Mrs Agatha Christie

Mrs Agatha Christie

by Marie Benedict·Book 3 of 7
Paperback
3.9140
EhebruchFrauenromanBiografieFrau Einstein

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Description

Über eines der größten Geheimnisse der Literaturgeschichte: Agatha Christies elftägiges Verschwinden im Jahr 1926.

Die mysteriöse Geschichte um das elftägige Verschwinden der weltberühmten Kriminalautorin bietet Benedict den Stoff für ihren besten und spannendsten Roman bisher. Ein Pageturner bis zur letzten Seite.

Im Dezember 1926 wird Agatha Christie vermisst. Ermittler finden ihr leeres Auto am Rande eines tiefen, düsteren Teichs, darin ihr Pelzmantel – ungewöhnlich für eine eisige Nacht. Ihr Ehemann, ein Veteran des Ersten Weltkriegs, und ihre Tochter wissen nicht, wo sie sich aufhält, und England löst eine beispiellose Fahndung nach der Krimiautorin aus. Elf Tage später taucht sie wieder auf, genauso mysteriös, wie sie verschwunden war. Sie behauptet, an Amnesie gelitten zu haben und gibt keine Erklärung für ihre Abwesenheit ab. Bis heute weiß niemand, was damals geschah. Marie Benedict erzählt die Geschichte einer zunächst glücklichen Ehe, die jedoch mehr und mehr zerbricht, je erfolgreicher Agatha wird. Welche Rolle spielte ihr untreuer Ehemann, und was hat er den Ermittlern verschwiegen? Agatha Christies Verschwinden ist vielleicht ihr spannendster Fall. Marie Benedict liefert eine erschreckend plausible Lösung.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Paperback
Pages
320
Price
16.50 €

Author Description

Marie Benedict, geboren 1973, studierte am Boston College Geschichte und Kunstgeschichte und an der Boston University School of Law. Ihre Bücher über starke Frauen der Weltgeschichte haben Bestsellerstatus. Ihr Roman »Frau Einstein« verkaufte sich über 100.000 Mal allein in Deutschland. Sie ist Anwältin und lebt mit ihrer Familie in Pittsburgh.

Posts

37
All
4

Grundsätzlich eine spannende Geschichte, doch meiner Meinung nach etwas zu sehr in die Länge gezogen. Perfekt, wenn man mal einen etwas anderen Krimi lesen möchte.

5

realistisch - logisch - nachvollziehbar

Ein Zufallsfund im Buchladen… 🫶🏻 Ich war neugierig, wie sich das Verschwinden von Agatha Christie zugetragen haben könnte. Ohne Erwartungen bin ich in die Geschichte eingetaucht – und ich muss sagen: Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt! Tatsächlich könnte ich mir vorstellen, dass es sich so oder so ähnlich zugetragen haben könnte. Anfangs ist Agatha noch sehr an die gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit gebunden, doch Stück für Stück befreit sie sich von diesen Fesseln. Ich konnte richtig spüren, wie es war, als Frau in dieser Zeit zu leben – und fand es umso beeindruckender, wie sie nach und nach alle Ketten sprengt und für sich selbst Gerechtigkeit einfordert. Es hat wirklich Spaß gemacht. Und das Ende… 🤯

4

Starke Frau - wahre Geschichte oder doch nur Fiktion…

Marie Benedict gibt uns eine Romanbiografie zum miterleben, wie einst selbst das Agtha Christie in ihren Kriminalromanen gegeben hat. „jeder hat sein Schicksal selbst in der Hand“. So lässt uns die wahre Geschichte vermuten oder den Blick auf das Leben kritisch betraten. So ist es ist die Geschichte von Agatha Christie s Leben, wie sie ihren ersten Mann kennenlernt, über ihr Leben, über ihre Ehe und was sie inspiriert hat, zu Schreiben! Es ist keine langwierige Biografie. Das ist ein Buch über die Entwicklung einer starken, klugen Frau, mit einen Ehemann an ihrer Seite, der soviel Antipathie weckt, das es mir sehr logisch erscheint was das Ende der Geschichte schreibt!!! Ob nun Fiktion oder Wahrheit, werden wir wohl nie erfahren

Starke Frau - wahre Geschichte oder doch nur Fiktion…
1.5

Ein Beispiel dafür, wie historische Romane nicht sein sollten- langweilig, zäh und voller Wiederholungen. So macht es garantiert keinen Spaß in die Vergangenheit einzutauchen. Ich finde die Persönlichkeit und die Geschichten von Agatha Christie wahnsinnig faszinierend und wollte deswegen unbedingt dieses Buch zu ihrem Verschwinden lesen. Leider verlor sich das Buch in den Eheproblemen von Agatha und ihrem Mann Archie. Dabei konnte man oft nicht unterscheiden, was Realität und was zugefügte Fiktion der Autorin war, wenn man so wie ich, nur wenig Vorwissen über Agatha Christie hat. Leider war nicht nur die Geschichte an sich langatmig, sondern auch der Schreibstil der Autorin hölzern und voller füllender Phrasen. Auch, wenn das Buch nur 320 Seiten hatte, so kam es mir doch viel (viel) länger vor, weil ich einfach kein inhaltliches Vorankommen sah, sondern hauptsächlich eine Charakterstudie über den Ehemann. Einziger Lichtblick waren die Passagen, in denen Agatha über ihre Kriminalromane und den Schreibprozess gesprochen hat und ich einen Moment des Wiedererkennens hatte. Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich es wohl abgebrochen.

