Mit dir für alle Zeit

Mit dir für alle Zeit

Softcover
3.624
FrauenromanHistorischer RomanParanormale PhänomeneGeist

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Description

Eine magische Liebesgeschichte

New York, Fünfter Dezember 1937: Weichenmechaniker Joe geht nach Feierabend durch die Grand Central Station – und verliebt sich auf den ersten Blick. In Nora, eine sehr hübsche, doch seltsam altmodisch gekleidete Frau, die verloren unter der berühmten goldenen Uhr steht. Nach einem wundervollen Abend verschwindet sie jedoch spurlos. Und als Joe am nächsten Tag ihre Nummer wählt, informiert ihn ein Mann mit kühler Stimme, dass er Nora nicht sprechen könne: Sie sei vor zwölf Jahren bei einem Zugunglück gestorben. Nora geht Joe jedoch nicht mehr aus dem Kopf. Und am fünften Dezember 1938 steht sie plötzlich wieder vor ihm, unter der goldenen Uhr der Grand Central Station. Hier ist sie gestorben. Und jedes Jahr kehrt sie für einen Tag zurück. Ihre Liebe hat keine Chance – und dennoch wartet Joe fortan Jahr für Jahr auf sie. Gemeinsam suchen sie einen Weg, das Unmögliche zu schaffen: dass Nora für immer bei ihm bleiben kann.

»Ein genialer und charmanter Roman.«
Kirkus Reviews

»Ein Buch, dass sie diesen Sommer lesen müssen.«
TIME Magazine

»Perfekt für Fans von historischen Romanen. Die unvergessliche Geschichte einer magischen Liebe ist ein absoluter Pageturner.«
BookPage

»Diese Liebesgeschichte durch alle Zeiten wird die Leser verzaubern.«
Publisher’s Weekly

»Ein melancholischer Roman mit wertvollen Gedanken im Ansatz, allerdings mit einigen Längen.«
Heilbronner Stimme, 31.10.2020

»Eine magische Liebe, die durch alle Zeiten geht. Romantik pur!«
DIE HARKE am Sonntag, 22.11.2020

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
Historical
Format
Softcover
Pages
512
Price
15.50 €

Posts

11
All
4

Für mich ein wirklich starkes und berührendes Buch! Allerdings hat es mich gestört, dass sich Joe wirklich auf Faye eingelassen hat und auch mit dem Ende war ich nicht so ganz zufrieden, da ich nach wie vor einfach kein Fan von Sad Ends bin >....<

3

Es fällt mir gerade unglaublich schwer zu sagen, wie mit das Buch gefallen hat.. ich bin mir aktuell noch überhaupt nicht sicher ob meine Bewertung genau so bleibt oder ob ich sie noch einmal anpassen muss.. diese Geschichte braucht, denke ich, Zeit..

