Mein Leben mit Martha
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Description
»DIESES BUCH IST VON EINER UNGLAUBLICHEN FEINHEIT, ES HAT GANZ VIEL
HUMOR UND EINEN STILLEN WITZ ... ES HAT MICH TIEF BEEINDRUCKT.«
CHRISTINE WESTERMANN
Martina kümmert sich um Martha. Martha ist Mitte achtzig und in einer »poetischen Verfassung«. So nannte das Heinrich, der Mann, mit dem Martha fast vierzig Jahre lang zusammenlebte. Aber jetzt ist Heinrich tot, und Martina beschließt, sich der alten Dame anzunehmen, ohne mit ihr verwandt zu sein oder sie auch nur gut zu kennen. Sie gründet mir ihr eine Wohngemeinschaft der etwas anderen Art. Kann das gutgehen?
Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für das Zusammenleben der Generationen. Und das bewegende Portrait zweier unkonventioneller Frauen.
Book Information
Author Description
Martina Bergmann wurde 1979 in Werther geboren, hat in Halle den Buchhandel kennengelernt und sich für Ausbildung und Studium über den Tellerrand gewagt. Nach Wanderjahren in Hamburg, Berlin und München war sie mit 30 wieder da. 2010 eröffnete sie in Borgholzhausen eine Buchhandlung und zog mit dieser 2023 nach Rietberg um, was immer noch in Ostwestfalen liegt. Denn schließlich ist es dort am schönsten. Das Fräulein Buchhändlerin ist nach verschiedenen Sachbüchern ihr zweiter Roman.
Posts
Verherrlichung demenzieller Erkrankung.
📌 "Marthas Handlungen reihen sich wie Perlen an einer Schnur, eine nach der anderen, immer ordentlich aufgefädelt. Aber ich kenne das Muster nicht." (S. 209) Nach dem Tod von Heinrich übernimmt Martina die Betreuung der dementen Martha. Das es keinen verwandtschaftlichen Bezug zwischen den beiden Frauen gibt, führt bei einigen Nachbarn zu Gerede und Mißgunst und Martina wird sogar Erbschleicherei unterstellt. Trotz aller Anstrengung und Erschwerniss kümmert sie sich empathisch und engagiert um Martha mit ihren Defiziten. Ich hab das fix gelesen, überzeugt hat es mich jedoch nicht, da ich als Pflegekraft eine andere Sicht auf die Dinge habe und auch andere Formen der Demenz kenne. Schön, dass Martha relativ einfach zu handlen ist, dies ist aber nicht die Norm und Demenz eben keine "poetische Verfassung".

Hat mir sehr gut gefallen! Das mag damit zusammenhängen, dass ich mit der Autorin gleich mehrere Gemeinsamkeiten habe: Erstens bin ich auch gelernte Buchhändlerin und zweitens bin ich ebenfalls in Ostwestfalen aufgewachsen, wenn auch nicht in Borgholzhausen. Damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Zwar haben meine beiden Großeltern mit uns in einem Haushalt gewohnt, als ich Kind war, aber die waren nicht dement, nur irgendwann mal körperlich gebrechlich. Umso mehr Hochachtung habe ich vor Frau Bergmann, dass sie die alten Leute, mit denen sie nicht verwandt ist, betreut. Das Buch ist aber definitiv nicht traurig oder trostlos, denn obwohl sie nicht verschweigt, dass das Zusammenleben mit Martha nicht immer einfach ist, so gibt es doch immer wieder schöne Momente. Wenn sie darüber erzählt, führt sie "Martha" nie vor oder macht Witze auf ihre Kosten, sondern sie lässt sie immer ihre Würde behalten. Schön finde ich auch, wie wertschätzend sie von den anderen Menschen berichtet, die ihr bei der Betreuung zur Seite stehen: Die Pflegedienste, der Vermögensbetreuer, Anwälte, Sozialarbeiter, Nachbarn und Weggefährten. Ein wirklich lesenswertes Buch!