4

Buch mit Höhen und Tiefen

Da ich schon von frühester Jugend Agatha Christie Fan bin, konnte ich diesem Buch natürlich nicht widerstehen. Im Großen und Ganzen sehr spannend geschrieben, ging dem Buch aber auch an wenigen Stellen die Puste aus. Nichtsdestotrotz habe ich es genossen für 320 Seiten in das Leben meiner Lieblingsschriftstwllerin einzutauchen.

4

Gelungene Mischung aus Fiktion und Fakten

Das Buch beleuchtet das 11 tägige Verschwinden Agatha Christies auf eine Weise die ihrer würdig wäre. Niemand weiß was wirklich passiert ist, aber die Geschichte der Autorin ist schlüssig und sehr gut durchdacht.

2.5

Das Potenzial hätte die Geschichte auf jeden Fall gehabt, doch die Umsetzung war leider überhaupt nicht gut. Der Schreibstil war zäh und langatmig. Hier werden eher die Eheprobleme von Agatha und ihrem Mann beleuchtet bzw. aufgearbeitet. Auch der Charakter von Agatha Christie kommt hier eher naiv und unterwürfig vor, statt selbstbewusst und Taff wie ich aus ihrer Autobiographie kenne. Da ich ihre Biographie kenne, waren mir die meisten Geschehnisse nicht neu. Der "spannendste" Kriminalfall von Agatha Christie war dieses Buch für mich definitiv nicht. Ich fragte mich oft, was ist jetzt Realität oder Fiktion in der Geschichte. Wie die Lösung des Falls aufgebaut war, kommt schon nah an das, was ich mir auch vorstellen würde, wie es passiert ist. Die Passagen rund um Agatha Christies Bücher und ihren Schreibprozess waren wirklich die Interessanten. Dort hat man ihren wahren Charakter und ihre Kreativität, wie wir es in ihren Geschichten kennen und lieben gelernt haben deutlich gespürt. Ihre Bücher werde ich sehr gerne weiterhin lesen, aber die von Marie Benedict eher nicht. Kleiner Hinweis: Dieses Buch spoilert die Auflösung ihres Romans "Alibi"!

3

Wenn das Leben selbst zum Krimi wird 🕵️‍♀️🔎📖

Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie spurlos. Ihr leeres Auto wird gefunden, eine der größten Suchaktionen Englands beginnt – und elf Tage später taucht sie wieder auf, ohne Erklärung. Bis heute ist unklar, was wirklich geschah. Marie Benedict spinnt in ihrem Roman eine fiktive, aber mögliche Geschichte um dieses Rätsel, indem sie zwei Handlungsstränge verwebt: die Entwicklung von Agathas Beziehung zu Archibald Christie ab ihrem ersten Treffen 1912 und die Ereignisse während des mysteriösen Verschwindens 1926. Dabei werden Stück für Stück Puzzleteile zusammengefügt, wie in einem von Christies eigenen Krimis. Der Beginn hat mich gefesselt: Agatha als junge Frau, die sich in den Piloten Archibald verliebt, ihre frühe Ehe, ihre ersten literarischen Erfolge – das ist atmosphärisch gut eingefangen. Besonders interessant fand ich, wie ihre Leidenschaft fürs Schreiben wächst. Doch je mehr der Roman sich auf die Eheprobleme konzentriert, desto langatmiger wurde er für mich. Die Ermittlungen während der Vermissten-Tage ziehen sich unnötig, mit vielen Wiederholungen und einer Suche, die einfach nicht vorankommt. Der Schluss ist plausibel, kam mir aber zu abrupt, während sich der Weg dorthin endlos zog. Was mich zudem gestört hat: Benedicts Agatha bleibt erstaunlich blass und wenig greifbar. Gerade wenn man bedenkt, dass ihre bekannteste weibliche Figur, Miss Marple, als starke, scharfsinnige und unabhängige Frau gilt, wirkt es enttäuschend, dass Benedict Agatha hier vor allem als abhängige, devote Ehefrau zeigt, die sich komplett um ihren untreuen Mann dreht. Statt einer würdigen Würdigung dieser beeindruckenden Autorin wirkt das Buch oft wie eine bloße Ehetragödie, die sich im privaten Drama verliert. Schade, denn Potenzial für mehr war da. Sprachlich ist der Roman zwar gut lesbar, aber stilistisch eher durchschnittlich und ohne den Witz oder das feine Gespür für Timing, das Christies eigene Bücher auszeichnet. Das größte Manko bleibt für mich jedoch die Mischung aus Fiktion und Realität, die sich hier nicht zu einer überzeugenden Einheit verbindet. Benedict liefert eine weitere Version der Ereignisse, doch statt Aufklärung bleibt nur Spekulation. Insgesamt ein Roman, den man lesen kann, wenn man Agatha Christie-Fan ist und sich für ihr Leben interessiert, aber wer Spannung oder neue Erkenntnisse sucht, wird enttäuscht. Für mich eher ein „kann man lesen, muss man aber nicht“. ⭐️⭐️⭐️

Wenn das Leben selbst zum Krimi wird 🕵️‍♀️🔎📖
4

Den Anfang fand ich sehr mühsam , aber das Ende hat mich mit allem versöhnt. Durchalten lohnt sich

3

Nett, mehr leider auch nicht. Irgendwie hab ich hier mehr erwartet, für mich ging es eher um eine kaputte Ehe als um Agatha Christie, wenn auch ersteres sie zu dem gemacht hat, was sie wurde. Das fand ich bestärkend 🙏🏻💪🏻 Auch war die Auflösung am Ende eine gute, plausible Erklärung für das Verschwinden Christies.

