MANIAC
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Description
MANIAC erzählt von den Träumen und Albträumen des vergangenen Jahrhunderts. Von seinen kühnsten Denkern und ihren abgründigsten Hinterlassenschaften. Es beginnt mit John von Neumann - einer der Väter der Atombombe, Erfinder der Spieltheorie und Pionier der künstlichen Intelligenz. Und endet mit einer der großen Fragen unserer Gegenwart: Können wir Menschen unser Verschwinden doch noch verhindern?
Er ist ein so bewundertes wie gefürchtetes Ausnahmetalent. Der Pionier der Künstlichen Intelligenz, der Vordenker des Personal Computers, der Erfinder der Spieltheorie und Geburtshelfer der Atombombe beim Manhattan-Projekt: John von Neumann. Sein Wirken umfasst das 20. Jahrhundert, seine Geschichte handelt von einem exzentrischen Geist, der alle Grenzen des Denkbaren sprengt und die Welt aus den Fugen hebt.
Auf meisterhafte Art verknüpft
MANIAC
John von Neumanns Schicksal mit dem des gepeinigten Physikers Paul Ehrenfest, der im Deutschland der 1930er Jahre zunehmend panisch den Einzug des tyrannischen Irrationalen vorhersieht, und endet mit einem Zweikampf zwischen Mensch und Maschine: dem weltbesten koreanischen Go-Spieler Lee Sedol und der Künstlichen Intelligenz AlphaGo. In ihr kulminiert die Vision von Neumanns: eine autonome Maschine, eine Intelligenz, die sich gänzlich der menschlichen Kontrolle entzieht …
Book Information
Author Description
Benjamín Labatut, geboren 1980 in Rotterdam, wuchs in Den Haag, Buenos Aires und Lima auf. Er veröffentlichte zwei preisgekrönte Romane und Kurzgeschichten in Letras Libres. Das blinde Licht erschien in über 30 Ländern, stand auf der Shortlist des International Booker Prize, des National Book Award, auf der Summer Reading List von Barack Obama und war eines der 10 Best Books of 2021 laut New York Times Book Reviews. MANIAC ist Labatuts neuer Roman. Der Autor lebt mit seiner Familie in Santiago de Chile.
Posts
Lieblingsbuch! Werden die Maschinen uns abschaffen?
Lange lag das Buch auf meinem SuB, da ich mir nicht so sicher war, ob ich gerade Lust auf Themen wie KI und die Erfindung der Atombombe haben würde. Nun kann ich sagen: hätte ich es nur viel eher gelesen! Schon nach den ersten Kapitel wurde mir klar, wie kunstvoll, visionär und wahnsinnig interessant der Autor die dunklen Sphären unserer Jahrhunderts mitsamt ihren brillantesten Denkern in Mathe und Physik entfaltet und erzählt. Man lernt die Leben und außergewöhnlichen Hirne der Genies John von Neumann, dem Erfinder des PC und Geburtshelfer der Atombombe, Paul Ehrenfest, einem vorausdenkenden Physiker und den weltbesten Go-Spieler Lee Sedol kennen. Dieses geschieht durch fiktive Gespräche und Szenarien, welches einen Persönlichkeitsbezug, Spannung und Nahbarkeit möglich macht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Neben diesen Ausnahmetalenten erfahren wir einiges beeindruckendes und sogleich beängstigendes über die Entwicklung der künstlichen Intelligenz und auch ihre Entwickler. Bei allen beeindruckenden Seiten der KI ist zu befürchten, dass - ähnlich wie bei der Atombombe - auch die negativen Seiten nicht rechtzeitig erkannt werden. Benjamin Labatut hat mich mit diesem Roman so sehr begeistert. Das Thema trifft den Zahn der Zeit und ist schlichtweg fantastische geschrieben und sooo interessant!

KI hat das Ende der Menschheit eingeläutet. Hätte ich im Physikunterricht aufgepasst, ich hätte es früher sehen können.
Nun musste ich bis zur finalen Erkenntnis auf die Lektüre von Benjamín Labatuts MANIAC warten. Eine Mischung aus Roman, erzählendes Sachbuch, Thriller und unbeugsamer Wissenschaftskommunikation.
Die ersten zwei Drittel des Romans musste ich mich extrem dazu überreden, das Buch nicht wegzulegen. Für meinen Geschmack waren das viel zu viel Vorgeschichte, Charaktere, die ich nicht immer auseinander halten konnte. Die Story kam erst im letzten Drittel in Fahrt und machte Spaß zu lesen. Ich war am Ende froh, dass ich "Maniac" nicht weggelegt habe. Aber ich habe mir mehr davon versprochen.
