Minutus der Römer

Minutus der Römer

by Mika Waltari·Book 7 of 7
Softcover
4.52
JesusPontius PilatusKaiser NeroChristen In Rom

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Description

Neu und vollständig übersetzt. Protagonist des Romans ist Minutus Lausus Manilianus, der in seinen Erinnerungen von seinem Leben berichtet. Als Halbwaise in Antiochia aufgewachsen, übersiedelt er in jugendlichem Alter zusammen mit seinem Vater nach Rom. Dort freundet er sich mit dem nur wenig jüngeren Lucius an, dem späteren Kaiser Nero, unter dessen Herrschaft er die übliche Ämterlaufbahn durchläuft und in Rom Karriere macht. Dabei gerät Minutus in engen Kontakt mit den ersten Christen, die sich gerade von einer jüdischen Sekte zu einer eigenständigen Religionsgemeinschaft entwickeln. Er erlebt das Zerwürfnis zwischen Neros machthungriger Mutter Agrippina und ihrem Sohn und wird Zeuge der ersten Christenverfolgungen unter Kaiser Nero nach der großen Feuersbrunst von Rom sowie der Wirren nach Neros Tod. Bald darauf übernimmt Vespasian die Herrschaft, mit dem Minutus eine alte Bekanntschaft verbindet. So wird er zu einem wichtigen Mitarbeiter Kaiser Vespasians. Eine zentrale Rolle im Leben des Protagonisten spielen auch verschiedene Frauen aus dem römischen Adel, seine Ehen und Liebesaffären, die Minutus in so manche politische Intrige verstricken. Mit diesem Roman gelang Mika Waltari, dem finnischen Altmeister historischer Romane, ein weiteres faszinierendes Werk, das ein anschauliches und facettenreiches Bild vom Leben in der Hauptstadt und den Provinzen des Römischen Reich im 1. Jahrhundert n. Chr. zeichnet.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Adventure
Format
Softcover
Pages
872
Price
20.40 €

Author Description

Mika Waltari kam 1908 in Helsinki zur Welt. 1926 graduierte er an der Helsingin Suomalainen Normaalilyseo und begann auf Wunsch seiner Mutter ein Studium der Theologie an der Universität Helsinki, wandte sich aber bald den Fächern Literaturwissenschaft und Philosophie zu, in denen er 1929 seinen Abschluss machte. Danach arbeitete er zunächst als Journalist, Übersetzer und Literaturkritiker. Bereits 1925 veröffentlichte er sein erstes eigenes literarisches Werk. Ab 1938 war er als freier Schriftsteller tätig. Er verfasste Lyrik, Erzählungen (Ein Fremdling kam auf den Hof) und Kriminalromane (Kommissar Palmu). Ab 1957 war er Mitglied der finnischen Akademie. 1970 wurde ihm von der Universität Turku der Ehrendoktortitel verliehen.

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Wie lebt es sich im alten Rom, gab es wirklich so viele Intrigen und war es ein ständiger Kampf?

Was erwartet einen eigentlich, wenn man zu den Memoiren eines Römers greift? Irgendwelche Vorstellungen hat man natürlich – über Gladiatoren, römische Straßen, Senat, Intrigen. Aber ob das dann wirklich so eintritt, weiß man vorher nie. Also legte ich einfach mal los – und war gleich mittendrin. Schon auf den ersten Seiten fällt etwas sehr Positives auf: Valtaris Schreibstil. Der Autor hat sich offenbar intensiv mit der Ausdrucksweise der Antike beschäftigt, denn Sprache und Tonfall erinnern stark an die Zeit, in der Menutus gelebt haben könnte. Das verleiht dem Buch eine authentische Atmosphäre und macht es leicht, sich in das alte Rom hineinzuversetzen – nicht als stiller Beobachter, sondern als jemand, der es mitfühlt, miterlebt. Die Handlung folgt dem Lebensweg von Menutus, einem Mann, dessen Dasein vom ständigen Kampf um Anerkennung, von Schmerz, Demütigung – aber auch von unglaublichem Willen zur Selbstverwirklichung geprägt ist. Genau dieser innere Antrieb, sich immer wieder neu zu behaupten, durchzieht das gesamte Werk wie ein roter Faden. Schon in der ersten Hälfte erleben wir mit ihm Momente der Flucht, der Rückkehr, der Unsicherheit – aber auch des Mutes. Was mich besonders mitgenommen hat, war die emotionale Tiefe der Erzählung. Man spürt, wie schwer das Leben im römischen Alltag sein konnte, gerade für jemanden wie Menutus, der sich seinen Platz in der Gesellschaft hart erkämpfen muss. Die Intrigen, das politische Ränkespiel, die Ungerechtigkeiten – all das wird nicht nur spannend, sondern auch bewegend erzählt. Gleichzeitig sind die alltäglichen Szenen, vom Straßenleben bis hin zu familiären Konflikten, so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, direkt daneben zu stehen. Höhen und Tiefen, Erniedrigung und Erhebung – das Buch ist ein ständiges emotionales Auf und Ab. Es ist keine Heldengeschichte im klassischen Sinne, sondern eher ein ehrliches Porträt eines Mannes, der versucht, seinen Platz in einer brutalen Welt zu finden – und das macht es so stark. Besonders gefreut habe ich mich über das Auftauchen bekannter antiker Persönlichkeiten wie Seneca und Vespasian. Deren Einbindung wirkt nicht aufgesetzt, sondern logisch verwoben in die Erzählung. Dass man ihren Werdegang gleich mitverfolgen kann, gibt dem Ganzen zusätzliche historische Tiefe. --- Fazit: „Menutus – Der Römer“ ist weit mehr als nur eine fiktive Biografie. Es ist ein beeindruckend geschriebenes Werk über das Menschsein in einer Zeit, die uns fremd scheint – und uns doch in vielem erschreckend nahe kommt. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich für römische Geschichte interessiert, aber vor allem für die Menschen dahinter. Für mich steht fest: Ich werde meinen Weg durch die römische Welt weitergehen. Als Nächstes wartet die Romanreihe über Vespasian – und ich bin gespannt, was mich dort erwartet.

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