5

Mrs. Agatha Christie von Marie Benedict Ich werde definitiv weitere Bücher dieser tollen Autorin lesen. Da ich ein großer Fan von Agatha Christie bin, musste dieses Buch mit und ich wurde nicht enttäuscht. In diesem Buch erzählt Marie Benedict vom Leben von Agatha, ihrer Ehe, wie sie zum Schreiben kam und warum ( wurde nie wirklich geklärt, nur spekuliert...) die Autorin 11 lange Tage verschwunden war. Wirklich sehr interessant und lesenswert für Fans. Mein nächstes Buch von ihr wird Frau Einstein. Da ich über ihren Mann schon das Buch: Der Sommer an dem Einstein verschwand gelesen habe (Wahrheitsgehalt 🤷‍♀️)

4

Die fiktive Geschichte um das reale Ereignis

19.01.2024 Das Buch ist mir in meiner Bücherei quasi ins Auge gesprungen und habe es direkt ausgeliehen ohne mich vorab weiter darüber zu informieren. In meiner Euphorie bin ich zunächst davon ausgegangen, dass es quasi biografisch ist. Leider ist mir dann im Nachgang aufgefallen, dass die Geschichte fiktiv ist und man nicht 100%ig sagen kann, was die Wahrheit über das Verschwinden von Agatha Christie ist jedoch ist die Geschichte sehr lesenswert. (Hätte ich mich im Vorfeld schlauer gemacht, hätte ich vermutlich eher zu einem Buch über Agatha Christie's Verschwinden gegriffen, das rein auf Fakten basiert-dann hätte ich aber ein tolles Buch verpasst. ) Es gab zwar zwischenzeitlich ein paar Längen, zum Schluss konnte ich das Buch aber kaum noch weglegen, daher die 4 Sterne. Es ist befremdlich zu lesen was Menschen (in diesem Fall Frauen) bereit sind für ihre (toxische) Beziehung aufzugeben und zu welchem Preis. Und wie lange Agatha Christie es ausgehalten hat... (Es gibt zwei Zeitstränge, die aufeinander hinarbeiten.)

3.5

"Vermisst wird Mrs. Agatha Mary Clarissa Christie, Ehefrau von Colonel A. Christie." so lautete die Polizeimeldung als am 3. Dezember 1926 eine der wohl berühmtesten Schriftstellerinnen für 11 Tage spurlos verschwand. Doch was war geschehen? Bis heute weiß man nicht ob Agathas Verschwinden mit einem Verbrechen zusammenhing, sie aus freien Stücken ging oder ob sie an einer Amnesie litt. Der Mix aus Fiktion und Realität den Marie Benedict erschaffen hat liest sich angenehm, sie trifft den englischen Charme dieser Zeit hervorragend und zeichnet die Charaktere von Agatha und Archibald Christie gekonnt. Mir hat es viel Spaß bereitet die "eventuelle" Geschichte bis hin und um das Verschwinden von Mrs. Christie zu lesen.

Post image
4

Ein sicherlich sehr gut aufgebautes Buch, das auch von der Spannung an Agatha Christies Romane erinnert. Leider hat der Clou dieses Buches mir gar nicht gefallen, da es mal eben eines von Agatha Christies größten Werken spoilert. Das hat mir die Lektüre wirklich verleidet. Ich selbst kannte besagtes Buch schon, aber das wird einigen sicher nicht so gehen. Das fand ich sehr schade.

4

Ein sehr packendes mitreißendes Buch.

Jeder hat sein Schicksal selbst in der Hand. So auch die noch relativ unbekannte Schriftstellerin Agatha Christie. Dieses Buch ist eine packende Geschichte über das Leben der Schriftstellerin, der Schluss ist unerwartet wie genial.

4

Gutes Buch, eine wirklich interessante Idee was es mit dem Verschwinden der Autorin auf sich haben könnte

5

Ich liebe Biographiesche Romae wirklich sehr und dieser war ganz besonders, spannend und wirklich packend erzählt ❤️