Ein faszinierendes Buch über entrückte menschliche Intelligenz und die Grenzenlosigkeit künstlicher Intelligenz!
In einem faszinierendem Buch schlägt Benjamín Labatut eine Brücke, beginnend bei Johnny von Neumann, dem „Übermenschen“ der Wissenschaft in den 30er- bis 50er-Jahren, hin zur Entwicklung von künstlicher Intelligenz im vergangenen Jahrzehnt. Aus verschiedenen Blickpunkten – mal verehrend, mal verachtend – stellt er dem Leser von Neumann als beeindruckend rational denkenden Menschen vor. Dabei bekommt man den Eindruck, dass von Neumann dem normalen menschlichen Verstand so weit entrückt ist, dass er für menschliche Irrationalität oder Empathie gar nicht mehr fähig zu sein scheint – was ihn groteskerweise stellenweise fast bemitleidenswert weltfremd wirken lässt. Vor allem aber lässt es ihn nicht nur wie den Ur-Vater der künstlichen Intelligenz wirken, sondern ein Stück weit selbst als künstliche Intelligenz wirken. Am Ende des wirklich sehr lesenswerten Buches weiß man nicht, ob man begeistert, neugierig oder verängstigt auf das blicken soll, was der Menschheit durch die Erschaffung von künstlicher Intelligenz bevorsteht, aber man bekommt einen Eindruck davon, wie nah Genie und Wahnsinn sowohl beim Menschen als auch bei der KI beieinanderliegen.
KI ante portas !
Interessantes Buch über den geistiger Urvater der Atombombe und Begründer von KI John von Neumann, der mit seinen revolutionäre Ideen zur Spieltheorie und theoretischen Informatik dazu maßgeblich beigetragen hat, dass moderne auf künstlicher Intelligenz basierende Compuersysteme menschliche Intelligenz haushoch überlegen sind. Am Beispiel des Sieges von AlphaGo gegen den Weltbesten südkoreanischen Go-Spieler Lee Sedol wird dies eindrucksvoll geschildert. Ein sehr lesenswerteres Buch !
Description
MANIAC erzählt von den Träumen und Albträumen des vergangenen Jahrhunderts. Von seinen kühnsten Denkern und ihren abgründigsten Hinterlassenschaften. Es beginnt mit John von Neumann - einer der Väter der Atombombe, Erfinder der Spieltheorie und Pionier der künstlichen Intelligenz. Und endet mit einer der großen Fragen unserer Gegenwart: Können wir Menschen unser Verschwinden doch noch verhindern?
Er ist ein so bewundertes wie gefürchtetes Ausnahmetalent. Der Pionier der Künstlichen Intelligenz, der Vordenker des Personal Computers, der Erfinder der Spieltheorie und Geburtshelfer der Atombombe beim Manhattan-Projekt: John von Neumann. Sein Wirken umfasst das 20. Jahrhundert, seine Geschichte handelt von einem exzentrischen Geist, der alle Grenzen des Denkbaren sprengt und die Welt aus den Fugen hebt.
Auf meisterhafte Art verknüpft
MANIAC
John von Neumanns Schicksal mit dem des gepeinigten Physikers Paul Ehrenfest, der im Deutschland der 1930er Jahre zunehmend panisch den Einzug des tyrannischen Irrationalen vorhersieht, und endet mit einem Zweikampf zwischen Mensch und Maschine: dem weltbesten koreanischen Go-Spieler Lee Sedol und der Künstlichen Intelligenz AlphaGo. In ihr kulminiert die Vision von Neumanns: eine autonome Maschine, eine Intelligenz, die sich gänzlich der menschlichen Kontrolle entzieht …
Book Information
Author Description
Benjamín Labatut, geboren 1980 in Rotterdam, wuchs in Den Haag, Buenos Aires und Lima auf. Er veröffentlichte zwei preisgekrönte Romane und Kurzgeschichten in Letras Libres. Das blinde Licht erschien in über 30 Ländern, stand auf der Shortlist des International Booker Prize, des National Book Award, auf der Summer Reading List von Barack Obama und war eines der 10 Best Books of 2021 laut New York Times Book Reviews. MANIAC ist Labatuts neuer Roman. Der Autor lebt mit seiner Familie in Santiago de Chile.
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Lieblingsbuch! Werden die Maschinen uns abschaffen?
