Nachrichten von Männern
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Description
Zwei Bestsellerautorinnen über ein Thema, das jede Frau betrifft
Männer – viele von uns haben sie schon lange nicht mehr live gesehen. Unsere moderne Kommunikation findet heutzutage hauptsächlich schriftlich statt. Wir chatten, e-mailen und texten. Deswegen ist es wichtig für uns, ihre Nachrichten zu verstehen und, fast noch wichtiger, unsere Reaktionen darauf. Katja Berlin und Anika Decker haben dieses Buch geschrieben, um allen zurecht Verwirrten da draußen zu helfen, den Emojiman, den Ghoster, den Kleinmacher oder den Chatsetter besser einordnen zu können. Falls Sie auf einen der genannten Nachrichtentypen keine Antwort haben oder noch nicht einmal wissen, wer oder was das ist, sollten Sie schleunigst das Buch lesen.
Book Information
Author Description
Anika Decker, geboren 1975 in Marburg, lebt und arbeitet als Drehbuchautorin und Regisseurin in Berlin. 2007 gelang ihr mit ihrem sensationellen Drehbuchdebüt Keinohrhasen der Durchbruch, der Film zählt zu den 15 erfolgreichsten deutschen Filmen aller Zeiten, auch die Fortsetzung Zweiohrküken war ein Publikumserfolg. 2015 debütierte Anika Decker als Regisseurin, der Film Traumfrauen nach eigener Vorlage war eine der erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres. Darauf folgte ihre zweite Regiearbeit High Society, die auf Anhieb auf Platz eins der Kinocharts landete. Ihr erster Roman Wir von der anderen Seite schaffte es sofort auf die Bestsellerliste.
Posts
Achja, Nachrichten. Man kann da so viel reininterpretieren oder falsch verstehen...🫠😅
Warum das Buch nur auf das eine Geschlecht bezogen ist, weiß ich nicht, denn in der Hinsicht nehmen sie sich bestimmt nicht viel, und Frauen sind genauso, man erkennt sich in vielen wieder und ich denke jeder hatte schon mal Kontakt zum Ghoster, den Dickpicer, den Fopper oder der Klette. 😅 Buch mit Charme und Witz, kurz und knapp, hab viel gelacht, und mir oft gedacht „ja genau, kennt man“.😂 Mit dem Buch wollten die Autoren zeigen das man nicht allein ist, und jede Frau schon mal in so einer Datingphase steckte. Sehr charmant. Hab im Nachhinein noch gesehen das die Autoren wie meine Schwester und ich mit Vornamen heißen, sehr sympathisch. 😌 Eine Dating-Faustregel, die alles einfacher macht, lautet: Wenn er dir auf einmal nicht mehr antwortet, ist er höchstwahrscheinlich einfach gestor-ben. Und in diesem Sinne, viel Spaß beim lesen. ☺️

Normalerweise mache ich um solche Bücher ja einen Bogen, weil mich der Humor meistens nicht kriegt. Da ich aber die Torten der Wahrheit von Katja Berlin so liebe, war ich guter Hoffnung und wollte es doch lesen. Und naja... ich hatte trotzdem so meine Schwierigkeiten. Natürlich ist mir klar, dass alles super überspitzt und aus humoristischen Gründen klischeehaft dargestellt wird. Trotzdem leben solche Geschichten auch davon, dass man sich irgendwo wiederfindet, schmunzelt, wissend