4

Am 5. Dezember 1937 fällt Joe in der Bahnhofshalle von Grand Central in New York eine junge Frau auf, die ohne Mantel unterwegs ist. Er spricht sie an und sie bezaubert ihn mit ihrer Art. Genau ein Jahr später sieht er sie wieder und lässt sich bei einem gemeinsamen Abend ihre Telefonnummer geben. Als er versucht sie zu erreichen, stellt sich heraus, dass Nora 1925 bei einem Zugunglück in Grand Central ums Leben kam. Als sie 1939 wieder auftaucht macht sich Joe daran herauszufinden, was Nora zurückbringt und welche Grenzen ihr gesetzt sind. Denn zwischen den beiden entsteht eine Liebe, die sie durch die Zeiten verbindet. Wir begleiten Joe und Nora durch mehrere Jahre ihres gemeinsamen Lebens, in dem sie versuchen sich so etwas wie eine Zukunft aufzubauen. Dabei gerät Joe immer wieder in Konflikt mit seiner Loyalität seiner Familie gegenüber. Besonders als der 2. Weltkrieg ausbricht und sein Bruder ihm seine Familie anvertraut, als er in den Kampf zieht. Dieser Konflikt und der wachsende Altersunterschied zwischen Joe und Nora machen den Leser immer neugieriger darauf, wie die Autorin wohl diese Konflikte lösen wird. Am Ende wird ihr das auch schlüssig gelingen. Bis dahin begleiten wir Nora in ihrem begrenzten Leben in Grand Central. Sie sucht sich Aufgaben, die sie beschäftigen und ihr das Gefühl geben, nützlich zu sein, während Joe als Stellwerker arbeitet. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Der Schreibstil vermittelt das Leben in New York und gerade in Grand Central sehr plastisch, man hat von Anfang an das Gefühl mit durch den Bahnhof zu wandern. Der Wechsel zwischen den Perspektiven von Joe und Nora gelingt der Autorin gut, man kann sich in beide gut einfühlen. Ich muss gestehen, es fiel mir am Anfang nicht leicht, mir auch nur ansatzweise ein gelungenes Ende für das Buch vorzustellen, dies ist der Autorin aber gelungen. Die Liebesgeschichte zwischen Joe und Nora hat tatsächlich etwas magisches. Ohne die entsprechenden Umstände wäre aus den beiden wohl kaum ein Paar geworden. Ich kann diese magische Liebesgeschichte nur empfehlen, es ist wirklich ein schönes Buch!

4

Eine magische Liebesgeschichte. Treffender als es im Klappentext formuliert ist, kann man dieses Buch gar nicht beschreiben. Es ist ein historischer Roman, der einen nicht nur mit seinen tollen Beschreibungen New Yorks in den Bann zieht, sondern auch mit seinen Zeitreiseelementen. Einzig die große Liebe, die Joe und Nora füreinander empfinden, kam bei mir nicht so an und blieb für mein Empfinden hinter den Möglichkeiten zurück. Lisa Grunwald entführt den Leser mit Worten in das New York der 1930er bis 1940er. Weltausstellung, Kriegseintritt, der Alltag am Grand Central Terminal und der dazugehörenden Terminal City, das Leben einer amerikanischen Einwandererfamilie. Ich habe New York bei meinem ersten und einzigen Besuch sofort ins Herz geschlossen, denn es in jeder Hinsicht einfach überwältigend. Es dann