Mitarbeiter des Monats
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Book Information
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Fil Tägert, geboren 1966 als Philip Tägert, gewann bereits mit zehn den Schreibwettbewerb der Berliner Morgenpost, mit vierzehn veröffentlichte er seine ersten Comics im Berliner Stadtmagazin Zitty. Ansonsten machte er seinen Eltern eher Kummer. Irgendwann steckte das Jugendamt den Jungpunk zwecks Besserung auf ein Schiff. Fil schipperte ein halbes Jahr durch die Nordsee und kam einigermaßen geläutert zurück. In Berlin ist er schon seit längerem eine Berühmtheit: als Cartoonist, Comiczeichner und inzwischen noch mehr als Bühnenhumorist, der jeden Saal zuverlässig füllt, und das über 100-mal im Jahr im gesamten deutschen Sprachraum.
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Die vollständige Rezension unter https://buecherherbst.wordpress.com/2016/09/21/rezension-fil-taegert-mitarbeiter-des-monats/ Schon früh in der Geschichte wird deutlich, wohin die Reise gehen soll: Hauptprotagonist Nick ist zum Zeitpunkt der Erzählung (1970er und 1980er Jahre) ein gerade der Pubertät entsprungener 19-jähriger Punk, der nach seinem Schulabschluss nicht viel auf die Kette bekommt und bei McDonalds jobbt. Er hat wenig Lust auf seine Arbeit, bei den Frauen kommt er eher mittelmäßig an und selbst nach fünf Jahren kann er noch nicht Skateboard fahren. Am liebsten hängt er mit seinen Freunden herum, Burner, Milbe, Rocky und La Boum – letzterer Name übrigens eine Reminiszenz an die französische Teenager-Komödie La Boum (1980), die von Freundschaft und den Gefühlswelten von Jugendlichen handelt. [...] Es ist ein durchaus amüsanter, teils absurder Ritt durch den Alltag eines jungen Erwachsenen, der die Welt aus seinem Blickwinkel schildert – und das auch in einer entsprechenden Jugendsprache, die zwischen unterhaltsam und vulgär pendelt. Auch wenn der Autor an mancher Stelle sprachlich überdreht, verleiht die rüde Jugendspreche sowie die teils direkte Ansprache des Lesers dem Roman Authentizität. Wenn Dialoge allerdings aus einem abwechselnden „Hehe“ – „Hehehe“ – „Hehe“ – „Hehehehehe“ bestehen, geht es schon an die Grenze des ertragbaren Sinnfreien. Genauso wie Fil Tägert als Entertainer auf der Bühne sicher regelmäßig mit Sprache spielt, versucht er es im Geschriebenen gleichfalls – das kann gefallen, aber auch abstoßen. Mitarbeiter des Monats ist ein völlig durchgeknallter Roman zwischen Punk und Proll, der launig ist und den Leser zu unterhalten weiß.
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Fil Tägert, geboren 1966 als Philip Tägert, gewann bereits mit zehn den Schreibwettbewerb der Berliner Morgenpost, mit vierzehn veröffentlichte er seine ersten Comics im Berliner Stadtmagazin Zitty. Ansonsten machte er seinen Eltern eher Kummer. Irgendwann steckte das Jugendamt den Jungpunk zwecks Besserung auf ein Schiff. Fil schipperte ein halbes Jahr durch die Nordsee und kam einigermaßen geläutert zurück. In Berlin ist er schon seit längerem eine Berühmtheit: als Cartoonist, Comiczeichner und inzwischen noch mehr als Bühnenhumorist, der jeden Saal zuverlässig füllt, und das über 100-mal im Jahr im gesamten deutschen Sprachraum.
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Die vollständige Rezension unter https://buecherherbst.wordpress.com/2016/09/21/rezension-fil-taegert-mitarbeiter-des-monats/ Schon früh in der Geschichte wird deutlich, wohin die Reise gehen soll: Hauptprotagonist Nick ist zum Zeitpunkt der Erzählung (1970er und 1980er Jahre) ein gerade der Pubertät entsprungener 19-jähriger Punk, der nach seinem Schulabschluss nicht viel auf die Kette bekommt und bei McDonalds jobbt. Er hat wenig Lust auf seine Arbeit, bei den Frauen kommt er eher mittelmäßig an und selbst nach fünf Jahren kann er noch nicht Skateboard fahren. Am liebsten hängt er mit seinen Freunden herum, Burner, Milbe, Rocky und La Boum – letzterer Name übrigens eine Reminiszenz an die französische Teenager-Komödie La Boum (1980), die von Freundschaft und den Gefühlswelten von Jugendlichen handelt. [...] Es ist ein durchaus amüsanter, teils absurder Ritt durch den Alltag eines jungen Erwachsenen, der die Welt aus seinem Blickwinkel schildert – und das auch in einer entsprechenden Jugendsprache, die zwischen unterhaltsam und vulgär pendelt. Auch wenn der Autor an mancher Stelle sprachlich überdreht, verleiht die rüde Jugendspreche sowie die teils direkte Ansprache des Lesers dem Roman Authentizität. Wenn Dialoge allerdings aus einem abwechselnden „Hehe“ – „Hehehe“ – „Hehe“ – „Hehehehehe“ bestehen, geht es schon an die Grenze des ertragbaren Sinnfreien. Genauso wie Fil Tägert als Entertainer auf der Bühne sicher regelmäßig mit Sprache spielt, versucht er es im Geschriebenen gleichfalls – das kann gefallen, aber auch abstoßen. Mitarbeiter des Monats ist ein völlig durchgeknallter Roman zwischen Punk und Proll, der launig ist und den Leser zu unterhalten weiß.




