Medea
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Description
'Delightfully devastating' Bea Fitzgerald, author of Girl, Goddess, Queen
'A fiery and dramatic novel, starring one of mythology's most notorious women, this is a fascinating descent into darkness' Jennifer Saint, author of Ariadne
'Full of thwarted love and dark magic . . . Vivid and powerful, this is a book with teeth' Luna McNamara, author of Psyche and Eros
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Shunned. Persecuted. Tormented.
Medea longs for a different life. Since childhood, she has been separated from her sister, shunned by her mother, and persecuted and tormented by her brother and father. All because of a unique and dangerous talent: witchcraft.
Fierce. Powerful. Sorceress.
But when a dashing young hero, Jason, arrives to claim the famed Golden Fleece that her father fiercely protects, Medea sees her opportunity for escape. Her offer to help Jason overcome the trials set by her father sets in motion a journey that will test every ounce of her strength, magic and loyalty; a journey that will see her battle monsters, dethrone kings and fall in love.
When faced with the ultimate betrayal, Medea is driven to an act of desperation so brutal it rips apart the lives of everyone involved...
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Readers have fallen under Medea's spell...
'This book is up there with Song of Achilles as one of my all-time favourite retellings'
'Heart-breaking and beautiful'
'Any readers of mythological retellings struggling to find a rival to Madeline Miller should look no further than Rosie Hewlett'
'Absolutely spellbinding'
'Dark, moody, at times heartbreaking, and utterly phenomenal, this book is an absolute must read for any fans of Circe or Ariadne!'
Book Information
Posts
Eine kraftvolle und düstere Neuerzählung einer bekannten Sage.
Medea wächst als Aussenseiterin auf, gezeichnet von ihrer Familie und gefürchtet wegen ihrer magischen Fähigkeiten. Als Jason erscheint, sieht sie in ihm ihre Chance auf ein anderes Leben und hilft ihm, das Goldene Vlies zu erringen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Reise voller Prüfungen, Kämpfe und Gefühle. Doch Verrat und Enttäuschung treiben Medea schliesslich zu einer Entscheidung, die alles zerstört und ihr Schicksal für immer besiegelt. Die Geschichte taucht tief in die griechische Mythologie ein und erzählt eine bekannte Sage auf eindringliche Weise neu. Besonders spannend fand ich die Darstellung der Beziehung zwischen Medea und Jason, die von Anfang an von einer starken, aber auch sehr toxischen Dynamik geprägt ist. Die Entwicklung von Medea ist intensiv und nachvollziehbar, auch wenn ihre Entscheidungen oft erschütternd sind. Gerade diese Mischung aus Liebe, Macht und Verzweiflung macht das Buch zu einem tragischen Drama, das lange nachwirkt. Man versteht, warum diese Figur bis heute fasziniert und sogar ihren Platz in der Psychologie gefunden hat. Mein Fazit: Eine kraftvolle und düstere Neuerzählung einer bekannten Sage, die emotional unter die Haut geht. Besonders die komplexe Hauptfigur macht dieses Buch zu etwas Besonderem. 5 Sterne.

Feministisch, schmerzhaft und überwältigend. Eine Geschichte, die brennt, zerreißt und lange nachhallt.
„Medea“ von Rosie Hewlett war für mich ein absolutes Jahreshighlight und ein Buch, das mich emotional komplett aufgewühlt hat. Selten hat mich eine Geschichte so viele Gefühle gleichzeitig spüren lassen Wut, Trauer, Eifersucht, Mitleid und eine tiefe, schmerzhafte Verbundenheit zu einer Figur. Die Erzählweise ist grandios, dauerhaft spannend und dabei stark charakterfokussiert. Alles fühlt sich eindringlich und nachvollziehbar an, sodass man Medeas Schmerz, ihre Hoffnung und ihre innere Zerrissenheit nicht nur versteht, sondern selbst erlebt. Ich kannte Medeas Geschichte vorher nicht und war vollkommen ahnungslos, wie sich alles entwickeln würde, was die Lektüre noch intensiver gemacht hat. Die komplexen Beziehungen und Dynamiken wirkten erschreckend zeitlos, denn obwohl es sich um historisches Fantasy handelt, könnten viele dieser Machtverhältnisse genauso gut in der heutigen Welt existieren. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll, dass ein Charakter nicht sympathisch sein muss, um Mitgefühl auszulösen. Die Geschichte baut über Seiten hinweg eine stille, beklemmende Spannung auf, die sich schließlich in einem der emotional intensivsten Höhepunkte entlädt, die ich je gelesen habe. In den letzten Kapiteln musste ich immer wieder innehalten und tief durchatmen. Rosie Hewlett schreibt mit einer Schönheit, die weh tut, jedes Wort trägt Gefühl und Rhythmus in sich. Medea erscheint in ihrer ganzen Macht, ihrem Schmerz und ihrem Schrecken erschütternd vollkommen. Das ist kein einfaches Retelling, sondern eine Richtigstellung im Namen aller Frauen. Feministisch, düster, ergreifend und eine Geschichte, die mich bitterlich hat weinen lassen und die mich nie wieder loslassen wird.
Eine schöne Version der Sage
Das Buch lässt mich nach dem Beenden nachdenklich zurück. Ich habe beim Lesen einiges gefühlt, konnte es streckenweise nicht aus der Hand legen. Es ist eine großartig erzählte Sage. R. Hewlett hat ihre Version super umgesetzt. Ich hoffe, wir werden noch viel von der Autorin zu lesen bekommen.
Großartig
Medea begeistert mich schon lange - umso größer war die Vorfreude auf dieses Buch. Beim Lesen konnte ich es kaum aus der Hand legen. Ein paar Änderungen wie bei Apsyrtos, Atalante, Circe, Chalikiope und dementsprechend auch Änderungen bei Medeas Handlungen haben mich anfangs gestört. Gleichzeitig ist der Roman auch eine eigene Version der Autorin, welche der Erzählung einen noch feministischeren Touch verleihen. Die eine originale Fassung der Medea gib es in diesem Sinne jedoch auch nicht, da sie schon vor langer Zeit in Teilen unterschiedlich interperetiert oder überliefert wurde. Abgesehen von diesen Punkten ist es eine klare Leseempfehlung! 🏛️✨
Eine umwerfend düstere Geschichte. Sie hat mich tief berührt, hat mich fassungslos zurückgelassen und mich über so vieles nachdenken lassen. Ich bin durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Wen griechische Mythologie interessiert, ist hier genau richtig. Ich kann es absolut weiterempfehlen!

Sehr fesselnde Geschichte mit vielen Wendungen
Hach, ich liebe Neuerzählungen der Frauen aus der griechischen Mythologie - Medea reiht sich dort definitiv ein. Viel mehr als ein paar Stichworte wusste ich nicht über Medea: Hexe, Jason und das goldene Vlies. Medusa Geschichte bot jedoch so viel mehr, so viel angestaute Wut, Momente der Rache, Momente der Hoffnung und den Wunsch nach Befreiung. Mein einziger Kritikpunkt sind die Zeitsprünge zum Ende des Buchs, die wichtige Punkte eher knapp erzählt haben. Sonst gibt’s von mir eine klare Lese-Empfehlung.

Die unbekannte Seite der Medea
Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen Leidensgeschichte, denn von Kinderbeinen an wird sie nicht nur von ihrer eigenen Mutter gemieden, von ihrem Vater und auch Bruder gequält, sondern auch von ihrer geliebten Schwester getrennt. Im Gegensatz zu anderen Erzählungen setzt Autorin Rosie Hewlett mit ihrer Medea Version bereits hier an, bei der noch kleinen Medea. Sie erzählt also nicht nur von ihren bekannten Gräueltaten, sondern ihre ganze Geschichte und macht diese damit nachvollziehbarer. Bis auf das letzte Kapitel, in dem Medeas Schwester Chalkiopes zu Wort kommt, geschieht dies aus der Ich-Perspektive von Medea. Die Autorin wirft somit ein ganz neues Licht auf die Hexe von Kolchis, schreibt emotional packend und wahnsinnig spannend. Als großer Fan der griechischen Mythologie hat es mir sehr gefallen, dass sich die Autorin dicht an die „Überlieferungen“ gehalten, die Geschichte nicht in der Neuzeit erzählt hat und auch weitere mythologische Personen und Zusammenhänge mit eingebracht hat. So erlebt man nebenher nicht nur hautnah die Abenteuer von Jason und den Argonauten, bei denen auch die berüchtigten Sirenen sehr bildhaft ihren Platz gefunden haben, sondern erfährt auch in Ansätzen vom Schicksal der Zauberin Circe. Was sicherlich auch für Mythologie-Unkundige sehr faszinierend dargestellt sein dürfte, für mich war es das in jedem Fall. Fazit: Rosie Hewlett liefert mit ihrem Roman eine ebenso spannende, wie bildgewaltige, aber eben auch emotionale Neuerzählung von Medea, die mich sehr gefesselt hat. Für mich auf jeden Fall ein Highlight mit klarer Leseempfehlung!
Rosie Hewletts Medea ist kein Buch, das man einfach „wegliest“ – es ist ein Text, der sich in den Brustkorb gräbt. Ein feministisches Retelling, das nicht beschönigt, nicht entschärft und sich weigert, die wohl umstrittenste Frauengestalt der griechischen Mythologie auf ein gefälliges Format zu reduzieren. Hewlett schreibt Medea nicht „frei“ – sie schreibt sie wahr. Schon die Ausgangslage ist eine Zumutung: Seit ihrer Kindheit wird Medea isoliert, verletzt, gefürchtet. Nicht, weil sie gefährlich ist, sondern weil sie es sein könnte. Ihre Magie ist Projektionsfläche, Drohkulisse, patriarchale Ausrede. Das Buch macht unmissverständlich deutlich, wie tief Gewaltverhältnisse in Körper und Biografie eingeschrieben sind. „Gewalt bringt Gewalt hervor“ – ein Satz, der im Text widerhallt, bis man ihn nicht mehr loswird. Hewlett verweigert sich dabei konsequent der gängigen Glorifizierung tragischer Heldinnen. Diese Medea ist nicht unschuldig, nicht rein, nicht unkompliziert zu mögen. Aber endlich wird erzählt, warum. Medea wird als Produkt, Spielball und letztlich Durchbrecherin patriarchaler Grausamkeit sichtbar. Ihre Entscheidungen sind hart, manchmal grausam, und doch nachvollziehbar in einer Welt, die sie systematisch bricht. Genau das macht dieses Retelling so literarisch kraftvoll: Statt moralischen Schwarz-Weiß-Pinsels nutzt Hewlett die ganze Palette – Ambivalenz inklusive. Die Beziehung zu Jason ist hierfür exemplarisch. Was als Chance auf Flucht beginnt, wird zum Brennglas für Abhängigkeit, Manipulation und Macht. Das Buch macht nie den Fehler, diese Dynamik zu romantisieren. Es zeigt vielmehr, wie Medea in Strukturen hineingezwungen wird, die sie später selbst reproduziert. Die Tragik ihrer Figur liegt nicht im „Monsterhaften“, sondern im unausweichlichen Echo dessen, was ihr selbst widerfahren ist. Simone Jakobs Übersetzung fängt Hewletts kraftvollen, klaren Stil hervorragend ein: scharf, poetisch und manchmal so schmerzhaft ehrlich, dass man schlucken muss. Fazit: Medea ist kein Feel-Good-Roman und will es auch nicht sein. Es ist ein wütendes, trauriges, erschütterndes und zugleich grandios gedachtes Retelling, das Medeas Geschichte unter feministischen Vorzeichen neu ordnet, ohne sie zu entschärfen. Ein Buch, das einen sprachlos macht und gleichzeitig alles sagen lässt, was über Generationen verschwiegen wurde. [Rezensionsexemplar]
„Hier geht es nicht um Liebe, sondern um Freiheit“.⚡️
Medea, die Frau die die Götter herausforderte🏛️. Was für eine grandiose Geschichte. Die Geschichte hat unglaubliche Tiefe und auch bei den Charakteren hat man den inneren Kampf mich sich selbst so gut nachempfinden können. Es wird aufgezeigt wie nahe Liebe und Manipulation sich stehen. Die Geschichte verdeutlicht gut, dass Frauen immer an sich und ihre Fähigkeiten glauben sollten. Eine Frau ist auch alleine stark und wird es auch immer sein💪🏼❤️.
