Minutus der Römer
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Description
Book Information
Author Description
Mika Waltari kam 1908 in Helsinki zur Welt. 1926 graduierte er an der Helsingin Suomalainen Normaalilyseo und begann auf Wunsch seiner Mutter ein Studium der Theologie an der Universität Helsinki, wandte sich aber bald den Fächern Literaturwissenschaft und Philosophie zu, in denen er 1929 seinen Abschluss machte. Danach arbeitete er zunächst als Journalist, Übersetzer und Literaturkritiker. Bereits 1925 veröffentlichte er sein erstes eigenes literarisches Werk. Ab 1938 war er als freier Schriftsteller tätig. Er verfasste Lyrik, Erzählungen (Ein Fremdling kam auf den Hof) und Kriminalromane (Kommissar Palmu). Ab 1957 war er Mitglied der finnischen Akademie. 1970 wurde ihm von der Universität Turku der Ehrendoktortitel verliehen.
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Wie lebt es sich im alten Rom, gab es wirklich so viele Intrigen und war es ein ständiger Kampf?
Was erwartet einen eigentlich, wenn man zu den Memoiren eines Römers greift? Irgendwelche Vorstellungen hat man natürlich – über Gladiatoren, römische Straßen, Senat, Intrigen. Aber ob das dann wirklich so eintritt, weiß man vorher nie. Also legte ich einfach mal los – und war gleich mittendrin. Schon auf den ersten Seiten fällt etwas sehr Positives auf: Valtaris Schreibstil. Der Autor hat sich offenbar intensiv mit der Ausdrucksweise der Antike beschäftigt, denn Sprache und Tonfall erinnern stark an die Zeit, in der Menutus gelebt haben könnte. Das verleiht dem Buch eine authentische Atmosphäre und macht es leicht, sich in das alte Rom hineinzuversetzen – nicht als stiller Beobachter, sondern als jemand, der es mitfühlt, miterlebt. Die Handlung folgt dem Lebensweg von Menutus, einem Mann, dessen Dasein vom ständigen Kampf um Anerkennung, von Schmerz, Demütigung – aber auch von unglaublichem Willen zur Selbstverwirklichung geprägt ist. Genau dieser innere Antrieb, sich immer wieder neu zu behaupten, durchzieht das gesamte Werk wie ein roter Faden. Schon in der ersten Hälfte erleben wir mit ihm Momente der Flucht, der Rückkehr, der Unsicherheit – aber auch des Mutes. Was mich besonders mitgenommen hat, war die emotionale Tiefe der Erzählung. Man spürt, wie schwer das Leben im römischen Alltag sein konnte, gerade für jemanden wie Menutus, der sich seinen Platz in der Gesellschaft hart erkämpfen muss. Die Intrigen, das politische Ränkespiel, die Ungerechtigkeiten – all das wird nicht nur spannend, sondern auch bewegend erzählt. Gleichzeitig sind die alltäglichen Szenen, vom Straßenleben bis hin zu familiären Konflikten, so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, direkt daneben zu stehen. Höhen und Tiefen, Erniedrigung und Erhebung – das Buch ist ein ständiges emotionales Auf und Ab. Es ist keine Heldengeschichte im klassischen Sinne, sondern eher ein ehrliches Porträt eines Mannes, der versucht, seinen Platz in einer brutalen Welt zu finden – und das macht es so stark. Besonders gefreut habe ich mich über das Auftauchen bekannter antiker Persönlichkeiten wie Seneca und Vespasian. Deren Einbindung wirkt nicht aufgesetzt, sondern logisch verwoben in die Erzählung. Dass man ihren Werdegang gleich mitverfolgen kann, gibt dem Ganzen zusätzliche historische Tiefe. --- Fazit: „Menutus – Der Römer“ ist weit mehr als nur eine fiktive Biografie. Es ist ein beeindruckend geschriebenes Werk über das Menschsein in einer Zeit, die uns fremd scheint – und uns doch in vielem erschreckend nahe kommt. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich für römische Geschichte interessiert, aber vor allem für die Menschen dahinter. Für mich steht fest: Ich werde meinen Weg durch die römische Welt weitergehen. Als Nächstes wartet die Romanreihe über Vespasian – und ich bin gespannt, was mich dort erwartet.
