Feier zur bevorstehenden Ausbildung zur Kinderpflegerin, merkt sie, dass sie Gerd nicht heiraten kann und verliert zusehends ihr Herz an ihren Politiklehrer Johann. Sie beginnt für sich Einzustehen und kämpft für ihre Rechte und widersetzt sich ihrer Familie. Findet Eva ihr Glück und kann ihren Traum als Journalistin zu arbeiten realisieren in einer Zeit, in der Frauen die Erlaubnis des Ehemannes benötigen, um arbeiten zu dürfen? Sehr schnell konnte ich in die Geschichte eintauchen und obwohl Bettina Lausen sich nicht detailliert in Beschreibungen vertieft, schaffte sie es, mich in die damalige Zeit zu versetzen und die Atmosphäre zu genießen. Die geschichtlichen Hintergründe empfand ich als sehr gut recherchiert und wurden gut im Textfluss übermittelt. Das Tanzlokal Kolvenbach gibt es tatsächlich und ist derzeit ein Lost Place, welchen die Autorin auf ihrem Social Media Kanal sogar vorstellt. Die Charaktere wurden authentisch und zeitgemäß beschrieben und ich konnte mich in Eva hineinfühlen und fieberte ihre Lebensgeschichte ereignisreich mit. Sie war für mich eine starke Persönlichkeit. Sie kämpfte um ihre Unabhängigkeit und ihr Glück, wo manch andere bereits schon aufgaben und sich dem Schicksal ergaben. Sie nahm kein Blatt vor dem Mund und hinterfragte ihre Vergangenheit und die der Eltern. Ihre Mutter dagegen unterlag ihrem Vater, der mich oftmals wütend werden lies, durch seine herzlosen Aussagen und Handlungen. Großmutter Ida schloss ich sofort ins Herz und war begeistert, dass Bettina Lausen ihr den Düsseldorfer Munddialekt verpasst hat. Dies war für mich etwas ganz besonderes - ich liebe es, wenn Charaktere durch sprachliche Dialekte zum Leben erweckt werden. Die Liebe zwischen Eva und Johann war zärtlich und innig und so voller Schmerz und Trauer durchzogen. Den Beiden wurde es nicht leicht gemacht und dennoch standen sie zueinander. Die Geschichte baut sich erst langsam auf und Evas Weg zur Journalistin wird erst zum Ende hin Raum finden. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Element früher einbezogen worden wäre, da es sich so, nur als Nebenstrang anfühlte, und ich aufgrund des Titels "Die Journalistin " etwas mehr Beachtung zu diesem Thema erhofft habe. Zum Ende wurde ich durch einige Wendungen überrascht, die mich erschüttert haben - auf eine schmerzliche Art. Ich war traurig und dennoch glücklich und zufrieden. Ich möchte unbedingt mehr von Bettina Lausen lesen. Fazit: "Die Journalistin - Neue Zeiten auf der Kö " von Bettina Lausen erzählt in der NS-Zeit über den Weg einer jungen Frau, die selbstbestimmend ihr Leben als Journalistin ausleben möchte und sich ihrer Familie gegenüber widersetzt - um frei, unabhängig und glücklich zu sein. ~ fesselt und mitreißend geschrieben ~ gut recherchierte geschichtliche Hintergründe ~ familiäre und gesellschaftliche Hindernisse ~ Lost Place Tanzlokal Kolvenbach ~

Lebensnah, Konflikte, Trauer
Auch wenn es eine erfundene Geschichte ist zeigt es das Frauen in dieser Zeit es echt schwer hatten. Es ist wundervoll geschrieben und man kann sich sehr gut in die Personen rein versetzen. In die Hauptprotagonistin aber auch in die eher weniger wichtigen Personen. Ich kann dieses Buch nur jedem nahe legen zu lesen.