nickt. Und das war bei mir halt absolut gar nicht so. Immer wenn es wieder hieß "du kennst das..." war ich so: "Äh, nee". Dabei wurde mir halt klar, wie krass anders mein Leben (verglichen mit den Autorinnen) läuft. Aber hey, irgendwann habe ich es aufgegeben, relaten zu wollen und das Buch stattdessen als Einblick in eine völlig andere Welt betrachtet. Dann wurde es doch noch ganz unterhaltsam. Hin und wieder gibt es sogar ein paar feministische Momente (für mich die besten Stellen!) und ernste Töne (z.B. wenn es um eine tatsächlich toxische Beziehung geht und klar gesagt wird, dass man da raus muss). Komplett fremd war mir das alles dann natürlich doch nicht, denn zumindest der Wütende, der gerne mal beleidigend wird (vor allem, wenn man ihn zurückweist), ist mir auch schon untergekommen. Und immerhin weiß ich jetzt, wofür diese nervigen Buchstabenkombis auf Datingprofilen stehen! Astrologie für Männer... sowas hatte ich mir ja schon gedacht. Schlecht ist das Buch also wirklich nicht und wenn du in einer Großstadt lebst, unbedingt im Büro arbeitest, ständig "Projekte" bekommst, oft reist, unfassbar viele Freundinnen und Bekannte hast, zu Übertreibungen und Drama neigst, alles gern in Wein (oder sonstigen Alkohol) ersäufst und sehr viele Typen datest, die ganz genauso sind, dann findest du dich hier auf jeden Fall so richtig wieder. :) Naja, und da ich mit den meisten im Buch beschriebenen Nachrichten-Typen keine Erfahrung habe, füge ich als kleinen Zusatz hier mal einen hinzu, der mit tatsächlich sehr oft begegnet: Der Komplimente-Fischer! Der schreibt schon gleich am Anfang Sachen wie: "Hey, sag mal, was hat dich denn dazu bewogen, mein Profil zu liken? Was gefällt dir so an mir? Hast du Fragen zu meinen Bildern?" Mir wäre das ja zu peinlich und da ich nicht nur Männer date, kann ich behaupten, dass zumindest queere Frauen sowas nie schreiben würden. ;)
Das heutige Buch ist ein lustiges Sachbuch namens "Nachrichten von Männern" von Katja Berlin und Anika Decker aus dem Ullstein Verlag. Die Autorinnen zählen verschiendenste Arten von typischen Schreibstilen und Nachrichten von Männern auf und erzählen, was sie bedeuten und wie man darauf reagieren könnte. Außerdem wird mit Humor von möglichen Ereignissen erzählt, die einem dadurch passieren könnten. Das Cover ist leider ziemlich unspektakulär. Doch es wird klar, worum es geht. Eben um Nachricht von Männern. Jedoch finde ich den Titel etwas unpassend, denn jeder kann solche Nachrichten schreiben und sollte demnach nicht nur auf Männer bezogen werden. Der Schreibstil ist super und lässt einen durch die wenigen Seiten dahinfliegen. Viele dieser Nachrichten sind mir selbst auch so ähnlich begegnet und ich musste oft über die Aussagen der Autorinnen schmunzeln, jedoch gelernt habe ich nicht wirklich etwas. Es ist also ein lustiges Buch für zwischendurch, welches sich selbst nicht sehr ernst nimmt, aber dennoch ein tolles Lesevergnügen bietet.