In der griechischen Mythologie gibt es düstere Geschichten, wo es um Macht, Gier und Verrat geht. Mit dem Tod einer geliebten Person oder Mi**brauch. Ich kannte Medeas Schicksal nicht und war fasziniert und zugleich schockiert von der Grausamkeit. Gewalt, Intrigen, Betrug, Manipulationen meist an einer Frau. Wisst ihr, was daran schmerzt? Noch immer gibt es Frauen, die so leiden müssen ... Wir erleben Madeas Entwicklung Step by Step. Ich finde hierbei sehen wir sehr gut, in welchen Phasen eine Frau stecken und wie groß ein Wille sein kann, die Ketten zu durchbrechen oder wie falsch etwas sein kann, wovor man dachte es sei alles. Medeas Leben wirkte nicht wirklich schön, von der eigenen Familie missachtet, der angeblichen Liebe verraten und auf Rache aus. Ob alles richtig ist, was sie tat? Nein, denn keiner kann immer das Richtige tun, aber zu was ein Mensch fernab von der Vernunft im Stande ist zu tun oder eben getrieben wird, ist die andere Frage. Mir brach es das Herz und dennoch gefiel mir, dass Medea zu ihren Taten steht und sie nicht verschönert oder abmildert. Wir können sie sogar, trotz der schrecklichen Ereignisse, auf eine Weise verstehen. Ich finde das Buch interessant, es zeigt was Entscheidungen, ob sie nun von uns oder anderen getroffen werden, auslösen können. Meiner Meinung nach ist die Story spannend und ebenso traurig. 💔

Neuinterpretation der griechischen Tragödie um Medea - das ganze in etwas moderner und feministischer. Der Schreibstil war klasse und ich kam sofort in die Story rein, welche mich auch sehr begeistern konnte. Ich fand es super spannend wie viele Zeitsprünge wir hatten und den Einblick in das Gefühlsleben von Medea. Ich kannte die Tragödie auf der das Buch beruht vorher nicht und war wirklich sehr angetan! Auch die feministische Beleuchtung des ganzen hat unfassbar Spaß gemacht. Ich fand Medea auch total sympathisch, gerade weil sie so reflektiert alles betrachtet hat. Was ich von ihrem werten Love Interest wahrlich nicht behaupten kann 😂 Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, das war definitiv eine positive Überraschung! ACHTUNG - lest am besten nicht den Klappentext, der gibt viel mehr vom Buch wieder als er sollte. Deshalb ist meine Rezension auch so arg vage, ich will euch das nicht alles Spoilern. Denn es gibt echt einige spannende Abgründe! 😁
Gezeichnet von Liebe, Leid und Magie "Damals fand ich das Knacken seiner berstenden Knochen und das fleischige Geräusch seiner sich verformenden Muskeln und Sehnen amüsant."
Medea ist ein Fantasyroman mit starkem historischem und mythologischem Einschlag. Wir begegnen Königen, Prinzessinnen, Machtstrukturen, Magie und Göttern, eingebettet in eine Welt, die stark von der griechischen Mythologie geprägt ist. "Als ich noch klein war, verwandelte ich meinen Bruder in ein Schwein. Damals fand ich das Knacken seiner berstenden Knochen und das fleischige Geräusch seiner sich verformenden Muskeln und Sehnen amüsant." Die Sprache ist dabei bewusst förmlich gehalten, ohne jemals gekünstelt zu wirken. In vielen Passagen ist sie überraschend poetisch, teilweise sehr düster, stellenweise auch derb. Besonders hervorheben möchte ich hier die deutsche Übersetzung, die es schafft, die Atmosphäre und die sprachliche Tiefe des Originals eindrucksvoll zu transportieren. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Medea selbst. Dadurch entsteht eine intensive Nähe zur Hauptfigur, die das gesamte Buch trägt. Wir begleiten Medea von ihrer Kindheit an über mehrere Jahrzehnte hinweg. Sie wächst in einer zutiefst dysfunktionalen Familie auf: ein gewalttätiger Vater, eine emotional abwesende Mutter, eine Schwester, der der Kontakt zu ihr verboten ist, und ein Bruder, der sie hasst. Gleichzeitig besitzt Medea eine immense magische Macht eine Gabe, die ebenso gefährlich wie isolierend ist. Das Worldbuilding hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Welt ist stark von der griechischen Mythologie geprägt, und Magie ist kein beiläufiges Element, sondern ein fester Bestandteil der Geschichte. Die Götter sind präsent, werden immer wieder namentlich genannt und greifen auf unterschiedliche Weise in das Geschehen ein. Besonders schön fand ich, dass sich diese göttliche Präsenz sehr natürlich in die Welt einfügt und ihr spürbar Leben einhaucht. Mir haben die vielen Beschreibungen von Räumlichkeiten und vom äußeren Erscheinungsbild der Figuren sehr gefallen. Orte, Kleidung und Personen werden so detailliert dargestellt, dass man sich die Welt gut vorstellen kann und schnell ein klares Bild im Kopf hat. Gegen Ende des Buches hat es für mich etwas nachgelassen, sodass ich nicht mehr ganz so viele klare Bilder im Kopf hatte wie zuvor. Das war stellenweise etwas schade, insgesamt aber auch in Ordnung, da der Fokus dort stärker auf dem Abschluss der Geschichte lag. Das Buch lebt weniger von einer actionreichen Handlung sondern von inneren Konflikten, Entwicklungen und Konsequenzen. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Zeitsprünge. Gerade nach diesen Zeitsprüngen hatte ich kurzzeitig das Gefühl, den emotionalen Anschluss zu verlieren, da Beziehungen und Dynamiken neu eingeordnet werden müssen. Das ist für mich eine kleine Schwäche des Romans, auch wenn ich verstehe, dass diese Struktur notwendig ist, um das Ende in dieser Form zu ermöglichen. Glücklicherweise findet man relativ schnell wieder in die Geschichte zurück. Ein zentrales Thema des Buches ist der Umgang mit Konsequenzen, was es bedeutet, mit den eigenen Taten zu leben, egal wie gerechtfertigt sie sich im Moment angefühlt haben. Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie es der Autorin gelingt, trotz Medeas oft moralisch fragwürdiger oder sogar grausamer Entscheidungen eine starke emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Man leidet mit ihr, ist wütend auf sie, versteht sie und verurteilt sie zugleich. Diese Ambivalenz macht die Figur unglaublich spannend und menschlich. Es gab immer wieder Passagen, in denen ich bewusst Pausen brauchte; nicht aus Langeweile, sondern weil mich die Emotionen überwältigt haben. Angst, Wut, Trauer: Gefühle, die ich bei vielen anderen Büchern so intensiv nicht erlebe. Medea berührt auf einer anderen Ebene als klassische Liebesgeschichten oder typische Fantasyromane. Es ist kein Buch zum Wegatmen, sondern eines, das nachhallt. Der Abschluss jedoch etwas überhastet, da viele Entwicklungen in kurzer Zeit zusammengeführt werden. Ich hätte mir hier mehr Raum und ein längeres Auskosten der Konsequenzen gewünscht. Dennoch ist das Ende inhaltlich stimmig, emotional überzeugend und passt gut zu Medeas Weg. Fazit Medea ist ein düsteres, emotionales Fantasybuch, das sich Zeit für seine Figuren nimmt und vor allem durch seinen besonderen Schreibstil und die intensive Nähe zur Hauptfigur überzeugt. Es ist keine Geschichte für zwischendurch, sondern ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Wer vielschichtige Charaktere, moralische Grauzonen und eine von Mythologie geprägte Welt schätzt, wird hier ein sehr eindrückliches Leseerlebnis finden.
Starkes und bewegendes Retelling der Medea Sage
Entsprechend dem Titel steht hier Medea selbst im Mittelpunkt und Rosie Hawlett erzählt die Geschichte zu einer der berühmtesten weiblichen Protagonistinnen der griechischen Mythologie hier starke, bewegend, feministisch und teilweise schonungslos unbequem. Beim Lesen habe ich mit Medea mitgefühlt, die eigentlich nur auf der Suche nach Liebe und Glücklich ist. Und wo könnte sie das eher finden, als an der Seite des heldenhaften Jason? Im Laufe ihrer Reise erleben wir jedoch wie Medea immer wieder ausgenutzt wird, vor allem von Männern die nur nach eigener Macht streben. Viele der Situationen habe ich mich so wütend gemacht, besonders weil man als Leser gewisse Verhaltensmuster schneller erkennt als Medea in der Situation. Am Ende hat mich die Geschichte die Rosie Hawlett hier erzählt noch eine ganze Zeit lang beschäftigt. Was passiert mit einer so starken Frau, die alles für ihr großes Liebe tut und dabei nicht erkennt, dass diese Liebe eher einseitig ist und sie eigentlich nur als Waffe dienen soll? Dieses Buch war so ganz anders als meine "Comfort Fantasy". Ich wusste, dass Medea Teil der griechischen Mythologie ist, hatte allerdings ihre Geschichte und vor allem das Ende nicht im Detail im Kopf.
Feministisches Retelling
Wusstet ihr, dass Medea ursprünglich nur eine Jungfrau war, die Jason half, das goldene Vlies zu erlangen? Sie war nicht die Hexe, die ihre Kinder umbringt, die wir heute kennen. Diese Erkenntnis stammen aus dem Buch "Witches, Bitches, It-Girls", das Medea ein ganzes Kapitel widmet. Das fand ich so spannend, dass ich sofort wusste, dass ich die feministische Neuerzählung von Medea, die neu bei Harper Collins erschienen ist, unbedingt lesen musste. Es hat mich einfach interessiert, was die Autorin aus diesem Mythos gemacht hat. Und ganz ehrlich, ich finde, sie ist richtig gut gelungen. Der Mythos, den wir heutzutage kennen, durchdringt weiterhin die Erzählung. Ich weiß nicht, wie gut ihr mit diesem Mythos vertraut seid, und möchte euch nicht spoilern. Ihr könnt euch selbst informieren, um die Geschichte zu kennen, oder das Buch einfach ohne Vorwissen lesen – das funktioniert natürlich auch. Es ist immer noch die gleiche tragische Geschichte. Die Taten von Medea sind nach wie vor furchtbar, aber ich konnte alles, was sie tut, in dieser Erzählung gut nachvollziehen. Ehrlich gesagt, hat mich das Lesen emotional viel mehr mitgenommen, als ich gedacht hätte. Vor allem hat mich die Geschichte noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Mir war beim Lesen nicht bewusst, wie sehr mich das Ganze zum Nachdenken angeregt hat. Deshalb habe ich es auch sehr genossen, die Geschichte im Buddyread zu lesen, da wir uns darüber austauschen konnten. Wenn ihr Retellings oder Mythologien mögt oder auch nur an feministischen Perspektiven interessiert seid, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Dramatisch und Mitfühlend!
Wenn ich das Buch mit einem Satz beschreiben müsste, dann würde ich sagen: Was man für die Liebe nicht alles tut! Mit Medea als Hauptcharakterin kann man mitfühlen und ihre Geschichte so hautnah miterleben, das man das Gefühl bekommt, man sein selber eins ihrer kleinen schwarzen Schatten. Das Buch nimmt im Verlauf eine unglaubliche Wendung, die von der Autorin geschickt eingefädelt wird und nicht zack, von jetzt auf gleich, passiert. Ganz klare Leseempfehlung!
