Mord an der Loire

Mord an der Loire

Paperback
3.69

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Description

Eigentlich hätte Philippe du Pléssis mit der Suche nach einer uralten Schatulle aus Familienbesitz schon genug zu tun. Aber als im Château de Cotignac ein Gemälde gestohlen wird und im Schlossgraben eine Leiche treibt, findet er sich plötzlich in einem Mordfall wieder. Die zuständige Kommissarin Charlotte Maigret macht aus ihrer Abneigung gegen den adeligen Lebemann keinen Hehl. Doch bald taucht ein zweiter Toter auf und die Polizistin und der Dandy müssen gemeinsam ermitteln.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Private Investigator
Format
Paperback
Pages
288
Price
16.50 €

Author Description

Catherine Duval hat im Loiretal gelebt und macht dessen Schlösser zum Schauplatz von Verbrechen. Die reiche Geschichte der Gegend, die seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, inspirierte sie ebenso zu diesem Kriminalroman, wie die französische Lebensart. Heute lebt die Autorin im Rhein-Main-Gebiet.

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Au bout – bis zum Ende … ist das Motto der uralten Adelsfamilie Cotignac und Pléssis, die ihren Stammbaum bis ins 12. Jahrhundert zu Philipp dem Schönen und den Templern zurückverfolgen können, auch dank einer Holzschatulle, in deren Innenseite dieser eingraviert ist. Als die Schatulle gestohlen wird, beauftragt Tante Aude ihren Neffen Philippe Auguste Louis Vicomte du Pléssis, den Baron de Beaumarchais, mit der Suche, schließlich hat sich die Familie seine Ausbildung zum Privatdetektiv einiges kosten lassen. Doch noch bevor Philippes Suche richtig losgeht, wird im Château de Cotignac ein Gemälde gestohlen, dass im 2. WK nach Deutschland verschleppt und gerade erst zurückgegeben wurde und jetzt auf einer Feier enthüllt werden sollte. Und dann treibt auch noch eine Leiche im Graben des Wasserschlosses – Julia Berger, die Kunstsachverständige einer Versicherung, hatte das Gemälde von Deutschland hierher begleitet. Für die ermittelnde Kommissarin Charlotte Maigret ist auch Philippe verdächtig, weil er Julia beauftragt und mit ihr regelmäßigen Kontakt hatte. Das kann er natürlich nicht auf sich sitzen lassen und ermittelt auf eigene Faust wichtige Fakten, die die Kommissarin überzeugen, mit ihm zusammenzuarbeiten … „Mord an der Loire“ ist der Auftakt einer neuen Cosycrime-Reihe von Catherine Duval, die mich leider nur mit ihrem Setting bezaubern konnte: uralte Loire-Schlösser und Templerburgen, Weinberge und mittelalterliche Städtchen. Die Protagonisten hingegen waren mir zu überzogen und unrealistisch, wirkten zum Teil wie aus der Zeit gefallen – das Buch hätte z.T. genauso gut schon in den 50er Jahren spielen können und nicht erst heute. Baron Philippe lebt vor allem für den Genuss und betreibt die Ermittlungen nur nebenher, weil er seiner Familie beweisen will, dass er es kann. Gegenüber Charlotte Maigret verhält er sich oft despektierlich und bezeichnet sie wegen ihrer Vorliebe für Cowboystiefel, Shirts und Lederjacke als Cowgirl. Und Maigret verdächtigt ihn zwar, nimmt ihn aber zu den Ermittlungen mit und teilt stets die neuesten Erkenntnisse mit ihm. Mein Highlight ist Philipps Tante Aude, von der ich gern mehr gelesen hätte. „Seine Tante strahlte die Autorität eines Generals aus. Sie befehligte die Familie. Und er war einer ihrer Söldner.“ (S. 14) Dazu kommt, dass die Handlung abgesehen von den Morden nicht besonders spannend ist. Erst kurz vor dem Ende zaubert Philippe quasi aus dem Nichts wichtige Informationen hervor, die letztendlich zur Auflösung führen. In der Zwischenzeit gibt es Einblicke in den Rechtspopulismus in Frankreich und die Geschichte der Templer, Diskussionen über die verschiedenen Adelsformen (alter Erbadel oder später verliehener), garniert mit dem Handel gestohlener (?) Kunst. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorin an der „Monsieur le Comte“ Reihe orientiert hat, das aber nicht so gut umsetzen konnte.

