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Kritik zu Mord am Heiligabend (Kevin-Byrne-Kurzgeschichte)
Mord am Heiligabend ist eine nur als Hörbuch erschienene Kurzgeschichte aus der Reihe Jessica Balzano & Kevin Byrne , die viele Jahre vor den eigentlichen Romanen spielt. Man begleitet einen noch jungen Kevin Byrne bei einem seiner frühen Fälle in Philadelphia. Eigentlich fand ich die Grundidee sehr interessant, denn ich hatte gehofft, dadurch mehr über Kevins Vergangenheit und seine Entwicklung als Detective zu erfahren. Leider blieb die Geschichte für mich jedoch deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar versteht man, was sie vermitteln wollen, einen persönlicheren Einblick in Kevin Byrne und seine Vergangenheit –, doch auf gerade einmal 36 Minuten Laufzeit bleibt dafür einfach zu wenig Raum. Auch der eigentliche Kriminalfall konnte mich nicht wirklich fesseln. Eine Frau bricht nach einem Einkauf in einem Geschäft zusammen und stirbt. Kevin Byrne und sein Partner beginnen mit den Ermittlungen, sprechen unter anderem mit einer Prostituierten und kommen dadurch schnell auf die Spur des Täters. Wirkliche Spannung entsteht dabei allerdings nie. Der Fall wird sehr geradlinig erzählt und ist fast genauso schnell wieder gelöst, wie er begonnen hat. Ein richtiger Spannungsbogen oder überraschende Wendungen fehlen, weshalb die Geschichte eher unspektakulär wirkt. Am interessantesten fand ich tatsächlich den Schluss. Kevin bemerkt, dass sein Partner schwer krank ist – er erkennt an dessen starkem Gewichtsverlust sowie den Einstichstellen und blauen Flecken an den Armen, dass etwas nicht stimmt. Doch weil sein Partner nicht darüber sprechen möchte, respektiert Kevin das und schweigt ebenfalls. Dieser ruhige, nachdenkliche Moment verleiht der Geschichte zwar etwas mehr Tiefe, kommt für meinen Geschmack aber viel zu spät und wird leider nicht weiter ausgearbeitet. Insgesamt war Mord am Heiligabend für mich daher eher enttäuschend. Die Idee, einen jungen Kevin Byrne in den Mittelpunkt zu stellen, hätte großes Potenzial gehabt. Mit etwas mehr Laufzeit und einer spannenderen Handlung hätte daraus eine wirklich interessante Ergänzung zur Reihe werden können. So bleibt am Ende jedoch eine Kurzgeschichte, die weder als Kriminalfall noch als Charakterstudie ihr volles Potenzial ausschöpft.

5 days ago
Kritik zu Mord am Heiligabend (Kevin-Byrne-Kurzgeschichte)
Mord am Heiligabend ist eine nur als Hörbuch erschienene Kurzgeschichte aus der Reihe Jessica Balzano & Kevin Byrne , die viele Jahre vor den eigentlichen Romanen spielt. Man begleitet einen noch jungen Kevin Byrne bei einem seiner frühen Fälle in Philadelphia. Eigentlich fand ich die Grundidee sehr interessant, denn ich hatte gehofft, dadurch mehr über Kevins Vergangenheit und seine Entwicklung als Detective zu erfahren. Leider blieb die Geschichte für mich jedoch deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar versteht man, was sie vermitteln wollen, einen persönlicheren Einblick in Kevin Byrne und seine Vergangenheit –, doch auf gerade einmal 36 Minuten Laufzeit bleibt dafür einfach zu wenig Raum. Auch der eigentliche Kriminalfall konnte mich nicht wirklich fesseln. Eine Frau bricht nach einem Einkauf in einem Geschäft zusammen und stirbt. Kevin Byrne und sein Partner beginnen mit den Ermittlungen, sprechen unter anderem mit einer Prostituierten und kommen dadurch schnell auf die Spur des Täters. Wirkliche Spannung entsteht dabei allerdings nie. Der Fall wird sehr geradlinig erzählt und ist fast genauso schnell wieder gelöst, wie er begonnen hat. Ein richtiger Spannungsbogen oder überraschende Wendungen fehlen, weshalb die Geschichte eher unspektakulär wirkt. Am interessantesten fand ich tatsächlich den Schluss. Kevin bemerkt, dass sein Partner schwer krank ist – er erkennt an dessen starkem Gewichtsverlust sowie den Einstichstellen und blauen Flecken an den Armen, dass etwas nicht stimmt. Doch weil sein Partner nicht darüber sprechen möchte, respektiert Kevin das und schweigt ebenfalls. Dieser ruhige, nachdenkliche Moment verleiht der Geschichte zwar etwas mehr Tiefe, kommt für meinen Geschmack aber viel zu spät und wird leider nicht weiter ausgearbeitet. Insgesamt war Mord am Heiligabend für mich daher eher enttäuschend. Die Idee, einen jungen Kevin Byrne in den Mittelpunkt zu stellen, hätte großes Potenzial gehabt. Mit etwas mehr Laufzeit und einer spannenderen Handlung hätte daraus eine wirklich interessante Ergänzung zur Reihe werden können. So bleibt am Ende jedoch eine Kurzgeschichte, die weder als Kriminalfall noch als Charakterstudie ihr volles Potenzial ausschöpft.
5 days ago





