Muttergefühle – Das Schönste, aber auch das Schwerste

Muttergefühle – Das Schönste, aber auch das Schwerste

Hardback
3.78

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

In den letzten Jahren sind viele Stimmen laut geworden, die unser geltendes Mutterideal hinterfragen. Dennoch steht die unbedingte Mutterliebe nach wie vor im Vordergrund und gilt als Motivation und Lohn für Care-Arbeit und Entschuldigung für Ungleichheit. Muttergefühle stehen synonym für ein einziges Gefühl, das über dreihundert Jahre den faktischen Blick auf das Muttersein versperrt und in rechtskonservativen Ideologien aktuell wieder Aufschwung erhält. Dabei ist es Zeit, die Gefühle von Eltern neu zu definieren und das Narrativ der immer glücklichen Mutter aufzubrechen und darzulegen, wie viele unterschiedliche und komplexe Emotionen zur Mutterschaft dazugehören – zu denen natürlich auch, aber eben nicht nur, Liebe und Glück zählen. Fünfzehn Autor*innen beschreiben in kurzen Texten, wie es ist, Mutter oder Eltern zu sein, und zeigen, was sich alles hinter dem Begriff Muttergefühle verbirgt.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
256
Price
23.70 €

Author Description

Jana Heinicke, 1986 in Berlin geboren, studierte Literarisches Schreiben an der Hochschule der Künste Bern. Sie schreibt Kinderbücher, Essays und Theatertexte. Für ihre Arbeit ist sie mehrfach ausgezeichnet worden und erhielt diverse Stipendien. Ihr erstes erzählendes Sachbuch Aus dem Bauch heraus landete 2022 auf der Spiegelbestsellerliste. Auf Social Media hören und schauen ihr mittlerweile über 70.000 Menschen zu. Jana Heinicke lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Posts

3
All
4

“Das Schönste, aber auch das Schwerste” ist eine Essaysammlung einiger namhafter Autor:innen, die diverse Aspekte des Elternseins beleuchten. Dabei lebt das Buch von den vielfältigen Perspektiven der Autor:innen, die teilweise sehr unterschiedliche Leben führen und lediglich teilen, dass sie Schreibende sind und Kinder haben. So geht es mal um Überforderung, die manche emotional oder auch in Bezug auf die Alltagsbewältigung spüren, um die hohen Erwartungen, die gesellschaftlich an Mütter oder Väter gestellt werden. In einem Text schildert Valo Christiansen Erfahrungen, als trans Person schwanger und schließlich ein Elternteil zu sein. Die meisten Texte sind aus der Perspektive von Müttern geschrieben - solche, die wütend sind, die erschöpft sind, schamvoll oder auch noch suchend nach sich selbst, dem, was sie mal waren und dem, was sie nun zu werden sind. Auch Themen wie Mutterschaft nach einer Fehlgeburt oder einer Abtreibung finden Platz, ebenso wie unerfüllter Kinderwunsch. Besonders tief ging mir der Text von Yannic Han Biao Federer, in dem er über seinen verstorbenen Sohn schreibt und darüber, wie es ist, mit diesem Verlust zu leben. Mir hat die Vielfalt der Perspektiven sehr gut gefallen, zu manchen Texten konnte ich persönliche Berührungspunkte finden, andere haben mir Gedanken und Gefühle nähergebracht, die nicht die meinen sind. Einige Texte haben mein Interesse geweckt, mehr von den Autor:innen zu lesen, z.B. der Text “Söhne” von Shila Behjat. Es ist ein Buch, das auch auf Missstände aufmerksam macht und motiviert, sich tiefer zu einigen der Themen Gedanken zu machen. CN: Fehlgeburt, Queerf3indlichkeit, Abtreibung, unerfüllter Kinderwunsch, Ras$ismus, traumatische Geburtserfahrung, Depression, Suiz1dgedanken, Kindst0d, Tierquäl3rei

5

Ein Buch, das mitten ins Herz trifft und lange nachhallt

„Das schönste, aber auch das schwerste“ von Jana Heinicke hat mich auf eine Weise berührt, die nur wenige Bücher schaffen. Ich habe es mir vorbestellt und direkt am Tag der Ankunft angefangen zu lesen und habe mich wiedergefunden in einer warmen Umarmung. Schon nach den ersten Seiten spürt man, mit wie viel Herzblut, Ehrlichkeit und Mut in jeder Zeile, in jedem Wort stecken. Es wird erzählt von den leisen, unscheinbaren Momenten des Alltags, von den Höhen und Tiefen des Elternseins, von Liebe, Erschöpfung, Zweifel – und von all dem Schönen, das zwischen den Zeilen des Lebens liegt. Ich habe beim Lesen gelacht, genickt, nachgedacht – und auch Tränen vergossen. Dieses Buch ist wie eine liebevolle Umarmung für alle, die manchmal zwischen Liebe, Verantwortung, Sehnsucht und Selbstzweifel schwanken. Es schenkt Trost, Mut und das Gefühl, verstanden zu werden. Eine wundervolle Sammlung von eigenen Geschichten, Erlebnissen und Begegnungen mit Menschen und Familien, die zeigt, wie bunt, ehrlich und berührend das Leben sein kann. Die Auswahl ist so wundervoll perfekt getroffen! Es zweigt wie vielfältig Elternschaft/Mutterschaft sein darf und kann! Und alles ist legitim! Ein Buch, das bleibt – im Kopf und im Herzen.

2

Enttäuschend

Gehofft hatte ich auf ein Buch, in dem Frauen sich solidarisch erkennen können. In dem die Zerrissenheit der Mutterschaft deutlich wird und als Kern dieser verrückten Rolle durchscheint. Herausgekommen ist meist eine Solidarität darin, dass wir die Väter oder Männer, manchmal auch die Gesellschaft als solche, als die Schuldigen an der Überforderung definieren. Mir hilft das nicht.

Create Post