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Rezept für einen gelungen Frankreich-Cosy-Crime-Roman. Man nehme: ○Einen Schauplatz in Frankreich ○einen Baron mit detektivischer Grundusbildung ○1 verschwundenen Familienerbstück ○1 Leiche ○1 Kommissarin ○ jede Menge Personen ○ viele Informationen über Frankreich, sowohl landschaftlich, geschichtlich, als auch kunsthistorisch. Man mixe alle Zutaten zu einer zusammenhängenden Geschichte. Um es den Leser*innen nicht zu einfach zu machen, sorgen viele mögliche Verdächtigen für Verwirrung. Charakterlich gegensätzliche Protagonisten sorgen für einen hohen Unterhaltungswert. Eine Wendung gegen Ende erhöht den Spannungsbogen. Nicht zu vergessen, eine große Portion französischen Flairs. Das Ergebnis ist ein Kriminalroman, der wirklich lesenswert ist. Mit hohem Informationswert über Frankreich und die Kunstgeschichte. Wichtig zu wissen: Die erste Hälfte des Buches ist eher ruhig, mit wirklich vielen Beschreibungen und Informationen auch über Land und Leute. Ein Grundinteresse für Frankreich sollte man definitiv mitbringen. Fazit: Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Fälle für Baron Philippe. Die Thematik über Kunstgeschichte ( bis hin zu den Tempelrittern) war für mich aber phasenweise etwas langatmig.

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Ein guter Auftakt zu dieser Reihe

Dieser Krimi beinhaltet 47 Kapitel und erzählt von Philippe du Pléssis. Ich war sogleich gefangen vom französischen Flair in diesem Buch. Ein vornehmes Adelsgeschlecht und ein altes Schloss in der Nähe von Tours, inmitten des Loiretals, trägt ebenfalls dazu bei. Meiner Meinung nach ist die ehere Atmosphäre etwas kühler gehalten aber zu dieser Story fügt sie sich harmonisch ein. Der Schreibstil war für mich persönlich nicht ganz so leicht zu lesen. Die Story geht bis zu den Tempelritter und den 2. Weltkrieg zurück so dass mehrere Epochen hier angesprochen werden. Der Leser taucht förmlich in die Kunstszene ein. Dies fand ich zuweilen ziemlich interessant zu lesen. Die Protagonisten sind authentisch dargestellt und Philippe du Pléssis war mir zudem sehr sympathisch vorgekommen so wie auch Charlotte Maigret. Die zwei wuchsen nach anfänglichen Diskrepanzen zu einem tollen Team zusammen. Ich muss gestehen dass ich Probleme mit den französischen Namen hatte. Da musste ich mich dann doch zwischendurch konzentrieren um sie nicht durcheinander zu bringen. Die Spannung baut sich langsam auf aber für mich persönlich hätte es doch gerne mehr sein dürfen. Aber nach der Hälfte des Buches steigert sich die Spannung nochmals und meiner Ansicht nach wird die Story dadurch aufregender zu lesen. Dieser Krimi, den ich als Cosy-Krimi bezeichnen würde, hat mich persönlich gut unterhalten aber ich musste mich, wie schon oben erwähnt, öfters konzentrieren. Dieses Buch hatte für mich interessante Hintergrundinformationen über die Tempelritter und das Setting passt hervorragend zu diesem Thema. Dies ist der erste Band dieser Reihe. Er ist in sich abgeschlossen. Da die Story abwechslungsreich geschrieben ist vergebe ich daher sehr gerne vier Sterne.

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Nette Krimiunterhaltung

Französischer Baron ermittelt als Privatdetektiv gemeinsam mit einer prolligen Kommissarin. Natürlich streiten beide ständig, folgen der falschen Fährte, geraten in Lebensgefahr und lösen schließlich den Fall. Kurzweilige und amüsante Krimilektüre vor traumhafter französischer Kulisse.

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