Bei „Medea“ von Rosie Hewlett bin ich hin- und hergerissen, was mein abschließendes Urteil angeht. Einerseits gelingt der Autorin etwas, woran viele Mythologie-Retellings scheitern: Die Geschichte dreht sich wirklich zu einhundert Prozent um Medea. Sie ist nicht bloß eine Randfigur oder eine erzählerische Klammer für die Heldensagen von Jason und den Argonauten. Wir erleben die Suche nach dem Goldenen Vlies ausschließlich durch ihre Augen, ihre Gefühle und ihre Erfahrungen. Hewlett entwirft ein reiches Innenleben für sie und gibt ihr die Bühne, die ihr zusteht, was mir extrem gut gefallen hat. Besonders hervorzuheben ist auch die Figur der Atalanta und die sich anbahnende Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Atalanta will wirklich nur das Beste für Medea, doch Jasons Einfluss führt tragischerweise dazu, dass Medea sie immer wieder von sich stößt. Andererseits tappt das Buch für meinen Geschmack in eine typische Falle: Um eine berüchtigte Frau der Weltgeschichte „greifbarer“ zu machen, wird sie hier fast ausschließlich als Opfer dargestellt. Anstatt eine komplexe Zauberin zu zeigen, die ihre Magie und auch ihre dunklen Taten bewusst annimmt, bekommen wir die Geschichte einer Frau, die missbraucht, manipuliert und durch Gaslighting dazu gebracht wird, schreckliche Dinge zu tun. In dem Versuch, Medea zu rehabilitieren, nimmt ihr die Geschichte streckenweise ihre eigene Handlungsfähigkeit und Macht. Das war beim Lesen teilweise wirklich frustrierend. Ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, dass Medea endlich die Kontrolle übernimmt und ihre Rache einfordert, aber als das am Ende passierte, war es auf nur wenige Kapitel beschränkt - für mich leider zu wenig und zu spät. Zudem muss ich kritisch anmerken, dass einige weibliche Nebencharaktere recht blass blieben und der Schreibstil für mich oft zu sehr in den Modus „Erzählen statt Zeigen“ verfiel, was zwischendurch zu Längen führte. Was Rosie Hewlett jedoch zweifellos gelingt, ist eine mitreißende Geschichte über eine chronisch schlecht behandelte Frau, deren mühsamer Weg zur Selbstermächtigung trotz aller Frustration lohnenswert bleibt. Durch diesen modernen Fokus spricht das Buch sicherlich auch eine jüngere Zielgruppe sehr gut an. Insgesamt war es eine interessante Leseerfahrung, die mich zu langen internen Debatten über die Bewertung angeregt hat. Am Ende lande ich bei 3,5 Sternen, die ich aufgrund der starken Perspektive auf 4 Sterne aufrunde. Ein herzliches Dankeschön geht an NetGalley und den HarperCollins Verlag für das Rezensionsexemplar.
Interessant aber auch düster
Eine Hexe deren Geschichte von Wut, Trauer und Enttäuschung geprägt wurde. Der Schreibstil von dem Buch hat mir sehr gut gefallen und ich bin sehr leicht durchgekommen. Das Cover ist ein richtiger Hingucker. Einfach wunderschön! Ich habe ehrlich gesagt vor diesem Buch noch nie etwas von der Geschichte der Hexe Medea gehört. Ich lese gerne Bücher in denen es um die griechische Mythologie geht und der Klappentext hat sich total interessant angehört, deswegen wollte ich dieses Buch lesen. Die Geschichte von Medea war spannend, aber auch düster. Ich fand es total interessant zu erfahren, warum sie zu solch einer Person wurde. Sie musste sehr viel ertragen und hat trotzdem immer versucht stark zu bleiben. Doch letztendlich zogen die falschen Taten der anderen, die sie auch nur ausgenutz haben, in den düsteren Abgrund. Im Allgemeinen fand ich die Geschichte sehr aufregend und interessant, aber manche Kapitel haben sich leider trotzdem ein bisschen gezogen und waren nicht ganz so aufregend. Nichts desto trotz bin ich sehr froh, diese Geschichte gelesen zu haben.

Eindrucksvolles Retelling mit feministischer Zauberin
"Medea" von Rosie Hewett hat mich ein wenig sprachlos zurückgelassen. Ich muss dieses Buch in meiner Bewertung definitiv zweiteilen, denn sprachlich ist es eine wirklich enorme Leistung und inhaltlich/Plottechnisch hat es sich für mich etwas in die Länge gezogen. Das Retelling der griechischen Hexe von Kolchis ist ein beeindruckendes, sprachliches Meisterwerk. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, es liest sich so graphisch, dass man zeitweise wirklich das Gefühl hat einen Film zu schauen. Sprachlich ist es total zugänglich, es liest sich quasi unter der Hand weg. Inhaltlich zog sich für mich der Plot ein wenig in die Länge. Es passierte schlichtweg nicht wirklich viel, was aber im Gesamtbild nicht so eine große Auswirkung auf das Leseerlebnis hat, da es sich, wie beschrieben, flüssig weglesen lässt. Ich mochte die Charakterentwicklung und diese Neuinterpretation der dunklen Zauberin Medea sehr. Mir war es stellenweise aber wirklich ZU dunkel und ich kann jetzt schon sagen: Wer eine bunte, fröhliche oder entspannte Lektüre erwartet ist hier falsch. Das Buch regt zum Nachdenken an, es hinterlässt tiefe Eindrücke und lässt einen nicht nur einmal bitter schlucken. Ich möchte nicht zu viel verraten. Mein Fazit hier ist: Obwohl es meinem Geschmack nicht wirklich gerecht wird, ist es eine extrem starke sprachliche Leistung und eine tolle Nacherzählung einer vielleicht sehr missverstanden Figur. Es verdient alle Sterne definitiv, der kleine Abzug kommt lediglich von der etwas schleppenden Handlung. 📚

,,Sei nicht zärtlich zu ihr, nicht freundlich. Sie hat es nicht verdient"
Hach Medea, the Girl and Woman you are. Auch wenn man versteht warum sie all das getan hat, sind es doch wahrlich erschreckende Taten. Wie Medea wollte auch ich Jason glauben, obwohl ich den Mythos um sie bereits kenne, aber Rosie Hewlett hat es einem Anfangs auch nicht leicht gemacht. Sie hat einfach einen super faszinierenden Schreibstil. Es war traurig und schön zugleich zu lesen, wie Medea von dem jungen, gebrochenen, verliebten, naiven Mädchen zu der gefährlichen, herzlosen Hexe von Kolchis wurde. Wie sie am Ende langsam aber sicher realisiert, dass Jason nie das Beste für sie wollte, sondern nur ein egoistischer, manipulativer Mann war. Es war einfach wundervoll und verletzlich.
Neue Perspektive der Medea
Das Buch erzählt die Geschichte der mythologischen Figur Medea neu. Als Leser fiebert man von Anfang bis Ende mit der Hexe mit, erlebt, wie sich ihr Charakter entwickelt und wieso sie welche Entscheidungen trifft. Als Iason Fan gefiel mir die Darstellung des Helden nicht besonders gut, da dieser nicht unbedingt den Charakterzügen entspricht, die in der originalen mythologischen Erzählung beschrieben werden.
Ein kraftvolles Retelling, das viel kann: Stark erzählt, voller feministischer Wut, aber irgendwie ist der Funke nicht ganz übergesprungen.
Medea von Rosie Hewlett (übersetzt von Simone Jakob) ist im HarperCollins Hardcover Verlag erschienen und erzählt die Geschichte einer der umstrittensten Figuren der griechischen Mythologie neu. Hewlett folgt Medea von ihrer Kindheit in Kolchis bis zu jenen Entscheidungen, die sie in die Sagenwelt eingeschrieben haben – als Hexe, als Frau, als Schurkin, aber vor allem als wütendes Opfer. Was mich von Beginn an beeindruckt hat, ist Hewletts kompromisslos weiblicher Blick. Medea ist hier keine Mystifikationsfigur, sondern ein Mädchen, das Gewalt, Isolation und patriarchale Macht schon früh am eigenen Körper erfährt. Gleich zu Beginn heißt es über ihren Bruder: „Niemand sonst erkannte, wie gerecht ich handelte, denn für alle anderen hatte Apsyrtos’ Verhalten nichts Tadelnswertes. Er benahm sich nur »wie ein Junge«, was wohl bedeutete, dass Grausamkeit in seiner Natur lag. Aber diese Rechtfertigung ergab für mich keinen Sinn.‘“ (S. 10). Dieser Satz sagt eigentlich alles über die Welt, in der sie lebt. Die Darstellung der männlichen Figuren ist bewusst schonungslos und ja, zu Recht wie ich finde. Die Manipulation der Männer, die Gewalt der Väter, das Abwerten weiblicher Stärke: „Ist es nicht verblüffend, wie es den Männern gelungen ist, allen vorzugaukeln, sie seien das klügere Geschlecht?“ (S. 148). Hewlett zeichnet das alles klar, ohne zu vereinfachen. Richtig spannend wurde es für mich vor allem ab der Stelle, als Medea endlich versucht, ihre eigene Ohnmacht in Handlung zu verwandeln und ihr Schweigen bricht. Die Autorin zeigt, wie aus erlebtem Schmerz Widerstand werden kann, um doch noch Gerechtigkeit zu erlangen: „Die Welt hat versucht, mich zum Opfer zu machen, und so wurde ich zur Schurkin.“ (S. 349) Und trotzdem: So sehr mich Inhalt, Themen und Figiren überzeugt haben, hat mich die Erzählung emotional nicht vollständig gepackt. Etwas hat mir gefehlt. Was genau? Vielleicht die mythologische Komponente, die glaub einfach nicht so meins ist. Aber auch der Schreibstil hätte noch nahbarer sein können wenns nach mir ginge. Fazit "Medea" ist ein kraftvolles, wütendes, feministisches Retelling, das mich gedanklich enorm beschäftigt, emotional aber nicht zu 100 % erreicht hat. Ich empfehle es allen, die griechische Mythologie, starke weibliche Perspektiven, morally grey heroines und feministische Neu- udn Umdeutungen lieben. Wer jedoch eine ganz intime emotionale Bindung erwartet, könnte hier eventuell enttäuscht werden. Danke an der Stelle auch an netgalley.de (E-Book) und Vorablesen für die Rezensionsexemplare.
I went into this not really knowing what to expect, but it surprised me in the best way. What stood out immediately was the writing style, it’s sharp but restrained, almost quiet in how much it lets sit between the lines Medea herself is written in such a raw, human way. She’s angry, hurt, clever, exhausted and constantly aware of how little space the world gives her. You really feel her isolation and the pressure building around her and I loved that the story doesn’t try to soften or excuse her emotions. She’s allowed to be complicated and that’s where the power of this retelling lies The feminist perspective is handled really well. It never feels like a lecture — it’s just embedded in every interaction, every choice and every consequence. You notice it in the silences, in what’s expected of her and in what she’s punished for. That made the story feel heavy in a way that’s intentional and effective Atmosphere-wise, the book is tense and intimate, almost claustrophobic at times. There’s this constant sense of unease, like something is always about to tip over. I could really picture the spaces, the looks and the moments where everything feels loaded even when nothing is being said It’s not a full 5⭐️ for me (some parts felt a little slower, and I occasionally wanted just a bit more room to breathe) but overall this was a strong 4.5⭐️ The writing and Medea’s voice are what really stayed with me and I know this is one of those books I’ll keep thinking about long after finishing it

Rosie Hewletts „Medea“ hat mich auf besondere Weise berührt, weil sie eine bekannte Figur aus der Mythologie neu und vielschichtig darstellt. Statt Medea nur als böse Zauberin und Verräterin zu zeigen, erzählt Hewlett ihre Geschichte aus Medeas eigener Sicht – als eine Frau mit Gefühlen, Zielen und inneren Konflikten. So wird Medea nicht einfach zum Mythos, sondern zu einer echten, nachvollziehbaren Person. Die Erzählung begleitet Medea von ihrer schweren Kindheit über ihren Aufbruch aus der Heimat bis hin zu ihrem Leben am Hof und der komplizierten Beziehung zu Jason und den Argonauten. Besonders beeindruckend ist, wie gut die Autorin Medeas Zwiespalt zwischen Stärke und Verletzlichkeit einfängt: Sie ist mutig und klug, aber auch auf der Suche nach Zugehörigkeit und Liebe. Das macht sie für mich sehr greifbar und lebendig. Außerdem verbindet Hewlett geschickt die mythologischen Elemente mit zeitlosen Fragen wie Loyalität, Verrat, Freiheit und Schmerz. Dadurch wirkt Medeas Geschichte nicht nur wie ein altes Märchen, sondern als eine menschliche Erfahrung, die auch heute noch relevant ist. Die Balance zwischen magischen Aspekten und den sozialen Zwängen, denen Medea ausgesetzt ist, verleiht der Geschichte Tiefe und Vielschichtigkeit. Ich empfehle „Medea“ von Rosie Hewlett allen, die sich für starke Frauenfiguren, tiefgründige Charakterstudien und eine frische, einfühlsame Sicht auf klassische Mythen interessieren. Das Buch spricht sowohl Liebhaber*innen der griechischen Mythologie als auch Leser*innen an, die Geschichten über Mut, Schmerz und Selbstbestimmung schätzen. Es ist eine berührende und kraftvolle Lektüre, die lange in mir nachgewirkt und zum Nachdenken angeregt hat. Vielen Dank an Vorablesen und HarperCollins für mein Rezensionsexemplar!