Hitlers Blumenmädchen – dieses Foto lässt die 20jährige Eva nicht los, nachdem sie während ihrer Ausbildung zur Kinderbetreuerin von ihrem Politiklehrer Johann mehr über die tatsächlichen Gräueltaten der Nationalsozialisten erfährt, die leider immer noch verschwiegen werden. Dass sie von ihren Eltern als 4jährige dazu benutzt wurde, einem Menschen Blumen zu überreichen, der so viel Leid verursacht hat und unter dessen Auswirkungen noch viele in der Nachkriegszeit leiden, macht ihr schwer zu schaffen. Nach und nach tauchen auch andere Geheimnisse der Familie auf und je mehr Eva hinter die Kulissen schaut, desto empörter und enttäuschter ist sie. Zudem soll sie mit einem Mann verheiratet werden, der auch immer noch dieses Gedankengut trägt. Bestärkt durch Johann, ihre beste Freundin Helga und den Lebenskünstler Rolf, aber auch Oma Ida, die eine besondere Verbindung zu ihrer Eva hat und mit ihrer Düsseldorfer Mundart trotz aller Dramatik und schwerer Konflikte etwas Leichtigkeit und Humor in das Leben ihrer Enkelin zaubert, gewinnt sie an Zuversicht und konfrontiert ihre Familie mit den Gegebenheiten und ihren eigenen Wünschen und Träumen, kämpft für ihren Berufswunsch und verfolgt dieses Ziel hartnäckig. Der Konflikt mit den Eltern eskaliert immer mehr und Eva ist hin und hergerissen zwischen der Verbundenheit zu ihrem Bruder und der Oma, aber gleichzeitig sind ihre Eltern in vielen Dingen uneinsichtig und verständnislos. Man spürt, wie Eva mit zunehmender Problematik über sich hinauswächst, sie aus dem anfänglichen duldsamen Mädchen an persönlicher Stärke gewinnt und nach und nach offen anspricht, was ihr missfällt. Sie lässt sich von ihrem Herzen leiten, ermutigt durch die Omi, die für mich die wertvollste Persönlichkeit in diesem Buch ist. Auch wenn sie hart für ihre Pläne kämpfen muss und die Reaktionen ihres Vater erschütternd und schockierend sind, es auch einige Rückschläge gibt, so gefiel es mir, wie hier eine unglaublich spannende Mischung aus historischen Ereignissen und Abläufen mit fiktiven Persönlichkeiten und Details entstanden ist. Das Thema Gleichberechtigung, politische Veränderungen, wirtschaftlicher Wiederaufbau und Frauen in der Berufswelt und Eintritt in neue Arbeitsbereiche sind hier wunderbar integriert und den Leser erwartet so manche Überraschung – emotional ist hier von allem etwas dabei. Der Schluss hätte für mich noch etwas länger sein können, auch wenn hier etwas Spielraum für eigene Gedanken und Kreativität der Leser gegeben wird. Auch dieser historische Roman erhält von mir eine Leseempfehlung, ich mag ihren Schreibstil und die Art, wie man von Anfang an durchgehend in die Handlung gezogen wird und es bis zum Schluss fesselnd und abwechslungsreich bleibt, auch dank der außergewöhnlichen und grundverschiedenen Persönlichkeiten, denen man begegnet.

Nimm deinen Mut und gehe nach Evas Vorbild deinen eigenen Weg, denn "um die Freiheit zu finden, muss man die Vergangenheit hinter sich lassen"!
Auch wenn es nur eine fiktive Geschichte ist, trifft sie genau ins Schwarze. Die Autorin schafft es, dass die schreckliche Vergangenheit nicht vergessen wird, aber der Leser es nicht zu schwer hat, sich mit ihr auf einer anderen Ebene auseinanderzusetzen. Niemand hat das Recht uns vorzuschreiben, was wir aus unserem Leben zu machen haben. Ebenso hat niemand das Recht uns vorzuschreiben, wen wir zu lieben haben. Eva hat den Mut ihren Traum zu verwirklichen. Sei wie Eva!

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Eine verbotene Liebe öffnet einer jungen Frau in Düsseldorf den Weg zu einem selbstbestimmten Leben als Journalistin. Für alle Leser:innen von Eva Völler, Mechthild Borrmann und Lily Bernstein
»Und warum lernen Sie dann nicht bei einer Zeitung?« Sie seufzte. »Die Frage kann wohl nur von einem Mann kommen. Die Zeiten, in denen die Frauen für alles zuständig waren, arbeiten gingen und für sich selbst entscheiden durften, sind wieder vorbei.«
Düsseldorf 1950: Eva erfährt mit zwanzig Jahren das erste Mal von den Gräueltaten der Nazis. Ihre Eltern hatten sie als Kind für die NS-Propaganda instrumentalisiert, indem Eva Hitler beim Reichsparteitag Blumen überreichen musste. Sie konfrontiert ihre Eltern mit ihrem neuen Wissen. Aus dem Streit wächst ein Konflikt, der die Grundfeste von Evas Leben erschüttert. Ihr junger Politiklehrer ermutigt sie dazu, ihren eigenen Weg zu gehen und eine Karriere als Journalistin anzustreben. Zwischen den beiden keimt eine Liebe auf, die aus mehr als einem Grund verboten bleibt. Wird es Eva trotz familiärer und gesellschaftlicher Widerstände gelingen, für ihre Freiheit zu kämpfen und gleichzeitig ihrem Herz zu folgen?