"Nachrichten von Männern" fällt für mich in die Kategorie "Geschenkbüchlein für Frauen, die ein Männerproblem haben", denn irgendwie werden hier alle negativen Vorurteile Männern gegenüber bedient. Das ist sehr unterhaltsam, unglaublich stereotyp und klischeehaft und entbehrt jedweder wissenschaftlichen Grundlage, trägt aber trotz allem stets ein Fünkchen Wahrheit in sich und ist daher zumindest zeitweise recht amüsant. Dabei bleibt es aber auch, denn eins sollte man auf keinen Fall tun: dieses Büchlein in irgendeiner Form ernst nehmen. Zum einen pauschalisiert es auf jeder Seite, zum anderen sind mir zahlreiche Kommunikationsverläufe, die hier als Exklusivdomäne von Männern betrachtet werden, genau so auch von Frauen bekannt. Dazu ist die vorgenommene Kategorisierung äußerst kleinteilig und macht eher deutlich, dass es DIE "Nachrichten von Männern" eher nicht gibt, sondern dass es sich um eine äußerst heterogene Kommunikationsmasse handelt. Die den Nachrichten-Beispielen folgenden Analysen sind locker-witzig geschrieben, aber wiederholen sich in ihrem Anliegen stark und dienen letztlich doch immer wieder dazu, die Überlegenheit der Weiblichkeit gegenüber "dumpfer" Männlichkeit ironisch hervorzuheben. Das nutzt sich ziemlich schnell ab und daher ist das Buch auch sicher keines, dass man in einem Rutsch durchliest, sonder eher eines zum gelegentlichen, amüsierten Durchblättern. Insgesamt sind die "Nachrichten von Männern" ein oberflächlicher, klischeebehafteter Band mit ein paar wahren Einsichten zum vergnüglichen Zwischendurchlesen. Den Muckefuck unter den Männern wird man aufgrund der Lektüre auch nicht vom Blue Mountain-Kaffee unterscheiden können, aber zumindest wird die geneigte Leserin all ihre Vorurteile bestätigt finden.
Die Autorinnen Berlin und Decker beschäftigen sich in ihrem Sachbuch mit der modernen schriftlichen Kommunikation zwischen Männern und Frauen. Der Absender ist hier ausschließlich männlich und schreibt über Dating-Plattformen wie Tinder, per SMS, WhatsApp oder weitere soziale Medien. Mit viel Witz und Sarkasmus beschreiben die beiden Frauen, welche Kommunikationstypen es gibt und wie wir ihre Nachrichten richtig einordnen können. Zwangsläufig fühlt man sich als Frau immer wieder ertappt, weil einem die Dialoge im Buch nur allzu bekannt erscheinen. Sehr amüsant geschrieben ist »Nachrichten von Männern« eine Hilfestellung für “Betroffene”, soll aber vor allem amüsieren und zum Lachen bringen. Frauen lernen zwischen den Zeilen zu lesen, um schriftliche Nachrichten von männlichen Gesprächspartnern besser deuten zu können. Im Inhaltsverzeichnis finden sich diverse Kommunikationstypen wie Der Ghoster, Der Einsilbige, Die Hassliebe oder Der Meister-Manipulator. Anhand des schriftlichen Verhaltens lassen sich häufig Rückschlüsse zu den Absichten und Persönlichkeiten der Absender ziehen. Weil aber nicht jeder Schreiberling sofort seine mögliche Intention offenbart und oft selbst nicht weiß, was er mit seinem Handeln bezweckt, tappen wir oft um Dunkeln und sind schnell auf der falschen Fährte, weil wir uns nach etwas sehnen, dass wir in seine Nachrichten hinein interpretieren. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass das Buch sehr humorvoll geschrieben ist und hier bewusst auch manchmal mit Klischees gearbeitet wird. Die erfassten Dialoge beziehen sich hier einzig auf die digitale Kommunikation und somit Nachrichten, die Männer an Frauen geschrieben haben. Ziel der Autorinnen ist es, Frauen für den Umgang mit auffälligen Gesprächspartnern über das Internet und SMS zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht alleine sind. Ich konnte mich in manchen Situationen tatsächlich selbst wieder erkennen und habe in der Vergangenheit auch den einen oder anderen hier genannten Kommunikationstypen kennen gelernt. Glücklicherweise sind mir die meisten aber doch – zumindest aus subjektiver Erfahrung – unbekannt. Ich musste herzhaft lachen und war auch oft erschrocken, irritiert und fasziniert. Trifft den Nerv der Zeit richtet sich an jedes Alter. Mit lustigen, bissigen und manchmal fast schon gemeinen Kommentaren, kommen die Herren der Schöpfung in diesem Buch nicht sonderlich gut weg. Umso wichtiger ist es das Sachbuch als das zu betrachten, was es ist: eine Sammlung an echten Dialogen aus dem Netz, die uns zum Schmunzeln bringen und uns aufzeigen, dass wir mit unseren Erfahrungen nicht allein sind.