so detailliert beschrieben zu bekommen hat mir unglaublich gut gefallen. Da habe ich nach dem Commodore Hotel gegoogelt, das jetzt das Grand Hyatt New York ist. Ich habe ungläubig den Kopf geschüttelt, als ich realisiert habe, dass High Diving Horses tatsächlich aus großer Höhe in ein Wasserbecken gesprungen sind. Und ich weiß jetzt, dass Marshmallows schon älter sind, als ich dachte. Denn das mache ich gerne beim Lesen historischer Romane: überzeugt sein, dass das doch nicht authentisch ist, denn das oder jenes gibt’s doch noch nicht so lange. Um dann eines besseren belehrt zu werden. Grunwald beschreibt aber nicht nur New York sehr einnehmend. Sie hat auch eine schöne Art, Dinge zu sehen. Das Buch ist eigentlich eine einzige Leichtigkeit, sieht man von der Tragik des Verschwindens Noras mal ab. Ich habe mich richtig in das Leben dort hineinversetzt gefühlt, und das tolle Setting wurde dann noch mit einer ganz besonderen Liebesgeschichte bestückt. Joe, Stellwerker am Grand Central Terminal, verkuckt sich auf den ersten Blick in Nora. Die aber auf einmal verblasst und weg ist – um genau ein Jahr später wieder aufzutauchen. Es dauert ein bißchen, bis Joe herausfindet, warum das so ist. Die Erklärung finde ich toll, auch wenn man nicht erfährt, wie genau es funktioniert. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn auch ohne physikalische Erklärung macht dieses Zeitreiselement das Buch bemerkenswert. Denn die Fragen und Herausforderungen, die damit einhergehen, sind keine Fragen, die man sich in einem „normalen“ Liebesroman stellt: Warum verschwindet Nora? Warum taucht sie überhaupt auf? Ist sie ein Geist? Ist Joes und Noras Liebe zum Scheitern verurteilt? Leider ist die Beziehung zwischen Joe und Nora dann eher langweilig. Noras Leben ist durch die gegebenen Umstände auf einen bestimmten Bereich beschränkt. Und auch wenn dieser nicht besonders groß ist, hätte ich mir mehr erhofft als der dauernde Aufenthalt der beiden in irgendeinem Hotelzimmer. Ich denke, da wäre noch mehr möglich gewesen, einfach, um die Beziehung abwechslungsreicher und spannender zu gestalten. Gerade Terminal City mit seinen Hotels, Bars, Restaurants und weiteren Optionen der Zerstreuung hätten da bestimmt mehr hergegeben. Als Joe dann vor die Wahl gestellt wird, sich entweder um Nora oder seine Familie zu kümmern wird die Problematik nicht angegangen, sondern sprichwörtlich in Nichts aufgelöst. Ebenso wird der Altersunterschied zwischen den beiden zwar ab und an angesprochen, aber nie ernsthaft thematisiert, geschweige denn nach Lösungen für eine gemeinsame Zukunft gesucht. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen und fand es sehr verzaubernd. Auch wenn die Liebesgeschichte eher oberflächlich bleibt, macht das Zeitreiseelement sie doch lesenswert. 3,5 Sterne. Achja, Manhattanhenge spielt übrigens eine wichtige Rolle in der Geschichte. Ein Phänomen, das tatsächlich existiert. Ich habe nachgeschaut.

