Männer ohne Möbel
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Description
Book Information
Author Description
1986 geboren, lebt als Autorin und Journalistin in Berlin. Sie hat Amerikanistik, Englische Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Würzburg studiert und danach bei der dpa (Deutsche Presse-Agentur) gearbeitet. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie verschiedene Stipendien und war Stadtschreiberin in Kroatien und an der Nordsee.
Posts
Dieses Buch ist schnell und überfährt einen so modern wie ein Hochgeschwindigkeitszug. Schlaglichter aus der Großstadt, wo Menschen sich in Kneipen begegnen und irgendwas wie Liebe suchen, aber einfach nicht beieinander ankommen. Gestörte Beziehungsmuster an allen Orten. Es ist ein wilder Abgesang auf Männer, deren Wohnungen so leer wie ihre Herzen sind und Frauen, die vergeblich an ihnen festkleben. Sprachlich und erzählerisch durchaus anspruchsvoll, weil sich englischer Text und Deutsch mit Akzent wie Störgeräusche in ein Lied hineinmischen, das auch noch mehrstimmig daherkommt. Trotzdem hat es Charme und Witz wie Alexandra Stahl am Puls der Zeit schreibt.
Ein Buch auf der Suche nach sich selbst
Der Text wirkt wie eine lose Sammlung kurzer Episoden aus dem Alltag, die vor Sarkasmus nur so strotzen und stets von einer klitzekleinen Lebensunlust durchzogen sind. Anfangs fand ich mich noch kichernd vor diesem Buch wieder, genoss die scharfzüngigen Beobachtungen und die spöttischen Bemerkungen. Doch die Stimmung kippt schnell: Die wiederkehrenden Passagen und Inhalte beginnen, sich selbst zu wiederholen, bis das Augenzwinkern schal wirkt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Passagen plötzlich auf Englisch verfasst sind, was eher gewollt-cool als literarisch notwendig wirkt. Im Zentrum steht eine Frau, deren Leben in der Schwebe hängt, die Liebe sucht, aber noch vielmehr sich selbst, dabei jedoch nie wirklich irgendwo ankommt. Alles zusammen liest sich wie ein wilder Berliner Fiebertraum, der bewusst auf eine klare Handlung verzichtet – was am Ende weniger rebellisch als vielmehr beliebig wirkt.
die ich-erzählerin begegnet menschen in der bar "italien", die aber in neukölln ist, sie sucht nach der liebe und besucht einen kurs, in dem sie lernt, ihr leben als lieblingsroman zu erzählen. das war so so so witzig, kurzweilig und skurril! liest sich locker-leicht weg und hat mich echt zum lachen gebracht, ist gleichzeitig aber sehr klug und einfühlsam geschrieben. i want more, please!
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1986 geboren, lebt als Autorin und Journalistin in Berlin. Sie hat Amerikanistik, Englische Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Würzburg studiert und danach bei der dpa (Deutsche Presse-Agentur) gearbeitet. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie verschiedene Stipendien und war Stadtschreiberin in Kroatien und an der Nordsee.
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Dieses Buch ist schnell und überfährt einen so modern wie ein Hochgeschwindigkeitszug. Schlaglichter aus der Großstadt, wo Menschen sich in Kneipen begegnen und irgendwas wie Liebe suchen, aber einfach nicht beieinander ankommen. Gestörte Beziehungsmuster an allen Orten. Es ist ein wilder Abgesang auf Männer, deren Wohnungen so leer wie ihre Herzen sind und Frauen, die vergeblich an ihnen festkleben. Sprachlich und erzählerisch durchaus anspruchsvoll, weil sich englischer Text und Deutsch mit Akzent wie Störgeräusche in ein Lied hineinmischen, das auch noch mehrstimmig daherkommt. Trotzdem hat es Charme und Witz wie Alexandra Stahl am Puls der Zeit schreibt.
Ein Buch auf der Suche nach sich selbst
Der Text wirkt wie eine lose Sammlung kurzer Episoden aus dem Alltag, die vor Sarkasmus nur so strotzen und stets von einer klitzekleinen Lebensunlust durchzogen sind. Anfangs fand ich mich noch kichernd vor diesem Buch wieder, genoss die scharfzüngigen Beobachtungen und die spöttischen Bemerkungen. Doch die Stimmung kippt schnell: Die wiederkehrenden Passagen und Inhalte beginnen, sich selbst zu wiederholen, bis das Augenzwinkern schal wirkt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Passagen plötzlich auf Englisch verfasst sind, was eher gewollt-cool als literarisch notwendig wirkt. Im Zentrum steht eine Frau, deren Leben in der Schwebe hängt, die Liebe sucht, aber noch vielmehr sich selbst, dabei jedoch nie wirklich irgendwo ankommt. Alles zusammen liest sich wie ein wilder Berliner Fiebertraum, der bewusst auf eine klare Handlung verzichtet – was am Ende weniger rebellisch als vielmehr beliebig wirkt.
die ich-erzählerin begegnet menschen in der bar "italien", die aber in neukölln ist, sie sucht nach der liebe und besucht einen kurs, in dem sie lernt, ihr leben als lieblingsroman zu erzählen. das war so so so witzig, kurzweilig und skurril! liest sich locker-leicht weg und hat mich echt zum lachen gebracht, ist gleichzeitig aber sehr klug und einfühlsam geschrieben. i want more, please!








