Maritime Gewalten
Hardback
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Description
Im langen 18. Jahrhundert bildeten sich Seeschlachten als zentrales Element militärischer Gewalt im atlantischen Raum heraus. In ihnen verdichteten sich spezifische Gewaltpraktiken wie Verbrennen, Entern, Jagen und Beschießen, die Form, Ablauf und Wahrnehmung des Gefechts maßgeblich bestimmten. Sarah von Hagen zeigt, wie diese Praktiken zwischen 1665 und 1783 in der britischen, französischen und niederländischen Seekriegsführung vollzogen, geregelt und gedeutet wurden und wie sich ihr Wandel aus dem Zusammenspiel von Raum, Technik und sozialen Ordnungen ergab.
Im Zentrum dieser Dynamiken standen Kriegsschiffe, die als technisch funktionale, sozial strukturierte und kulturell codierte Räume sowohl Gefechtsfeld als auch Lebenswelt waren – Orte, an denen Gewalt organisiert, erfahren und erinnert wurde. Aus historisch-anthropologischer Perspektive eröffnen schriftliche, bildliche und literarische Auseinandersetzungen mit Gefecht, Verwundung und Tod neue Zugänge zur Erfahrungsdimension maritimer Gewalt. Mit ihrem maritimen Fokus eröffnet die Studie neue Perspektiven auf Schlachten, die in der deutschsprachigen Forschung bislang weitgehend unberücksichtigt blieb.
Book Information
Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
History & Archaeology
Format
Hardback
Pages
497
Price
57.60 €
Author Description
Sarah von Hagen, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Frühe Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Wissenschaftsgeschichte am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen.
Posts
5
Beim Buch handelt es sich um eine Dissertation, also eine wissenschaftliche Arbeit. Sicher nicht für jeden geeignet und vielleicht für viele, nicht so einfach zu lesen. Das Buch konzentriert sich auf 4 Aspekte der Gewaltausübung, Verbrennen, Entern, Jagen und Beschießen. Mit vielen Erfahrungsberichten, Gerichtsakten, Selbstzeugnissen und visuellen Darstellungen belegt, vermittelt das Buch ein lebendiges Bild des Geschehens. Unglaublich detailliert, alles mit Quellen belegt, kann man nur erahnen, was für eine akribische und intensive Recherche in diese Arbeit geflossen ist. Ich habe mit Spannung das Buch gelesen und viele neue Erkenntnisse gewonnen und Hollywood (Piraten) Filme oder diverse Seefahrer Romane, haben aber auch gar nichts (absolut nichts) mit der Realität zu tun.
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Im langen 18. Jahrhundert bildeten sich Seeschlachten als zentrales Element militärischer Gewalt im atlantischen Raum heraus. In ihnen verdichteten sich spezifische Gewaltpraktiken wie Verbrennen, Entern, Jagen und Beschießen, die Form, Ablauf und Wahrnehmung des Gefechts maßgeblich bestimmten. Sarah von Hagen zeigt, wie diese Praktiken zwischen 1665 und 1783 in der britischen, französischen und niederländischen Seekriegsführung vollzogen, geregelt und gedeutet wurden und wie sich ihr Wandel aus dem Zusammenspiel von Raum, Technik und sozialen Ordnungen ergab.
Im Zentrum dieser Dynamiken standen Kriegsschiffe, die als technisch funktionale, sozial strukturierte und kulturell codierte Räume sowohl Gefechtsfeld als auch Lebenswelt waren – Orte, an denen Gewalt organisiert, erfahren und erinnert wurde. Aus historisch-anthropologischer Perspektive eröffnen schriftliche, bildliche und literarische Auseinandersetzungen mit Gefecht, Verwundung und Tod neue Zugänge zur Erfahrungsdimension maritimer Gewalt. Mit ihrem maritimen Fokus eröffnet die Studie neue Perspektiven auf Schlachten, die in der deutschsprachigen Forschung bislang weitgehend unberücksichtigt blieb.
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Main Genre
Specialized Books
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History & Archaeology
Format
Hardback
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497
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57.60 €
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Sarah von Hagen, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Frühe Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Wissenschaftsgeschichte am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen.
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