5

Diese Geschichte beinhaltet: Love Story, das berühmteste Bahnhofs/Terminal der Welt, Naturereignis, geschichtliche Ereignisse der 30er und 40er Jahre, einen romantasy Anteil - also alles, um gut unterhalten zu werden. Klare Leseempfehlung!

3

Paranormale nostalgische Romanze Die Autorin Lisa Grunwald war mir vor der Lektüre kein Begriff. Mich hat hauptsächlich das wunderschöne nostalgische Cover angesprochen. Reine Liebesgeschichten lese ich nur, wenn sie wirklich vielversprechend klingen und das war hier auch der Fall. Eine Liebe "durch alle Zeiten" verlautbarte eine Pressestimme, das klang ein wenig nach "Outlander". Auch in “Mit dir für alle Zeit” gibt es eine Liebe, die eigentlich nicht sein kann und darf, weil sie die Gesetzmäßigkeiten von Raum und Zeit aus den Angeln hebt. Die Liebe zwischen Joe und Nora beginnt im Jahr 1937, als der Weichenmechaniker aus Queens am Grand Central Bahnhof in New York die junge Frau aus gutem Hause kennenlernt. Er ist 33, sie 23, alles könnte so schön sein, doch da ist die unverbrüchliche Tatsache, dass Nora eigentlich tot ist. Sie ist 1925 bei einem Subway-Unglück im Grand Central, dem Hauptbahnhof von New York City, ums Leben gekommen und taucht in manchen Jahren an ihrem Todestag im Dezember wieder auf. Ja, Fantasy-Elemente spielen in diese Liebesgeschichte hinein und sollten alle potenziellen Leser außen vor lassen, die mit so etwas nicht klar kommen. Auch ich musste mich auf das Buch einlassen und hinnehmen, dass es eine quasi “magische” Geschichte ist und manche Handlungselemente eben so sind wie sie sind. Wenn man anfängt, die Dinge zu hinterfragen, wird es nämlich problematisch. Also: “willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit” (”willing suspension of disbelief”), wie es der englische Dichter Samuel Taylor Coleridge zum Thema unrealistischer Szenen sagte. Es ist schließlich eine Liebesgeschichte, Intention dürfte es also sein, das Herz des Lesers zu berühren. Das hat die Autorin bei mir nur bedingt geschafft. Ich muss sagen, die Geschichte war schon tragisch, aber ich hätte mir noch etwas mehr Intensität und Leidenschaft gewünscht. Die Protagonisten Joe und Nora machen doch viel mit sich selbst aus, hadern mit sich und ihrer Situation oder setzen sich mit ihrer Familie (Joe) oder ihrer Vergangenheit bzw. merkwürdigen Gegenwart (Nora) auseinander. Manchmal leben sie richtig nebeneinander her und ihre innige Verbundenheit kommt nur in sehr wenigen Szenen kurz zum Vorschein. Auch von der Struktur her habe ich mir diesen Roman ein wenig anders vorgestellt [evtl. Spoiler]. Ich dachte wirklich, dass Nora nur an ihren Todestagen, also einmal im Jahr, auftauchen und dann wieder verschwinden würde. Tatsächlich ist es aber so, dass sie nach ein paar Jahren bereits über ein Jahr mit Joe im Bereich des Terminals zusammenlebt, ohne zu verschwinden. Warum das so ist, erfahren wir zwar mit der Zeit, aber es wird erstmal so hingenommen von den Protagonisten. Ich hätte mir eine größere Zeitspanne gewünscht, in der Nora wirklich nur einmal pro Jahr auftaucht und nur diesen einen Tag bleibt. Erzählt werden nämlich nur die Jahre 1937-1947 (mit einigen Rückblenden in Noras Vergangenheit). Der Autorin hat es aber wohl gereicht, die Problematik des Alterns bei Joe nur anzuschneiden. Es wäre spannend gewesen zu erfahren, wie Nora mit einem z.B. 86-jährigen Joe umgegangen wäre bzw. er mit ihr. Was thematisch sehr interessant ist, ist das Phänomen "Manhattanhenge", das im Buch eine wichtige Rolle spielt. Jeder, der schon mal einen Sonnenauf- oder -untergang in Manhattan erlebt hat, weiß, wie mystisch und eindrucksvoll sich dieses Erlebnis auf den Betrachter ausnimmt. Von daher fand ich es sehr schön, dass dieses Ereignis, das sich durch das Aufeinandertreffen des Urbanen mit dem Natürlichen speist, einmal in einem Roman gewürdigt wird. Fazit: Ein ganz netter paranormal-historischer Liebesroman, der aber meines Erachtens noch besser und intensiver hätte sein können.

