Mãn
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Description
Mãn has three mothers: the one who gives birth to her in wartime, the nun who plucks her from a vegetable garden, and her beloved Maman, who becomes a spy to survive. Seeking security for her grown daughter, Maman finds Mãn a husband--a lonely Vietnamese restaurateur who lives in Montreal. Thrown into a new world, Mãn discovers her natural talent as a chef. Gracefully she practices her art, with food as her medium. She creates dishes that are much more than sustenance for the body: they evoke memory and emotion, time and place, and even bring her customers to tears. Mãn is a mystery--her name means "perfect fulfillment," yet she and her husband seem to drift along, respectfully and dutifully. But when she encounters a married chef in Paris, everything changes in the instant of a fleeting touch, and Mãn discovers the all-encompassing obsession and ever-present dangers of a love affair. Full of indelible images of beauty, delicacy and quiet power, Mãn is a novel that begs to be savoured for its language, its sensuousness and its love of life.
Book Information
Posts
Sanft und gefühlvoll
Kim Thuy: Man (🇩🇪: Der Geschmack der Sehnsucht) Unsere Protagonistin Man hat ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet, nicht aufzufallen und anderen zu gefallen. So heiratet sie auf Wunsch ihrer Pflegemutter einen viel älteren Mann aus Kanada. Vom Krieg gebeutelten Vietnam kommt Msn ins friedliche Montreal, wo ihr Mann ein vietnamesisches Restaurant führt. Für Man ist klar, dass sie sogleich in der Küche Hand anlegt. Denn wenn sie eines richtig gut kann, dann kochen. Ihre Sehnsucht nach ihrer Mutter und ihrer Heimat, die sie beide nie verlassen wollte, bringt sie in ihren Kochkünsten zum Ausdruck. Schon bald blüht das Geschäft auf und für Man öffnen sich neue Lebenswege… Eine sehr bewegende Geschichte nüchtern erzählt, so dass es richtig an Herz geht. Mehr im Lesemonat Februar auf meinem YouTube Kanal „Japan ♥️♥️♥️♥️🤍 https://youtu.be/WoI00ifkIVs?si=sFX85H4rYz6jRLgF //unbezahlte Werbung
Ein schöner Einblick
Auf nur knapp 140 Seiten beschreibt Kim Thúy das Leben einer vietnamesischen Frau, die durch eine Zwangsheirat in Kanada landet und dort ein vietnamesisches Restaurant leitet. Wir bekommen Einblicke in ihr Leben und in die Geschichte ihres Landes. Es handelt sich um sehr kurze Kapitel, teils nicht eine Seite lang. Alle Erzählungen sind eher Fragmente eines Lebens. Mir fehlten etwas die persönlichen Gefühlseinblicke, aber das war bei der Kürze des Buches nicht möglich.
Ein schmales Buch, dass am Ende des Jahres 2025 still und leise ein Highlight geworden ist. Leise, gefühlvoll und behutsam wird hier die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die, damit es ihr besser geht und sie eine Zukunft hat verheiratet wird und von Vietnam nach Kanada geht. Neben der Gegenwart gibt es auch immer Rückblicke in die Vergangenheit. Jeweils zu einem Begriff eine kurze Geschichte. Die vietnamesische Küche mit ihren vielfältigen Gewürzen und Kräutern kann man fast schmecken. Sehr berührend und lesenswert.