Eine Geschichte, in der Liebe und Schmerz untrennbar miteinander verwoben sind – und die mehr zurücklässt als nur schöne Worte.
Ein Schicksal, gewebt aus Liebe und Schmerz Medea wächst ausgegrenzt und gefürchtet am Hof von Kolchis auf. Wegen ihrer Hexenkraft wird sie gemieden, misshandelt und kontrolliert. Als Jason erscheint, um das Goldene Vlies zu erlangen, erkennt Medea darin eine Chance, ihrem grausamen Zuhause zu entkommen. Doch der Weg in die Freiheit fordert einen hohen Preis: Loyalität, Liebe und letztlich Entscheidungen, die alles verändern und unwiderruflich zerstören können. Medea – Die Hexe von Kolchis hat mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Geschichte und die mythologische Grundlage sind so intensiv erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Tragisch, schön, spannend und zutiefst herzzerreißend – all diese Gefühle greifen hier ineinander und machen den Roman zu einem echten Leseerlebnis. Rosie Hewlett gelingt etwas Besonderes: Sie erschafft eine tiefe, schmerzhafte Verbundenheit zur Protagonistin. Medea ist keine ferne Sagengestalt, sondern eine greifbare, verletzliche und zugleich unglaublich starke Frau. Man fühlt mit ihr, leidet mit ihr und ist innerlich zerrissen angesichts der Entscheidungen, die sie trifft. Ihre Handlungen sind nicht immer leicht zu ertragen, aber sie sind teilweise nachvollziehbar, menschlich und konsequent aus der Situation heraus erzählt. Und genau darin liegt die große Stärke des Romans. Besonders beeindruckt hat mich, wie Hewlett Medeas innere Konflikte darstellt. Die Zerrissenheit zwischen Loyalität und Selbstbestimmung, Liebe und Verrat, Hoffnung und Verzweiflung ist jederzeit spürbar. Medeas Geschichte ist nicht einfach nur eine Neuerzählung eines Mythos, sondern eine intensive Charakterstudie über Macht, Ohnmacht und die Grenzen dessen, was ein Mensch ertragen kann. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und unglaublich packend. Die Sprache trägt die Emotionen mühelos und erzeugt eine dichte Atmosphäre, die sowohl die Magie als auch die Grausamkeit dieser Welt greifbar macht. Man fliegt durch die Seiten, ohne dass die Tiefe oder Schwere der Geschichte verloren geht. Fazit: Medea – Die Hexe von Kolchis ist eine tragische, kraftvolle und emotional aufwühlende Neuerzählung eines bekannten Mythos. Rosie Hewlett schenkt Medea eine Stimme, die lange nachhallt, und erzählt eine Geschichte über Liebe, Verrat, Schmerz und Selbstbestimmung, die unter die Haut geht. Für mich ein absolutes Highlight zum Jahresende!
Dieses Buch zeigt wie sehr Medea von ihrem Vater oder Jason benutzt wurde. Aber sie zog das ein oder andere mal auch ihren Vorteil heraus, aber um Respekt zu erlangen. Ihr Bruder ist der Loyalste in dieser Geschichte. Vergebung ist auch eine Art von Liebe, dieses Statement von ihm finde ich auch eine ziemlich spannende Ansicht.
Grausamkeiten
Medea von Rosie Hewlett ist ein Retelling der gleichnamigen Sagenfigur aus der griechischen Mythologie. Dabei begleiten wir Medea durch die verschiedenen Phasen ihres Lebens. Da Medea eine mächtige Hexe ist, wird sie gefürchtet, verachtet, aber auch begehrt. Um ihrem gewalttätigen Vater zu entkommen, verbündet sie sich mit dem jungen Helden Jason, in den sie sich verliebt. Doch was macht Gewalt mit einer jungen Frau, die eigentlich nur die Hoffnung auf Freiheit in sich trägt? Der Sage um Medea war mir zwar nicht gänzlich, aber in ihren Details eher unbekannt. Dementsprechend konnte ich unvoreingenommen ins Geschehen eintauchen und die Geschichte auf mich wirken lassen. Hätte ich mal besser vorher gewusst, worauf ich mich einlasse… Medea erlebt an unterschiedlichen Stationen ihres Lebens verschiedene Formen von Gewalt. Ein Schicksal, dem sie nicht entkommen kann und dem sie irgendwann anfängt, mit ihrer eigenen Gewalt zu antworten. Ich lese gerne Bücher mit Female Rage, aber Medea treibt diese so weit auf die Spitze, dass ich es kaum ertragen konnte. Besonders tragisch finde ich, dass ihr die Frauen in der Geschichte immer wieder die Hände reichen und einen Ausweg bieten. Doch Medea ist nur auf ihre Wut und die Männer fixiert, die für diese verantwortlich sind. Ich fand das Buch aufgrund der kontinuierlichen Grausamkeit sehr anstrengend zu lesen. Es gab keine Pausen, kein Aufatmen. Ich hatte bis zuletzt Hoffnung, dass sich irgendetwas zum Guten wendet, aber die blieb unerfüllt. Das Buch hat kein Happy End. Im Gegenteil: das Buch zeigt eindrücklich, wie Gewalt Gewalt hervorbringt. Bis zu unvorstellbarer Grausamkeit. Und doch zeigt es eine Perspektive, die Medeas Handeln verständlich, wenn auch nicht verzeihbar macht. Wer die Medea-Sage besser kennt oder sich der Grausamkeit dieser bewusst macht, kann das Buch sicherlich mehr genießen. Das Retelling an sich finde ich gut gelungen und Medeas Perspektive nachvollziehbar umgesetzt.
Ich war sofort gefesselt von diesem Buch, weil ich Medeas Geschichte aus der griechischen Mythologie vorher nur grob kannte. Rosie Hewlett erzählt sie hier aus ihrer eigenen Perspektive, und das macht richtig viel aus. Medea wird als junge Frau gezeigt, die mächtig, verletzlich und gleichzeitig clever ist. Sie wächst in einem Umfeld auf, das alles andere als liebevoll ist, und muss früh lernen, sich durchzusetzen. Manche ihrer Entscheidungen sind schwer nachzuvollziehen, aber sie passen zu ihrem Leben. Besonders spannend fand ich die Beziehung zu Jason. Anfangs wirkt er wie der klassische Held, doch schnell merkt man, dass er nicht so einfach zu durchschauen ist. Die Dynamik zwischen beiden ist komplex, manchmal verletzend, manchmal faszinierend. Es ist keine Liebesgeschichte wie aus dem Lehrbuch, sondern ein echtes Macht- und Gefühlsgeflecht. Rosie Hewlett schafft es, die mythologische Welt lebendig werden zu lassen. Kolchis wirkt magisch, bedrohlich und gleichzeitig sehr real. Die Nebenfiguren, zum Beispiel Circe, bleiben im Gedächtnis und machen die Geschichte noch runder. Ich mochte besonders, dass Medea nicht einfach als böse Hexe dargestellt wird. Man versteht sie, leidet mit ihr und ärgert sich gleichzeitig über manche Entscheidungen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Man will das Buch kaum aus der Hand legen, weil es spannend bleibt und man immer wissen möchte, wie Medeas Weg weitergeht.
In Medea erzählt Rosie Hewlett die berühmte Tragödie aus Medeas Sicht neu – und rückt dabei nicht nur eine Frau, sondern auch eine Verstoßene, Magierin und Mutter ins Zentrum. Die Sprache ist eindringlich und bildgewaltig, der feministische Blickwinkel mutig und spannend. Statt sich auf Medeas Gräueltaten zu fokussieren, beleuchtet Hewlett ihren Weg dorthin – mit all seinen Schmerzen, Manipulationen und Verlusten. Das macht die Figur nahbarer und glaubwürdiger, wenn auch nicht immer sympathisch. Dennoch bleibt emotional etwas Distanz. Für alle, die mythologische Stoffe neu erleben möchten, ist dieses Buch eine starke, aber keine leichte Empfehlung.
In Medea – Die Hexe von Kolchis gibt Rosie Hewlett einer der berüchtigtsten Frauenfiguren der griechischen Mythologie eine eigene Stimme – und das mit viel Gespür für Atmosphäre und Charaktertiefe. Statt Medea nur als Kindsmörderin zu porträtieren, zeichnet Hewlett ihren Weg vom unschuldigen Mädchen zur gefürchteten Hexe nach – voller Manipulationen, Verluste und innerer Zerrissenheit. Die Autorin erzählt in einer poetischen, dichten Sprache, die gut zu Medeas dunklem Schicksal passt, jedoch manchmal etwas entrückt wirkt. Gerade in den dramatischsten Momenten hätte man sich mehr emotionale Unmittelbarkeit gewünscht. Dennoch ist es ein kluges, feministisches Rewriting, das Medea nicht rechtfertigt, aber verstehen lässt. Eine starke Neuinterpretation – nur nicht für alle leicht zugänglich.
Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, es gibt ja bereits mehrere andere in diesem Stil, daher finde ich es sehr passend. Vor allem auch zu einer Neuerzählung von griechischen Mythen. Ich war am Anfang etwas skeptisch, ob mir das Buch gefallen wird, da mich die Beschreibung zwar angesprochen aber nicht hundertprozentig überzeugt hatte. Als ich dann aber angefangen hatte zu lesen, konnte ich das Buch kaum weglegen. Der Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte hinein und in ihren Bann gezogen. Von Anfang an kann man mit Medea mitfühlen und hofft für sie. Wenn ihr Vater sie liebevoller behandelt hätte, wäre die Geschichte bestimmt anders verlaufen. Medea ist eine der vielen tragischen Figuren der griechischen Mythologie und dieses Buch erzählt sehr lebendig und spannend ihre Geschichte. Fazit: Eine griechische Mythologie spannend und lebendig erzählt, das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Ich wusste grob, worum es bei Medea geht, aber dieses Buch hat mich trotzdem überrascht. Rosie Hewlett erzählt die Geschichte nicht einfach nach, sondern gibt Medea endlich eine Stimme. und die tut weh, im guten wie im schlimmen Sinne.🤭 Medea ist von Anfang an eine Figur, mit der man mitfühlt. Sie wird gemieden, verfolgt und misshandelt, nur weil sie anders ist und eine gefährliche Gabe besitzt. Besonders stark fand ich, wie ihre Einsamkeit und ihr Wunsch nach einem anderen Leben dargestellt werden. Man merktt, wie sehr sie einfach nur frei sein will.😩 Als Jason auftaucht, kommt ordentlich Bewegung in die Geschichte. Die Reise, die danach beginnt, ist voller Magie, Prüfungen und Gefahren, aber auch voller Hoffnung. Die Liebesgeschichte wirkt nicht kitschig, sondern eher verzweifelt und intensiv undd so, als wäre sie Medeas letzter Ausweg. Genau das macht später auch alles so tragisch.✨ Was mir besonders gefallen hat, ist, dass Medea hier nicht als „Monster“ dargestellt wird, sondern als Mensch. Ihre Entscheidungen sind oft schockierend, aber sie fühlen sich trotzdem nachvollziehbar an. 📚
Description
'Delightfully devastating' Bea Fitzgerald, author of Girl, Goddess, Queen
'A fiery and dramatic novel, starring one of mythology's most notorious women, this is a fascinating descent into darkness' Jennifer Saint, author of Ariadne
'Full of thwarted love and dark magic . . . Vivid and powerful, this is a book with teeth' Luna McNamara, author of Psyche and Eros
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Shunned. Persecuted. Tormented.