4

Beschreibung New York City, 1937. Joe arbeitet in der Grand Central Station und begegnet eines Tages unter der berühmten goldenen Uhr der hübschen Nora, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Erst auf den Tag genau ein Jahr später soll er die altmodisch gekleidete junge Frau wiedersehen. Noras Verschwinden gibt Joe Rätsel auf, doch sie geht im einfach nicht mehr aus dem Kopf. Als er ihre Nummer wählt, erfährt Joe, dass Nora bei einem Zugunglück vor zwölf Jahren verstorben ist. Durch ein Wunder kehrt sie fast jedes Jahr zurück. Joe sucht einen Weg, wie sie dennoch zusammen sein können. Meine Meinung Liebesromane sind selten auf meinem Lesestapel zu finden, doch die bezaubernde Beschreibung zu Lisa Grunwalds Buch »Mit dir für alle Zeit« hat mich durch den grandiosen Schauplatz New York City und die mystischen Einflüsse sofort angesprochen. Eigentlich hätte ich eine Art romantische Zeitreise Geschichte erwartet, doch ich wurde in dieser Hinsicht etwas überrascht. Die Handlung nimmt in der geschichtsträchtigen »Grand Central Station« ihren Lauf, welche schlussendlich auch einen ganz eigenen Mikrokosmos in der pulsierenden Weltmetropole bildet. Im Herzen des Bahnhofs treffen Joe und Nora aufeinander, deren Liebe sie noch vor große Herausforderungen stellen wird. Denn Nora verstarb bei einem tragischen Zugunglück am 5. Dezember 1925 und wurde wie durch ein Wunder in eine Welt zwischen Tod und Leben gezogen, welche es ihr ermöglicht unter gewissen Umständen zurück in die Gegenwart zu kommen. Der Geschichte haftet durch diverse Aspekte ein besonderer Reiz an, zum einen das Zusammentreffen der liebevoll ausgearbeiteten Charaktere aus verschiedenen Jahrzehnten, das authentisch geschilderte Leben zur Zeit des Kriegs und vor allem die mysteriösen Einflüsse von Noras Geister-Existenz. Für mich fühlte sich die Geschichte zeitweilig wie eine herrliche Verquickung aus »Die Frau des Zeitreisenden« und »Ghost – Nachricht von Sam« an, auch wenn es hier keine Zeitreisen in diesem Sinne gibt und auf Nora keine unerledigte Aufgabe wartet – außer zu Leben. Ich mochte die Hintergründe der Charaktere sehr gerne und fand es unheimlich passend das in Nora, ein richtiges Flapper-Girl, eine Künstlerseele wohnt und sie mit ihrer modernen und unbeschwerte, ja lebenshungrige Art den Zeitgeist der Roaring Twenties in die unsichere Zeit kurz vor und mitten in die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges mitbringt. Joe hingegen stammt aus einer eher konservativen irischen Familie, in der Werte und Traditionen eine wichtige Rolle spielen und als sein Bruder Finn in den Kriegsdienst tritt, sorgt er voller Verantwortungsgefühl und Fürsorge für dessen Familie in Queens. Währenddessen avanciert seine Beziehung mit Nora zu einem Doppelleben, das sich im Stillstand der unvorhersehbaren Entwicklungen einer harten Probe ausgesetzt sieht. Lisa Grunwald erzählt eine wundervolle Liebesgeschichte, die durch authentische Kompromisse einer Beziehung ebenso geprägt ist, wie von der speziellen Existenz Noras und den Einflüssen der damaligen Zeit. Es gibt die ein oder andere Länge in der Geschichte, was sich zwar vermeiden lassen hätte, dafür trägt dies wiederum zu der unsicheren und unvorhersehbaren Atmosphäre der Kriegsjahre bei. Die spiritistische Nuance der Geschichte sowie die bildliche Erzeugung des Settings haben mir unheimlich gut gefallen. Wäre ich noch nicht in New York und dessen Schauplätze verliebt, hätte sich das mit diesem Buch erfüllt. Das verheißungsvolle Sonnenlicht der Manhattenhenge versprüht eine prächtige Magie und bekommt neben dem strahlenden Kernstück, der Grand Central Station, in »Mit dir für alle Zeit« einen wundervollen Auftritt verliehen. Zu gerne hätte ich noch mehr Details über das Wie, Warum und Weshalb erfahren – daher ließ mich das Ende der Geschichte auch etwas zwiegespalten zurück. Fazit Eine bezaubernde Lovestory vor dem ganz und gar magischen Setting der »Grand Central Station« von New York City. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 07.09.2020