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Author Description
Bettina Lausen, geboren 1985, lebt mit ihrer Familie in Haan und hat einen Bachelor in Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Literatur und Geschichte. Sie hat bereits mehrere Romane veröffentlicht, ihr Herz schlägt dabei für das Historische. Seit 2018 gibt sie Kurse fürs kreative Schreiben und verfasst Artikel für die Fachzeitschrift »Federwelt«. Mittlerweile ist sie auch als Schreibcoach und Lektorin tätig.
Posts
Eine wahnsinns packende Geschichte mit ganz viel Empathie - großartig geschrieben
Mit viel Empathie hat die Autorin alle Charaktere gezeichnet und hat ihnen nicht nur ein Gesicht gegeben, sondern hat die Nachkriegsjahre so gut dargestellt und hat sich nicht nur auf ein bestimmtes Bild beschränkt, sondern hat wie auf einem Wimmelbild alles in Bild gesetzt, was genau diese Jahre, die Nachkriegsjahre ausgemacht haben. Denn sie hat auch die Schattenseite hervorgehoben. Das Schweigen vieler Menschen, das Vertuschen der Gräueltaten der Nazis, die Fängen des Systems- die auch in den Jahren nach dem Krieg noch griffen. Sie hat die Propaganda, von der viele Menschen sich mit blenden lassen haben, genau durchleuchtet. Sie hat das Leben zu der damalige Zeit, wo die Menschen noch zwischen den vielen Trümmern lebten und gleichzeitig die Wirtschaft wieder so langsam in Schwung kam, für mich perfekt aufgezeichnet. Aber sie hat sich auch mit der Rolle der Frau beschäftigt und hat damit wieder einmal vor Augen geführt, dass das, was wir in unserer Heimat als selbstverständlich erachten, nicht immer so war und das es viele mutige Frauen gab, die innerhalb ihrer Familie ihre Stimme erhoben haben. Das muss man sich immer wieder auch mal vor Augen führen. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen, denn trotz des schwierigen und sehr tiefen Thema, hat es die Autorin geschafft, eine Balance zu finden, die den Leser mitreißt und berührt, die aber nicht lähmt. Einen solchen Sog mit einer packenden und spannenden Stück Zeitgeschichte zu verfassen, ist schwierig, ist der Autorin aber federlicht gelungen. Sämtliche Emotionen kamen hier zum tragen- und ja, besonders am Ende war die Taschentücherpackung leer Chapeau! Fazit: 5 Sterne für ein packende Geschichte, die nicht nur berührt, sonder die haften bleibt

Ein ganz besonderer Lesegenuss!