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Mika Waltari kam 1908 in Helsinki zur Welt. 1926 graduierte er an der Helsingin Suomalainen Normaalilyseo und begann auf Wunsch seiner Mutter ein Studium der Theologie an der Universität Helsinki, wandte sich aber bald den Fächern Literaturwissenschaft und Philosophie zu, in denen er 1929 seinen Abschluss machte. Danach arbeitete er zunächst als Journalist, Übersetzer und Literaturkritiker. Bereits 1925 veröffentlichte er sein erstes eigenes literarisches Werk. Ab 1938 war er als freier Schriftsteller tätig. Er verfasste Lyrik, Erzählungen (Ein Fremdling kam auf den Hof) und Kriminalromane (Kommissar Palmu). Ab 1957 war er Mitglied der finnischen Akademie. 1970 wurde ihm von der Universität Turku der Ehrendoktortitel verliehen.
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Wie lebt es sich im alten Rom, gab es wirklich so viele Intrigen und war es ein ständiger Kampf?
Was erwartet einen eigentlich, wenn man zu den Memoiren eines Römers greift? Irgendwelche Vorstellungen hat man natürlich – über Gladiatoren, römische Straßen, Senat, Intrigen. Aber ob das dann wirklich so eintritt, weiß man vorher nie. Also legte ich einfach mal los – und war gleich mittendrin. Schon auf den ersten Seiten fällt etwas sehr Positives auf: Valtaris Schreibstil. Der Autor hat sich offenbar intensiv mit der Ausdrucksweise der Antike beschäftigt, denn Sprache und Tonfall erinnern stark an die Zeit, in der Menutus gelebt haben könnte. Das verleiht dem Buch eine authentische Atmosphäre und macht es leicht, sich in das alte Rom hineinzuversetzen – nicht als stiller Beobachter, sondern als jemand, der es mitfühlt, miterlebt. Die Handlung folgt dem Lebensweg von Menutus, einem Mann, dessen Dasein vom ständigen Kampf um Anerkennung, von Schmerz, Demütigung – aber auch von unglaublichem Willen zur Selbstverwirklichung geprägt ist. Genau dieser innere Antrieb, sich immer wieder neu zu behaupten, durchzieht das gesamte Werk wie ein roter Faden. Schon in der ersten Hälfte erleben wir mit ihm Momente der Flucht, der Rückkehr, der Unsicherheit – aber auch des Mutes. Was mich besonders mitgenommen hat, war die emotionale Tiefe der Erzählung. Man spürt, wie schwer das Leben im römischen Alltag sein konnte, gerade für jemanden wie Menutus, der sich seinen Platz in der Gesellschaft hart erkämpfen muss. Die Intrigen, das politische Ränkespiel, die Ungerechtigkeiten – all das wird nicht nur spannend, sondern auch bewegend erzählt. Gleichzeitig sind die alltäglichen Szenen, vom Straßenleben bis hin zu familiären Konflikten, so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, direkt daneben zu stehen. Höhen und Tiefen, Erniedrigung und Erhebung – das Buch ist ein ständiges emotionales Auf und Ab. Es ist keine Heldengeschichte im klassischen Sinne, sondern eher ein ehrliches Porträt eines Mannes, der versucht, seinen Platz in einer brutalen Welt zu finden – und das macht es so stark. Besonders gefreut habe ich mich über das Auftauchen bekannter antiker Persönlichkeiten wie Seneca und Vespasian. Deren Einbindung wirkt nicht aufgesetzt, sondern logisch verwoben in die Erzählung. Dass man ihren Werdegang gleich mitverfolgen kann, gibt dem Ganzen zusätzliche historische Tiefe. --- Fazit: „Menutus – Der Römer“ ist weit mehr als nur eine fiktive Biografie. Es ist ein beeindruckend geschriebenes Werk über das Menschsein in einer Zeit, die uns fremd scheint – und uns doch in vielem erschreckend nahe kommt. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich für römische Geschichte interessiert, aber vor allem für die Menschen dahinter. Für mich steht fest: Ich werde meinen Weg durch die römische Welt weitergehen. Als Nächstes wartet die Romanreihe über Vespasian – und ich bin gespannt, was mich dort erwartet.