4

Agatha Christie, die bekannte britische Schriftstellerin wird vermisst. 11 Tage lang ist sie wie vom Erdboden verschluckt, das gesamte Vereinigte Königreich hält den Atem an, plötzlich ist sie wieder da und leidet praktischerweise an Gedächtnisverlust und gibt weiter keine Anhaltspunkte über ihr Verschwinden ab. Bis heute weiß niemand, was dieses Verschwinden zu bedeuten hatte – ein genialer Pressestreich? Eine argentinische Entführung? Oder doch etwas ganz anderes? Es macht Spaß darüber zu spekulieren! In „Mrs Agatha Christie“ gibt Marie Benedict eine, ich muss sagen äußerst plausible, Vermutung über die Hintergründe dieses elftägigen Verschwindens ab und es liest sich formidabel. Wir folgen in „Mrs Agatha Christie“ zwei Handlungssträngen, einmal wird aus der Sicht Agathas erzählt. Vornehmlich geht es hier um ihre Beziehung zu ihrem ersten Mann Archie, aber auch um ihre ersten Gehversuche als Autorin. Wir begleiten Agatha dabei wie sie sich wild verliebt, in den Kriegswirren des zweiten Weltkrieges heiratet und schließlich wie ihre Ehe zerbricht. Auf der anderen Seite haben wir die Geschichte aus der Sicht von Archie, wie er die Tage während Agathas Verschwinden erlebt. Die Geschichte ist schlau aufgebaut und für mich, die vor allem die Krimis von Agatha Christie liebt und nicht besonders viel von ihrem Leben wusste (weiß), auch in sich schlüssig. So könnte es wohl gewesen sein. Ich mag dass das Buch Agathas Geschichte als Geschichte des Ausbrechens, der Selbstverwirklichung, der Selbstliebe malt. Ich möchte gerne glauben, dass es so gewesen ist. Aber die Wahrheit ist natürlich, dass wir es trotzdem nicht wissen. Ich glaube mir hat ein kleines Vorwort gefehlt, das das Buch ein bisschen in einen geschichtlichen Kontext setzt, bzw die historischen korrekten Fakten nochmal aufzeigt, besonders für Leute die sich noch wenig bis gar nicht mit der Autorin auseinandergesetzt haben. Ich finde den Kniff der Autorin schön, dass das Buch leicht auch ein Christie-Roman sein hätte können. Es hat einen sehr stringenten Spannungsbogen und das famose Ende, wo der Held dem Mörder nochmal ganz genau auseinandersetzt wie alles gelaufen ist. Natürlich ist die Sprache sehr viel einfacher, aber der Roman ist auf jeden Fall kurzweilig und macht Laune auf mehr Christie. Kleine Spoilerwarnung allerdings – wer den Roman „Albi“ von Agatha Christie noch nicht gelesen hat und es gerne möchte, sollte mit der Lektüre noch ein bisschen warten. Es wird der ganze Plottwist gespoilert. Sehr ärgerlich. Ich bin ein großer Fan aller Agatha Christie Romane, weswegen „Mrs Agatha Christie“ natürlich ein Must-Read war und es hat mir wirklich Spaß gemacht. Ein spannender Blick auf einen dunklen Fleck in der Christie-Historie. Lesenswert.

4

In dem Buch geht es um das elftägige Verschwinden Agatha Christies. Die tatsächlichen Umstände wurden nie wirklich aufgeklärt und so ranken sich einige Theorien darum, was passiert sein könnte. Die Autorin Marie Benedict imaginiert in diesem Buch eine Möglichkeit dessen. Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Wir lesen zum einen einen Handlungstrang aus der Vergangenheit und einen der das aktuelle Geschehen um das Verschwinden der Autorin behandelt. Der Gegensatz zwischen dem Verhalten ihres Ehemanns Archie in der Vergangenheit und im Jetzt bildet eine absolut faszinierende Vorlage. In der Vergangenheit scheint er ein liebevoller Mann zu sein, der Agatha verehrt, während er in der Zukunft eher an seinem eigenen Ruf (und einer anderen Dame) interessiert ist. Beide Handlungen nähern sich einander immer mehr an und kulminieren irgendwann, als das ganze Geschehen endgültig zum Vorschein tritt. Die Geschichte ist nicht unvorhersehbar oder überaus mysteriös, aber ich habe es dennoch geschätzt, wie viel Wut die Autorin gegenüber dem untreuen Ehemann in mir auslösen konnte. Die Steigerung, wie es doch immer und immer noch schlimmer wird, sorgt dafür, dass man im Laufe der Geschichte sehr gegen den Ehemann fiebert. Das Ende fand ich persönlich dann etwas lasch, aber es hat mich nicht so sehr enttäuscht, dass ich die Geschichte nicht genossen hätte.

5

Absolut faszinierend. Die ganze Biografie ist geschrieben wie ein Krimi. 

4

Gut geschrieben. Wie bei „Frau Einstein“ konnte mich auch dieses Buch begeistern. 👍

4

Agatha Christie, die bekannte britische Schriftstellerin wird vermisst. 11 Tage lang ist sie wie vom Erdboden verschluckt, das gesamte Vereinigte Königreich hält den Atem an, plötzlich ist sie wieder da und leidet praktischerweise an Gedächtnisverlust und gibt weiter keine Anhaltspunkte über ihr Verschwinden ab. Bis heute weiß niemand, was dieses Verschwinden zu bedeuten hatte – ein genialer Pressestreich? Eine argentinische Entführung? Oder doch etwas ganz anderes? Es macht Spaß darüber zu spekulieren! In „Mrs Agatha Christie“ gibt Marie Benedict eine, ich muss sagen äußerst plausible, Vermutung über die Hintergründe dieses elftägigen Verschwindens ab und es liest sich formidabel. Wir folgen in „Mrs Agatha Christie“ zwei Handlungssträngen, einmal wird aus der Sicht Agathas erzählt. Vornehmlich geht es hier um ihre Beziehung zu ihrem ersten Mann Archie, aber auch um ihre ersten Gehversuche als Autorin. Wir begleiten Agatha dabei wie sie sich wild verliebt, in den Kriegswirren des zweiten Weltkrieges heiratet und schließlich wie ihre Ehe zerbricht. Auf der anderen Seite haben wir die Geschichte aus der Sicht von Archie, wie er die Tage während Agathas Verschwinden erlebt. Die Geschichte ist schlau aufgebaut und für mich, die vor allem die Krimis von Agatha Christie liebt und nicht besonders viel von ihrem Leben wusste (weiß), auch in sich schlüssig. So könnte es wohl gewesen sein. Ich mag dass das Buch Agathas Geschichte als Geschichte des Ausbrechens, der Selbstverwirklichung, der Selbstliebe malt. Ich möchte gerne glauben, dass es so gewesen ist. Aber die Wahrheit ist natürlich, dass wir es trotzdem nicht wissen. Ich glaube mir hat ein kleines Vorwort gefehlt, das das Buch ein bisschen in einen geschichtlichen Kontext setzt, bzw die historischen korrekten Fakten nochmal aufzeigt, besonders für Leute die sich noch wenig bis gar nicht mit der Autorin auseinandergesetzt haben. Ich finde den Kniff der Autorin schön, dass das Buch leicht auch ein Christie-Roman sein hätte können. Es hat einen sehr stringenten Spannungsbogen und das famose Ende, wo der Held dem Mörder nochmal ganz genau auseinandersetzt wie alles gelaufen ist. Natürlich ist die Sprache sehr viel einfacher, aber der Roman ist auf jeden Fall kurzweilig und macht Laune auf mehr Christie. Kleine Spoilerwarnung allerdings – wer den Roman „Albi“ von Agatha Christie noch nicht gelesen hat und es gerne möchte, sollte mit der Lektüre noch ein bisschen warten. Es wird der ganze Plottwist gespoilert. Sehr ärgerlich. Ich bin ein großer Fan aller Agatha Christie Romane, weswegen „Mrs Agatha Christie“ natürlich ein Must-Read war und es hat mir wirklich Spaß gemacht. Ein spannender Blick auf einen dunklen Fleck in der Christie-Historie. Lesenswert.