4

Beschreibung New York City, 1937. Joe arbeitet in der Grand Central Station und begegnet eines Tages unter der berühmten goldenen Uhr der hübschen Nora, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Erst auf den Tag genau ein Jahr später soll er die altmodisch gekleidete junge Frau wiedersehen. Noras Verschwinden gibt Joe Rätsel auf, doch sie geht im einfach nicht mehr aus dem Kopf. Als er ihre Nummer wählt, erfährt Joe, dass Nora bei einem Zugunglück vor zwölf Jahren verstorben ist. Durch ein Wunder kehrt sie fast jedes Jahr zurück. Joe sucht einen Weg, wie sie dennoch zusammen sein können. Meine Meinung Liebesromane sind selten auf meinem Lesestapel zu finden, doch die bezaubernde Beschreibung zu Lisa Grunwalds Buch »Mit dir für alle Zeit« hat mich durch den grandiosen Schauplatz New York City und die mystischen Einflüsse sofort angesprochen. Eigentlich hätte ich eine Art romantische Zeitreise Geschichte erwartet, doch ich wurde in dieser Hinsicht etwas überrascht. Die Handlung nimmt in der geschichtsträchtigen »Grand Central Station« ihren Lauf, welche schlussendlich auch einen ganz eigenen Mikrokosmos in der pulsierenden Weltmetropole bildet. Im Herzen des Bahnhofs treffen Joe und Nora aufeinander, deren Liebe sie noch vor große Herausforderungen stellen wird. Denn Nora verstarb bei einem tragischen Zugunglück am 5. Dezember 1925 und wurde wie durch ein Wunder in eine Welt zwischen Tod und Leben gezogen, welche es ihr ermöglicht unter gewissen Umständen zurück in die Gegenwart zu kommen. Der Geschichte haftet durch diverse Aspekte ein besonderer Reiz an, zum einen das Zusammentreffen der liebevoll ausgearbeiteten Charaktere aus verschiedenen Jahrzehnten, das authentisch geschilderte Leben zur Zeit des Kriegs und vor allem die mysteriösen Einflüsse von Noras Geister-Existenz. Für mich fühlte sich die Geschichte zeitweilig wie eine herrliche Verquickung aus »Die Frau des Zeitreisenden« und »Ghost – Nachricht von Sam« an, auch wenn es hier keine Zeitreisen in diesem Sinne gibt und auf Nora keine unerledigte Aufgabe wartet – außer zu Leben. Ich mochte die Hintergründe der Charaktere sehr gerne und fand es unheimlich passend das in Nora, ein richtiges Flapper-Girl, eine Künstlerseele wohnt und sie mit ihrer modernen und unbeschwerte, ja lebenshungrige Art den Zeitgeist der Roaring Twenties in die unsichere Zeit kurz vor und mitten in die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges mitbringt. Joe hingegen stammt aus einer eher konservativen irischen Familie, in der Werte und Traditionen eine wichtige Rolle spielen und als sein Bruder Finn in den Kriegsdienst tritt, sorgt er voller Verantwortungsgefühl und Fürsorge für dessen Familie in Queens. Währenddessen avanciert seine Beziehung mit Nora zu einem Doppelleben, das sich im Stillstand der unvorhersehbaren Entwicklungen einer harten Probe ausgesetzt sieht. Lisa Grunwald erzählt eine wundervolle Liebesgeschichte, die durch authentische Kompromisse einer Beziehung ebenso geprägt ist, wie von der speziellen Existenz Noras und den Einflüssen der damaligen Zeit. Es gibt die ein oder andere Länge in der Geschichte, was sich zwar vermeiden lassen hätte, dafür trägt dies wiederum zu der unsicheren und unvorhersehbaren Atmosphäre der Kriegsjahre bei. Die spiritistische Nuance der Geschichte sowie die bildliche Erzeugung des Settings haben mir unheimlich gut gefallen. Wäre ich noch nicht in New York und dessen Schauplätze verliebt, hätte sich das mit diesem Buch erfüllt. Das verheißungsvolle Sonnenlicht der Manhattenhenge versprüht eine prächtige Magie und bekommt neben dem strahlenden Kernstück, der Grand Central Station, in »Mit dir für alle Zeit« einen wundervollen Auftritt verliehen. Zu gerne hätte ich noch mehr Details über das Wie, Warum und Weshalb erfahren – daher ließ mich das Ende der Geschichte auch etwas zwiegespalten zurück. Fazit Eine bezaubernde Lovestory vor dem ganz und gar magischen Setting der »Grand Central Station« von New York City. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 07.09.2020