Was für ein intensives Leseerlebnis! Bettina Lausen hat mich mit ihrer fiktiven Geschichte um „Die Journalistin – Neue Zeiten auf der Kö“ durch ihre fesselnde Schreibweise und die unglaublich facettenreich dargestellten Charaktere, von denen einige mich sehr polarisiert haben, außerordentlich begeistert. Der Roman spielt in Düsseldorf in den „Fünfziger Jahren“ und der Autorin ist es hervorragend gelungen die Atmosphäre der immer noch im Aufbau befindlichen Stadt nach Kriegsende und der Wirtschaftswunderzeit zum Leser zu transportieren, genauso wie die zwiegespaltene Denkweise der Menschen nach dem Ende der Naziherrschaft unter Einbindung historischer Begebenheiten. Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht Eva Brockmann, die einst als kleines Mädchen Hitler auf einer Propagandaveranstaltung einen Blumenstrauß überreicht hatte. Sie stammt aus einer gutsituierten und angesehenen Familie, deren Mitglieder mich durch ihre Vielschichtigkeit, ihre Geheimnisse, ihre persönlichen und politischen Ansichten, Zukunftsvisionen und ihre tragischen Schicksalsschläge, voll in den Bann gezogen haben. Als wohlerzogene und bisher folgsame Tochter erfährt die Zwanzigjährige während ihrer Ausbildung zur Erzieherin im Politikunterricht zum ersten Mal bewusst von den Machenschaften und Gräueltaten der Nationalsozialisten. Eva ist geschockt und sprachlos und versucht mit ihren Eltern über dieses Thema zu reden, doch diese lassen sich auf so gut wie keine Diskussion ein und blocken sie ab. Nach weiteren Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen beginnt Eva ihre Wertevorstellungen zu überdenken und versucht ihren eigenen Weg zu gehen, begegnet der Liebe ihres Lebens, muss schmerzhafte Erfahrungen machen, verschreibt sich der Wahrheitsfindung und erfährt im Laufe der Zeit hart erkämpfte Wertschätzung und unverhoffte Erfolge. Ihr Charakter hat mich unglaublich fasziniert und ich mochte ihre rebellische, neugierige, couragierte und freiheitsliebende Art, aber auch ihre Verletzlichkeit und ihren unbändigen Willen ihr Ziel zu erreichen. Ihre Gedankengänge und Handlungen haben mir einige Denkanstöße bezüglich der Nachkriegsgeneration und deren Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit gegeben, bei denen es damals wie auch leider heute noch, uneinsichtige und ignorante Menschen gibt, die Geschehenes verleugnen. Große Antipathie und Aggressionen haben bei mir Evas Verlobter Gert und ihr Vater Heinrich durch ihre eingeimpfte Ideologie und ihre Seil- und Machenschaften aufgebaut, deren Charaktere Bettina Lausen ausgezeichnet dargestellt hat, dass sie solche Empfindungen bei mir ausgelöst haben. Als tollen Kontrast zu ihnen empfand ich Oma Ida, die Seele der Familie, die ich durch ihr liebenswertes Wesen, ihre Hilfsbereitschaft und ihren Düsseldorfer Dialekt sofort in mein Herz geschlossen habe. Evas Mutter entsprach sehr gut der untergeordneten Rolle der Frau in der damaligen Zeit, die sich nicht groß gegen ihren partiarischen und empathielosen Mann gewehrt hat. Großes Mitgefühl hatte ich für Evas Bruder Kurt, der traumatisiert und ausgemergelt 5 Jahre nach Kriegsende unverhofft wieder vor der Tür der Familie steht und für den es fast unmöglich scheint sich wieder zu integrieren. Doch noch viele andere Protagonisten bereicherten diesen Roman, zu dem Evas beste Freundin Helga, Politiklehrer Johann Winkler und Evas Arbeitskollegen zählten. Nach all den aufwühlenden und fesselnden Ereignissen und offenen Zukunftsaussichten einiger Charaktere habe ich mich unheimlich darüber gefreut als ich erfahren habe, dass noch eine Fortsetzung von „Die Journalistin“ geplant ist. Mein Fazit: Bettina Lausen hat mir mit „Die Journalistin“ allerbeste Unterhaltung geboten und ich füge ihren Roman zu meinen Lesehighlights 2024 hinzu. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und hochverdiente 5 Sterne!

Düsseldorf in den 1950er Jahren: Eva möchte Journalistin werden. Ihr Vater ist ein verkappter Nazi, das Foto, auf dem die 4jährige Eva Hitler einen Blumenstrauß überreicht, hat einen Ehrenplatz im Haus der Familie. Bis sie volljährig wird, muss sie tun, was ihr Vater sagt, er will, dass sie Kinderpflegerin wird. In der Berufsschule verliebt sie sich in ihren Politiklehrer. Ein fesselnder historischer Roman über eine mutige junge Frau in der Nachkriegszeit in Düsseldorf, empfehlenswert!