2

War nicht das was ich mir von dem Buch erwartet hatte das Buch hat mir leider nicht gefallen

5

Das Buch ist sehr gut geschrieben, sodass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil und die Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Ich spiele sogar mit dem Gedanken mir die Vorgänger "Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte" zuzulegen. Da ich ein Agatha Christie Leser bin und mich diese Frau schon immer interessiert hat, habe ich dieses Buch als Rezensionsexemplar angefragt und die Zusage erhalten, worüber ich mich sehr, sehr gefreut habe. Man findet gut in die Geschichte und man merkt, dass Agatha Miller eher eine rebellische junge Frau war, sonst hätte sie sich wahrscheinlich nicht von dem Colonel Christie beeindrucken lassen. Schade, dass sie sich nicht an den Mann gehalten hat, mit dem sie beim Ball war. Es stellte sich leider heraus, dass ihr zukünftiger nicht der perfekte Partner/Mann war, wie Agatha dachte. Man konnte hier klar miterleben, wie es vom guten zum schlechten wechselte. Mir persönlich gingen die ganzen "Forderungen" ihres Mannes so gegen den Strich, aber wahrscheinlich kannte es man "früher" nicht, sich entsprechend durchzusetzen. Meiner Ansicht war es noch eine schwierige Zeit, was dieses Thema angeht. Es kamen während des elftägigen verschwindens von Agatha Christie so viele Dinge ans Licht... Was damals wirklich geschah, ist bis heute unbekannt, aber dieser Verlauf hätte nicht besser passen können. Ich wurde positiv von dem Verlauf dieser Geschichte überrascht. Mich konnte die Autorin überzeugen!

3

Nicht das beste Buch dieser Reihe, aber trotzdem gewohnt informativ und kurzweilig.

4.5

Eine lesenswerte Geschichte über das ungelöste Rätsel um Agatha Christies Verschwinden. Hat es sich so oder doch ganz anders zugetragen? Auf jeden Fall bin ich durch dieses Buch neugieriger auf das Leben der Autorin hinter Miss Marple und Hercule Poirot geworden.

3.5

Eine mögliche Lösung für das mysteriöse Verschwinden der Agatha Christie

In diesem Buch geht es, wie der Titel unschwer erahnen lässt, um das Leben und vor allem um das 11tägige Verschwinden von Agatha Christie 1926. Bis heute weiß niemand was wirklich passiert ist, da sich Agatha Christie selbst nie dazu geäußert hat. Aus diesem Grund, ist die von Marie Benedict beschriebene Erklärung selbstverständlich nur Fiction, aber dennoch eine durchaus gelungene, wie ich finde. Das Buch hat mich insgesamt positiv überrascht, da es sich flüssig und durchaus spannend lesen ließ. Bisher hatte ich selten biographische Bücher gelesen und erst Recht nicht in dieser Art - eine Art Mischung aus Fakten und Fiction. Ich liebe die Bücher von Agatha Christie und war deshalb von Anfang an gespannt, mehr über ihr Leben zu erfahren. Zwischendurch war sie mir selbst tatsächlich etwas unsympathisch und ich war sogar leicht genervt. Hier ist allerdings auch nicht klar, inwieweit die Autorin sich immer an die Fakten bezüglich der charakteristischen Darstellung von Frau Christie gehalten hat, oder ob auch hier schon ab und zu die schriftstellerische Fantasie mit ihr durch gegangen ist. Nicht zuletzt muss man auch bedenken, zu welcher Zeit Frau Christie gelebt hat. Das Rollenbild der Frau und somit ihr Verhalten, welches mich im Buch sehr oft störte, war ein komplett anderes wie heutzutage. Das Ende und die mögliche Lösung um das Verschwinden von Frau Christie, hat mich aber mit allem wieder versöhnt. Marie Benedict hat hier, meiner Meinung nach, eine wirklich realistische Darlegung der Ergebnisse geschaffen. Was wirklich passiert ist, werden wir wohl nie erfahren.. Alles in allem ein gutes Buch für alle Agatha Christie Fans und Fans von biografischen Büchern mit etwas Spannung ☺️