Wenn ich in meiner Buchzitate-Reihe alle Textausschnitte wiedergeben würde, die mir an diesem Buch gefallen habe, würde bei mir wohl eine Klage wegen Copyrightverletzung eintrudeln. Als ich dieses Buch bekam, wusste ich nicht, was genau ich erwarten soll. Jetzt kann ich es euch sagen: Viel Humor und Männertypen, die ich auch schon kennenlernen durfte. Ich war selbst schon auf Tinder und co. aktiv, aus Langeweile und Neugierde. Das Lesen dieses Buchs hat mich daran erinnert, warum ich diese App gelöscht habe und nie wieder installieren werde. Und gleichzeitig hat mich das Buch zum Lachen gebracht. Manche der hier vorgestellten Typen durfte ich selbst schon in meinem Nachrichtenfach begrüßen. Den Ghoster zum Beispiel, von dem eh schon alle gehört haben. Den Zombie auch. (Der Zombie meldet sich immer und immer wieder zu Geburtstagen, Neujahr und Weihnachten und das ist der einzige Kontakt, den man zu ihm hat.) Auch dem Einsilbigen bin ich schon begegnet, den Herrklärer bzw. Mansplainer (Danke, M., dass du mir erklärt hast, was Literatur ist. Das war notwendig und du hast dich dabei nicht blamiert.), dem Fopper, dem Solotasker, dem Emojimann, dem Ich-Botschafter, bei dem sich alles um ihn selbst dreht und natürlich durfte ich auch Typen kennenlernen, der Dickpics versenden. Schade, dass man das bei uns in Österreich noch nicht anzeigen kann. Da hängen wir leider hinterher. Das Buch war für mich eine sehr lustige Lektüre. Ich habe die Erklärungen genossen und fühlte mich wie in einem Gespräch mit Freundinnen. Besonders unterhaltsam war für mich, dass die Kapitel mit beispielhaften Textnachrichten begannen. Damit wird dann meistens schon klar, welche Art von Mensch gemeint ist. Ich habe in einigen Rezensionen gelesen, dass es diese Leser:innen gestört hat, dass alte Klischees wieder aufgegriffen wurden. Ich kann sehen, warum das manche stört. Ich persönlich musste darüber lachen. Humor lebt in vielen Fällen von Übertreibungen und der überspitzten Darstellung von Problemen oder Ansichten. So auch hier. Mein Fazit? Eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch!
Zum Hörbuch: Katja Berlin und Anika Deckel haben Nachrichten aus Chats gesammelt und in einem Buch veröffentlicht. Nachrichten, die die Männerwelt nicht gut dastehen lassen, die Frauen aber auch nicht wirklich. Meine Meinung: Ich erwartete eine lustige, komische und amüsante Sammlung von Nachrichten. Bekam neben einigen durchaus humorvollen Nachrichten, die vorgelesen vielleicht auch weniger Sinn ergeben als selbstgelesen, vor allem viel Bla Bla. Pseudowissenschaftliche Erklärungen warum eine Frau/ein Mann/Diverse (die immer extra betont wurden) genau so reagieren. Ich erwartete einfach was ganz anderes. Jeder kennt wahrscheinlich irgendwelche Bohnenprogramme von KomikerInnen, die auf dieses Thema abgestimmt sind. Hört euch das an, das ist hundertmal amüsanter. Die Nachrichten sind ja ganz lustig, natürlich nicht alle, aber viele. Man erkennt sich vielleicht auch wieder, das man jemanden anschreibt, mit dem man schon ewig nicht mehr geschrieben hat. Im Singledasein kenne ich mich nicht aus, stelle es mir allerdings schon schwierig vor. Soweit war es auch ganz lustig, wären da nicht die ewigen Monologe gewesen, sie im Prinzip alle auf das gleiche hinauslaufen. Am Ende fand ich es nur noch langweilig und öde.