4

Wer bitter-sweet Liebesgeschichten mag und New York liebt, sollte dieses Buch lesen. Eine wunderschöne Geschichte mit tollen Charakteren, die ich sehr mochte. Und die Grand Central Station ist die dritte Hauptperson in dieser Geschichte. Ich habe viel über New York (besonders auch zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs gelernt) und den wunderschönen Bahnhof gelernt, welchem auch durch die Nebencharaktere Leben eingehaucht wurde. Es ist kein klassischer Pageturner, aber ein Buch zu welchem ich immer wieder gerne gegriffen habe, um in die Welt von Nora & Joe einzutauchen. Der klare Schreibstil hat mir gut gefallen und es passte irgendwie. trotzdem konnte ich mir ein paar tolle Zitate von Lisa Grunwald notieren. Mein New York Fernweh ist mit jeder Seite gestiegen und nun möchte ich auch einmal zum Manhattanhenge in die Stadt reisen. Beim nächsten Besuch der Grand Central Station werde ich ganz sicher an Joe & Nora denken.

3

Mit dir für alle Zeit {Liebe durch die Zeit} Ein Roman von Lisa Grunwald Wieder ist es die Zeit, die uns einen Streich spielt. Joe, ein Stellwerker im großen Grand Central Station in Manhattan, trifft eine junge Frau und ist von Anfang an von ihr bezaubert. Es ist das Jahr 1937, aber irgendwie scheint die junge Frau aus den 1920er Jahren zu stammen. Nora hat eine Kurzhaarfrisur und das Kleid, das sie trägt, passt nicht so recht in die Zeit. Aber das hält Joe nicht davon ab, Nora anzusprechen und sie zu einer Tasse Kaffee einzuladen. Es muss wohl Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Nora bittet Joe, sie nach Hause zu begleiten. Es ist Winter und Nora trägt keinen Mantel. Joe ist ganz der Kavalier, hilft ihr in seinen eigenen Mantel. Im nächsten Moment werden sie von einem Mann angepöbelt, nachdem Joe für Ruhe gesorgt hat und sich umdreht, ist Nora verschwunden, nur sein Mantel liegt noch auf der Straße. Ein Jahr später, trifft Joe Nora auf dem Bahnhof wieder. Sie knüpfen sofort wieder an dem Punkt an, an dem sie sich verloren haben. Er hat sie vermisst. Sie erzählt ihm mit der Zeit einiges über sich und gibt ihm ihre Telefonnummer. Und doch passiert es wieder, dass sie einfach verschwindet. Joe versucht bei ihr anzurufen und erfährt, dass Nora schon vor einiger Zeit auf dem Grand Central Station tödlich verunglückt ist. Und doch hat er mit ihr geredet und sie berührt und geküsst. Sie kann nicht Tod sein. Joe bekommt heraus, wann Nora wieder auftauchen wird und wartet auf sie. Und als er sie dann wieder in den Armen hält, will er sie nie wieder los lassen. Eine besondere Liebesgeschichte beginnt. Solche Zeitengeschichten liebe ich einfach. Meistens klappt es nicht, dass die Geschichten hundertprozentig zusammen passen. Doch hier stimmt es. Nora‘s Geschichte wird immer wieder erläutert und anfangs machte mir das Buch auch wirklich Spaß zu lesen. Joe kümmert sich aber nicht nur um seine Liebe, sondern auch noch um seinen Bruder und dessen Familie. Und dabei verheddert sich meines Erachtens nach die Autorin. Die Geschichte gleitet immer wieder ab und wird phasenweise langweilig. Dabei hat es so gut angefangen. Zum Ende hin, nimmt das Buch wieder Fahrt auf und es wird noch gerade so spannend, dass man es zu Ende lesen möchte. Ich hatte immer die Hoffnung, dass es doch zu seinem Anfangsflow zurückkehrt. Doch so richtig fand die Geschichte nicht dorthin zurück.

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