4

Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie für elf Tage in ihrem Leben spurlos. Eine beispiellose Suchaktion beginnt, an der sich sogar Größen wie Dorothy Sayers und Sir Arthur Conan Doyle beteiligten und in deren Verlauf ihr Ehemann Archie immer mehr ins Kreuzfeuer der Ermittlungen geriet. Der Ausgang ist bekannt: Agatha taucht in einem Hotel in Harrogate wieder auf und gibt vor, sich an nichts erinnern zu können. Sie und Archie lassen sich scheiden und fortan wird sie nicht nur wieder heiraten, sondern vor allem eine Vielzahl großartiger Kriminalromane schaffen. In „Mrs Agatha Christie“ erzählt Marie Benedict nun ihrerseits, was damals in diesen elf Tagen geschehen sein könnte. Dabei schildert sie das Geschehen aus zwei verschiedenen Perspektiven: In der Vergangenheit ist Agatha die Protagonistin und die Autorin verwendet die Ich-Form, um eine gewisse Verbundenheit herzustellen. Erzählt wird ausgehend von dem Moment im Oktober 1912, als Agatha und Archie sich kennenlernen. In der Gegenwart, am Tag nach dem Verschwinden seiner Frau, steht dieser im Fokus. Sein Handlungsteil ist jedoch in der Er-Form geschrieben – die Loyalitäten der Leser*innen sind sofort klar. Gut recherchiert ist Benedicts Roman allemal, Namen, Orte, Daten, ja sogar Agathas Kleidung an ihrem Hochzeitstag werden genauestens dargestellt. Auch ihre Theorie über das Verschwinden der beliebten Autorin erscheint plausibel. Es ist allgemein bekannt, dass Archie eine Affäre hatte und diese heiraten wollte – Agathas Plan, ihm dafür gewaltig die Suppe zu versalzen, passt zu allem, was wir über ihren Charakter wissen und ist zudem mehr als nur einen Schmunzler wert. „Mrs Agatha Christie“ ist in weiten Teilen – und damit war natürlich zu rechnen – eine Liebesgeschichte oder vielleicht eher eine Geschichte über das Scheitern einer Ehe und darüber, wie Frauen stets den Spagat zwischen Beruf und Familie, zwischen Ehemann und Kind schaffen müssen. Persönlich hätte ich mir einen größeren Fokus auf Agathas Schreiben und ihre Perspektive nach dem Verschwinden gewünscht. Dieses Risiko wollte die Autorin offensichtlich aber nicht eingehen, schade!

4

Spannende Geschichte über Agatha's Verschwinden Ich muss zu meiner Schande sagen, ich habe noch kein Agatha Christie Krimi gelesen. Aber das werde ich jetzt nach diesem Buch auf alle Fälle nach, sie muss ja ein Meister ihres Fachs sein. Dieses Buch ist sehr schön aufgebaut, es spricht in der Ich-Form aus Agathas Sicht bis und mit ihrem Verschwinden - aus der Erzählsicht was ab ihrem Verschwinden passiert. Die Autorin hat hier sehr gut recherchiert, und es entspringt ihrer Fantasy, tatsächlich weiss man nicht, was und wo in diesen 11 Tagen mit Agatha Christie passiert ist. Der Schreibstil ist total angenehm auch wenn ich Schwierigkeiten hatte mit einigen "altbackenen" Wörter. Aber es ist natürlich passend für ein historisches Buch. Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, die Personen und die Geschehnisse zu verstehen, aber ab einem Drittel nimmt die Story fahrt auf und es war sehr sehr spannend. Eine schöne Lektüre, ein raffiniertes Buch welche beschreibt, wie es hätte sein können. Sicher ein must für alle Agatha Fan's und eine schöne Überraschung für mich als Leser. Follow me on Insta: deblioteca

3

Es ist bis heute ein riesiges Geheimnis: Was geschah mit Krimi-Autorin Agatha Christie in den elf Tagen ihres Verschwindens im Jahr 1926? In diesem Roman entwirft Marie Benedict ihre eigene Theorie der Geschehnisse - und zeichnet das Bild einer unglücklichen Ehe, einer drohenden Scheidung, eines gerissenen Plans einer genialen Schriftstellerin. Auf zwei zeitlichen Ebenen folgen wir einmal dem Ehemann Archie Christie, der nach dem Verschwinden seiner Frau mit der Polizei konfrontiert wird. Schnell fühlt er sich in die Ecke gedrängt, als sei die Polizei längst von seiner Schuld überzeugt. Der Leser weiß, dass Archie seine Frau nicht umgebracht hat, aber in den Rückblenden auf Agathas Sicht auf den Verlauf der Ehe der beiden wird klar, dass Archie trotzdem nicht schuldlos ist. Leider waren die Charaktere für mich zu eindimensional gezeichnet, als dass ich wirklich eine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Die Charakterzüge, die mir präsentiert wurden, wirkten darüber hinaus recht inkonsistent. So konnte mich das Buch zwar unterhalten, es hat aber keinen Eindruck hinterlassen, der länger haften wird.

4

Manchmal ist das Leben so spannend wie ein Krimi und hier trifft das in jedem Fall zu. Das mysteriöse Verschwinden von Agatha Christie und der Einblick in ihr Leben haben mich gut unterhalten.