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Zwei Bestsellerautorinnen über ein Thema, das jede Frau betrifft
Männer – viele von uns haben sie schon lange nicht mehr live gesehen. Unsere moderne Kommunikation findet heutzutage hauptsächlich schriftlich statt. Wir chatten, e-mailen und texten. Deswegen ist es wichtig für uns, ihre Nachrichten zu verstehen und, fast noch wichtiger, unsere Reaktionen darauf. Katja Berlin und Anika Decker haben dieses Buch geschrieben, um allen zurecht Verwirrten da draußen zu helfen, den Emojiman, den Ghoster, den Kleinmacher oder den Chatsetter besser einordnen zu können. Falls Sie auf einen der genannten Nachrichtentypen keine Antwort haben oder noch nicht einmal wissen, wer oder was das ist, sollten Sie schleunigst das Buch lesen.
Book Information
Author Description
Anika Decker, geboren 1975 in Marburg, lebt und arbeitet als Drehbuchautorin und Regisseurin in Berlin. 2007 gelang ihr mit ihrem sensationellen Drehbuchdebüt Keinohrhasen der Durchbruch, der Film zählt zu den 15 erfolgreichsten deutschen Filmen aller Zeiten, auch die Fortsetzung Zweiohrküken war ein Publikumserfolg. 2015 debütierte Anika Decker als Regisseurin, der Film Traumfrauen nach eigener Vorlage war eine der erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres. Darauf folgte ihre zweite Regiearbeit High Society, die auf Anhieb auf Platz eins der Kinocharts landete. Ihr erster Roman Wir von der anderen Seite schaffte es sofort auf die Bestsellerliste.
Posts
Achja, Nachrichten. Man kann da so viel reininterpretieren oder falsch verstehen...🫠😅
Warum das Buch nur auf das eine Geschlecht bezogen ist, weiß ich nicht, denn in der Hinsicht nehmen sie sich bestimmt nicht viel, und Frauen sind genauso, man erkennt sich in vielen wieder und ich denke jeder hatte schon mal Kontakt zum Ghoster, den Dickpicer, den Fopper oder der Klette. 😅 Buch mit Charme und Witz, kurz und knapp, hab viel gelacht, und mir oft gedacht „ja genau, kennt man“.😂 Mit dem Buch wollten die Autoren zeigen das man nicht allein ist, und jede Frau schon mal in so einer Datingphase steckte. Sehr charmant. Hab im Nachhinein noch gesehen das die Autoren wie meine Schwester und ich mit Vornamen heißen, sehr sympathisch. 😌 Eine Dating-Faustregel, die alles einfacher macht, lautet: Wenn er dir auf einmal nicht mehr antwortet, ist er höchstwahrscheinlich einfach gestor-ben. Und in diesem Sinne, viel Spaß beim lesen. ☺️

Normalerweise mache ich um solche Bücher ja einen Bogen, weil mich der Humor meistens nicht kriegt. Da ich aber die Torten der Wahrheit von Katja Berlin so liebe, war ich guter Hoffnung und wollte es doch lesen. Und naja... ich hatte trotzdem so meine Schwierigkeiten. Natürlich ist mir klar, dass alles super überspitzt und aus humoristischen Gründen klischeehaft dargestellt wird. Trotzdem leben solche Geschichten auch davon, dass man sich irgendwo wiederfindet, schmunzelt, wissend nickt. Und das war bei mir halt absolut gar nicht so. Immer wenn es wieder hieß "du kennst das..." war ich so: "Äh, nee". Dabei wurde mir halt klar, wie krass anders mein Leben (verglichen mit den Autorinnen) läuft. Aber hey, irgendwann habe ich es aufgegeben, relaten zu wollen und das Buch stattdessen als Einblick in eine völlig andere Welt betrachtet. Dann wurde es doch noch ganz unterhaltsam. Hin und wieder gibt es sogar ein paar feministische Momente (für mich die besten Stellen!) und ernste Töne (z.B. wenn es um eine tatsächlich toxische Beziehung geht und klar gesagt wird, dass man da raus muss). Komplett fremd war mir das alles dann natürlich doch nicht, denn zumindest der Wütende, der gerne mal beleidigend wird (vor allem, wenn man ihn zurückweist), ist mir auch schon untergekommen. Und immerhin weiß ich jetzt, wofür diese nervigen Buchstabenkombis auf Datingprofilen