Medea longs for a different life. Since childhood, she has been separated from her sister, shunned by her mother, and persecuted and tormented by her brother and father. All because of a unique and dangerous talent: witchcraft.
Fierce. Powerful. Sorceress.
But when a dashing young hero, Jason, arrives to claim the famed Golden Fleece that her father fiercely protects, Medea sees her opportunity for escape. Her offer to help Jason overcome the trials set by her father sets in motion a journey that will test every ounce of her strength, magic and loyalty; a journey that will see her battle monsters, dethrone kings and fall in love.
When faced with the ultimate betrayal, Medea is driven to an act of desperation so brutal it rips apart the lives of everyone involved...
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Readers have fallen under Medea's spell...
'This book is up there with Song of Achilles as one of my all-time favourite retellings'
'Heart-breaking and beautiful'
'Any readers of mythological retellings struggling to find a rival to Madeline Miller should look no further than Rosie Hewlett'
'Absolutely spellbinding'
'Dark, moody, at times heartbreaking, and utterly phenomenal, this book is an absolute must read for any fans of Circe or Ariadne!'
Book Information
Posts
Eine kraftvolle und düstere Neuerzählung einer bekannten Sage.
Medea wächst als Aussenseiterin auf, gezeichnet von ihrer Familie und gefürchtet wegen ihrer magischen Fähigkeiten. Als Jason erscheint, sieht sie in ihm ihre Chance auf ein anderes Leben und hilft ihm, das Goldene Vlies zu erringen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Reise voller Prüfungen, Kämpfe und Gefühle. Doch Verrat und Enttäuschung treiben Medea schliesslich zu einer Entscheidung, die alles zerstört und ihr Schicksal für immer besiegelt. Die Geschichte taucht tief in die griechische Mythologie ein und erzählt eine bekannte Sage auf eindringliche Weise neu. Besonders spannend fand ich die Darstellung der Beziehung zwischen Medea und Jason, die von Anfang an von einer starken, aber auch sehr toxischen Dynamik geprägt ist. Die Entwicklung von Medea ist intensiv und nachvollziehbar, auch wenn ihre Entscheidungen oft erschütternd sind. Gerade diese Mischung aus Liebe, Macht und Verzweiflung macht das Buch zu einem tragischen Drama, das lange nachwirkt. Man versteht, warum diese Figur bis heute fasziniert und sogar ihren Platz in der Psychologie gefunden hat. Mein Fazit: Eine kraftvolle und düstere Neuerzählung einer bekannten Sage, die emotional unter die Haut geht. Besonders die komplexe Hauptfigur macht dieses Buch zu etwas Besonderem. 5 Sterne.

Feministisch, schmerzhaft und überwältigend. Eine Geschichte, die brennt, zerreißt und lange nachhallt.
„Medea“ von Rosie Hewlett war für mich ein absolutes Jahreshighlight und ein Buch, das mich emotional komplett aufgewühlt hat. Selten hat mich eine Geschichte so viele Gefühle gleichzeitig spüren lassen Wut, Trauer, Eifersucht, Mitleid und eine tiefe, schmerzhafte Verbundenheit zu einer Figur. Die Erzählweise ist grandios, dauerhaft spannend und dabei stark charakterfokussiert. Alles fühlt sich eindringlich und nachvollziehbar an, sodass man Medeas Schmerz, ihre Hoffnung und ihre innere Zerrissenheit nicht nur versteht, sondern selbst erlebt. Ich kannte Medeas Geschichte vorher nicht und war vollkommen ahnungslos, wie sich alles entwickeln würde, was die Lektüre noch intensiver gemacht hat. Die komplexen Beziehungen und Dynamiken wirkten erschreckend zeitlos, denn obwohl es sich um historisches Fantasy handelt, könnten viele dieser Machtverhältnisse genauso gut in der heutigen Welt existieren. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll, dass ein Charakter nicht sympathisch sein muss, um Mitgefühl auszulösen. Die Geschichte baut über Seiten hinweg eine stille, beklemmende Spannung auf, die sich schließlich in einem der emotional intensivsten Höhepunkte entlädt, die ich je gelesen habe. In den letzten Kapiteln musste ich immer wieder innehalten und tief durchatmen. Rosie Hewlett schreibt mit einer Schönheit, die weh tut, jedes Wort trägt Gefühl und Rhythmus in sich. Medea erscheint in ihrer ganzen Macht, ihrem Schmerz und ihrem Schrecken erschütternd vollkommen. Das ist kein einfaches Retelling, sondern eine Richtigstellung im Namen aller Frauen. Feministisch, düster, ergreifend und eine Geschichte, die mich bitterlich hat weinen lassen und die mich nie wieder loslassen wird.
Eine schöne Version der Sage
Das Buch lässt mich nach dem Beenden nachdenklich zurück. Ich habe beim Lesen einiges gefühlt, konnte es streckenweise nicht aus der Hand legen. Es ist eine großartig erzählte Sage. R. Hewlett hat ihre Version super umgesetzt. Ich hoffe, wir werden noch viel von der Autorin zu lesen bekommen.
Großartig
Medea begeistert mich schon lange - umso größer war die Vorfreude auf dieses Buch. Beim Lesen konnte ich es kaum aus der Hand legen. Ein paar Änderungen wie bei Apsyrtos, Atalante, Circe, Chalikiope und dementsprechend auch Änderungen bei Medeas Handlungen haben mich anfangs gestört. Gleichzeitig ist der Roman auch eine eigene Version der Autorin, welche der Erzählung einen noch feministischeren Touch verleihen. Die eine originale Fassung der Medea gib es in diesem Sinne jedoch auch nicht, da sie schon vor langer Zeit in Teilen unterschiedlich interperetiert oder überliefert wurde. Abgesehen von diesen Punkten ist es eine klare Leseempfehlung! 🏛️✨
Eine umwerfend düstere Geschichte. Sie hat mich tief berührt, hat mich fassungslos zurückgelassen und mich über so vieles nachdenken lassen. Ich bin durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Wen griechische Mythologie interessiert, ist hier genau richtig. Ich kann es absolut weiterempfehlen!

Sehr fesselnde Geschichte mit vielen Wendungen
Hach, ich liebe Neuerzählungen der Frauen aus der griechischen Mythologie - Medea reiht sich dort definitiv ein. Viel mehr als ein paar Stichworte wusste ich nicht über Medea: Hexe, Jason und das goldene Vlies. Medusa Geschichte bot jedoch so viel mehr, so viel angestaute Wut, Momente der Rache, Momente der Hoffnung und den Wunsch nach Befreiung. Mein einziger Kritikpunkt sind die Zeitsprünge zum Ende des Buchs, die wichtige Punkte eher knapp erzählt haben. Sonst gibt’s von mir eine klare Lese-Empfehlung.

Die unbekannte Seite der Medea
Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen Leidensgeschichte, denn von Kinderbeinen an wird sie nicht nur von ihrer eigenen Mutter gemieden, von ihrem Vater und auch Bruder gequält, sondern auch von ihrer geliebten Schwester getrennt. Im Gegensatz zu anderen Erzählungen setzt Autorin Rosie Hewlett mit ihrer Medea Version bereits hier an, bei der noch kleinen Medea. Sie erzählt also nicht nur von ihren bekannten Gräueltaten, sondern ihre ganze Geschichte und macht diese damit nachvollziehbarer. Bis auf das letzte Kapitel, in dem Medeas Schwester Chalkiopes zu Wort kommt, geschieht dies aus der Ich-Perspektive von Medea. Die Autorin wirft somit ein ganz neues Licht auf die Hexe von Kolchis, schreibt emotional packend und wahnsinnig spannend. Als großer Fan der griechischen Mythologie hat es mir sehr gefallen, dass sich die Autorin dicht an die „Überlieferungen“ gehalten, die Geschichte nicht in der Neuzeit erzählt hat und auch weitere mythologische Personen und Zusammenhänge mit eingebracht hat. So erlebt man nebenher nicht nur hautnah die Abenteuer von Jason und den Argonauten, bei denen auch die berüchtigten Sirenen sehr bildhaft ihren Platz gefunden haben, sondern erfährt auch in Ansätzen vom Schicksal der Zauberin Circe. Was sicherlich auch für Mythologie-Unkundige sehr faszinierend dargestellt sein dürfte, für mich war es das in jedem Fall. Fazit: Rosie Hewlett liefert mit ihrem Roman eine ebenso spannende, wie bildgewaltige, aber eben auch emotionale Neuerzählung von Medea, die mich sehr gefesselt hat. Für mich auf jeden Fall ein Highlight mit klarer Leseempfehlung!
Rosie Hewletts Medea ist kein Buch, das man einfach „wegliest“ – es ist ein Text, der sich in den Brustkorb gräbt. Ein feministisches Retelling, das nicht beschönigt, nicht entschärft und sich weigert, die wohl umstrittenste Frauengestalt der griechischen Mythologie auf ein gefälliges Format zu reduzieren. Hewlett schreibt Medea nicht „frei“ – sie schreibt sie wahr. Schon die Ausgangslage ist eine Zumutung: Seit ihrer Kindheit wird Medea isoliert, verletzt, gefürchtet. Nicht, weil sie gefährlich ist, sondern weil sie es sein könnte. Ihre Magie ist Projektionsfläche, Drohkulisse, patriarchale Ausrede. Das Buch macht unmissverständlich deutlich, wie tief Gewaltverhältnisse in Körper und Biografie eingeschrieben sind. „Gewalt bringt Gewalt hervor“ – ein Satz, der im Text widerhallt, bis man ihn nicht mehr loswird. Hewlett verweigert sich dabei konsequent der gängigen Glorifizierung tragischer Heldinnen. Diese Medea ist nicht unschuldig, nicht rein, nicht unkompliziert zu mögen. Aber endlich wird erzählt, warum. Medea wird als Produkt, Spielball und letztlich Durchbrecherin patriarchaler Grausamkeit sichtbar. Ihre Entscheidungen sind hart, manchmal grausam, und doch nachvollziehbar in einer Welt, die sie systematisch bricht. Genau das macht dieses Retelling so literarisch kraftvoll: Statt moralischen Schwarz-Weiß-Pinsels nutzt Hewlett die ganze Palette – Ambivalenz inklusive. Die Beziehung zu Jason ist hierfür exemplarisch. Was als Chance auf Flucht beginnt, wird zum Brennglas für Abhängigkeit, Manipulation und Macht. Das Buch macht nie den Fehler, diese Dynamik zu romantisieren. Es zeigt vielmehr, wie Medea in Strukturen hineingezwungen wird, die sie später selbst reproduziert. Die Tragik ihrer Figur liegt nicht im „Monsterhaften“, sondern im unausweichlichen Echo dessen, was ihr selbst widerfahren ist. Simone Jakobs Übersetzung fängt Hewletts kraftvollen, klaren Stil hervorragend ein: scharf, poetisch und manchmal so schmerzhaft ehrlich, dass man schlucken muss. Fazit: Medea ist kein Feel-Good-Roman und will es auch nicht sein. Es ist ein wütendes, trauriges, erschütterndes und zugleich grandios gedachtes Retelling, das Medeas Geschichte unter feministischen Vorzeichen neu ordnet, ohne sie zu entschärfen. Ein Buch, das einen sprachlos macht und gleichzeitig alles sagen lässt, was über Generationen verschwiegen wurde. [Rezensionsexemplar]
„Hier geht es nicht um Liebe, sondern um Freiheit“.⚡️
Medea, die Frau die die Götter herausforderte🏛️. Was für eine grandiose Geschichte. Die Geschichte hat unglaubliche Tiefe und auch bei den Charakteren hat man den inneren Kampf mich sich selbst so gut nachempfinden können. Es wird aufgezeigt wie nahe Liebe und Manipulation sich stehen. Die Geschichte verdeutlicht gut, dass Frauen immer an sich und ihre Fähigkeiten glauben sollten. Eine Frau ist auch alleine stark und wird es auch immer sein💪🏼❤️.