~ fesselt und mitreißend geschrieben ~ gut recherchierte geschichtliche Hintergründe ~
Zum Cover: Die Covergestaltung im nostalgischen Stil gefällt mir richtig gut und die junge Frau passt zum Bild, was ich mir gedanklich von der Protagonistin Eva gemacht habe. Ihr arisches Aussehen und ihr zielstrebiger Blick und die Leidenschaft zum Schreiben fand ich im Cover wieder. Meine Meinung: Mit "Die Journalistin - Neue Zeiten auf der Kö" von Bettina Lausen fand ich mich in den 1950ger Jahren wieder und erlebte hautnah die gut recherchierte NS-Zeit mit und war gefesselt von den Ereignissen der damaligen Zeit. Eva muss schmerzlich erfahren, dass ihre Familie so manche Geheimnisse verbergen. So erfährt sie von Edith, ihrer verstorbenen Schwester, über Gräueltaten der Nazis und dass sie als vierjähriges Kind das Blumenmädchen von Hitler war und ihr Vater immer noch an die Hitlerzeit festhält. Zudem ist sie Gerd, dem Sohn der befreundeten Familie Koll und Inhaber des Tanzlokals Kolvenbach, versprochen. Doch während ihrer Feier zur bevorstehenden Ausbildung zur Kinderpflegerin, merkt sie, dass sie Gerd nicht heiraten kann und verliert zusehends ihr Herz an ihren Politiklehrer Johann. Sie beginnt für sich Einzustehen und kämpft für ihre Rechte und widersetzt sich ihrer Familie. Findet Eva ihr Glück und kann ihren Traum als Journalistin zu arbeiten realisieren in einer Zeit, in der Frauen die Erlaubnis des Ehemannes benötigen, um arbeiten zu dürfen? Sehr schnell konnte ich in die Geschichte eintauchen und obwohl Bettina Lausen sich nicht detailliert in Beschreibungen vertieft, schaffte sie es, mich in die damalige Zeit zu versetzen und die Atmosphäre zu genießen. Die geschichtlichen Hintergründe empfand ich als sehr gut recherchiert und wurden gut im Textfluss übermittelt. Das Tanzlokal Kolvenbach gibt es tatsächlich und ist derzeit ein Lost Place, welchen die Autorin auf ihrem Social Media Kanal sogar vorstellt. Die Charaktere wurden authentisch und zeitgemäß beschrieben und ich konnte mich in Eva hineinfühlen und fieberte ihre Lebensgeschichte ereignisreich mit. Sie war für mich eine starke Persönlichkeit. Sie kämpfte um ihre Unabhängigkeit und ihr Glück, wo manch andere bereits schon aufgaben und sich dem Schicksal ergaben. Sie nahm kein Blatt vor dem Mund und hinterfragte ihre Vergangenheit und die der Eltern. Ihre Mutter dagegen unterlag ihrem Vater, der mich oftmals wütend werden lies, durch seine herzlosen Aussagen und Handlungen. Großmutter Ida schloss ich sofort ins Herz und war begeistert, dass Bettina Lausen ihr den Düsseldorfer Munddialekt verpasst hat. Dies war für mich etwas ganz besonderes - ich liebe es, wenn Charaktere durch sprachliche Dialekte zum Leben erweckt werden. Die Liebe zwischen Eva und Johann war zärtlich und innig und so voller Schmerz und Trauer durchzogen. Den Beiden wurde es nicht leicht gemacht und dennoch standen sie zueinander. Die Geschichte baut sich erst langsam auf und Evas Weg zur Journalistin wird erst zum Ende hin Raum finden. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Element früher einbezogen worden wäre, da es sich so, nur als Nebenstrang anfühlte, und ich aufgrund des Titels "Die Journalistin " etwas mehr Beachtung zu diesem Thema erhofft habe. Zum Ende wurde ich durch einige Wendungen überrascht, die mich erschüttert haben - auf eine schmerzliche Art. Ich war traurig und dennoch glücklich und zufrieden. Ich möchte unbedingt mehr von Bettina Lausen lesen. Fazit: "Die Journalistin - Neue Zeiten auf der Kö " von Bettina Lausen erzählt in der NS-Zeit über den Weg einer jungen Frau, die selbstbestimmend ihr Leben als Journalistin ausleben möchte und sich ihrer Familie gegenüber widersetzt - um frei, unabhängig und glücklich zu sein. ~ fesselt und mitreißend geschrieben ~ gut recherchierte geschichtliche Hintergründe ~ familiäre und gesellschaftliche Hindernisse ~ Lost Place Tanzlokal Kolvenbach ~

Lebensnah, Konflikte, Trauer
Auch wenn es eine erfundene Geschichte ist zeigt es das Frauen in dieser Zeit es echt schwer hatten. Es ist wundervoll geschrieben und man kann sich sehr gut in die Personen rein versetzen. In die Hauptprotagonistin aber auch in die eher weniger wichtigen Personen. Ich kann dieses Buch nur jedem nahe legen zu lesen.