stehen! Astrologie für Männer... sowas hatte ich mir ja schon gedacht. Schlecht ist das Buch also wirklich nicht und wenn du in einer Großstadt lebst, unbedingt im Büro arbeitest, ständig "Projekte" bekommst, oft reist, unfassbar viele Freundinnen und Bekannte hast, zu Übertreibungen und Drama neigst, alles gern in Wein (oder sonstigen Alkohol) ersäufst und sehr viele Typen datest, die ganz genauso sind, dann findest du dich hier auf jeden Fall so richtig wieder. :) Naja, und da ich mit den meisten im Buch beschriebenen Nachrichten-Typen keine Erfahrung habe, füge ich als kleinen Zusatz hier mal einen hinzu, der mit tatsächlich sehr oft begegnet: Der Komplimente-Fischer! Der schreibt schon gleich am Anfang Sachen wie: "Hey, sag mal, was hat dich denn dazu bewogen, mein Profil zu liken? Was gefällt dir so an mir? Hast du Fragen zu meinen Bildern?" Mir wäre das ja zu peinlich und da ich nicht nur Männer date, kann ich behaupten, dass zumindest queere Frauen sowas nie schreiben würden. ;)
Das heutige Buch ist ein lustiges Sachbuch namens "Nachrichten von Männern" von Katja Berlin und Anika Decker aus dem Ullstein Verlag. Die Autorinnen zählen verschiendenste Arten von typischen Schreibstilen und Nachrichten von Männern auf und erzählen, was sie bedeuten und wie man darauf reagieren könnte. Außerdem wird mit Humor von möglichen Ereignissen erzählt, die einem dadurch passieren könnten. Das Cover ist leider ziemlich unspektakulär. Doch es wird klar, worum es geht. Eben um Nachricht von Männern. Jedoch finde ich den Titel etwas unpassend, denn jeder kann solche Nachrichten schreiben und sollte demnach nicht nur auf Männer bezogen werden. Der Schreibstil ist super und lässt einen durch die wenigen Seiten dahinfliegen. Viele dieser Nachrichten sind mir selbst auch so ähnlich begegnet und ich musste oft über die Aussagen der Autorinnen schmunzeln, jedoch gelernt habe ich nicht wirklich etwas. Es ist also ein lustiges Buch für zwischendurch, welches sich selbst nicht sehr ernst nimmt, aber dennoch ein tolles Lesevergnügen bietet.

"Nachrichten von Männern" fällt für mich in die Kategorie "Geschenkbüchlein für Frauen, die ein Männerproblem haben", denn irgendwie werden hier alle negativen Vorurteile Männern gegenüber bedient. Das ist sehr unterhaltsam, unglaublich stereotyp und klischeehaft und entbehrt jedweder wissenschaftlichen Grundlage, trägt aber trotz allem stets ein Fünkchen Wahrheit in sich und ist daher zumindest zeitweise recht amüsant. Dabei bleibt es aber auch, denn eins sollte man auf keinen Fall tun: dieses Büchlein in irgendeiner Form ernst nehmen. Zum einen pauschalisiert es auf jeder Seite, zum anderen sind mir zahlreiche Kommunikationsverläufe, die hier als Exklusivdomäne von Männern betrachtet werden, genau so auch von Frauen bekannt. Dazu ist die vorgenommene Kategorisierung äußerst kleinteilig und macht eher deutlich, dass es DIE "Nachrichten von Männern" eher nicht gibt, sondern dass es sich um eine äußerst heterogene Kommunikationsmasse handelt. Die den Nachrichten-Beispielen folgenden Analysen sind locker-witzig geschrieben, aber wiederholen sich in ihrem Anliegen stark und dienen letztlich doch immer wieder dazu, die Überlegenheit der Weiblichkeit gegenüber "dumpfer" Männlichkeit ironisch hervorzuheben. Das nutzt sich ziemlich schnell ab und daher ist das Buch auch sicher keines, dass man in einem Rutsch durchliest, sonder eher eines zum gelegentlichen, amüsierten Durchblättern. Insgesamt sind die "Nachrichten von Männern" ein oberflächlicher, klischeebehafteter Band mit ein paar wahren Einsichten zum vergnüglichen Zwischendurchlesen. Den Muckefuck unter den Männern wird man aufgrund der Lektüre auch nicht vom Blue Mountain-Kaffee unterscheiden können, aber zumindest wird die geneigte Leserin all ihre Vorurteile bestätigt finden.