3

Ich habe in meiner Jugend einige Bücher von Agatha Christie gelesen, darum hat mich dieses Buch direkt angesprochen. Ich mag die momentan sehr beliebten Buchreihen über bekannte Frauen grundsätzlich sehr gerne. Ich finde, dass die Autorin einen interessanten Erzählstil für ihr Buch gewählt hat. Es wechseln sich Kapitel aus der Ich-Perspektive, erzählt von Agatha, mit Kapiteln aus der Erzählperspektive ab. In den von Christie erzählten Kapiteln lernen wir die Autorin etwas besser kennen. Wie sie ihren Mann, Archie Christie, kennenlernte und gegen den Willen ihrer Familie heiratete, ihr Verhältnis zu ihrer Familie, die Gründe und Anfänge ihres Schreibens usw. Die Erzählperspektive konzentriert sich auf das 11 tägige Verschwinden Christies und handelt hauptsächlich von der Suche nach ihr und davon, wie ihr Mann mit der Situation umgeht. Hier merkt man auch früh, dass Archie Christie mehr zu wissen scheint, als man erfährt. Am Ende des Buches werden beide Stränge auch sehr geschickt zusammengeführt. Dennoch muss ich zugeben, dass das Buch mich nicht fesseln konnte. Die Kapitel über Agatha Christie selber und wie sie zum Schreiben kam, fand ich sehr interessant. Die anderen Kapitel waren mir aber zu eintönig, und auch der Charakter von Archie Christie blieb mir zu oberflächlich. Das Ende ist okay, weil möglich, konnte mich aber nicht wirklich mit dem Buch versöhnen. Beim Hörbuch ging es mir ebenso, auch wenn mir die Sprecherin gut gefallen hat. Doch bei den Kapiteln aus der Erzählperspektive bin ich gedanklich oft abgedriftet.

Lange plätscherte die Handlung so vor sich hin... In zwei Zeitsträngen erfahren wir, welche Umstände dazu geführt haben könnten, weshalb Agatha Christie zum Zeitpunkt ihrer ersten Erfolge als Schriftstellerin und dem bevorstehenden Ende ihrer ersten Ehe, plötzlich und sehr Medienwirksam verschwand. Für 11 Tage wusste niemand wo sie war und am Ende blieb es ein streng gehütetes Geheimnis, das die berühmte Autorin viele Jahre später auch nicht in ihrer Autobiografie lüftete. Dabei fand ich persönlich gut, das Marie Benedict zwei verschiedene Erzählperspektiven wählte. Eine davon ist Agatha Christies erste Ehemann Archiebald Christie, die andre sie selbst. Ehrlicherweise habe ich keine Ahnung, wie dieser Mann sonst so betrachtet wird und auch nicht, wie Christie selbst ihn dann darstellt. Zumindest hier im Roman ist er ein absolut unsympathischer und extrem selbstsüchtiger Mann, der von seiner Frau erwartet, alles für ihn auf zu opfern. Sogar die Liebe zu ihrem eigenen Kind, auch diesen Punk beansprucht er ganz für sich alleine. Und wundert sich dann, das seine Frau am Ende nicht mehr bereit ist, alles einfach nur noch hin zu nehmen und weiterhin nur das zu tun, was ihm passt. Und dennoch... es plätscherte eben so vor sich hin, und mir fehlte ehrlicherweise nicht nur Spannung. Der Fokus liegt ganz auf der Ehe der Autorin und dem, was sie langsam aber sicher zerstört. Das ist zugebener Maßen nicht unbedingt das, was ich mir erhofft hatte. Ich hätte mir schon gewünscht, auch mehr über die schriftstellerischen Aspekte aus Christies Leben zu erfahren. Gleichzeitig macht genau dieses Vorgehen am Ende schon Sinn. Und das Ende ist es auch, das mich etwas mit dem Roman versöhnt hat. Das finde ich persönlich nämlich sehr gelungen und irgendwie würde mich nicht wundern wenn diese Lödung nicht so weit von der Wahrheit weg wäre... denn die Auflösung klingt auch dann plausibel, wenn man sie von der Fiktion trennt und überlegt, welche Möglichkeiten einer Frau in den 20er Jahren des vorherigen Jahrhunderts unter den gegebenen Umständen blieben. Alles in allem kein Highlight, aber durch den Schluss konnte mich Marie Benedict dann doch noch ziemlich von sich überzeugen. Außerdem gefällt es mir ,das die Autorin sich zum Ziel setzt, Blickwinkel von Frauen darzustellen und ihre Geschichte in den Fokus zu rücken. Vor allem dann, wenn ihre Geschichten kaum gehört oder sogar vergessen scheinen. Oder aber von andren (und seien wir ehrlich ,das waren in der Vergangenheit eben hauptsächlich Männer) ein Urteil längst gefällt wurde, das allgemeingültig wurde und bei dem Frauen und ihre Erfahrungen keine rolle spielten. Das Verschwinden der berühmten Autorin blieb ein Rätsel, auch wenn längst vermutet wird, das sie es ganz gezielt geplant hat. Die Hintergründe konnte bisher niemand entschlüsseln. Letztendlich ist Benedicts Roman auch nur ein Versuch, eine Interpretation. Aber eben eine, die auch der Lebensrealität vieler Frauen zur damaligen Zeit, Rechnung trägt und daher wie erwähnt, durchaus plausibel erscheint. Fast wünsche ich mir, das die Autorin ohne es zu wissen und ohne das wir es je überprüfen könnten, die Wahrheit beschrieben hat^^

5

Was passierte während Agatha Christies mysteriösem Verschwinden 1926 und was waren die Hintergründe? Diese Frage ließ Christie Zeit ihres Lebens unbeantwortet und geht damit auch in ihrer Autobiographie mit keiner Silbe ein. Das hat viel Anlass für Spekulationen gegeben und diente vielen Autor*innen als Insirationen für biographische Romane. So kreiert auch Marie Benedict ihre ganz eigene Version der Geschehnisse. Die Autorin hat bereits in verangenen Romanen (Frau Einstein, Lady Churchill) gezeigt, welches Potential in ihr steckt. Sie vermag es, den mehr und weniger bekannten Frauen eine feministische Stimme zu geben und kreiert dabei eine gleichermaßen inspirierende wie fantasievolle Welt. Bisweilen wirkt die Geschichte etwas überspitzt, gerade was den feministischen Touch anbelangt. Agatha Christie war ihrer Zeit jedoch in vielfacher Hinsicht voraus und genau das wird in diesem Roman geschildert. Eine Mischung aus Spannung, Romantik und Emanzipation.