„Vor dem Schlafengehen legte Mama das Buch wieder in seine Metalldose und vergrub es in einem Versteck. Es war das größte aller Geheimnisse, denn ausländische Bücher waren verbannt, vor allem Romane, genauer gesagt, die Frivolität der Fiktion.“ (S. 42) Im Rahmen meiner BUCHweltreise ging es dieses Mal für mich nach Vietnam. Kim Thúy verbrachte ihre ersten zehn Lebensjahre in Vietnam, bevor sie 1978 mit ihren Eltern und zwei Brüdern als boat people nach Kanada floh und sich in Montreal in der Provinz Québec niederließ. Später arbeitete sie als Übersetzerin und Rechtsanwältin und war Gastronomin und Gastrokritikerin für Radio und Fernsehen. Ihr erstes Buch „Der Klang der Fremde“ war ein internationaler Erfolg und brachte ihr zahlreiche Preise ein. 2013 erschien Thúys Buch „Der Geschmack der Sehnsucht“. Es ist die autobiografisch gespeiste Liebesgeschichte einer Frau, die als Kriegswaise nach dem Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südvietnam weitergereicht wird und erst bei der dritten ‚Mutter‘ ein zu Hause findet. Bei ihr lernt Mãn die vietnamesische Kultur kennen und wird auch mit ihrer Küche vertraut gemacht. „Leise, flüsternd lehrten die Mütter ihre Töchter kochen, damit nicht Nachbarinnen die Rezepte stahlen und womöglich mit den gleichen Gerichten deren Männer verführten. Kulinarische Traditionen wurden heimlich weitergegeben, wie Zaubertricks vom Meister an den Lehrling, immer nur eine einzelne Fertigkeit im Rhythmus der alltäglichen Verrichtungen.“ (S. 10) Doch um ihre Zukunft zu sichern, entscheidet sich auch die neue Mutter, sie in die Ferne zu schicken: in eine arrangierte Ehe mit einem älteren Mann, der nach Kanada ausgewandert ist. Zuerst nimmt die junge Frau die neue Heimat nur durch die Luke der kleinen Suppenküche wahr, die dem ungleichen Paar den Lebensunterhalt sichert. Erinnerungen an Vietnam und an Erlebnisse verbindet Mãn immer mit Geschmackserlebnissen und kocht nun alte Rezepte nach. Durch das Probieren mit Gewürzen und Zutaten aus der Heimat wird sie bald zu einer kleinen Berühmtheit in Bezug auf ihre Kochkunst. Sie versteht sich auf die Sprache der Gewürze, die zugleich die der Sehnsucht ist und in der jedes Kraut, jede Zutat eine besondere Bedeutung hat, eine Geschichte erzählt. Alle Emotionen und ihre ganze Sinnlichkeit steckt in ihren Gerichten. Mit dem Erfolg entdeckt sie auch sich selbst, findet eine neue Sprache, in der auch Wünsche und Sehnsüchte zu Wort kommen dürfen. Dieses Buch entführt in eine fremde Welt mit den Gerichten, Gewürzen und Zutaten der vietnamesischen Küche. Es macht Appetit und beim Lesen scheint es köstlich aus dem Buch zu duften. Aber die Seiten gewähren durch die kurzen episodenhaften Einblicke in das Leben Mãns gleichzeitig auch Einblicke in die vietnamesische Kultur, Sprache und Geschichte. Der Schmerz der durch die Wirren der Politik und des Krieges verursachten Vergangenheit wird ebenso schmerzlich erfahrbar, wie die dennoch vorhandene Sehnsucht nach der Heimat, die trotz eines guten Lebens im Exil noch vorhanden ist. Ein berührendes leises Leseerlebnis der besonderen Art.
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Mãn has three mothers: the one who gives birth to her in wartime, the nun who plucks her from a vegetable garden, and her beloved Maman, who becomes a spy to survive. Seeking security for her grown daughter, Maman finds Mãn a husband--a lonely Vietnamese restaurateur who lives in Montreal. Thrown into a new world, Mãn discovers her natural talent as a chef. Gracefully she practices her art, with food as her medium. She creates dishes that are much more than sustenance for the body: they evoke memory and emotion, time and place, and even bring her customers to tears. Mãn is a mystery--her name means "perfect fulfillment," yet she and her husband seem to drift along, respectfully and dutifully. But when she encounters a married chef in Paris, everything changes in the instant of a fleeting touch, and Mãn discovers the all-encompassing obsession and ever-present dangers of a love affair. Full of indelible images of beauty, delicacy and quiet power, Mãn is a novel that begs to be savoured for its language, its sensuousness and its love of life.
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Sanft und gefühlvoll
Kim Thuy: Man (🇩🇪: Der Geschmack der Sehnsucht) Unsere Protagonistin Man hat ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet, nicht aufzufallen und anderen zu gefallen. So heiratet sie auf Wunsch ihrer Pflegemutter einen viel älteren Mann aus Kanada. Vom Krieg gebeutelten Vietnam kommt Msn ins friedliche Montreal, wo ihr Mann ein vietnamesisches Restaurant führt. Für Man ist klar, dass sie sogleich in der Küche Hand anlegt. Denn wenn sie eines richtig gut kann, dann kochen. Ihre Sehnsucht nach ihrer Mutter und ihrer Heimat, die sie beide nie verlassen wollte, bringt sie in ihren Kochkünsten zum Ausdruck. Schon bald blüht das Geschäft auf und für Man öffnen sich neue Lebenswege… Eine sehr bewegende Geschichte nüchtern erzählt, so dass es richtig an Herz geht. Mehr im Lesemonat Februar auf meinem YouTube Kanal „Japan ♥️♥️♥️♥️🤍 https://youtu.be/WoI00ifkIVs?si=sFX85H4rYz6jRLgF //unbezahlte Werbung
Ein schöner Einblick
Auf nur knapp 140 Seiten beschreibt Kim Thúy das Leben einer vietnamesischen Frau, die durch eine Zwangsheirat in Kanada landet und dort ein vietnamesisches Restaurant leitet. Wir bekommen Einblicke in ihr Leben und in die Geschichte ihres Landes. Es handelt sich um sehr kurze Kapitel, teils nicht eine Seite lang. Alle Erzählungen sind eher Fragmente eines Lebens. Mir fehlten etwas die persönlichen Gefühlseinblicke, aber das war bei der Kürze des Buches nicht möglich.