Die Autorinnen Berlin und Decker beschäftigen sich in ihrem Sachbuch mit der modernen schriftlichen Kommunikation zwischen Männern und Frauen. Der Absender ist hier ausschließlich männlich und schreibt über Dating-Plattformen wie Tinder, per SMS, WhatsApp oder weitere soziale Medien. Mit viel Witz und Sarkasmus beschreiben die beiden Frauen, welche Kommunikationstypen es gibt und wie wir ihre Nachrichten richtig einordnen können. Zwangsläufig fühlt man sich als Frau immer wieder ertappt, weil einem die Dialoge im Buch nur allzu bekannt erscheinen. Sehr amüsant geschrieben ist »Nachrichten von Männern« eine Hilfestellung für “Betroffene”, soll aber vor allem amüsieren und zum Lachen bringen. Frauen lernen zwischen den Zeilen zu lesen, um schriftliche Nachrichten von männlichen Gesprächspartnern besser deuten zu können. Im Inhaltsverzeichnis finden sich diverse Kommunikationstypen wie Der Ghoster, Der Einsilbige, Die Hassliebe oder Der Meister-Manipulator. Anhand des schriftlichen Verhaltens lassen sich häufig Rückschlüsse zu den Absichten und Persönlichkeiten der Absender ziehen. Weil aber nicht jeder Schreiberling sofort seine mögliche Intention offenbart und oft selbst nicht weiß, was er mit seinem Handeln bezweckt, tappen wir oft um Dunkeln und sind schnell auf der falschen Fährte, weil wir uns nach etwas sehnen, dass wir in seine Nachrichten hinein interpretieren. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass das Buch sehr humorvoll geschrieben ist und hier bewusst auch manchmal mit Klischees gearbeitet wird. Die erfassten Dialoge beziehen sich hier einzig auf die digitale Kommunikation und somit Nachrichten, die Männer an Frauen geschrieben haben. Ziel der Autorinnen ist es, Frauen für den Umgang mit auffälligen Gesprächspartnern über das Internet und SMS zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht alleine sind. Ich konnte mich in manchen Situationen tatsächlich selbst wieder erkennen und habe in der Vergangenheit auch den einen oder anderen hier genannten Kommunikationstypen kennen gelernt. Glücklicherweise sind mir die meisten aber doch – zumindest aus subjektiver Erfahrung – unbekannt. Ich musste herzhaft lachen und war auch oft erschrocken, irritiert und fasziniert. Trifft den Nerv der Zeit richtet sich an jedes Alter. Mit lustigen, bissigen und manchmal fast schon gemeinen Kommentaren, kommen die Herren der Schöpfung in diesem Buch nicht sonderlich gut weg. Umso wichtiger ist es das Sachbuch als das zu betrachten, was es ist: eine Sammlung an echten Dialogen aus dem Netz, die uns zum Schmunzeln bringen und uns aufzeigen, dass wir mit unseren Erfahrungen nicht allein sind.