Hitlers Blumenmädchen – dieses Foto lässt die 20jährige Eva nicht los, nachdem sie während ihrer Ausbildung zur Kinderbetreuerin von ihrem Politiklehrer Johann mehr über die tatsächlichen Gräueltaten der Nationalsozialisten erfährt, die leider immer noch verschwiegen werden. Dass sie von ihren Eltern als 4jährige dazu benutzt wurde, einem Menschen Blumen zu überreichen, der so viel Leid verursacht hat und unter dessen Auswirkungen noch viele in der Nachkriegszeit leiden, macht ihr schwer zu schaffen. Nach und nach tauchen auch andere Geheimnisse der Familie auf und je mehr Eva hinter die Kulissen schaut, desto empörter und enttäuschter ist sie. Zudem soll sie mit einem Mann verheiratet werden, der auch immer noch dieses Gedankengut trägt. Bestärkt durch Johann, ihre beste Freundin Helga und den Lebenskünstler Rolf, aber auch Oma Ida, die eine besondere Verbindung zu ihrer Eva hat und mit ihrer Düsseldorfer Mundart trotz aller Dramatik und schwerer Konflikte etwas Leichtigkeit und Humor in das Leben ihrer Enkelin zaubert, gewinnt sie an Zuversicht und konfrontiert ihre Familie mit den Gegebenheiten und ihren eigenen Wünschen und Träumen, kämpft für ihren Berufswunsch und verfolgt dieses Ziel hartnäckig. Der Konflikt mit den Eltern eskaliert immer mehr und Eva ist hin und hergerissen zwischen der Verbundenheit zu ihrem Bruder und der Oma, aber gleichzeitig sind ihre Eltern in vielen Dingen uneinsichtig und verständnislos. Man spürt, wie Eva mit zunehmender Problematik über sich hinauswächst, sie aus dem anfänglichen duldsamen Mädchen an persönlicher Stärke gewinnt und nach und nach offen anspricht, was ihr missfällt. Sie lässt sich von ihrem Herzen leiten, ermutigt durch die Omi, die für mich die wertvollste Persönlichkeit in diesem Buch ist. Auch wenn sie hart für ihre Pläne kämpfen muss und die Reaktionen ihres Vater erschütternd und schockierend sind, es auch einige Rückschläge gibt, so gefiel es mir, wie hier eine unglaublich spannende Mischung aus historischen Ereignissen und Abläufen mit fiktiven Persönlichkeiten und Details entstanden ist. Das Thema Gleichberechtigung, politische Veränderungen, wirtschaftlicher Wiederaufbau und Frauen in der Berufswelt und Eintritt in neue Arbeitsbereiche sind hier wunderbar integriert und den Leser erwartet so manche Überraschung – emotional ist hier von allem etwas dabei. Der Schluss hätte für mich noch etwas länger sein können, auch wenn hier etwas Spielraum für eigene Gedanken und Kreativität der Leser gegeben wird. Auch dieser historische Roman erhält von mir eine Leseempfehlung, ich mag ihren Schreibstil und die Art, wie man von Anfang an durchgehend in die Handlung gezogen wird und es bis zum Schluss fesselnd und abwechslungsreich bleibt, auch dank der außergewöhnlichen und grundverschiedenen Persönlichkeiten, denen man begegnet.

Nimm deinen Mut und gehe nach Evas Vorbild deinen eigenen Weg, denn "um die Freiheit zu finden, muss man die Vergangenheit hinter sich lassen"!
Auch wenn es nur eine fiktive Geschichte ist, trifft sie genau ins Schwarze. Die Autorin schafft es, dass die schreckliche Vergangenheit nicht vergessen wird, aber der Leser es nicht zu schwer hat, sich mit ihr auf einer anderen Ebene auseinanderzusetzen. Niemand hat das Recht uns vorzuschreiben, was wir aus unserem Leben zu machen haben. Ebenso hat niemand das Recht uns vorzuschreiben, wen wir zu lieben haben. Eva hat den Mut ihren Traum zu verwirklichen. Sei wie Eva!