Ein schmales Buch, dass am Ende des Jahres 2025 still und leise ein Highlight geworden ist. Leise, gefühlvoll und behutsam wird hier die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die, damit es ihr besser geht und sie eine Zukunft hat verheiratet wird und von Vietnam nach Kanada geht. Neben der Gegenwart gibt es auch immer Rückblicke in die Vergangenheit. Jeweils zu einem Begriff eine kurze Geschichte. Die vietnamesische Küche mit ihren vielfältigen Gewürzen und Kräutern kann man fast schmecken. Sehr berührend und lesenswert.
„Vor dem Schlafengehen legte Mama das Buch wieder in seine Metalldose und vergrub es in einem Versteck. Es war das größte aller Geheimnisse, denn ausländische Bücher waren verbannt, vor allem Romane, genauer gesagt, die Frivolität der Fiktion.“ (S. 42) Im Rahmen meiner BUCHweltreise ging es dieses Mal für mich nach Vietnam. Kim Thúy verbrachte ihre ersten zehn Lebensjahre in Vietnam, bevor sie 1978 mit ihren Eltern und zwei Brüdern als boat people nach Kanada floh und sich in Montreal in der Provinz Québec niederließ. Später arbeitete sie als Übersetzerin und Rechtsanwältin und war Gastronomin und Gastrokritikerin für Radio und Fernsehen. Ihr erstes Buch „Der Klang der Fremde“ war ein internationaler Erfolg und brachte ihr zahlreiche Preise ein. 2013 erschien Thúys Buch „Der Geschmack der Sehnsucht“. Es ist die autobiografisch gespeiste Liebesgeschichte einer Frau, die als Kriegswaise nach dem Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südvietnam weitergereicht wird und erst bei der dritten ‚Mutter‘ ein zu Hause findet. Bei ihr lernt Mãn die vietnamesische Kultur kennen und wird auch mit ihrer Küche vertraut gemacht. „Leise, flüsternd lehrten die Mütter ihre Töchter kochen, damit nicht Nachbarinnen die Rezepte stahlen und womöglich mit den gleichen Gerichten deren Männer verführten. Kulinarische Traditionen wurden heimlich weitergegeben, wie Zaubertricks vom Meister an den Lehrling, immer nur eine einzelne Fertigkeit im Rhythmus der alltäglichen Verrichtungen.“ (S. 10) Doch um ihre Zukunft zu sichern, entscheidet sich auch die neue Mutter, sie in die Ferne zu schicken: in eine arrangierte Ehe mit einem älteren Mann, der nach Kanada ausgewandert ist. Zuerst nimmt die junge Frau die neue Heimat nur durch die Luke der kleinen Suppenküche wahr, die dem ungleichen Paar den Lebensunterhalt sichert. Erinnerungen an Vietnam und an Erlebnisse verbindet Mãn immer mit Geschmackserlebnissen und kocht nun alte Rezepte nach. Durch das Probieren mit Gewürzen und Zutaten aus der Heimat wird sie bald zu einer kleinen Berühmtheit in Bezug auf ihre Kochkunst. Sie versteht sich auf die Sprache der Gewürze, die zugleich die der Sehnsucht ist und in der jedes Kraut, jede Zutat eine besondere Bedeutung hat, eine Geschichte erzählt. Alle Emotionen und ihre ganze Sinnlichkeit steckt in ihren Gerichten. Mit dem Erfolg entdeckt sie auch sich selbst, findet eine neue Sprache, in der auch Wünsche und Sehnsüchte zu Wort kommen dürfen. Dieses Buch entführt in eine fremde Welt mit den Gerichten, Gewürzen und Zutaten der vietnamesischen Küche. Es macht Appetit und beim Lesen scheint es köstlich aus dem Buch zu duften. Aber die Seiten gewähren durch die kurzen episodenhaften Einblicke in das Leben Mãns gleichzeitig auch Einblicke in die vietnamesische Kultur, Sprache und Geschichte. Der Schmerz der durch die Wirren der Politik und des Krieges verursachten Vergangenheit wird ebenso schmerzlich erfahrbar, wie die dennoch vorhandene Sehnsucht nach der Heimat, die trotz eines guten Lebens im Exil noch vorhanden ist. Ein berührendes leises Leseerlebnis der besonderen Art.