In der griechischen Mythologie gibt es düstere Geschichten, wo es um Macht, Gier und Verrat geht. Mit dem Tod einer geliebten Person oder Mi**brauch. Ich kannte Medeas Schicksal nicht und war fasziniert und zugleich schockiert von der Grausamkeit. Gewalt, Intrigen, Betrug, Manipulationen meist an einer Frau. Wisst ihr, was daran schmerzt? Noch immer gibt es Frauen, die so leiden müssen ... Wir erleben Madeas Entwicklung Step by Step. Ich finde hierbei sehen wir sehr gut, in welchen Phasen eine Frau stecken und wie groß ein Wille sein kann, die Ketten zu durchbrechen oder wie falsch etwas sein kann, wovor man dachte es sei alles. Medeas Leben wirkte nicht wirklich schön, von der eigenen Familie missachtet, der angeblichen Liebe verraten und auf Rache aus. Ob alles richtig ist, was sie tat? Nein, denn keiner kann immer das Richtige tun, aber zu was ein Mensch fernab von der Vernunft im Stande ist zu tun oder eben getrieben wird, ist die andere Frage. Mir brach es das Herz und dennoch gefiel mir, dass Medea zu ihren Taten steht und sie nicht verschönert oder abmildert. Wir können sie sogar, trotz der schrecklichen Ereignisse, auf eine Weise verstehen. Ich finde das Buch interessant, es zeigt was Entscheidungen, ob sie nun von uns oder anderen getroffen werden, auslösen können. Meiner Meinung nach ist die Story spannend und ebenso traurig. 💔

Neuinterpretation der griechischen Tragödie um Medea - das ganze in etwas moderner und feministischer. Der Schreibstil war klasse und ich kam sofort in die Story rein, welche mich auch sehr begeistern konnte. Ich fand es super spannend wie viele Zeitsprünge wir hatten und den Einblick in das Gefühlsleben von Medea. Ich kannte die Tragödie auf der das Buch beruht vorher nicht und war wirklich sehr angetan! Auch die feministische Beleuchtung des ganzen hat unfassbar Spaß gemacht. Ich fand Medea auch total sympathisch, gerade weil sie so reflektiert alles betrachtet hat. Was ich von ihrem werten Love Interest wahrlich nicht behaupten kann 😂 Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, das war definitiv eine positive Überraschung! ACHTUNG - lest am besten nicht den Klappentext, der gibt viel mehr vom Buch wieder als er sollte. Deshalb ist meine Rezension auch so arg vage, ich will euch das nicht alles Spoilern. Denn es gibt echt einige spannende Abgründe! 😁
Gezeichnet von Liebe, Leid und Magie "Damals fand ich das Knacken seiner berstenden Knochen und das fleischige Geräusch seiner sich verformenden Muskeln und Sehnen amüsant."
Medea ist ein Fantasyroman mit starkem historischem und mythologischem Einschlag. Wir begegnen Königen, Prinzessinnen, Machtstrukturen, Magie und Göttern, eingebettet in eine Welt, die stark von der griechischen Mythologie geprägt ist. "Als ich noch klein war, verwandelte ich meinen Bruder in ein Schwein. Damals fand ich das Knacken seiner berstenden Knochen und das fleischige Geräusch seiner sich verformenden Muskeln und Sehnen amüsant." Die Sprache ist dabei bewusst förmlich gehalten, ohne jemals gekünstelt zu wirken. In vielen Passagen ist sie überraschend poetisch, teilweise sehr düster, stellenweise auch derb. Besonders hervorheben möchte ich hier die deutsche Übersetzung, die es schafft, die Atmosphäre und die sprachliche Tiefe des Originals eindrucksvoll zu transportieren. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Medea selbst. Dadurch entsteht eine intensive Nähe zur Hauptfigur, die das gesamte Buch trägt. Wir begleiten Medea von ihrer Kindheit an über mehrere Jahrzehnte hinweg. Sie wächst in einer zutiefst dysfunktionalen Familie auf: ein gewalttätiger Vater, eine emotional abwesende Mutter, eine Schwester, der der Kontakt zu ihr verboten ist, und ein Bruder, der sie hasst. Gleichzeitig besitzt Medea eine immense magische Macht eine Gabe, die ebenso gefährlich wie isolierend ist. Das Worldbuilding hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Welt ist stark von der griechischen Mythologie geprägt, und Magie ist kein beiläufiges Element, sondern ein fester Bestandteil der Geschichte. Die Götter sind präsent, werden immer wieder namentlich genannt und greifen auf unterschiedliche Weise in das Geschehen ein. Besonders schön fand ich, dass sich diese göttliche Präsenz sehr natürlich in die Welt einfügt und ihr spürbar Leben einhaucht. Mir haben die vielen Beschreibungen von Räumlichkeiten und vom äußeren Erscheinungsbild der Figuren sehr gefallen. Orte, Kleidung und Personen werden so detailliert dargestellt, dass man sich die Welt gut vorstellen kann und schnell ein klares Bild im Kopf hat. Gegen Ende des Buches hat es für mich etwas nachgelassen, sodass ich nicht mehr ganz so viele klare Bilder im Kopf hatte wie zuvor. Das war stellenweise etwas schade, insgesamt aber auch in Ordnung, da der Fokus dort stärker auf dem Abschluss der Geschichte lag. Das Buch lebt weniger von einer actionreichen Handlung sondern von inneren Konflikten, Entwicklungen und Konsequenzen. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Zeitsprünge. Gerade nach diesen Zeitsprüngen hatte ich kurzzeitig das Gefühl, den emotionalen Anschluss zu verlieren, da Beziehungen und Dynamiken neu eingeordnet werden müssen. Das ist für mich eine kleine Schwäche des Romans, auch wenn ich verstehe, dass diese Struktur notwendig ist, um das Ende in dieser Form zu ermöglichen. Glücklicherweise findet man relativ schnell wieder in die Geschichte zurück. Ein zentrales Thema des Buches ist der Umgang mit Konsequenzen, was es bedeutet, mit den eigenen Taten zu leben, egal wie gerechtfertigt sie sich im Moment angefühlt haben. Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie es der Autorin gelingt, trotz Medeas oft moralisch fragwürdiger oder sogar grausamer Entscheidungen eine starke emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Man leidet mit ihr, ist wütend auf sie, versteht sie und verurteilt sie zugleich. Diese Ambivalenz macht die Figur unglaublich spannend und menschlich. Es gab immer wieder Passagen, in denen ich bewusst Pausen brauchte; nicht aus Langeweile, sondern weil mich die Emotionen überwältigt haben. Angst, Wut, Trauer: Gefühle, die ich bei vielen anderen Büchern so intensiv nicht erlebe. Medea berührt auf einer anderen Ebene als klassische Liebesgeschichten oder typische Fantasyromane. Es ist kein Buch zum Wegatmen, sondern eines, das nachhallt. Der Abschluss jedoch etwas überhastet, da viele Entwicklungen in kurzer Zeit zusammengeführt werden. Ich hätte mir hier mehr Raum und ein längeres Auskosten der Konsequenzen gewünscht. Dennoch ist das Ende inhaltlich stimmig, emotional überzeugend und passt gut zu Medeas Weg. Fazit Medea ist ein düsteres, emotionales Fantasybuch, das sich Zeit für seine Figuren nimmt und vor allem durch seinen besonderen Schreibstil und die intensive Nähe zur Hauptfigur überzeugt. Es ist keine Geschichte für zwischendurch, sondern ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Wer vielschichtige Charaktere, moralische Grauzonen und eine von Mythologie geprägte Welt schätzt, wird hier ein sehr eindrückliches Leseerlebnis finden.
Starkes und bewegendes Retelling der Medea Sage
Entsprechend dem Titel steht hier Medea selbst im Mittelpunkt und Rosie Hawlett erzählt die Geschichte zu einer der berühmtesten weiblichen Protagonistinnen der griechischen Mythologie hier starke, bewegend, feministisch und teilweise schonungslos unbequem. Beim Lesen habe ich mit Medea mitgefühlt, die eigentlich nur auf der Suche nach Liebe und Glücklich ist. Und wo könnte sie das eher finden, als an der Seite des heldenhaften Jason? Im Laufe ihrer Reise erleben wir jedoch wie Medea immer wieder ausgenutzt wird, vor allem von Männern die nur nach eigener Macht streben. Viele der Situationen habe ich mich so wütend gemacht, besonders weil man als Leser gewisse Verhaltensmuster schneller erkennt als Medea in der Situation. Am Ende hat mich die Geschichte die Rosie Hawlett hier erzählt noch eine ganze Zeit lang beschäftigt. Was passiert mit einer so starken Frau, die alles für ihr großes Liebe tut und dabei nicht erkennt, dass diese Liebe eher einseitig ist und sie eigentlich nur als Waffe dienen soll? Dieses Buch war so ganz anders als meine "Comfort Fantasy". Ich wusste, dass Medea Teil der griechischen Mythologie ist, hatte allerdings ihre Geschichte und vor allem das Ende nicht im Detail im Kopf.
Feministisches Retelling
Wusstet ihr, dass Medea ursprünglich nur eine Jungfrau war, die Jason half, das goldene Vlies zu erlangen? Sie war nicht die Hexe, die ihre Kinder umbringt, die wir heute kennen. Diese Erkenntnis stammen aus dem Buch "Witches, Bitches, It-Girls", das Medea ein ganzes Kapitel widmet. Das fand ich so spannend, dass ich sofort wusste, dass ich die feministische Neuerzählung von Medea, die neu bei Harper Collins erschienen ist, unbedingt lesen musste. Es hat mich einfach interessiert, was die Autorin aus diesem Mythos gemacht hat. Und ganz ehrlich, ich finde, sie ist richtig gut gelungen. Der Mythos, den wir heutzutage kennen, durchdringt weiterhin die Erzählung. Ich weiß nicht, wie gut ihr mit diesem Mythos vertraut seid, und möchte euch nicht spoilern. Ihr könnt euch selbst informieren, um die Geschichte zu kennen, oder das Buch einfach ohne Vorwissen lesen – das funktioniert natürlich auch. Es ist immer noch die gleiche tragische Geschichte. Die Taten von Medea sind nach wie vor furchtbar, aber ich konnte alles, was sie tut, in dieser Erzählung gut nachvollziehen. Ehrlich gesagt, hat mich das Lesen emotional viel mehr mitgenommen, als ich gedacht hätte. Vor allem hat mich die Geschichte noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Mir war beim Lesen nicht bewusst, wie sehr mich das Ganze zum Nachdenken angeregt hat. Deshalb habe ich es auch sehr genossen, die Geschichte im Buddyread zu lesen, da wir uns darüber austauschen konnten. Wenn ihr Retellings oder Mythologien mögt oder auch nur an feministischen Perspektiven interessiert seid, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Dramatisch und Mitfühlend!
Wenn ich das Buch mit einem Satz beschreiben müsste, dann würde ich sagen: Was man für die Liebe nicht alles tut! Mit Medea als Hauptcharakterin kann man mitfühlen und ihre Geschichte so hautnah miterleben, das man das Gefühl bekommt, man sein selber eins ihrer kleinen schwarzen Schatten. Das Buch nimmt im Verlauf eine unglaubliche Wendung, die von der Autorin geschickt eingefädelt wird und nicht zack, von jetzt auf gleich, passiert. Ganz klare Leseempfehlung!