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»DIESES BUCH IST VON EINER UNGLAUBLICHEN FEINHEIT, ES HAT GANZ VIEL
HUMOR UND EINEN STILLEN WITZ ... ES HAT MICH TIEF BEEINDRUCKT.«
CHRISTINE WESTERMANN
Martina kümmert sich um Martha. Martha ist Mitte achtzig und in einer »poetischen Verfassung«. So nannte das Heinrich, der Mann, mit dem Martha fast vierzig Jahre lang zusammenlebte. Aber jetzt ist Heinrich tot, und Martina beschließt, sich der alten Dame anzunehmen, ohne mit ihr verwandt zu sein oder sie auch nur gut zu kennen. Sie gründet mir ihr eine Wohngemeinschaft der etwas anderen Art. Kann das gutgehen?
Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für das Zusammenleben der Generationen. Und das bewegende Portrait zweier unkonventioneller Frauen.
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Martina Bergmann wurde 1979 in Werther geboren, hat in Halle den Buchhandel kennengelernt und sich für Ausbildung und Studium über den Tellerrand gewagt. Nach Wanderjahren in Hamburg, Berlin und München war sie mit 30 wieder da. 2010 eröffnete sie in Borgholzhausen eine Buchhandlung und zog mit dieser 2023 nach Rietberg um, was immer noch in Ostwestfalen liegt. Denn schließlich ist es dort am schönsten. Das Fräulein Buchhändlerin ist nach verschiedenen Sachbüchern ihr zweiter Roman.
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Verherrlichung demenzieller Erkrankung.
📌 "Marthas Handlungen reihen sich wie Perlen an einer Schnur, eine nach der anderen, immer ordentlich aufgefädelt. Aber ich kenne das Muster nicht." (S. 209) Nach dem Tod von Heinrich übernimmt Martina die Betreuung der dementen Martha. Das es keinen verwandtschaftlichen Bezug zwischen den beiden Frauen gibt, führt bei einigen Nachbarn zu Gerede und Mißgunst und Martina wird sogar Erbschleicherei unterstellt. Trotz aller Anstrengung und Erschwerniss kümmert sie sich empathisch und engagiert um Martha mit ihren Defiziten. Ich hab das fix gelesen, überzeugt hat es mich jedoch nicht, da ich als Pflegekraft eine andere Sicht auf die Dinge habe und auch andere Formen der Demenz kenne. Schön, dass Martha relativ einfach zu handlen ist, dies ist aber nicht die Norm und Demenz eben keine "poetische Verfassung".

Hat mir sehr gut gefallen! Das mag damit zusammenhängen, dass ich mit der Autorin gleich mehrere Gemeinsamkeiten habe: Erstens bin ich auch gelernte Buchhändlerin und zweitens bin ich ebenfalls in Ostwestfalen aufgewachsen, wenn auch nicht in Borgholzhausen. Damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Zwar haben meine beiden Großeltern mit uns in einem Haushalt gewohnt, als ich Kind war, aber die waren nicht dement, nur irgendwann mal körperlich gebrechlich. Umso mehr Hochachtung habe ich vor Frau Bergmann, dass sie die alten Leute, mit denen sie nicht verwandt ist, betreut. Das Buch ist aber definitiv nicht traurig oder trostlos, denn obwohl sie nicht verschweigt, dass das Zusammenleben mit Martha nicht immer einfach ist, so gibt es doch immer wieder schöne Momente. Wenn sie darüber erzählt, führt sie "Martha" nie vor oder macht Witze auf ihre Kosten, sondern sie lässt sie immer ihre Würde behalten. Schön finde ich auch, wie wertschätzend sie von den anderen Menschen berichtet, die ihr bei der Betreuung zur Seite stehen: Die Pflegedienste, der Vermögensbetreuer, Anwälte, Sozialarbeiter, Nachbarn und Weggefährten. Ein wirklich lesenswertes Buch!





