Morisco
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Was ist aus meinen Träumen geworden?
Alfred Welm ist vor allem durch sein "Kultbuch" Pause für Wanzka bekannt geworden, was erstaunlicherweise sogar in der DDR verfilmt wurde; erstaunlich deshalb, weil es um einen unangepassten Lehrer geht, der sich vor allem um den Einzelnen kümmert, während die DDR Bildungspolitik immer nur ums "Kollektiv" ging (Margot Honecker), dem sich der Einzelne unterzuordnen hat. Das Buch Pause für Wanzka stammt aus dem Jahr 1968. Morisco ist nun ein später Roman von Wellm aus dem Jahr 1987 und zeigt wohin die Unterordnung unter das Kollektiv führt: der Protagonist stellt fest, dass er sich und seine Träume verraten und sein Leben in der Anpassung gewissermaßen vertan hat. Das Buch ging seinerzeit unter, was aber keineswegs an der Qualität des Buches liegt, sondern an den Umbrüchen in der DDR - niemand wollte sich mehr mit der eigenen Anpassung beschäftigen. Um so erfreulicher, dass es nun noch einmal vom renommierten Hinstorff Verlag neu aufgelegt wurde; denn heute ist nicht nur die Zeit wieder differenziert über die DDR und das Leben in ihr nachzudenken (und nicht nur zu den einschlägigen Feiertagen) , sondern auch über all die Anpassungen die heute und nach 1989 abverlangt wurden und welche Folgen diese für den Einzelnen hatte; denn auch heute können wir uns jederzeit fragen: was ist aus meinen Träumen geworden?

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Was ist aus meinen Träumen geworden?
Alfred Welm ist vor allem durch sein "Kultbuch" Pause für Wanzka bekannt geworden, was erstaunlicherweise sogar in der DDR verfilmt wurde; erstaunlich deshalb, weil es um einen unangepassten Lehrer geht, der sich vor allem um den Einzelnen kümmert, während die DDR Bildungspolitik immer nur ums "Kollektiv" ging (Margot Honecker), dem sich der Einzelne unterzuordnen hat. Das Buch Pause für Wanzka stammt aus dem Jahr 1968. Morisco ist nun ein später Roman von Wellm aus dem Jahr 1987 und zeigt wohin die Unterordnung unter das Kollektiv führt: der Protagonist stellt fest, dass er sich und seine Träume verraten und sein Leben in der Anpassung gewissermaßen vertan hat. Das Buch ging seinerzeit unter, was aber keineswegs an der Qualität des Buches liegt, sondern an den Umbrüchen in der DDR - niemand wollte sich mehr mit der eigenen Anpassung beschäftigen. Um so erfreulicher, dass es nun noch einmal vom renommierten Hinstorff Verlag neu aufgelegt wurde; denn heute ist nicht nur die Zeit wieder differenziert über die DDR und das Leben in ihr nachzudenken (und nicht nur zu den einschlägigen Feiertagen) , sondern auch über all die Anpassungen die heute und nach 1989 abverlangt wurden und welche Folgen diese für den Einzelnen hatte; denn auch heute können wir uns jederzeit fragen: was ist aus meinen Träumen geworden?