Bei „Medea“ von Rosie Hewlett bin ich hin- und hergerissen, was mein abschließendes Urteil angeht. Einerseits gelingt der Autorin etwas, woran viele Mythologie-Retellings scheitern: Die Geschichte dreht sich wirklich zu einhundert Prozent um Medea. Sie ist nicht bloß eine Randfigur oder eine erzählerische Klammer für die Heldensagen von Jason und den Argonauten. Wir erleben die Suche nach dem Goldenen Vlies ausschließlich durch ihre Augen, ihre Gefühle und ihre Erfahrungen. Hewlett entwirft ein reiches Innenleben für sie und gibt ihr die Bühne, die ihr zusteht, was mir extrem gut gefallen hat. Besonders hervorzuheben ist auch die Figur der Atalanta und die sich anbahnende Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Atalanta will wirklich nur das Beste für Medea, doch Jasons Einfluss führt tragischerweise dazu, dass Medea sie immer wieder von sich stößt. Andererseits tappt das Buch für meinen Geschmack in eine typische Falle: Um eine berüchtigte Frau der Weltgeschichte „greifbarer“ zu machen, wird sie hier fast ausschließlich als Opfer dargestellt. Anstatt eine komplexe Zauberin zu zeigen, die ihre Magie und auch ihre dunklen Taten bewusst annimmt, bekommen wir die Geschichte einer Frau, die missbraucht, manipuliert und durch Gaslighting dazu gebracht wird, schreckliche Dinge zu tun. In dem Versuch, Medea zu rehabilitieren, nimmt ihr die Geschichte streckenweise ihre eigene Handlungsfähigkeit und Macht. Das war beim Lesen teilweise wirklich frustrierend. Ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, dass Medea endlich die Kontrolle übernimmt und ihre Rache einfordert, aber als das am Ende passierte, war es auf nur wenige Kapitel beschränkt - für mich leider zu wenig und zu spät. Zudem muss ich kritisch anmerken, dass einige weibliche Nebencharaktere recht blass blieben und der Schreibstil für mich oft zu sehr in den Modus „Erzählen statt Zeigen“ verfiel, was zwischendurch zu Längen führte. Was Rosie Hewlett jedoch zweifellos gelingt, ist eine mitreißende Geschichte über eine chronisch schlecht behandelte Frau, deren mühsamer Weg zur Selbstermächtigung trotz aller Frustration lohnenswert bleibt. Durch diesen modernen Fokus spricht das Buch sicherlich auch eine jüngere Zielgruppe sehr gut an. Insgesamt war es eine interessante Leseerfahrung, die mich zu langen internen Debatten über die Bewertung angeregt hat. Am Ende lande ich bei 3,5 Sternen, die ich aufgrund der starken Perspektive auf 4 Sterne aufrunde. Ein herzliches Dankeschön geht an NetGalley und den HarperCollins Verlag für das Rezensionsexemplar.
Interessant aber auch düster
Eine Hexe deren Geschichte von Wut, Trauer und Enttäuschung geprägt wurde. Der Schreibstil von dem Buch hat mir sehr gut gefallen und ich bin sehr leicht durchgekommen. Das Cover ist ein richtiger Hingucker. Einfach wunderschön! Ich habe ehrlich gesagt vor diesem Buch noch nie etwas von der Geschichte der Hexe Medea gehört. Ich lese gerne Bücher in denen es um die griechische Mythologie geht und der Klappentext hat sich total interessant angehört, deswegen wollte ich dieses Buch lesen. Die Geschichte von Medea war spannend, aber auch düster. Ich fand es total interessant zu erfahren, warum sie zu solch einer Person wurde. Sie musste sehr viel ertragen und hat trotzdem immer versucht stark zu bleiben. Doch letztendlich zogen die falschen Taten der anderen, die sie auch nur ausgenutz haben, in den düsteren Abgrund. Im Allgemeinen fand ich die Geschichte sehr aufregend und interessant, aber manche Kapitel haben sich leider trotzdem ein bisschen gezogen und waren nicht ganz so aufregend. Nichts desto trotz bin ich sehr froh, diese Geschichte gelesen zu haben.

Eindrucksvolles Retelling mit feministischer Zauberin
"Medea" von Rosie Hewett hat mich ein wenig sprachlos zurückgelassen. Ich muss dieses Buch in meiner Bewertung definitiv zweiteilen, denn sprachlich ist es eine wirklich enorme Leistung und inhaltlich/Plottechnisch hat es sich für mich etwas in die Länge gezogen. Das Retelling der griechischen Hexe von Kolchis ist ein beeindruckendes, sprachliches Meisterwerk. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, es liest sich so graphisch, dass man zeitweise wirklich das Gefühl hat einen Film zu schauen. Sprachlich ist es total zugänglich, es liest sich quasi unter der Hand weg. Inhaltlich zog sich für mich der Plot ein wenig in die Länge. Es passierte schlichtweg nicht wirklich viel, was aber im Gesamtbild nicht so eine große Auswirkung auf das Leseerlebnis hat, da es sich, wie beschrieben, flüssig weglesen lässt. Ich mochte die Charakterentwicklung und diese Neuinterpretation der dunklen Zauberin Medea sehr. Mir war es stellenweise aber wirklich ZU dunkel und ich kann jetzt schon sagen: Wer eine bunte, fröhliche oder entspannte Lektüre erwartet ist hier falsch. Das Buch regt zum Nachdenken an, es hinterlässt tiefe Eindrücke und lässt einen nicht nur einmal bitter schlucken. Ich möchte nicht zu viel verraten. Mein Fazit hier ist: Obwohl es meinem Geschmack nicht wirklich gerecht wird, ist es eine extrem starke sprachliche Leistung und eine tolle Nacherzählung einer vielleicht sehr missverstanden Figur. Es verdient alle Sterne definitiv, der kleine Abzug kommt lediglich von der etwas schleppenden Handlung. 📚

,,Sei nicht zärtlich zu ihr, nicht freundlich. Sie hat es nicht verdient"
Hach Medea, the Girl and Woman you are. Auch wenn man versteht warum sie all das getan hat, sind es doch wahrlich erschreckende Taten. Wie Medea wollte auch ich Jason glauben, obwohl ich den Mythos um sie bereits kenne, aber Rosie Hewlett hat es einem Anfangs auch nicht leicht gemacht. Sie hat einfach einen super faszinierenden Schreibstil. Es war traurig und schön zugleich zu lesen, wie Medea von dem jungen, gebrochenen, verliebten, naiven Mädchen zu der gefährlichen, herzlosen Hexe von Kolchis wurde. Wie sie am Ende langsam aber sicher realisiert, dass Jason nie das Beste für sie wollte, sondern nur ein egoistischer, manipulativer Mann war. Es war einfach wundervoll und verletzlich.
Neue Perspektive der Medea
Das Buch erzählt die Geschichte der mythologischen Figur Medea neu. Als Leser fiebert man von Anfang bis Ende mit der Hexe mit, erlebt, wie sich ihr Charakter entwickelt und wieso sie welche Entscheidungen trifft. Als Iason Fan gefiel mir die Darstellung des Helden nicht besonders gut, da dieser nicht unbedingt den Charakterzügen entspricht, die in der originalen mythologischen Erzählung beschrieben werden.
Ein kraftvolles Retelling, das viel kann: Stark erzählt, voller feministischer Wut, aber irgendwie ist der Funke nicht ganz übergesprungen.
Medea von Rosie Hewlett (übersetzt von Simone Jakob) ist im HarperCollins Hardcover Verlag erschienen und erzählt die Geschichte einer der umstrittensten Figuren der griechischen Mythologie neu. Hewlett folgt Medea von ihrer Kindheit in Kolchis bis zu jenen Entscheidungen, die sie in die Sagenwelt eingeschrieben haben – als Hexe, als Frau, als Schurkin, aber vor allem als wütendes Opfer. Was mich von Beginn an beeindruckt hat, ist Hewletts kompromisslos weiblicher Blick. Medea ist hier keine Mystifikationsfigur, sondern ein Mädchen, das Gewalt, Isolation und patriarchale Macht schon früh am eigenen Körper erfährt. Gleich zu Beginn heißt es über ihren Bruder: „Niemand sonst erkannte, wie gerecht ich handelte, denn für alle anderen hatte Apsyrtos’ Verhalten nichts Tadelnswertes. Er benahm sich nur »wie ein Junge«, was wohl bedeutete, dass Grausamkeit in seiner Natur lag. Aber diese Rechtfertigung ergab für mich keinen Sinn.‘“ (S. 10). Dieser Satz sagt eigentlich alles über die Welt, in der sie lebt. Die Darstellung der männlichen Figuren ist bewusst schonungslos und ja, zu Recht wie ich finde. Die Manipulation der Männer, die Gewalt der Väter, das Abwerten weiblicher Stärke: „Ist es nicht verblüffend, wie es den Männern gelungen ist, allen vorzugaukeln, sie seien das klügere Geschlecht?“ (S. 148). Hewlett zeichnet das alles klar, ohne zu vereinfachen. Richtig spannend wurde es für mich vor allem ab der Stelle, als Medea endlich versucht, ihre eigene Ohnmacht in Handlung zu verwandeln und ihr Schweigen bricht. Die Autorin zeigt, wie aus erlebtem Schmerz Widerstand werden kann, um doch noch Gerechtigkeit zu erlangen: „Die Welt hat versucht, mich zum Opfer zu machen, und so wurde ich zur Schurkin.“ (S. 349) Und trotzdem: So sehr mich Inhalt, Themen und Figiren überzeugt haben, hat mich die Erzählung emotional nicht vollständig gepackt. Etwas hat mir gefehlt. Was genau? Vielleicht die mythologische Komponente, die glaub einfach nicht so meins ist. Aber auch der Schreibstil hätte noch nahbarer sein können wenns nach mir ginge. Fazit "Medea" ist ein kraftvolles, wütendes, feministisches Retelling, das mich gedanklich enorm beschäftigt, emotional aber nicht zu 100 % erreicht hat. Ich empfehle es allen, die griechische Mythologie, starke weibliche Perspektiven, morally grey heroines und feministische Neu- udn Umdeutungen lieben. Wer jedoch eine ganz intime emotionale Bindung erwartet, könnte hier eventuell enttäuscht werden. Danke an der Stelle auch an netgalley.de (E-Book) und Vorablesen für die Rezensionsexemplare.
I went into this not really knowing what to expect, but it surprised me in the best way. What stood out immediately was the writing style, it’s sharp but restrained, almost quiet in how much it lets sit between the lines Medea herself is written in such a raw, human way. She’s angry, hurt, clever, exhausted and constantly aware of how little space the world gives her. You really feel her isolation and the pressure building around her and I loved that the story doesn’t try to soften or excuse her emotions. She’s allowed to be complicated and that’s where the power of this retelling lies The feminist perspective is handled really well. It never feels like a lecture — it’s just embedded in every interaction, every choice and every consequence. You notice it in the silences, in what’s expected of her and in what she’s punished for. That made the story feel heavy in a way that’s intentional and effective Atmosphere-wise, the book is tense and intimate, almost claustrophobic at times. There’s this constant sense of unease, like something is always about to tip over. I could really picture the spaces, the looks and the moments where everything feels loaded even when nothing is being said It’s not a full 5⭐️ for me (some parts felt a little slower, and I occasionally wanted just a bit more room to breathe) but overall this was a strong 4.5⭐️ The writing and Medea’s voice are what really stayed with me and I know this is one of those books I’ll keep thinking about long after finishing it

Rosie Hewletts „Medea“ hat mich auf besondere Weise berührt, weil sie eine bekannte Figur aus der Mythologie neu und vielschichtig darstellt. Statt Medea nur als böse Zauberin und Verräterin zu zeigen, erzählt Hewlett ihre Geschichte aus Medeas eigener Sicht – als eine Frau mit Gefühlen, Zielen und inneren Konflikten. So wird Medea nicht einfach zum Mythos, sondern zu einer echten, nachvollziehbaren Person. Die Erzählung begleitet Medea von ihrer schweren Kindheit über ihren Aufbruch aus der Heimat bis hin zu ihrem Leben am Hof und der komplizierten Beziehung zu Jason und den Argonauten. Besonders beeindruckend ist, wie gut die Autorin Medeas Zwiespalt zwischen Stärke und Verletzlichkeit einfängt: Sie ist mutig und klug, aber auch auf der Suche nach Zugehörigkeit und Liebe. Das macht sie für mich sehr greifbar und lebendig. Außerdem verbindet Hewlett geschickt die mythologischen Elemente mit zeitlosen Fragen wie Loyalität, Verrat, Freiheit und Schmerz. Dadurch wirkt Medeas Geschichte nicht nur wie ein altes Märchen, sondern als eine menschliche Erfahrung, die auch heute noch relevant ist. Die Balance zwischen magischen Aspekten und den sozialen Zwängen, denen Medea ausgesetzt ist, verleiht der Geschichte Tiefe und Vielschichtigkeit. Ich empfehle „Medea“ von Rosie Hewlett allen, die sich für starke Frauenfiguren, tiefgründige Charakterstudien und eine frische, einfühlsame Sicht auf klassische Mythen interessieren. Das Buch spricht sowohl Liebhaber*innen der griechischen Mythologie als auch Leser*innen an, die Geschichten über Mut, Schmerz und Selbstbestimmung schätzen. Es ist eine berührende und kraftvolle Lektüre, die lange in mir nachgewirkt und zum Nachdenken angeregt hat. Vielen Dank an Vorablesen und HarperCollins für mein Rezensionsexemplar!