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Agatha Christie, eine starke Frau voller Überraschungen Worum geht’s? Im Dezember 1926 wird Agatha Christie für elf Tage vermisst. An einem für Selbstmorde berüchtigten See wird ihr Auto aufgefunden. Ihre Tasche und ihr Pelzmantel sind noch drin, von ihr selbst keine Spur. Ganz England macht sich auf die Suche nach der Autorin, die dann plötzlich genauso mysteriös wiederauftaucht, wie sie verschwand. Was geschah in diesen elf Tagen? Meine Meinung: Mit „Mrs Agatha Christie“ schreibt Marie Benedict den dritten Teil Ihrer Romanreihe über starke Frauen der Weltgeschichte. Es ist der erste Band, den ich von der Serie bzw. der Autorin lese, aber ich war sofort gefesselt. Die Autorin wechselt zwischen der Ich-Perspektive von Agatha Christie in der Vergangenheit zu der Erzählung aus dritter Sicht in der Gegenwart im Jahr 1926 und führt zum Ende des Buches beide Erzählstränge gekonnt zusammen. Dabei lesen wir nicht nur über Agatha Christie, sondern auch allgemein über das Leben der Frauen in den 1920er Jahren in England. Im in der Vergangenheit spielenden Teil lesen wir, wie Agathe Christie zum Schreiben gekommen ist. Lernen sie kennen und lesen über ihre Zeit als Krankenschwester und Apothekerhelferin, die sie letztendlich bei ihren Krimis inspiriert hat. Agatha wächst in einer turbulenten Zeit auf, geprägt vom Krieg, vom Verlust ihres Vaters und dem ständigen Wettstreit mit ihrer Schwester. Wir erleben, wie sie Archie, ihren späteren Ehemann kennen und lieben lernt und wie sie sich an ihre ersten Romane setzt. Wie sie alles für Ihren Mann und ihre Ehe tut und sogar ihr eigenes Kind hintenanstellt. Und in dem Teil, der in der Gegenwart spielt, versuchen wir, ihrem Verschwinden auf die Spur zu kommen. 11 Tage! Was ist passiert? Wo war sie? Hier merkt man auch, wie geschickt es der Autorin gelingt, fiktionale mit biografischen Details zu mixen. Durch diesen Mix entsteht ein Bild, das total real wirkt. Die Grenzen verfließen so unbemerkt, dass man wirklich annehmen könnte, die Vermutungen der Autorin treffen die Realität! Genauso könnte ich mir vorstellen, hätte Agatha gehandelt. Was als fiktiv-biografischer Roman beginnt, steigt in der Spannung und bringt am Ende einen Plan, ein Spiel zum Vorschein, das verzwickt und undurchsichtig ist und perfekt zu Agatha Christies und ihren Krimis passt. Und auch wenn wir sicher nie herausfinden werden, was wirklich passiert ist, so fände ich diesen Ansatz doch mit am besten, weil er zeigt, wie gewieft die Agatha ist, wie sie schafft, sich selbst treu zu bleiben und wieder zu sich zu finden, indem sie ihr wahres Leben in einen Krimi verwandelt. Das Buch hat mich hineinversetzt in das England der 1920er Jahre und hat beim Lesen einfach Spaß gemacht. Vor dieser möglichen Option des Verschwindens könnte ich vor Agatha Christie nur den Hut ziehen, das wäre ein Kriminalfall par excellence! Fazit: Mit dem dritten Teil ihrer Romanserie über die starken Frauen der Weltgeschichte widmet sich Marie Benedict „Mrs Agatha Christie“. Teils biografisch, teils fiktional erzählt sie vom Leben und Werden der Kriminalautorin und insbesondere von den 11 Tagen, die diese im Jahr 1926 verschwunden war. Bis heute sind dieses Verschwinden und ihr Wiederauftauchen mysteriös und geheimnisumwittert. War es ein PR-Gag? War es eine psychische Ausnahmesituation? Ich muss ganz ehrlich sagen, die Version, die uns die Autorin erzählt ist voller gewiefter Spannung, ein Kriminalfall, in dem Agatha selbst die Hauptrolle spielt – eine Version, die mir von allen Möglichkeiten am besten gefällt. 5 Sterne für dieses Buch, das mich perfekt unterhalten hat!

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"Denn jeder von uns, Mann wie Frau, hat sein ganz eigenes Schicksal und das ist weniger zufallsbestimmt, sondern besteht - zu dieser Überzeugung bin ich inzwischen gelangt- in erster Linie aus harter Arbeit und gegebenen Umständen." Autorin Marie Benedict erzählt die , fiktive, Geschichte über das 11 tägige Verschwinden von Agatha Christie. Und ja , genauso könnte es gewesen sein, ich finde diese Version wirklich sehr gelungen und bin der Story sehr gerne gefolgt. Ich mag, dass das Buch auf zwei Zeitebenen erzählt wird und wir auch etwas über Agatha Christies Leben und ihr Entwicklung als Autorin erfahren. Ein toller historischer Roman, der durch ein Nachwort noch Fiktion und Wirklichkeit erklärt.

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Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte. Der Autorin gelingt es großartig, die Leser mit in diese Zeit zu nehmen. Ein tolles Buch über eine große Frau!!

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