Wenn ich in meiner Buchzitate-Reihe alle Textausschnitte wiedergeben würde, die mir an diesem Buch gefallen habe, würde bei mir wohl eine Klage wegen Copyrightverletzung eintrudeln. Als ich dieses Buch bekam, wusste ich nicht, was genau ich erwarten soll. Jetzt kann ich es euch sagen: Viel Humor und Männertypen, die ich auch schon kennenlernen durfte. Ich war selbst schon auf Tinder und co. aktiv, aus Langeweile und Neugierde. Das Lesen dieses Buchs hat mich daran erinnert, warum ich diese App gelöscht habe und nie wieder installieren werde. Und gleichzeitig hat mich das Buch zum Lachen gebracht. Manche der hier vorgestellten Typen durfte ich selbst schon in meinem Nachrichtenfach begrüßen. Den Ghoster zum Beispiel, von dem eh schon alle gehört haben. Den Zombie auch. (Der Zombie meldet sich immer und immer wieder zu Geburtstagen, Neujahr und Weihnachten und das ist der einzige Kontakt, den man zu ihm hat.) Auch dem Einsilbigen bin ich schon begegnet, den Herrklärer bzw. Mansplainer (Danke, M., dass du mir erklärt hast, was Literatur ist. Das war notwendig und du hast dich dabei nicht blamiert.), dem Fopper, dem Solotasker, dem Emojimann, dem Ich-Botschafter, bei dem sich alles um ihn selbst dreht und natürlich durfte ich auch Typen kennenlernen, der Dickpics versenden. Schade, dass man das bei uns in Österreich noch nicht anzeigen kann. Da hängen wir leider hinterher. Das Buch war für mich eine sehr lustige Lektüre. Ich habe die Erklärungen genossen und fühlte mich wie in einem Gespräch mit Freundinnen. Besonders unterhaltsam war für mich, dass die Kapitel mit beispielhaften Textnachrichten begannen. Damit wird dann meistens schon klar, welche Art von Mensch gemeint ist. Ich habe in einigen Rezensionen gelesen, dass es diese Leser:innen gestört hat, dass alte Klischees wieder aufgegriffen wurden. Ich kann sehen, warum das manche stört. Ich persönlich musste darüber lachen. Humor lebt in vielen Fällen von Übertreibungen und der überspitzten Darstellung von Problemen oder Ansichten. So auch hier. Mein Fazit? Eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch!
Zum Hörbuch: Katja Berlin und Anika Deckel haben Nachrichten aus Chats gesammelt und in einem Buch veröffentlicht. Nachrichten, die die Männerwelt nicht gut dastehen lassen, die Frauen aber auch nicht wirklich. Meine Meinung: Ich erwartete eine lustige, komische und amüsante Sammlung von Nachrichten. Bekam neben einigen durchaus humorvollen Nachrichten, die vorgelesen vielleicht auch weniger Sinn ergeben als selbstgelesen, vor allem viel Bla Bla. Pseudowissenschaftliche Erklärungen warum eine Frau/ein Mann/Diverse (die immer extra betont wurden) genau so reagieren. Ich erwartete einfach was ganz anderes. Jeder kennt wahrscheinlich irgendwelche Bohnenprogramme von KomikerInnen, die auf dieses Thema abgestimmt sind. Hört euch das an, das ist hundertmal amüsanter. Die Nachrichten sind ja ganz lustig, natürlich nicht alle, aber viele. Man erkennt sich vielleicht auch wieder, das man jemanden anschreibt, mit dem man schon ewig nicht mehr geschrieben hat. Im Singledasein kenne ich mich nicht aus, stelle es mir allerdings schon schwierig vor. Soweit war es auch ganz lustig, wären da nicht die ewigen Monologe gewesen, sie im Prinzip alle auf das gleiche hinauslaufen. Am Ende fand ich es nur noch langweilig und öde.
