Eine Geschichte, in der Liebe und Schmerz untrennbar miteinander verwoben sind – und die mehr zurücklässt als nur schöne Worte.
Ein Schicksal, gewebt aus Liebe und Schmerz Medea wächst ausgegrenzt und gefürchtet am Hof von Kolchis auf. Wegen ihrer Hexenkraft wird sie gemieden, misshandelt und kontrolliert. Als Jason erscheint, um das Goldene Vlies zu erlangen, erkennt Medea darin eine Chance, ihrem grausamen Zuhause zu entkommen. Doch der Weg in die Freiheit fordert einen hohen Preis: Loyalität, Liebe und letztlich Entscheidungen, die alles verändern und unwiderruflich zerstören können. Medea – Die Hexe von Kolchis hat mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Geschichte und die mythologische Grundlage sind so intensiv erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Tragisch, schön, spannend und zutiefst herzzerreißend – all diese Gefühle greifen hier ineinander und machen den Roman zu einem echten Leseerlebnis. Rosie Hewlett gelingt etwas Besonderes: Sie erschafft eine tiefe, schmerzhafte Verbundenheit zur Protagonistin. Medea ist keine ferne Sagengestalt, sondern eine greifbare, verletzliche und zugleich unglaublich starke Frau. Man fühlt mit ihr, leidet mit ihr und ist innerlich zerrissen angesichts der Entscheidungen, die sie trifft. Ihre Handlungen sind nicht immer leicht zu ertragen, aber sie sind teilweise nachvollziehbar, menschlich und konsequent aus der Situation heraus erzählt. Und genau darin liegt die große Stärke des Romans. Besonders beeindruckt hat mich, wie Hewlett Medeas innere Konflikte darstellt. Die Zerrissenheit zwischen Loyalität und Selbstbestimmung, Liebe und Verrat, Hoffnung und Verzweiflung ist jederzeit spürbar. Medeas Geschichte ist nicht einfach nur eine Neuerzählung eines Mythos, sondern eine intensive Charakterstudie über Macht, Ohnmacht und die Grenzen dessen, was ein Mensch ertragen kann. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und unglaublich packend. Die Sprache trägt die Emotionen mühelos und erzeugt eine dichte Atmosphäre, die sowohl die Magie als auch die Grausamkeit dieser Welt greifbar macht. Man fliegt durch die Seiten, ohne dass die Tiefe oder Schwere der Geschichte verloren geht. Fazit: Medea – Die Hexe von Kolchis ist eine tragische, kraftvolle und emotional aufwühlende Neuerzählung eines bekannten Mythos. Rosie Hewlett schenkt Medea eine Stimme, die lange nachhallt, und erzählt eine Geschichte über Liebe, Verrat, Schmerz und Selbstbestimmung, die unter die Haut geht. Für mich ein absolutes Highlight zum Jahresende!
Dieses Buch zeigt wie sehr Medea von ihrem Vater oder Jason benutzt wurde. Aber sie zog das ein oder andere mal auch ihren Vorteil heraus, aber um Respekt zu erlangen. Ihr Bruder ist der Loyalste in dieser Geschichte. Vergebung ist auch eine Art von Liebe, dieses Statement von ihm finde ich auch eine ziemlich spannende Ansicht.
Grausamkeiten
Medea von Rosie Hewlett ist ein Retelling der gleichnamigen Sagenfigur aus der griechischen Mythologie. Dabei begleiten wir Medea durch die verschiedenen Phasen ihres Lebens. Da Medea eine mächtige Hexe ist, wird sie gefürchtet, verachtet, aber auch begehrt. Um ihrem gewalttätigen Vater zu entkommen, verbündet sie sich mit dem jungen Helden Jason, in den sie sich verliebt. Doch was macht Gewalt mit einer jungen Frau, die eigentlich nur die Hoffnung auf Freiheit in sich trägt? Der Sage um Medea war mir zwar nicht gänzlich, aber in ihren Details eher unbekannt. Dementsprechend konnte ich unvoreingenommen ins Geschehen eintauchen und die Geschichte auf mich wirken lassen. Hätte ich mal besser vorher gewusst, worauf ich mich einlasse… Medea erlebt an unterschiedlichen Stationen ihres Lebens verschiedene Formen von Gewalt. Ein Schicksal, dem sie nicht entkommen kann und dem sie irgendwann anfängt, mit ihrer eigenen Gewalt zu antworten. Ich lese gerne Bücher mit Female Rage, aber Medea treibt diese so weit auf die Spitze, dass ich es kaum ertragen konnte. Besonders tragisch finde ich, dass ihr die Frauen in der Geschichte immer wieder die Hände reichen und einen Ausweg bieten. Doch Medea ist nur auf ihre Wut und die Männer fixiert, die für diese verantwortlich sind. Ich fand das Buch aufgrund der kontinuierlichen Grausamkeit sehr anstrengend zu lesen. Es gab keine Pausen, kein Aufatmen. Ich hatte bis zuletzt Hoffnung, dass sich irgendetwas zum Guten wendet, aber die blieb unerfüllt. Das Buch hat kein Happy End. Im Gegenteil: das Buch zeigt eindrücklich, wie Gewalt Gewalt hervorbringt. Bis zu unvorstellbarer Grausamkeit. Und doch zeigt es eine Perspektive, die Medeas Handeln verständlich, wenn auch nicht verzeihbar macht. Wer die Medea-Sage besser kennt oder sich der Grausamkeit dieser bewusst macht, kann das Buch sicherlich mehr genießen. Das Retelling an sich finde ich gut gelungen und Medeas Perspektive nachvollziehbar umgesetzt.
Ich war sofort gefesselt von diesem Buch, weil ich Medeas Geschichte aus der griechischen Mythologie vorher nur grob kannte. Rosie Hewlett erzählt sie hier aus ihrer eigenen Perspektive, und das macht richtig viel aus. Medea wird als junge Frau gezeigt, die mächtig, verletzlich und gleichzeitig clever ist. Sie wächst in einem Umfeld auf, das alles andere als liebevoll ist, und muss früh lernen, sich durchzusetzen. Manche ihrer Entscheidungen sind schwer nachzuvollziehen, aber sie passen zu ihrem Leben. Besonders spannend fand ich die Beziehung zu Jason. Anfangs wirkt er wie der klassische Held, doch schnell merkt man, dass er nicht so einfach zu durchschauen ist. Die Dynamik zwischen beiden ist komplex, manchmal verletzend, manchmal faszinierend. Es ist keine Liebesgeschichte wie aus dem Lehrbuch, sondern ein echtes Macht- und Gefühlsgeflecht. Rosie Hewlett schafft es, die mythologische Welt lebendig werden zu lassen. Kolchis wirkt magisch, bedrohlich und gleichzeitig sehr real. Die Nebenfiguren, zum Beispiel Circe, bleiben im Gedächtnis und machen die Geschichte noch runder. Ich mochte besonders, dass Medea nicht einfach als böse Hexe dargestellt wird. Man versteht sie, leidet mit ihr und ärgert sich gleichzeitig über manche Entscheidungen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Man will das Buch kaum aus der Hand legen, weil es spannend bleibt und man immer wissen möchte, wie Medeas Weg weitergeht.
In Medea erzählt Rosie Hewlett die berühmte Tragödie aus Medeas Sicht neu – und rückt dabei nicht nur eine Frau, sondern auch eine Verstoßene, Magierin und Mutter ins Zentrum. Die Sprache ist eindringlich und bildgewaltig, der feministische Blickwinkel mutig und spannend. Statt sich auf Medeas Gräueltaten zu fokussieren, beleuchtet Hewlett ihren Weg dorthin – mit all seinen Schmerzen, Manipulationen und Verlusten. Das macht die Figur nahbarer und glaubwürdiger, wenn auch nicht immer sympathisch. Dennoch bleibt emotional etwas Distanz. Für alle, die mythologische Stoffe neu erleben möchten, ist dieses Buch eine starke, aber keine leichte Empfehlung.
In Medea – Die Hexe von Kolchis gibt Rosie Hewlett einer der berüchtigtsten Frauenfiguren der griechischen Mythologie eine eigene Stimme – und das mit viel Gespür für Atmosphäre und Charaktertiefe. Statt Medea nur als Kindsmörderin zu porträtieren, zeichnet Hewlett ihren Weg vom unschuldigen Mädchen zur gefürchteten Hexe nach – voller Manipulationen, Verluste und innerer Zerrissenheit. Die Autorin erzählt in einer poetischen, dichten Sprache, die gut zu Medeas dunklem Schicksal passt, jedoch manchmal etwas entrückt wirkt. Gerade in den dramatischsten Momenten hätte man sich mehr emotionale Unmittelbarkeit gewünscht. Dennoch ist es ein kluges, feministisches Rewriting, das Medea nicht rechtfertigt, aber verstehen lässt. Eine starke Neuinterpretation – nur nicht für alle leicht zugänglich.
Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, es gibt ja bereits mehrere andere in diesem Stil, daher finde ich es sehr passend. Vor allem auch zu einer Neuerzählung von griechischen Mythen. Ich war am Anfang etwas skeptisch, ob mir das Buch gefallen wird, da mich die Beschreibung zwar angesprochen aber nicht hundertprozentig überzeugt hatte. Als ich dann aber angefangen hatte zu lesen, konnte ich das Buch kaum weglegen. Der Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte hinein und in ihren Bann gezogen. Von Anfang an kann man mit Medea mitfühlen und hofft für sie. Wenn ihr Vater sie liebevoller behandelt hätte, wäre die Geschichte bestimmt anders verlaufen. Medea ist eine der vielen tragischen Figuren der griechischen Mythologie und dieses Buch erzählt sehr lebendig und spannend ihre Geschichte. Fazit: Eine griechische Mythologie spannend und lebendig erzählt, das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Ich wusste grob, worum es bei Medea geht, aber dieses Buch hat mich trotzdem überrascht. Rosie Hewlett erzählt die Geschichte nicht einfach nach, sondern gibt Medea endlich eine Stimme. und die tut weh, im guten wie im schlimmen Sinne.🤭 Medea ist von Anfang an eine Figur, mit der man mitfühlt. Sie wird gemieden, verfolgt und misshandelt, nur weil sie anders ist und eine gefährliche Gabe besitzt. Besonders stark fand ich, wie ihre Einsamkeit und ihr Wunsch nach einem anderen Leben dargestellt werden. Man merktt, wie sehr sie einfach nur frei sein will.😩 Als Jason auftaucht, kommt ordentlich Bewegung in die Geschichte. Die Reise, die danach beginnt, ist voller Magie, Prüfungen und Gefahren, aber auch voller Hoffnung. Die Liebesgeschichte wirkt nicht kitschig, sondern eher verzweifelt und intensiv undd so, als wäre sie Medeas letzter Ausweg. Genau das macht später auch alles so tragisch.✨ Was mir besonders gefallen hat, ist, dass Medea hier nicht als „Monster“ dargestellt wird, sondern als Mensch. Ihre Entscheidungen sind oft schockierend, aber sie fühlen sich trotzdem nachvollziehbar an. 📚











