Lange lag das Buch auf meinem SuB, da ich mir nicht so sicher war, ob ich gerade Lust auf Themen wie KI und die Erfindung der Atombombe haben würde. Nun kann ich sagen: hätte ich es nur viel eher gelesen! Schon nach den ersten Kapitel wurde mir klar, wie kunstvoll, visionär und wahnsinnig interessant der Autor die dunklen Sphären unserer Jahrhunderts mitsamt ihren brillantesten Denkern in Mathe und Physik entfaltet und erzählt. Man lernt die Leben und außergewöhnlichen Hirne der Genies John von Neumann, dem Erfinder des PC und Geburtshelfer der Atombombe, Paul Ehrenfest, einem vorausdenkenden Physiker und den weltbesten Go-Spieler Lee Sedol kennen. Dieses geschieht durch fiktive Gespräche und Szenarien, welches einen Persönlichkeitsbezug, Spannung und Nahbarkeit möglich macht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Neben diesen Ausnahmetalenten erfahren wir einiges beeindruckendes und sogleich beängstigendes über die Entwicklung der künstlichen Intelligenz und auch ihre Entwickler. Bei allen beeindruckenden Seiten der KI ist zu befürchten, dass - ähnlich wie bei der Atombombe - auch die negativen Seiten nicht rechtzeitig erkannt werden. Benjamin Labatut hat mich mit diesem Roman so sehr begeistert. Das Thema trifft den Zahn der Zeit und ist schlichtweg fantastische geschrieben und sooo interessant!

KI hat das Ende der Menschheit eingeläutet. Hätte ich im Physikunterricht aufgepasst, ich hätte es früher sehen können.
Nun musste ich bis zur finalen Erkenntnis auf die Lektüre von Benjamín Labatuts MANIAC warten. Eine Mischung aus Roman, erzählendes Sachbuch, Thriller und unbeugsamer Wissenschaftskommunikation.
Die ersten zwei Drittel des Romans musste ich mich extrem dazu überreden, das Buch nicht wegzulegen. Für meinen Geschmack waren das viel zu viel Vorgeschichte, Charaktere, die ich nicht immer auseinander halten konnte. Die Story kam erst im letzten Drittel in Fahrt und machte Spaß zu lesen. Ich war am Ende froh, dass ich "Maniac" nicht weggelegt habe. Aber ich habe mir mehr davon versprochen.
Ein faszinierendes Buch über entrückte menschliche Intelligenz und die Grenzenlosigkeit künstlicher Intelligenz!
In einem faszinierendem Buch schlägt Benjamín Labatut eine Brücke, beginnend bei Johnny von Neumann, dem „Übermenschen“ der Wissenschaft in den 30er- bis 50er-Jahren, hin zur Entwicklung von künstlicher Intelligenz im vergangenen Jahrzehnt. Aus verschiedenen Blickpunkten – mal verehrend, mal verachtend – stellt er dem Leser von Neumann als beeindruckend rational denkenden Menschen vor. Dabei bekommt man den Eindruck, dass von Neumann dem normalen menschlichen Verstand so weit entrückt ist, dass er für menschliche Irrationalität oder Empathie gar nicht mehr fähig zu sein scheint – was ihn groteskerweise stellenweise fast bemitleidenswert weltfremd wirken lässt. Vor allem aber lässt es ihn nicht nur wie den Ur-Vater der künstlichen Intelligenz wirken, sondern ein Stück weit selbst als künstliche Intelligenz wirken. Am Ende des wirklich sehr lesenswerten Buches weiß man nicht, ob man begeistert, neugierig oder verängstigt auf das blicken soll, was der Menschheit durch die Erschaffung von künstlicher Intelligenz bevorsteht, aber man bekommt einen Eindruck davon, wie nah Genie und Wahnsinn sowohl beim Menschen als auch bei der KI beieinanderliegen.
KI ante portas !
Interessantes Buch über den geistiger Urvater der Atombombe und Begründer von KI John von Neumann, der mit seinen revolutionäre Ideen zur Spieltheorie und theoretischen Informatik dazu maßgeblich beigetragen hat, dass moderne auf künstlicher Intelligenz basierende Compuersysteme menschliche Intelligenz haushoch überlegen sind. Am Beispiel des Sieges von AlphaGo gegen den Weltbesten südkoreanischen Go-Spieler Lee Sedol wird dies eindrucksvoll geschildert. Ein sehr lesenswerteres Buch !











